<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Kiesow</id>
	<title>Kiesow - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Kiesow"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kiesow&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-12T15:28:45Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kiesow&amp;diff=554118&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Gerbil: hier unpassender  Link entfernt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kiesow&amp;diff=554118&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2024-05-09T17:35:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;hier unpassender  Link entfernt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kiesow&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{IPA|Tondatei=Kiesow.oga|ˈki:so:}}) ist ein [[deutscher Familienname]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft und Bedeutung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Familienname Kiesow ist ein [[Herkunftsname]], das heißt, der erste Namensträger stammte aus [[Groß Kiesow]] oder [[Groß Kiesow#Klein Kiesow mit Kolonie|Klein Kiesow]] im heutigen [[Landkreis Vorpommern-Greifswald]] in [[Mecklenburg-Vorpommern]].&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Kiesow: &amp;#039;&amp;#039;Der Familienname Kiesow. Herkunft und Bedeutung&amp;#039;&amp;#039; (siehe unter &amp;#039;&amp;#039;Literatur&amp;#039;&amp;#039;), S. 3.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Stadtbuch]] des unweit von Groß Kiesow gelegenen [[Greifswald]] notiert im Jahr 1302, dass ein &amp;#039;&amp;#039;Henricus de Kisov&amp;#039;&amp;#039;, also ein Heinrich von Kisov, in der Brüggestraße ein Haus gebaut hat. Um den neuen Greifswalder Bürger Heinrich deutlich von anderen gleichen Namens unterscheiden zu können, hatte man seinem Rufnamen den Namen seines Heimatortes angefügt. Heinrich – oder vielleicht schon sein Vater – kam aus dem nicht weit entfernten Dorf Kysow, sein [[Beiname]] war also ein Herkunftsname. 1309 ist Heinrich als &amp;#039;&amp;#039;Hinricus Kysow&amp;#039;&amp;#039; bezeugt und 1310 als &amp;#039;&amp;#039;Hynricus Kisow&amp;#039;&amp;#039;. Das „von“ vor dem Beinamen Kisow war verschwunden; aus dem Herkunftsnamen war ein Familienname geworden.&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Kiesow: &amp;#039;&amp;#039;Der Familienname Kiesow. Herkunft und Bedeutung&amp;#039;&amp;#039;, S. 3&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Greifswalder Stadtbuch (1291–1332) werden neben Heinrich Kisow und seiner Familie noch andere Bürger mit dem Zunamen Kisow erwähnt: &amp;#039;&amp;#039;Thidericus&amp;#039;&amp;#039; (Dietrich) &amp;#039;&amp;#039;Kisow&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Albertus&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Hennekinus&amp;#039;&amp;#039; (Johannes). Dietrich war der Bruder von Albert und Johannes, die schon 1312 bzw. 1318 starben und um deren Kinder er sich kümmerte. Ob der oben genannte Heinrich ebenfalls ein Bruder Dietrichs war, lässt sich nicht ermitteln. Heinrich und Dietrich erscheinen als respektierte, vertrauenswürdige Bürger, die auch [[öffentliche Aufgaben]] wahrnahmen. Vielleicht wurden sie schon in Greifswald geboren und ihr Vater war der risikobereite Bauernsohn aus &amp;#039;&amp;#039;Magna Kysow&amp;#039;&amp;#039; (Groß Kiesow), der von dort in die neue Stadt in der Nachbarschaft aufbrach.&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Kiesow: &amp;#039;&amp;#039;Der Familienname Kiesow. Herkunft und Bedeutung&amp;#039;&amp;#039;, S. 6&amp;amp;nbsp;ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Zeit nach 1332, dem Jahr der letzten Einträge im Stadtbuch, gibt es Nachrichten im Greifswalder [[Obligation (Recht)|Obligationenbuch]] (1349–1371). Hier ist der Bäcker &amp;#039;&amp;#039;Johann Kisow&amp;#039;&amp;#039; 1359 in der Kuhstraße an der Ecke zum Mühlentor bezeugt und &amp;#039;&amp;#039;Dietrich Kisow&amp;#039;&amp;#039; 1362 in der Brüggstraße. – Auch die nächste Generation der Kiesows hatte sich also in Greifswald etabliert.