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	<title>Khaen - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-11-08T04:08:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Khenesarong.jpg|thumb|Ein Khaen-Spieler in [[Isan]]]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;khaen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;kaen, khène&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;khen&amp;#039;&amp;#039; ({{ThS|แคน}}, [[Laotische Sprache|laotisch]]: {{lang|lo|ແຄນ}}, Aussprache: [{{IPA|kʰɛːn}}]), ist ein [[Holzblasinstrument]] und gehört zur Gruppe der asiatischen [[Mundorgel]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;khaen&amp;#039;&amp;#039; ist das charakteristische Melodieinstrument und das musikalische Nationalsymbol der [[Lao]] in [[Laos]] und in der südlich angrenzenden [[Isan]]-Region (Nordost-Thailand). Es ist ein [[Durchschlagzungeninstrument]], dessen Pfeifen mit einem kleinen hölzernen Reservoir verbunden sind, in das Luft geblasen wird. Das Funktionsprinzip entspricht dem der chinesischen Mundorgel &amp;#039;&amp;#039;[[Sheng (Instrument)|sheng]]&amp;#039;&amp;#039; und der japanischen &amp;#039;&amp;#039;[[Shō (Instrument)|shō]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft und Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Die ursprünglichste Form einer Mundorgel ist aus den Bergen von [[Chittagong (Distrikt)|Chittagong]] (beim Volk der Mro und Kumi) bekannt. Deren einzelne mannshohe Bambuspfeifen hatten in der Mitte eine Zunge, die sich innerhalb eines Flaschenkürbisses befand. Mehrere Bläser, die jeweils einen Ton spielen konnten, bildeten zusammen das Musikinstrument. Bei den Mundorgeln wurden später die einzelnen Pfeifen zu Chören vereinigt und dadurch für eine einzelne Person spielbar. Nahe einfachere Verwandte, die wie Vorstufen der &amp;#039;&amp;#039;khaen&amp;#039;&amp;#039; aussehen, sind die in [[Sabah]] gespielte &amp;#039;&amp;#039;[[Sumpotan|sompoton]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|text=&amp;#039;&amp;#039;Sompoton.&amp;#039;&amp;#039; Fascinating Malaysia |url=http://www.fascinatingmalaysia.com/unik/sompoton.html |wayback=20090516181004 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; und die kaum noch gebräuchliche &amp;#039;&amp;#039;mbuat&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;World Instrument Gallery: {{Webarchiv|text=&amp;#039;&amp;#039;Mbuat&amp;#039;&amp;#039; |url=http://www.asza.com/imbuat.shtml |archive-is=20120719123245 }} (englisch)&amp;lt;/ref&amp;gt; aus Nord[[vietnam]]. In den Bergen Südvietnams gehört beim Minderheitsvolk der Ma die Kalebassenmundorgel &amp;#039;&amp;#039;kom boat&amp;#039;&amp;#039; zusammen mit der Bambusröhrenzither &amp;#039;&amp;#039;roding&amp;#039;&amp;#039; (verwandt mit der ostindonesischen &amp;#039;&amp;#039;[[sasando]]&amp;#039;&amp;#039;) zu den beliebtesten Musikinstrumenten. Beim Volk der Rhade weiter nördlich heißt dieselbe Mundorgel &amp;#039;&amp;#039;nboat&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Collaer: &amp;#039;&amp;#039;Südostasien&amp;#039;&amp;#039;. (Werner Bachmann (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Musikgeschichte in Bildern&amp;#039;&amp;#039;. Band I: &amp;#039;&amp;#039;Musikethnologie&amp;#039;&amp;#039;. Lieferung 3) Deutscher Verlag für Musik, Leipzig 1979, S. 26&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Westgrenze des Verbreitungsgebiets ist Nordostindien, wo in [[Tripura]] die &amp;#039;&amp;#039;[[rasem]]&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;gosem&amp;#039;&amp;#039;) gespielt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Substantiv]] &amp;#039;&amp;#039;khaen&amp;#039;&amp;#039; enthält keine weitere Bedeutung, seine Bildung verdankt sich wohl einer auf [[Euphonie]] (Wohlklang) bedachten Aussprache in den regionalen [[Tai-Sprachen]].