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	<title>Kieler Wappen - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{| width=&amp;quot;30%&amp;quot; border=&amp;quot;2&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;4&amp;quot; rules=&amp;quot;all&amp;quot; class=&amp;quot;hintergrundfarbe1 rahmenfarbe1&amp;quot; style=&amp;quot;float: right; clear: right; margin: 1em 0 1em 1em; border-style: solid; border-width: 1px; border-collapse: collapse; font-size: 90%; empty-cells: show;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;background:#FFDEAD&amp;quot;| &amp;lt;big&amp;gt;Landeshauptstadt Kiel&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Land Schleswig-Holstein&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background:#FFFFFF;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| colspan=2 align=&amp;quot;center&amp;quot; | [[Datei:DEU Kiel (Alt.) COA.svg|200px]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;background:#FFDEAD&amp;quot;| Blasonierung&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background:#FFFFFF;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| colspan=2 align=&amp;quot;left&amp;quot; | {{Zitat|Das Stadtwappen zeigt ein silbernes Nesselblatt auf rotem Grunde und auf dem Nesselblatt ein schwarzes Boot.&amp;lt;sup&amp;gt;1&amp;lt;/sup&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
{{Farbindex|E34234}}   {{Farbindex|FFFFFF|Rot-Weiß der [[Hanse]]}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;background:#FFDEAD&amp;quot;| Basisdaten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Einführung:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || 1901&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rechtsgrundlage:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || 1901: Genehmigung&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Belege:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || 14.05.1901&amp;lt;br /&amp;gt;Wappengenehmigung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Änderungen:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;background:#FFDEAD&amp;quot;| Quellen&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background:#FFFFFF;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| colspan=2 align=&amp;quot;left&amp;quot; |&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&amp;lt;sup&amp;gt;1&amp;lt;/sup&amp;gt; [https://www11.kiel.de/ortsrecht/root/download.php?typ=lf&amp;amp;fid=069716c689f47fb7fd09f9ed950428f6 Hauptsatzung der Schleswig-Holsteinschen Landeshauptstadt Kiel (Art.1 Abs.2)]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kieler Wappen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein jahrhundertealtes [[Wappen#Stadtwappen|Stadtwappen]] beziehungsweise [[Symbol]] der Stadt [[Kiel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Wappen ==&lt;br /&gt;
Das Wappen der Stadt Kiel zeigt das sog. &amp;#039;&amp;#039;holsteinische [[Nesselblatt]]&amp;#039;&amp;#039; in Silber auf Rot mit einem schwarzen Boot. Das silberne Nesselblatt auf rotem Grund ist das Wappen der [[Schauenburger]], die 1110 mit [[Holstein]] belehnt worden waren. Das gemauerte Boot, das einerseits der [[Heraldik|heraldischen]] Unterscheidung dient, symbolisiert andererseits die Stadtrechte (durch die Assoziation mit der Stadtmauer) sowie die Bedeutung des Hafens für Kiel. Bereits auf Siegeln der Stadt aus dem 13. Jahrhundert sind das Boot und das Wappen mit Nesselblatt am [[Bug (Schiffbau)|Bug]] zu sehen. Dieses Siegel hat sich im Laufe der Zeit verändert. Im 14. Jahrhundert finden sich Siegel, die für die Gestaltung des heutigen Wappens als Grundlage dienten. Aus dem 16. Jahrhundert stammt ein Siegel mit über dem Schiff schwebenden Nesselblatt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Siegel Kiel 1365.png|1365&amp;lt;br /&amp;gt;Hanseatisches Prunksiegel Kiels&lt;br /&gt;