&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Kiesow: &amp;#039;&amp;#039;Der Familienname Kiesow. Herkunft und Bedeutung&amp;#039;&amp;#039;, S. 8.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Dorf Kiesow wurde 1248 unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Skysogh&amp;#039;&amp;#039; erstmals in einer Urkunde des [[Herzog]]s [[Wartislaw III.|Wartislaw von Pommern]] erwähnt. Dieser bestätigte dem [[Kloster Eldena (Vorpommern)|Zisterzienserkloster Eldena]] bei Greifswald den Besitz des Gebietes, das dem Kloster von seinen Eltern geschenkt worden war. Der Klosterbesitz grenzte an die [[Gemarkung]] von &amp;#039;&amp;#039;Skysogh&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Kiesow: &amp;#039;&amp;#039;Der Familienname Kiesow. Herkunft und Bedeutung&amp;#039;&amp;#039;, S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Groß Kiesow in VG.svg|mini|Lage der Gemeinde Groß Kiesow]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Groß Kiesow ist 1321 in einer Urkunde als &amp;#039;&amp;#039;Magna Kysow&amp;#039;&amp;#039; bezeugt. Der herzogliche [[Marschall]] Johann Behr verkaufte einem Greifswalder [[Ratsherr]]n Grundeigentum in sieben Dörfern, darunter acht [[Hufe]]n in &amp;#039;&amp;#039;villa Magna Kysowe&amp;#039;&amp;#039;, acht [[Hofstelle]]n mit dem dazugehörenden Ackerland in Groß Kiesow.&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Kiesow: &amp;#039;&amp;#039;Der Familienname Kiesow. Herkunft und Bedeutung&amp;#039;&amp;#039;, S. 4&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klein Kiesow, heute ein Ortsteil von Groß Kiesow, erscheint 1387 zum ersten Mal als &amp;#039;&amp;#039;parva Kysow&amp;#039;&amp;#039; in einer Urkunde aus dem Bestand der [[St.-Marien-Kirche (Greifswald)|Greifswalder Marienkirche]]. Als einer der vier in der Urkunde genannten Zeugen wird Heyno von Wezlin auf &amp;#039;&amp;#039;parva kysow&amp;#039;&amp;#039; genannt, der Besitzer eines Hofes in Klein Kiesow.&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Kiesow: &amp;#039;&amp;#039;Der Familienname Kiesow. Herkunft und Bedeutung&amp;#039;&amp;#039;, S. 5.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie kam es dazu, dass es zwei Dörfer mit dem Namen Kiesow gibt, die ganz dicht beieinanderliegen? – Nach der um das Jahr 400 einsetzenden Abwanderung [[Germanen|germanischer]] [[Stamm (Gesellschaftswissenschaften)|Volksstämme]] aus dem Osten bildeten [[Elbe]] und [[Saale]] für einige Jahrhunderte die Grenze zwischen [[Deutsche]]n und [[Slawen]]. Das änderte sich mit einer im 12. Jahrhundert beginnenden neuen Phase der [[Hochmittelalterliche Ostsiedlung|deutschen Ostkolonisation]]. In [[Pommern]] erreichte die von den Herzögen aus dem slawischen [[Dynastie|Fürstengeschlecht]] der [[Greifen]] geförderte deutsche Besiedlung im 13. Jahrhundert ihren Höhepunkt. Die Herzöge gründeten Städte und unterstützten Klöster, denen die [[Kolonisation|Kolonisierung]] wüster (weder besiedelter noch landwirtschaftlich genutzter) [[Landschaft|Landstriche]] durch deutsche [[Einwanderung|Einwanderer]] zur Pflicht gemacht wurde. Die [[Siedler]] kamen aus übervölkerten Gebieten im Westen in den dünn besiedelten Osten, weil man ihnen hier Land gab und eine bessere Rechtsstellung als in der alten Heimat.&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Kiesow: &amp;#039;&amp;#039;Der Familienname Kiesow. Herkunft und Bedeutung&amp;#039;&amp;#039;, S. 5&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ansässige slawische Bevölkerung wurde in der Regel nicht vertrieben oder unterdrückt. Die Siedler legten für die Leute ihrer [[Rechtsordnung|Rechts-]] und [[Wirtschaftsordnung]] neue Dörfer an. So entstand neben der älteren, slawischen Siedlung Klein Kiesow mit Groß Kiesow das Dorf der deutschen Siedler. Der Ortsname geht auf den slawischen [[Wortstamm]] für die Verben „gären“, „faulen“, „sauer werden“ zurück. Der Boden im Siedelland war also feucht und sauer.