&amp;lt;ref&amp;gt;Laurence Picken, 1984, S. 118&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bauform ==&lt;br /&gt;
[[Datei:A Mangkong man plays khene in Laos.jpg|mini|hochkant|Ein Mann der Ethnie Mangkong in [[Savannakhet]] spielt &amp;#039;&amp;#039;khaen&amp;#039;&amp;#039;.]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;khaen&amp;#039;&amp;#039; hat als Windkammer keine Kürbis[[kalebasse]], sondern eine geschnitzte Holzkammer, in die von der Seite eingeblasen wird und durch die alle Pfeifen gleichmäßig mit Luft versorgt werden. Das dunkelrote feste Holz der Windkammer stammt von einer [[Pterocarpus]]-Art (&amp;#039;&amp;#039;P. cambodianus, [[Pterocarpus indicus|P. indicus]]&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;[[Pterocarpus macrocarpus|P. Macrocarpus]]&amp;#039;&amp;#039;). Die in zwei Reihen aneinanderliegenden Röhren bestehen aus einer sehr dünnen, bis dreieinhalb Meter hoch wachsenden [[Bambusa|Bambus]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;art (&amp;#039;&amp;#039;mia hia&amp;#039;&amp;#039;). Sie werden mit schwarzem Wachs (&amp;#039;&amp;#039;sut&amp;#039;&amp;#039;) luftdicht an der Windkammer abgedichtet. Bei der &amp;#039;&amp;#039;khaen&amp;#039;&amp;#039; verlaufen die Röhren durch die Windkammer hindurch, die sich etwa auf einem Viertel der Länge befindet. Die Sompoton hat ein einseitig nach oben ragendes Röhrenbündel, bei der Mbuat sind die Röhren auf zwei in spitzem Winkel auseinanderstrebende Bündel aufgeteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zungen der &amp;#039;&amp;#039;khaen&amp;#039;&amp;#039; innerhalb der Windkammer sind aus Metall, üblicherweise [[Bronze]] (&amp;#039;&amp;#039;thong luang&amp;#039;&amp;#039;, „gelbes Metall“) gefertigt. Pro Pfeife wird eine Zunge benötigt, für die eine bestimmte Bronzemünze geschmolzen und dann papierdünn zu einer Breite von 4,5 Millimeter ausgeklopft wird. Die weitere Ausformung der Zungen geschieht durch Hämmern im kalten Zustand. Nur so erreicht das Metall die gewünschte Härte und Elastizität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um das gleichzeitige Tönen aller Pfeifen zu verhindern, befindet sich in jedem Rohr ein Loch, das die Resonanz der Röhre zerstört. Um die Zunge in diesem Rohr in Schwingungen zu versetzen, muss dieses Loch mit dem Finger verschlossen werden. Der erforderliche Luftzug entsteht durch Ein- oder Ausblasen mit dem Mundstück. Damit in beiden Blasrichtungen dieselbe Tonhöhe erreicht wird, sind die Zungen annähernd symmetrisch. Die Tonfrequenz ist abhängig von der Form der Zunge und der Länge der Röhre. Die Feinabstimmung erfolgt durch einen oder meist durch zwei Längsschlitze in den Röhren, die deren effektive akustische Länge bestimmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gebräuchlichste &amp;#039;&amp;#039;khaen&amp;#039;&amp;#039; ist die &amp;#039;&amp;#039;khaen paet&amp;#039;&amp;#039;, sie hat in zwei Reihen insgesamt 16 Pfeifen und eine Länge von 60 bis 130&amp;amp;nbsp;cm, wobei die längsten Pfeifen die gleiche Länge von üblicherweise 100&amp;amp;nbsp;cm haben. Die Zusatzbezeichnungen stammen aus der thailändischen Sprache und entspricht der Anzahl Pfeifen pro Reihe, also &amp;#039;&amp;#039;paet,&amp;#039;&amp;#039; andere Schreibung &amp;#039;&amp;#039;paat&amp;#039;&amp;#039;: „acht“. Die kleine &amp;#039;&amp;#039;khaen hok&amp;#039;&amp;#039; mit 6 Pfeifen wird eher als Spielzeug angesehen und zur Dekoration verwendet. Die ältere &amp;#039;&amp;#039;khaen jet&amp;#039;&amp;#039; hat 14 Pfeifen. Die 180&amp;amp;nbsp;cm lange, tief tönende &amp;#039;&amp;#039;khaen gao&amp;#039;&amp;#039; mit 18 Pfeifen war das ungewöhnlichste Instrument und ist aus praktischen Gründen verschwunden. Es benötigte zu viel Atemluft und war schwierig zu transportieren. &amp;#039;&amp;#039;Khaen&amp;#039;&amp;#039; werden besonders in der nordostthailändischen [[Roi Et (Provinz)|Provinz Roi Et]] hergestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;Gretel Schwörer-Kohl: &amp;#039;&amp;#039;Mundorgel. 4. Thailand und Laos.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Ludwig Finscher]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Die Musik in Geschichte und Gegenwart]].&amp;#039;&amp;#039; Sachteil 6, 1997, Sp. 621&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung und Spielweise ==&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;khaen&amp;#039;&amp;#039; ist bei den Lao das Hauptinstrument zur Begleitung der traditionellen Liedgattung &amp;#039;&amp;#039;[[Mo Lam|mo lam]]&amp;#039;&amp;#039;, die zu Tanzveranstaltungen und Familienfeiern vorgetragen wird. Der &amp;#039;&amp;#039;mo lam&amp;#039;&amp;#039;-Musikstil diente traditionell zur Rezitation buddhistischer Texte und durchlief eine kulturelle Transformation zu einer Aufführungsform, mit der gesellschaftliche Kommentare über die Dorfgemeinschaft verbreitet werden. Ein neuer Musikstil, der sich aus dem &amp;#039;&amp;#039;mo lam&amp;#039;&amp;#039; in Verbindung mit westlichen elektrifizierten Popmusikinstrumenten, Schlagzeug, Gesang und dem in den Hintergrund getretenen Einsatz der &amp;#039;&amp;#039;khaen&amp;#039;&amp;#039; entwickelte, ist &amp;#039;&amp;#039;lam sing.&amp;#039;&amp;#039; Beim &amp;#039;&amp;#039;pong lang&amp;#039;&amp;#039; spielen das Xylophon &amp;#039;&amp;#039;[[Pong Lang|pong lang]]&amp;#039;&amp;#039;, die dreisaitige Langhalslaute &amp;#039;&amp;#039;[[phin]]&amp;#039;&amp;#039;, die [[Panflöte]] &amp;#039;&amp;#039;wod&amp;#039;&amp;#039;, die &amp;#039;&amp;#039;khaen&amp;#039;&amp;#039; und Schlagzeug zusammen. Eine &amp;#039;&amp;#039;khaen&amp;#039;&amp;#039; stellt beim populären Gesangsstil &amp;#039;&amp;#039;[[Luk Thung|luk thung]]&amp;#039;&amp;#039; den Rückbezug auf die Tradition dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben kann die &amp;#039;&amp;#039;khaen&amp;#039;&amp;#039; – ein weibliches Instrument, das traditionell nur von Männern gespielt wird – auch solistisch eingesetzt werden. Da es bei den &amp;#039;&amp;#039;khaen&amp;#039;&amp;#039; keine absolute Stimmung gibt und jedes Instrument gemäß den Wünschen des Auftraggebers gestimmt wird, kann es keine &amp;#039;&amp;#039;khaen&amp;#039;&amp;#039;-Ensembles geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Instrument wird senkrecht mit den Händen an der Windkammer gehalten. Um die Pfeifenlöcher zu bedienen, werden die Finger einschließlich Daumen beider Hände benutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tonumfang der &amp;#039;&amp;#039;khaen pet&amp;#039;&amp;#039; beträgt zweieinhalb Oktaven mit einem [[Diatonik|diatonischen]] Tonvorrat von A bis e&amp;quot;, der, von der [[Chinesische Musik|chinesischen Musik]] beeinflusst, in einer [[Pentatonik|Fünftonreihe]] ausgenützt wird. Üblicherweise werden ein bis zwei Pfeifenlöcher (der höheren Pfeifen) mit Wachs verstopft, um eine Mehrstimmigkeit mit einem konstanten [[Bordun]]ton zu erzielen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bekannt wurde die &amp;#039;&amp;#039;khaen&amp;#039;&amp;#039; außerhalb von Laos vor allem durch die Kompositionen des &amp;#039;&amp;#039;khaen&amp;#039;&amp;#039;-Spielers [[Randy Raine-Reusch]],&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.asza.com/r3hm.shtml Randy Raine-Reusch] Homepage&amp;lt;/ref&amp;gt; der auch bei Aufnahmen von [[Aerosmith]], [[Yes (Band)|Yes]] und anderen Rockgruppen mitwirkte. Die &amp;#039;&amp;#039;khaen&amp;#039;&amp;#039; hat seit den 1990er Jahren als bis dahin wenig bekanntes exotisches Instrument in den Bereich des Jazz und der modernen Musik Eingang gefunden.&amp;lt;ref&amp;gt;Christopher Adler: [http://christopheradler.com/khaen.html &amp;#039;&amp;#039;Khaen (Lao / Northeast Thai mouth organ).&amp;#039;&amp;#039;] US-amerikanischer Komponist&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zurückkehrende Missionare brachten im 19. Jahrhundert die &amp;#039;&amp;#039;khaen&amp;#039;&amp;#039; nach Europa. Auf [[Sardinien]] glichen Schäfer ihre Stimmung an das sardische Einfachrohrblattinstrument &amp;#039;&amp;#039;[[launedda]]&amp;#039;&amp;#039; an. Seither gehört die Mundorgel dort zur traditionellen Volksmusik.&amp;lt;ref&amp;gt;Gisa Jähnichen: [https://www.llti.lt/failai/09%20Janichen.pdf &amp;#039;&amp;#039;Sardinian Air in Lao Pipes.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Studia Instrumentorum Musicae Popularis XVI.&amp;#039;&amp;#039; ITCM Study Group on Folk Music Instruments. Proceedings from the 16th International Meeting, 2006&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2017 hat die UNESCO die Khaen-Musik auf Antrag von Laos auf die [[Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit|Liste des immateriellen Kulturerbes der Welt]] gesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=UNESCO |url=https://ich.unesco.org/en/RL/khaen-music-of-the-lao-people-01296 |titel=Khaen music of the Lao people |werk= |hrsg= |datum= |abruf=2020-08-05 |sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mundorgeln der Minderheitenvölker ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Miao musicians.jpg|miniatur|&amp;#039;&amp;#039;[[Qeej]]&amp;#039;&amp;#039;-Spieler in einem [[Miao]]-Dorf in der Provinz [[Guizhou]] in Südwestchina]]&lt;br /&gt;
