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	<title>Kieferklemme - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kieferklemme&amp;diff=521196&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hellerhoff: /* Mechanische Gründe */ Kiefersperre in der CT</title>
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		<updated>2026-04-16T19:15:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Mechanische Gründe: &lt;/span&gt; Kiefersperre in der CT&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox ICD&lt;br /&gt;
|01-CODE= R25.2&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Trismus&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Alphabetisches Verzeichnis zur ICD-10-WHO Version 2019&amp;#039;&amp;#039;. Band 3. Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI), Köln 2019, S. 887.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|01-BEZEICHNUNG= Krämpfe und Spasmen der Muskulatur&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
{{Infobox International Classification of Diseases 11&lt;br /&gt;
| Code-01 = DA0E.8&lt;br /&gt;
| Data-01 = Krankheiten des Kiefergelenks&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kieferklemme&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet man die eingeschränkte oder vollständige Beeinträchtigung der Mundöffnung. Ist die Mundöffnung aufgrund eines [[Krampf#Krampftypen|tonischen Krampfes]] der [[Kaumuskulatur]] behindert, bezeichnet man die Kieferklemme medizinisch als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Trismus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von [[Griechische Sprache|griechisch]] &amp;#039;&amp;#039;trizein&amp;#039;&amp;#039; ‚knirschen‘). Als Folge lässt sich der Mund gar nicht oder nur unter starken Schmerzen leicht öffnen. Ist hingegen die Mundschließung behindert, spricht man von einer Mund- oder Kiefersperre.&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf W. Ott, W. Krug, H. P. Voller: &amp;#039;&amp;#039;Klinik- und Praxisführer Zahnmedizin.&amp;#039;&amp;#039; 1. Auflage. Thieme Verlag, 2002, ISBN 3-13-131781-7; [https://books.google.de/books?id=bFrRfKH_8QcC&amp;amp;lpg=PA322&amp;amp;ots=UpQWMwxvZO&amp;amp;dq=Kieferklemme+universit%C3%A4t&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA322#v=onepage&amp;amp;q=Kieferklemme%20universit%C3%A4t&amp;amp;f=false books.google.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einteilung der Kieferklemme ==&lt;br /&gt;
Zur Objektivierung des Befundes und zur Verlaufskontrolle kann die Schneidkantendistanz (SKD) gemessen und dokumentiert werden. Dabei handelt es sich um den Abstand zwischen den Schneidkanten der oberen und unteren [[Frontzahn|Frontzähne]]. Bei Gesunden beträgt die Schneidkantendistanz etwa drei [[Querfinger]], also die addierten Breiten von [[Zeigefinger]], [[Mittelfinger]] und [[Ringfinger]] des Patienten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Grad I: leicht eingeschränkte Mundöffnung&lt;br /&gt;
* Grad II: maximale Mundöffnung 10 mm&lt;br /&gt;
* Grad III: maximale Mundöffnung 1 mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn es sich nicht um eine mechanische Mundöffnungsstörung handelt, ist die Mundöffnung je nach Anstrengung und ängstlicher Anspannung des Patienten unterschiedlich und kann um mehrere Millimeter variieren. Im Verlauf einer längeren Behandlung entspannen sich die Patienten oft etwas und die Mundöffnung verbessert sich. Eine leichte Verbesserung der Mundöffnung ist oft entscheidend, um dem Zahnarzt eine Behandlung der zugrunde liegenden Entzündung zu ermöglichen (z.&amp;amp;nbsp;B. Inzision eines [[Abszess]]es, Therapie einer [[Dentitio difficilis]] oder einer entzündeten Extraktionswunde [[Alveolitis sicca]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Muskelkrampf ==&lt;br /&gt;
