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	<title>Kieler Sprotte - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T07:11:04Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kieler_Sprotte&amp;diff=42839&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Procopius: /* Namensherkunft */</title>
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		<updated>2026-04-26T12:50:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Namensherkunft&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|beschreibt die Fischspezialität. Für das gleichnamige Schiff siehe [[Kieler Sprotte (Schiff)]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:KielerSprotten P8290009.JPG|mini|Kieler Sprotten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kieler Sprotten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind eine Fischspezialität, die aus der [[Europäische Sprotte|Sprotte]] im Wesentlichen durch [[Räuchern]] hergestellt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Die Sprotte ist ein [[heringsartige]]r Seefisch, der selten größer als 20&amp;amp;nbsp;cm wird. Für die Herstellung von Kieler Sprotten werden kleinere Exemplare von rund 10&amp;amp;nbsp;cm Länge und etwa 25&amp;amp;nbsp;g Gewicht bevorzugt. Gelegentlich werden junge [[Atlantischer Hering|Heringe]] verwendet. Die Sprotte wird heute in ökonomisch nicht relevanten Mengen in der [[Ostsee]] um [[Kiel]] gefangen; vor über 100 Jahren war dies offenbar anders: „Auch an unseren Küsten, insbesondere an denen der Ostsee, werden alljährlich viele, bei Eckernförde allein durchschnittlich etwa sechzehn Millionen Sprotten gefangen, meist geräuchert und dann unter dem Namen »Kieler Sprotten« in alle Welt versendet“, schrieb [[Alfred Brehm]] 1884.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeno.org/nid/20007961642 &amp;#039;&amp;#039;Sprotte (Clupea Sprattus).&amp;#039;&amp;#039;] In: Alfred Brehm: &amp;#039;&amp;#039;Brehms Thierleben. Allgemeine Kunde des Thierreichs.&amp;#039;&amp;#039; Achter Band, Dritte Abtheilung: &amp;#039;&amp;#039;Kriechthiere, Lurche und Fische,&amp;#039;&amp;#039; Zweiter Band: &amp;#039;&amp;#039;Fische.&amp;#039;&amp;#039; Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig 1884, S. 315.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die größten [[Anlandung]]en stammen heutzutage vielmehr aus der [[Nordsee]] und dem Nordost-[[Atlantik]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kieler Sprotten gelangen typischerweise in flachen Kisten aus rohem Holz in den Handel, in verschiedenen Größen, sowohl für Wiederverkäufer als auch für Endverbraucher. Sie können vollständig, inklusive Kopf und Schwanz („mit Kopp un Steert“) sowie mit [[Gräte]]n verzehrt werden, da diese sehr weich und fein sind. Üblicher ist es allerdings, den Kopf, den Schwanz und die Hauptgräten nicht mitzuverzehren („Kopp un Steert sünt nix weert“). Dazu wird der Kopf abgetrennt, die Sprotte mit Daumen und Zeigefinger gefasst und an Bauch und Rücken leicht angedrückt. Nun kann der Schwanz mit der Hauptgräte vorsichtig aus der Sprotte herausgezogen werden, ohne den Sprottenkörper zu öffnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Seefischmarkt (Kiel 13.969).jpg|mini|Räucherofen mit Kieler Sprotten auf dem [[Wellingdorf#Seefischmarkt|Seefischmarkt]] (1957)]]&lt;br /&gt;
„Echte Kieler Sprotten“ werden im traditionellen [[Altonaer Ofen]] über Buchen- und Erlenholz geräuchert. Vielerorts ist der Altonaer Ofen jedoch modernen, gasbefeuerten [[Räuchern#Arten des Räucherns|Räucheröfen]] gewichen. Damit geht aber ein gutes Stück des typischen Geschmacks verloren. „Echte Kieler Sprotten“ müssen zudem aus dem Großraum der [[Kieler Bucht]] stammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Namensherkunft ==&lt;br /&gt;