In der Region sind bei einigen Volksgruppen einfachere Vorformen oder Varianten der &amp;#039;&amp;#039;khaen&amp;#039;&amp;#039; verbreitet. Bei den [[Akha]], [[Miao]] (unter ihnen die [[Hmong]]), [[Lahu]] und [[Lisu]] sind Mundorgeln durch einen Herkunftsmythos zu hoch angesehenen Musikinstrumenten geworden. Schöpfergottheiten haben in den Mythen eine verlorengegangene Schrift durch die Mundorgel ersetzt, die jetzt beim gesanglichen Vortrag der traditionellen Dichtung eine Merkhilfe bietet. Bei den Lahu-Gruppen treten zu den Jahresfesten wie Neujahr und Erntedank Musikgruppen auf, in denen zu den Kreistänzen der Frauen Männer die Mundorgel &amp;#039;&amp;#039;naw&amp;#039;&amp;#039; spielen, begleitet von einer [[Zimbel]] (&amp;#039;&amp;#039;shaw&amp;#039;&amp;#039;), einem [[Gong]] (&amp;#039;&amp;#039;bhuck&amp;#039;&amp;#039;) und der Trommel &amp;#039;&amp;#039;chack.&amp;#039;&amp;#039; Die kleine &amp;#039;&amp;#039;naw eh&amp;#039;&amp;#039; ist 35&amp;amp;nbsp;cm lang und für Liebeslieder geeignet. Sie hat fünf Pfeifen, seltener drei oder sieben. Zur Verehrung von [[Ahnengeister]]n wird die große &amp;#039;&amp;#039;naw don&amp;#039;&amp;#039; eingesetzt. Die Windkapsel besteht aus einer Kalebasse, die Pfeifen aus Bambus enthalten Metallzungen.&amp;lt;ref&amp;gt;Terry E. Miller, 1998, S. 304 f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Lisu gibt es drei Mundorgeltypen: Die &amp;#039;&amp;#039;pali folu&amp;#039;&amp;#039; ist die wichtigste und kleinste Mundorgel, deren unterste Pfeife als Bordun mittönt. Werden mit den Daumen die Pfeifenenden teilweise geschlossen, sind klangliche Verzierungen möglich. Die &amp;#039;&amp;#039;folu o oo&amp;#039;&amp;#039; hat vier Bambuspfeifen, zwei davon ragen unter der Windkammer heraus, ein Ende ist mit Wachs verschlossen, das andere wird mit dem Daumen bedient. Bei der &amp;#039;&amp;#039;folu lalaa&amp;#039;&amp;#039; gibt ebenfalls die tiefste Pfeife einen Dauerton.&amp;lt;ref&amp;gt;Gretel Schwörer-Kohl: &amp;#039;&amp;#039;Mundorgel. 4. Thailand und Laos.&amp;#039;&amp;#039; In: Ludwig Finscher (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Musik in Geschichte und Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; Sachteil 6, 1997, Sp. 622–624&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Khmu|Kmhmu]], deren Siedlungszentrum in den Bergen von Nordlaos und angrenzenden Gebieten in Vietnam und Südchina liegt, spielen neben der Mundorgel &amp;#039;&amp;#039;sngkuul&amp;#039;&amp;#039; verschiedene Flöten und eine [[Maultrommel]], die alle aus Bambus gefertigt sind.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |abruf=2021-12-29 |offline=ja |url=http://java.classical.com/liner/40f5f24d28ca8d53a34fc7f578022c48/SFW40456.pdf |autor=Smithsonian Folkways Recordings |werk=java.classical.com |titel=Bamboo on the Mountains. Kmhmu Highlanders from Southeast Asia and the U.S. |titelerg=CD-Beilage |datum=1999 |format=PDF }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mundorgel &amp;#039;&amp;#039;[[qeej]]&amp;#039;&amp;#039; ([[Sprachen der Miao|Hmong-Sprache]], gesprochen „kreng“) wird auf Hochchinesisch &amp;#039;&amp;#039;lusheng&amp;#039;&amp;#039; genannt. Sie wird von den Miao gespielt und steht bei den Hmong im Zentrum einer aufwendigen Beerdigungszeremonie. Die &amp;#039;&amp;#039;qeej&amp;#039;&amp;#039; besitzt sechs Bambuspfeifen und eine Windkammer aus Hartholz, deren zwei Hälften durch Metallbänder zusammengehalten werden. Die kleinste und größte Pfeife liefert jeweils einen Bordunton. Die &amp;#039;&amp;#039;qeej&amp;#039;&amp;#039; wird außer für Beerdigungszeremonien auch für unterhaltsame, weltliche Lieder und Tänze verwendet. Von besonderer Bedeutung ist die &amp;#039;&amp;#039;qeej&amp;#039;&amp;#039;, weil sich mit ihr während der Zeremonie in Töne übersetzte sprachliche Botschaften an die Seele des Verstorbenen übermitteln lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diskographie ==&lt;br /&gt;