Da die Mundschließer (&amp;#039;&amp;#039;[[Musculus masseter]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Musculus temporalis]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Musculus pterygoideus medialis]]&amp;#039;&amp;#039;) wesentlich stärker sind als die Mundöffner (&amp;#039;&amp;#039;[[Musculus digastricus]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Musculus mylohyoideus]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Musculus geniohyoideus]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Musculus pterygoideus lateralis]]&amp;#039;&amp;#039;), kommt es bei einem generalisierten Krampf der Kaumuskulatur zu einem krampfhaften Schließen des Mundes, bis zum vollen Kontakt der Zahnreihen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein tonischer Kaumuskelkrampf mit Kieferklemme (früher auch &amp;#039;&amp;#039;Kinnbackenkrampf&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;A. Müller, R. W. Schlecht, Alexander Früh, H. Still: &amp;#039;&amp;#039;Der Weg zur Gesundheit: Ein getreuer und unentbehrlicher Ratgeber für Gesunde und Kranke.&amp;#039;&amp;#039; 2 Bände. 31. bis 44. Auflage. C. A. Weller, Berlin 1929 bis 1931, Band 1 (1931), S. 20 f. (&amp;#039;&amp;#039;Der Kinnbackenkrampf der Neugeborenen&amp;#039;&amp;#039;), und Band 2 (1929), S. 21 (&amp;#039;&amp;#039;Der Kinnbackenkrampf [Kaumuskelkrampf], Starrkrampf&amp;#039;&amp;#039;) 1. Auflage 1901, 3. Auflage 1906, 9. Auflage 1921.&amp;lt;/ref&amp;gt; genannt) kann z.&amp;amp;nbsp;B. beobachtet werden bei:&lt;br /&gt;
* [[Tetanus|Wundstarrkrampf]] (Tetanus mit [[Risus sardonicus]]) – beim Wundstarrkrampf ist die Kieferklemme eines der ersten [[Symptom]]e&lt;br /&gt;
* [[Meningitis]]&lt;br /&gt;
* [[Schädelbasisbruch|Schädelbasisfraktur]]&lt;br /&gt;
* Hecht-Syndrom ([[Trismus-Pseudokamptodaktylie-Syndrom]] – erblich, [[autosom]]al-[[Dominanz (Genetik)|dominant]], mit Beugekontrakturen der Finger)&lt;br /&gt;
* [[Tetanie]]&lt;br /&gt;
* [[Parapharyngealabszess]], [[Peritonsillarabszess]] – Komplikation der bakteriellen Pharyngitis&lt;br /&gt;
* einem generalisierten [[Epilepsie|epileptischen Anfall]]&lt;br /&gt;
* einem [[Krampfanfall]] infolge einer [[Konversionsstörung|dissoziativen Störung]]&lt;br /&gt;
* einem Parotistumor&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zahlreiche Medikamente, auch [[Amphetamin]] und Amphetamin[[Derivat (Chemie)|derivate]] wie [[3,4-Methylendioxyamphetamin|MDA]], [[3,4-Methylendioxy-N-ethylamphetamin|MDE]] und [[MDMA]] (siehe auch [[Amphetamin|Speed]], [[Ecstasy]]), können als unerwünschte [[Nebenwirkung|Arzneimittelnebenwirkung]] einen Trismus auslösen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lokale Entzündungen ==&lt;br /&gt;
Lokale Entzündungen im Bereich der Kaumuskulatur können eine Kieferklemme verursachen. Sie treten vorwiegend als Nebenerscheinung beim Durchbruch der [[Weisheitszahn|Weisheitszähne]] (&amp;#039;&amp;#039;[[Dentitio difficilis]]&amp;#039;&amp;#039; – erschwerter Weisheitszahndurchbruch) oder nach [[Weisheitszahn#Operative Zahnentfernung|operativer Weisheitszahnentfernung]] auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierbei [[Entzündung|entzündet]] sich das Gewebe rund um die Zähne und schwillt an. Der die Entzündung begleitende Schmerz führt zu einer Schonstellung. Insbesondere beim Versuch der Mundöffnung verkrampft die Kaumuskulatur als Schutzreflex fast unwillkürlich und verhindert so eine vollständige Mundöffnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mechanische Gründe ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Kiefersperre bei beidseitiger Kiefergelenksluxation 93W - CT Volume-Rendering seitlich - 001.jpg|mini|Kiefersperre bei beidseitiger Luxation des Kiefergelenks; Darstellung in der [[Computertomographie]] als [[Volumenrendering]].]]&lt;br /&gt;