Siegel Stadt Kiel 1906.jpg|Siegelabdruck von 1906&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Nesselblatt ==&lt;br /&gt;
Herkunft und Bedeutung sind nicht sicher geklärt. Am weitesten verbreitet ist die Ansicht, dass es sich um ein [[Nesselblatt]] handelt. Es gibt aber auch die Theorie, dass das Blatt des Hülsenbusches ([[Stechpalmen|Ilex]]) dargestellt sei. Eine weitere Theorie besagt, dass das Blatt den &amp;#039;&amp;#039;Nettelberg&amp;#039;&amp;#039; symbolisiert, auf dem die Schauenburger ihr [[Schaumburg (Burg)|Stammschloss]] in [[Rinteln]] an der [[Weser]] erbauten. Allerdings führten die Schauenburger ursprünglich einen [[Löwe (Wappentier)|Löwen]] im Wappen und erst als Handelsherren von Holstein das Nesselblatt.&lt;br /&gt;
Das Wappen der vorgenannten Stadt in Niedersachsen zeigt ebenfalls ein Nesselblatt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Auffassung des in Kiel geborenen Schriftstellers [[Detlev von Liliencron]] und des [[Hademarschen|Hademarscher]] Pastors [[Hans Treplin (Pastor)|Hans Treplin]]&amp;lt;ref&amp;gt;Biogramm Hans Treplin [https://www.geschichte-bk-sh.de/index.php?id=348 (online auf geschichte-bk-sh.de)]&amp;lt;/ref&amp;gt; handelt es sich bei dem Wappen um ein christliches Symbol: die drei [[Passionsnagel|Nägel]] vom [[Kreuz (Christentum)|Kreuz]] Jesu Christi an den drei Ecken des eingebetteten Nesselblattes.&amp;lt;ref&amp;gt;Detlev Freiherr von Liliencron: &amp;#039;&amp;#039;Die Schlacht bei Stellau. 1201. Novelle&amp;#039;&amp;#039;, Leipzig: Max Hesse 1906 – Kapitel 1: „Vor elf Jahren war Graf [[Adolf III. (Schauenburg und Holstein)|Adolf der Dritte]] dem Rufe seines kaiserlichen Herrn, mit diesem das heilige Grab zurückzuerobern, gefolgt. Allgemein war die Riesengestalt des Holsteiners, wenn er zur Seite des breitschulterigen, mittelgroß gewachsenen Kaisers ritt, aufgefallen; er überragte ihn um Haupteslänge. Der kluge [[Friedrich Barbarossa]] mit seiner im Glück und Unglück gleichbleibenden süddeutschen Fröhlichkeit und Liebenswürdigkeit, mit seinem tiefen Humor, den der finstere, nüchterne Holsteiner nicht imstande war zu begreifen, konnte nicht umhin, den Grafen zu necken, wo sich ihm Gelegenheit bot. Doch hielt er große Stücke auf ihn. Bei [[Ikonium]], als von einem Elefantenturm der deutsche König mit Pfeilen überschüttet wurde, hatte Herr Adolf die Strickleitern, die an dem mächtigen Tiere im Wirrwarr des Gefechtes aufzuziehen vergessen waren, erklettert und oben eine große Verwüstung unter dem Heidengezücht angerichtet. Er allein. Sein gutes Schwert, das ihm Timm, der Waffenschmied, gehämmert, in den Zähnen haltend, war er, die Rechte zum Eingreifen in die Leiter benutzend, die Linke den Schild mit den drei Nägeln Christi zwischen den Nesselblättern im Wappen, gegen den Geschoßhagel hochhaltend, kühn hinaufgedrungen“ [https://www.projekt-gutenberg.org/liliencr/stellau/Kapitel1.html (online auf projekt-gutenberg.org)]. Der Hademarscher Pastor Hans Treplin (1884–1981) berichtet ebenfalls von dieser Tradition, auch wenn ihm dabei der Fehler unterläuft, Adolf III. und [[Adolf IV. (Schauenburg und Holstein)|Adolf IV.]] zu verwechseln: „Dieser fromme Graf nahm an einem [[Dritter Kreuzzug|Kreuzzug]] teil, um das [[Grabeskirche|Heilige Grab]] zu [[Jerusalem]] den Händen der heidnischen [[Türken]] zu entreißen. Er kehrte auch glücklich wieder heim und brachte eine heilige [[Reliquie]] mit, nämlich die drei Nägel vom Kreuz von Golgatha ... Die drei besonders langen, hervorragenden Zacken an den drei Ecken [sc. des Wappens] bedeuten die Nägel vom Kreuz ...