* Boua Xou Mua: &amp;#039;&amp;#039;The Music of the Hmong People of Laos.&amp;#039;&amp;#039; Arhoole CD 446, Documentary Arts, Dallas (Texas) 1995. (Solospiel einer &amp;#039;&amp;#039;khaen&amp;#039;&amp;#039; mit sechs Pfeifen)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Lam Saravane: Musique pour le khène.&amp;#039;&amp;#039; Ocora C 559 058. Collection Ocora Radio France, 1989 (Verschiedene Interpreten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Terry E. Miller: &amp;#039;&amp;#039;Traditional Music of the Lao: Kaen Playing and Mawlum Singing in Northeast Thailand.&amp;#039;&amp;#039; Contributions in Intercultural and Comparative Studies, Nr. 13. Greenwood Press, Westport (Connecticut) 1985 &lt;br /&gt;
* Terry E. Miller: &amp;#039;&amp;#039;Laos.&amp;#039;&amp;#039; In: Terry E. Miller und Sean Williams: &amp;#039;&amp;#039;The Garland Encyclopedia of World Music.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 4, Garland, New York 1998, S. 335–361&lt;br /&gt;
* [[Laurence Picken|Laurence E. R. Picken]]: &amp;#039;&amp;#039;Making of the Khaen: The Free-Reed Mouth Organ of North-East Thailand.&amp;#039;&amp;#039; Musica Asiatica Bd. 4, Cambridge University Press, Cambridge 1984, S. 117–154, ISBN 978-0-521-27837-9&lt;br /&gt;
* Gretel Schwörer: &amp;#039;&amp;#039;Die Mundorgel bei den Lahu in Nord-Thailand. Bauweise, Funktion und Musik&amp;#039;&amp;#039;. (Beiträge zur Ethnomusikologie 10) Verlag der Musikalienhandlung K.D. Wagner, Hamburg 1982, ISBN 978-3-921029-87-9 (Musikethnologische Studie mit Notenbeispielen, nach einer Dissertation an der Universität Köln 1980)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Joseph Lilly: [http://www.ksanti.net/free-reed/essays/khaenlaos.html &amp;#039;&amp;#039;An Introduction to the Khaen of Laos.&amp;#039;&amp;#039;] The Free-Reed Journal&lt;br /&gt;
* Henry Doktorsky: [http://www.ksanti.net/free-reed/history/khaen.html &amp;#039;&amp;#039;Asian Free-Reed Instruments.&amp;#039;&amp;#039; Part Three: &amp;#039;&amp;#039;The Laotian Khaen.&amp;#039;&amp;#039;] The Free-Reed Journal&lt;br /&gt;
* Casey A. Fetzer, James P. Cottingham: [http://www.trfn.org/free-reed/essays/khaen.html &amp;#039;&amp;#039;Acoustics of the Khaen: The Laotian Free-Reed Mouth Organ.&amp;#039;&amp;#039;] The Free-Reed Journal&lt;br /&gt;
* Viliam Phraxayavong: {{Webarchiv | url=http://home.vicnet.net.au/~lao/laostudy/khene.htm | wayback=20120930065429 | text=&amp;#039;&amp;#039;The Khene. Lao National Musical Instrument and its Role in Lao Culture&amp;#039;&amp;#039; }}. Lao Studies Society ({{enS}})&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Traditionelles thailändisches Musikinstrument]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Durchschlagzungeninstrument]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musik (Laos)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Isan]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Repräsentatives immaterielles Kulturerbe]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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