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	<title>Kieselerde - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T20:15:21Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kieselerde&amp;diff=35126&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2026-04-14T12:01:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kieselerde&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist historisch bedingt ein unscharfer Begriff für [[Mineralien]] und [[Sedimente und Sedimentgesteine|Sedimente]] mit hohem [[Silicium]]gehalt. Ursprünglich bezeichnete man so Mineralien, die sich wegen ihres [[Quarz]]gehalts zur Herstellung von [[Glas]] eignen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Römpp&amp;quot;&amp;gt;{{RömppOnline|ID=RD-11-01037|Name=Kieselerde|Abruf=2015-01-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Jedoch werden auch [[biogen]] gebildete Sedimente wie [[Kieselgur]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Römpp&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Meyers&amp;quot;&amp;gt;[https://www.retrobibliothek.de/retrobib/seite.html?id=109312 &amp;#039;&amp;#039;Meyers Konversationslexikon.&amp;#039;&amp;#039;] 4. Auflage, Autorenkollektiv, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig/Wien 1885–1892.&amp;lt;/ref&amp;gt; als Kieselerde bezeichnet: [[Kieselalgen]] besitzen eine siliciumhaltige Zellhülle, welche nach ihrem Absterben erhalten bleibt und so die Kieselerde bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Chemisch handelt es sich bei Kieselerde um &amp;#039;&amp;#039;Kieselsäureanhydride&amp;#039;&amp;#039;, also [[Siliciumdioxid]]e und nicht um [[Kieselsäuren]]. Gelegentlich werden auch [[Alumosilikate]] wie [[Kaolin]]e als Kieselerde bezeichnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Römpp&amp;quot; /&amp;gt; Eine Besonderheit ist die [[Neuburger Kieselerde]], die aus Kieselsäure und [[Kaolinit]] besteht und als Sediment verwitterten Granitgesteins ausschließlich bei [[Neuburg an der Donau]] in Deutschland vorkommt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Microscopy and Analysis&amp;quot;&amp;gt;J. Göske, W. Kachler: &amp;#039;&amp;#039;Morphology, Physicochemistry and Phase Analysis of Neuburg Siliceous Earth.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Microscopy and Analysis&amp;#039;&amp;#039; 22, Nr. 5, 2008, S. 23–24.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gesundheitsbezogene Verwendung ==&lt;br /&gt;
Die aus fossilen [[Kieselalgen]] (Diatomeen) gewonnene echte Kieselerde (&amp;#039;&amp;#039;Silicea terra&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;Terra silicea&amp;#039;&amp;#039;; [[Kieselgur]]) gilt traditionell als Mittel zur Vorbeugung vor brüchigen Nägeln und Haaren und zur Kräftigung des [[Bindegewebe]]s. Der Anwendung liegt die Vorstellung zugrunde, dass Silizium im menschlichen Organismus eine physiologische Bedeutung hat, was aufgrund seines Vorkommens insbesondere in [[Knorpel]], Knochen und Bindegewebe als plausibel angesehen wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;eberm&amp;quot;&amp;gt;R. Ebermann, Ibrahim Elmadfa: &amp;#039;&amp;#039;Lehrbuch Lebensmittelchemie und Ernährung&amp;#039;&amp;#039;. Springer Verlag, 2008, S. 131.&amp;lt;/ref&amp;gt; Siliziumverbindungen reichern sich auch in Haut und Hautanhangsgebilden an&amp;lt;ref name=&amp;quot;marktl&amp;quot;&amp;gt;C. Ekmekcioglu, W. Marktl: &amp;#039;&amp;#039;Essentielle Spurenelemente: Klinik und Ernährungsmedizin.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg.: W. Marktl. Springer Verlag, 2006, S. 179 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;  und kommen im [[Zahnschmelz]] vor.&amp;lt;ref&amp;gt;C.A. Stegeman, J.R. Davis: &amp;#039;&amp;#039;Zahnmedizin und Ernährung: Basiswissen – Beratung – Prävention.&amp;#039;&amp;#039; Elsevier, Urban &amp;amp; Fischer Verlag, 2006, S. 244.&amp;lt;/ref&amp;gt; In Tierversuchen verbesserten Silikate die Mineralisierung von Knochengewebe, auch ein Einfluss auf die Bildung von Knorpel- und Bindegewebe wurde im Tierversuch gezeigt. Ferner könnten Siliziumverbindungen eine Rolle im [[Fettstoffwechsel]] spielen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;marktl&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siliziumhaltige Lebensmittel sind beispielsweise Kartoffeln, ballaststoffreiche Getreidesorten wie [[Gerste]] und [[Hafer]], [[Wurzelgemüse]] und Bier. Zufuhrempfehlungen können aufgrund mangelnder Daten nicht festgelegt werden, Mangelerscheinungen sind nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Markt werden verschiedene Präparate zum Einnehmen angeboten, die Kieselerde als Siliziumlieferant enthalten. Sie sollen Haut, Nägel, Haare, Knochen und Bindegewebe stärken und gesund erhalten. Eine Wirkung dieser Präparate ist wissenschaftlich nicht nachgewiesen. 2007 gerieten verschiedene Kieselerdepräparate in die Schlagzeilen, nachdem das Institut für Mineralogie der Universität Hamburg und die [[Bundesanstalt für Materialforschung]] bei an [[Nahrungsergänzungsmittel]]n durchgeführten Untersuchungen festgestellt hatten, dass von zehn untersuchten Präparaten neun kristalline Siliciumdioxide enthielten: Sieben bestanden im Wesentlichen aus [[Quarz]] und zwei aus [[Cristobalit]] in fein gemahlener Form.&amp;lt;ref name=&amp;quot;plusminus&amp;quot;&amp;gt;ARD-Magazin Plusminus und NDR Info: [http://www.presseportal.de/pm/6561/1078968/ard-magazin-plusminus-und-ndr-info-schoenheitsmittel-kieselerde-unter-verdacht &amp;#039;&amp;#039;Schönheitsmittel Kieselerde unter Verdacht&amp;#039;&amp;#039;], vom 6. November 2007.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hingegen hat &amp;#039;&amp;#039;Silicea terra&amp;#039;&amp;#039; eine [[Amorphes Material|amorphe]] Struktur. Die Verbraucherschutzministerien mehrerer Bundesländer bezweifelten die Verkehrsfähigkeit u.&amp;amp;nbsp;a. wegen des Verdachts der Verbrauchertäuschung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;plusminus&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kieselerde ist bei oraler Anwendung untoxisch.&amp;lt;ref name=&amp;quot;marktl&amp;quot; /&amp;gt; Bei langfristiger und hoch dosierter Einnahme ist in Einzelfällen die Bildung von siliziumhaltigen [[Nierenstein]]en möglich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;marktl&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Gebrauchsinformation &amp;#039;&amp;#039;Abtei Kieselerde Pulver für Haut, Haare und Nägel&amp;#039;&amp;#039;. Stand Juni 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als [[Homöopathie|homöopathisches]] Mittel ist Kieselerde auch unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Silicea terra&amp;#039;&amp;#039; bekannt, [[Kieselsäure]] dagegen als &amp;#039;&amp;#039;Acidum silicium&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Kosmetik wird Kieselgur unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Diatomaceous Earth&amp;#039;&amp;#039; ([[INCI]]) eingesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://ec.europa.eu/growth/tools-databases/cosing/details/84553 |titel=CosIng - Cosmetics - GROWTH - European Commission |abruf=2024-02-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bodenkunde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stoffgemisch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sedimentgestein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Silicium]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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