Ein Diskusprolaps im Kiefergelenk kommt als Ursache in Frage. Dadurch ist die Mundöffnung mechanisch behindert. Ist der Diskusprolaps einseitig, dann weicht der Unterkiefer bei der Mundöffnung zur kranken Seite ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterhin ist an eine Unterkieferfraktur in Höhe des Gelenkhalses ([[Collumfraktur]]) zu denken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seltener tritt eine Kieferklemme bei einer [[Entzündung]] des [[Kiefer (Anatomie)|Kiefergelenks]] oder dessen unmittelbarer Umgebung auf, so bei einer Entzündung der [[Zunge]], der [[Ohrspeicheldrüse]], der [[Knochenhaut]] oder bei einem [[Abszess]] im Gewebe um die Mandeln ([[Peritonsillarabszess]]). Auch bei [[Unterkieferfraktur]]en im Molarenbereich kann sich eine Kieferklemme entwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer [[Leitungsanästhesie]] des Unterkiefers des Nervus alveolaris inferior ist eine Kieferklemme möglich. Diese tritt als Folge einer Reizung des Einstichkanals, einer Infiltration des Anästhetikums in die Kaumuskulatur oder wesentlich seltener wegen eines sich entwickelnden Spritzenabszesses auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Differentialdiagnose ==&lt;br /&gt;
Zu unterscheiden ist die Kieferklemme (erschwerte Mundöffnung) von der Kiefersperre (Unmöglichkeit den Mund zu schließen – z.&amp;amp;nbsp;B. bei [[Luxation]] des [[Kiefergelenk]]s oder bei [[Jochbogenfraktur]] – beide stellen eine mechanische Sperre für den Mundschluss dar).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Typisch für eine Kieferklemme ist, dass sie sich durch eine Lokalanästhesie (Leitungsanästhesie des Unterkiefers) zeitweise beheben lässt. Da dadurch die Schmerzempfindung ausgeschaltet wird, baut der Patient keinen Schutzreflex mehr gegen die ansonsten schmerzhafte Dehnung der Kaumuskulatur auf. So ist dieses Gebiet auch bei Kieferklemme der Behandlung zugänglich, falls es gelingt, eine Lokalanästhesie [[lege artis]] zu setzen. Gegebenenfalls erfolgt die Lokalanästhesie von extraoral. Hierbei erfolgt der Einstich unter oder hinter dem Kieferwinkel bzw. zwischen &amp;#039;&amp;#039;Processus muscularis&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Processus articularis&amp;#039;&amp;#039; – kurz oberhalb der &amp;#039;&amp;#039;Incisura mandibulae&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Therapie der Kieferklemme ==&lt;br /&gt;
Die meistens entzündlich bedingten Kieferklemmen, die der Zahnarzt zu Gesicht bekommt, verschwinden fast immer mit der Behandlung und dem Abklingen der ursächlichen Entzündung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In sehr seltenen Fällen bleibt jedoch auch nach dem Abklingen der Entzündung eine –&amp;amp;nbsp;meist leichte&amp;amp;nbsp;– Kieferklemme zurück. Diese wird dann mit Dehnungsübungen behandelt, die möglichst gleichzeitig mit Erwärmung (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Infrarot-Behandlung|Rotlicht]]) durchgeführt werden. Dabei schiebt sich der Patient einen Stapel Holzspatel zwischen die oberen und unteren Seitenzähne. Bei Erreichen der maximal möglichen Anzahl von Holzspateln schiebt er noch einen weiteren Holzspatel in die Mitte des Stapels –&amp;amp;nbsp;zwischen die anderen Spatel&amp;amp;nbsp;– so dass die Mundöffnung um weitere 2&amp;amp;nbsp;mm gedehnt wird. Diese Übung wird dann täglich gesteigert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Verlagerung des Diskus (anteriorer Diskusverlagerung ohne Reposition) erfolgt die Therapie per Reposition des Diskus, entweder manuell oder falls dies erschwert ist, per Repositionsschiene.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krankheitsbild in der Zahnmedizin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krankheitsbild in der Neurologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krankheitsbild in der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hellerhoff</name></author>
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