&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Kiesow: &amp;#039;&amp;#039;Der Familienname Kiesow. Herkunft und Bedeutung&amp;#039;&amp;#039;, S. 6.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Häufigkeit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Auskunft der Deutschen Gesellschaft für Namenforschung (GfN) e.&amp;amp;nbsp;V. (vormals Gesellschaft für Namenkunde e.&amp;amp;nbsp;V.) in Leipzig ist der Familienname Kiesow „recht häufig“: unter 40 Millionen Telefonteilnehmern in Deutschland erscheint er über 600-mal, während die normale Verbreitung eines Familiennamens zwischen 400- und 500-mal liegt. Im Norden Deutschlands ist der Name häufiger anzutreffen als in Süddeutschland.&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Kiesow: &amp;#039;&amp;#039;Der Familienname Kiesow. Herkunft und Bedeutung&amp;#039;&amp;#039;, S. 3.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außer in Deutschland gibt es in den [[Vereinigte Staaten|Vereinigten Staaten]] eine ein paar Hundert Familien umfassende Verbreitung des Familiennamens Kiesow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Namensträger ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kiesow ist der Familienname folgender Personen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Brigitte Kiesow]] (* 1957), deutsche Ruderin&lt;br /&gt;
* [[Doris Kiesow]] (1902–1973), deutsche Schauspielerin&lt;br /&gt;
* [[Ernst-Rüdiger Kiesow]] (1926–2003), deutscher evangelischer Theologe&lt;br /&gt;
* [[Varion|Florian Kiesow]] (* 1992), deutscher Webvideoproduzent, siehe [[Varion]]&lt;br /&gt;
* [[Gerhard Kiesow]] (1934–2014), deutscher Apotheker und Historiker&lt;br /&gt;
* [[Gottfried Kiesow]] (1931–2011), deutscher Denkmalpfleger, Gründer der [[Deutsche Stiftung Denkmalschutz|Deutschen Stiftung Denkmalschutz]], Ehrenbürger diverser Städte und Gemeinden&lt;br /&gt;
* [[Paul Schulz-Kiesow]] (1894–1964), deutscher Ökonom und Verkehrswissenschaftler&lt;br /&gt;
* [[Rainer Maria Kiesow]] (* 1963), deutscher Jurist und Rechtstheoretiker&lt;br /&gt;
* [[Rolf Hammel-Kiesow]] (1949–2021), deutscher Historiker&lt;br /&gt;
* [[Ulrich Kiesow]] (1949–1997), deutscher Autor und Übersetzer von Fantasy-Romanen und Rollenspielen&lt;br /&gt;
* [[Wilhelm Kiesow]] (1881–1938), deutscher Reichsgerichtsrat&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Görlitz]] gibt es einen Gottfried-Kiesow-Platz, in [[Zittau]] einen ebenfalls nach Gottfried Kiesow benannten Prof.-Kiesow-Weg.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://stadtrat.zittau.de/sessionnet/bi/vo0050.asp?__kvonr=530 Beschluss der Stadt Zittau] zur Benennung eines Weges in der Parkanlage Grüner Ring als Prof.-Kiesow-Weg.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Kiesowstraße in [[Augsburg]] wurde nach dem [[Stifter]] Heinrich Ludwig von Kiesow (1792–1885) benannt&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.pressglas-korrespondenz.de/aktuelles/pdf/pk-2011-3w-sg-kiesow-lebens-essenz.pdf Pressglas-Korrespondenz (2011-3)]: &amp;#039;&amp;#039;Zur Augsburger „Lebens-Essenz“ von Johann Georg Kiesow&amp;#039;&amp;#039;, S. 157.&amp;lt;/ref&amp;gt; (wobei es sich bei dem Wort „von“ in dessen Namen jedoch nicht um einen Hinweis auf einen Herkunftsnamen, sondern um eine [[Nobilitierung]] handelt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Gerhard Kiesow: [[:Datei:Gerhard_Kiesow_Der_Familienname_Kiesow.pdf|&amp;#039;&amp;#039;Der Familienname Kiesow. Herkunft und Bedeutung.&amp;#039;&amp;#039;]] (PDF; 2,4 MB), Leingarten 2006.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.gfn.name/ Deutsche Gesellschaft für Namenforschung (GfN) e.&amp;amp;nbsp;V.]&lt;br /&gt;
* [https://geogen.stoepel.net/ Geogen v4] – Webseite für die Ermittlung der Häufigkeit und Verbreitung von Familiennamen in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Kiesow}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Familienname]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Herkunftsname]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Gerbil</name></author>
	</entry>
</feed>