Umstritten ist, wieso die &amp;#039;&amp;#039;Kieler Sprotte&amp;#039;&amp;#039; den Namen Kiels trägt. Eine in [[Eckernförde]] verbreitete Geschichte ist, dass die Sprotten in Eckernförde hergestellt wurden und die Kisten auf dem Transportweg im nahegelegenen [[Kiel Hauptbahnhof|Kieler Hauptbahnhof]] einen großen [[Versandstempel]] erhalten hätten, der dann den Eindruck der Herstellung in Kiel erweckt habe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tatsächlich wurden Kieler Sprotten jedoch bereits in der &amp;#039;&amp;#039;Neusten Länder- und Völkerkunde&amp;#039;&amp;#039; von 1809 erwähnt: „Die Kieler Bücklinge und Sprotten werden sehr geschätzt“.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://zs.thulb.uni-jena.de/rsc/viewer/jportal_derivate_00168641/NLV_1807_Bd04_0203.tif?x=-493.2951096121417&amp;amp;y=-122.75042157084681&amp;amp;scale=0.6761687571265679&amp;amp;rotation=0&amp;amp;layout=singlePageLayout &amp;#039;&amp;#039;Kiel.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Neuste Länder- und Völkerkunde. Ein geographisches Lehrbuch für alle Stände.&amp;#039;&amp;#039; Vierter Band: &amp;#039;&amp;#039;Die Königreiche Dänemark, Norwegen und Schweden.&amp;#039;&amp;#039; Verlag des geographischen Instituts, Weimar 1807, S. 198.&amp;lt;/ref&amp;gt; Da diese Erwähnung der Kieler Sprotte bereits 35 Jahre vor der Eröffnung der [[Altona-Kieler Eisenbahn-Gesellschaft|Eisenbahnstrecke Altona-Kiel]] 1844 erfolgte, kann der Kieler Versandstempel nicht der Grund für den Namen &amp;#039;&amp;#039;Kieler Sprotte&amp;#039;&amp;#039; sein. Ein noch älterer Hinweis auf Kiel als Ursprungsort der Kieler Sprotte findet sich im Gedicht &amp;#039;&amp;#039;Urians Reise um die Welt&amp;#039;&amp;#039; von [[Matthias Claudius]] aus dem Jahr 1786. Dort heißt es: „D’rauf kauft’ ich etwas kalte Kost / und Kieler Sprott und Kuchen.“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Matthias Claudius]]: [https://www.projekt-gutenberg.org/claudius/gedichte/chap004.html &amp;#039;&amp;#039;Urians Reise um die Welt&amp;#039;&amp;#039;] ([[Projekt Gutenberg]]). Erstveröffentlichung in: [https://musenalm.de/beitrag/17011 &amp;#039;&amp;#039;Musen Almanach für 1786.&amp;#039;&amp;#039;] Hrsg. [[Johann Heinrich Voß]] und Leopold von Goekingk. Carl Ernst Bohn, Hamburg 1786, S. 166.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Demnach ist die Sprotte eine originär Kieler Spezialität, die später auch in Eckernförde produziert wurde. Der schon bekannte Name &amp;#039;&amp;#039;Kieler Sprotte&amp;#039;&amp;#039; wurde dafür beibehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Bedeutungen ==&lt;br /&gt;
Im übertragenen Sinne wird der Begriff „Kieler Sprotte“ für einen alteingesessenen oder gebürtigen Bürger Kiels, egal welchen Geschlechts, verwandt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In manchen Geschäften der Region wird auch eine Schokoladenversion angeboten, die – [[Katzenzunge (Schokolade)|Katzenzungen]] ähnlich – in der Form und durch die Verpackung in einer kleinen Holzkiste die Fischspezialität imitiert. In Kiel wird durch die Kieler Spirituosen Manufaktur von [[Bartels-Langness]] der [[Aquavit]] „Kieler Sprotte“ produziert, der sich dadurch auszeichnet, dass er nach alter Tradition auf der Sprottenroute quer durch die Kieler Förde gefahren wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An die Kieler Sprotten angelehnt ist auch der Name &amp;#039;&amp;#039;Sprottenflotte&amp;#039;&amp;#039; für einen [[Fahrradverleih]] in Kiel und Umgebung. Der Fahrradverleih wurde von 2019 bis 2023 von [[Nextbike]] betrieben. 2023 übernahm &amp;#039;&amp;#039;Donkey Republic&amp;#039;&amp;#039; den Vertrieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Kieler Sprotten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Räucherfisch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schleswig-Holsteiner Küche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultur (Kiel)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultur (Eckernförde)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Procopius</name></author>
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