“ (Hans Treplin: &amp;#039;&amp;#039;Rund um die Dorfkirche&amp;#039;&amp;#039;, Breklum: Jensen 1964, S. 31 f.). Auch Adolf IV. wird gelegentlich – aus verschiedenen Gründen – mit den drei Nägeln im Nesselblatt-Wappen in Verbindung gebracht: „Graf Adolf IV., der Mönch wurde und eine Pilgerfahrt nach Rom durchführte, führte die drei Nägel in den Ecken zur Erinnerung an die Kreuzigung des Heilands, also Jesus von Nazareth, ein“ (im Wikipedia-Artikel über das [[Wappen Schleswig-Holsteins]]). „Es entwickelte sich aus einer reinen gezackten Borte, die nach dem Kreuzzug von Adolf IV. ins Baltikum mit drei Nägeln (Jesus wurde mit drei Nägeln gekreuzigt) versehen wurde“ (im Wikipedia-Artikel über [[Holstein]]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Siegel Schauenburger Gerhard I Johann I.png|Siegel der Schauenburger unter [[Gerhard I. (Holstein-Itzehoe)|Gerhard I.]] und Johann I.&lt;br /&gt;
Siegel Schauenburger Gerhard III.png|Siegel der Schauenburger unter [[Gerhard III. (Holstein-Rendsburg)|Gerhard III.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine neuere These ist, dass sich das Nesselblatt als Figur vom Schildbeschlag ableitet. Nach der im [[Mittelalter]] gebräuchlichen Technik wurde, um die silberne Grundfläche zu befestigen, ein gezackter Schildrand gesetzt bzw. durch die &amp;#039;&amp;#039;[[Stückung]]&amp;#039;&amp;#039; ein Schildbeschlag aus Metall über dem roten Grund. Hierdurch könnte der Beschlag als heraldische Figur hervorgetreten sein.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl.: Dr. Walter Stephan in Zeitschrift für Schleswig-Holsteinische Geschichte, Bd. 61, S. 1 ff., [1933] und Bd. 63 S. 343 ff. [1935].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachgewiesen ist das Nesselblatt als heraldisches Zeichen erstmals 1239. [[Adolf IV. (Schauenburg und Holstein)|Adolf IV.]], der mit seinen Koalitionstruppen in der [[Schlacht bei Bornhöved (1227)|Schlacht bei Bornhöved]] am 22. Juli 1227 Holstein von [[Waldemar II. (Dänemark)|Waldemar II.]] zurückeroberte und 1235 Kiel gründete, führte es zunächst neben dem Löwenwappen. Erst seine Söhne führten es als alleiniges Wappen. Dieser Wappenwechsel hatte politische Gründe: [[Dänemark]] hatte wie noch heute drei Löwen im Wappen. [[Herzogtum Schleswig|Schleswig]] als dänisches [[Fahnenlehen]] zwei. Adolf IV. wollte vermeiden, dass das Land durch dahingehende Assoziationen als Lehen angesehen würde, und so dessen Anschluss an das Reich festigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch andere Städte der Region haben das Nesselblatt ins Wappen übernommen (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Bückeburg]], [[Rinteln]], [[Stadthagen]], [[Barmstedt]], [[Uetersen]] oder [[Wedel]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das heutige Wappen ==&lt;br /&gt;
Erstmals findet sich das heutige Wappen auf einem Wappenfries des von 1876 bis 1879 erbauten Regierungsgebäudes in [[Schleswig]]. In diesem Gebäude wurde es 1901 vom preußischen Heroldsamt auch angenommen. Aber auch frühere Formen sind bekannt, so eines mit schwarzem Herzschild im silbernen Nesselblatt, in dem wiederum ein goldenes Boot liegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wappen Kiel.png|Früher offizielle Version&lt;br /&gt;
Wappen Kiel.svg|Neuere frühere offizielle Version&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Wappen in Schleswig-Holstein]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{commonscat|Coats of arms of Kiel}}&lt;br /&gt;
* [https://www.kiel.de/de/kiel_zukunft/stadtgeschichte/wappen.php Stadtwappen]&lt;br /&gt;
* [{{SH-Wappenrolle|250|kreisfreie Stadt Kiel|nurLink=1}} Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holsteins]&lt;br /&gt;
* [http://www.geschichte-s-h.de/vonabisz/schauenburger.htm Geschichte der Schauenburger]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kieler Geschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wappen (Schleswig-Holstein)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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