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	<title>Kesselzerknall in Meiningen - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-26T20:35:11Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Ichigonokonoha: HC: Ergänze Kategorie:Landgericht Meiningen</title>
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		<updated>2026-01-27T12:57:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:HC&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:HC (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;HC&lt;/a&gt;: Ergänze &lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Landgericht_Meiningen&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Landgericht Meiningen (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Landgericht Meiningen&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:95 6676 Rübeland 11.05.08-2.jpg|mini|Die Schwesterlokomotive &amp;#039;&amp;#039;MAMMUT&amp;#039;&amp;#039; der bei dem Kesselzerknall zerstörten &amp;#039;&amp;#039;ELCH&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:RAW9W.JPG|mini|Der Ort des Unfalles, das Anheizhaus (links), im Jahr 2014]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DampflokwerkMgn.jpg|mini|Blick zum Raw – ganz links: Teil des Anheizhauses; rechts: Ernststraße mit Bushaltestelle Krankenhaus]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kesselzerknall in Meiningen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war eine [[Kesselzerknall|Kesselexplosion]], bei der am 4. Mai 1951 im [[Dampflokwerk Meiningen|Reichsbahnausbesserungswerk (Raw) Meiningen]] elf Menschen ums Leben kamen und eine [[Dampflokomotive]] zerstört wurde. Es handelte sich um einen der schwersten Unfälle dieser Art.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausgangslage ==&lt;br /&gt;
Die [[Dampflokomotive]] [[HBE Tierklasse|95 6679]], Baujahr 1921, stammte ursprünglich von der [[Halberstadt-Blankenburger Eisenbahn]] (HBE) und trug dort den Namen &amp;#039;&amp;#039;ELCH&amp;#039;&amp;#039;. Bei der Deutschen Reichsbahn war sie in die Baureihe 95.66 eingeordnet worden. Der Kessel war auf einen Betriebsdruck von 14&amp;amp;#x202f;[[Technische Atmosphäre|atü]] ausgelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Lokomotive]] war am 15. März 1951 in das Raw Meiningen gebracht worden, weil eine Zwischenuntersuchung L2 anstand, nachdem sie 1949 generalüberholt worden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die Arbeiten abgeschlossen waren, fand am 30. April eine Probefahrt statt, anschließend wurde das Feuer wieder gelöscht und die Lokomotive war über den [[Maifeiertag]] abgestellt. Danach war vorgesehen, die Endabnahme der Lok durchzuführen und sie dann nach [[Berlin]] zu überführen. Dazu wurde die Lok im Stand 3 des [[Anheizhaus]]es wieder angeheizt. Bei der Endabnahme stellte der dafür von Berlin entsandte Mitarbeiter fest, dass das [[Druck (Physik)|Kesseldruck]][[manometer]] nicht arbeitete. Er verweigerte daraufhin die Abnahme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unfallhergang ==&lt;br /&gt;
Der verantwortliche [[Meister]] beauftragte daraufhin einen [[Sicherheitsventil|Ventileinsteller]] und die [[Armatur]]enwerkstatt des Raw Meiningen, das Problem zu beheben. Da das Manometer aber kein Standardgerät war, mussten weitere Mitarbeiter herangezogen werden. Im Raw gab es nur ein mobiles Prüfmanometer, das aber gerade an anderer Stelle eingesetzt war. Mit diesem hätte der Kesseldruck zwischenzeitlich überwacht werden können. Dann kam die Zeit für die Mittagspause. Durch ungenügende Abstimmung wurde der Kessel der Lokomotive weiter beheizt. Ohne dass das zu kontrollieren war – das Manometer arbeitete ja nicht –, stieg der Kesseldruck auf 20&amp;amp;#x202f;[[Technische Atmosphäre#atü|atü]] (ca. 21 [[Bar (Einheit)|bar]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der schwächste Teil eines stephensonschen Röhrenkessels ist der [[Hinterkessel]] aus [[Stehkessel]] und [[Feuerbüchse]]. Er weicht aus konstruktiven Gründen von der für einen Druckbehälter günstigen Zylinderform ab. Deshalb wird der Stehkessel durch [[Stehbolzen#Stehbolzen ohne Gewinde|Stehbolzen ohne Gewinde]] mit der Feuerbüchse verbunden. Durch die Überlastung wurden Stehbolzen ab- und Stehkessel- sowie Feuerbüchswand aufgerissen. Der damit verbundene Druckverlust führte zum schlagartigen Nachverdampfen des Kesselwassers. Dadurch [[Explosion|explodierte]] um 13:30 Uhr der Kessel, Lang- und Hinterkessel wurden vom Rahmen und der Rauchkammer abgerissen und durch das Dach rund 100 Meter weit geschleudert. Dabei überflog der Kessel den [[Betriebskindergarten]] des Raw, schlug auf der Ernststraße auf und wurde in die Grünfläche vor dem [[Georgenkrankenhaus|Landeskrankenhaus]] geschleudert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Folgen ==&lt;br /&gt;
Elf Menschen starben, darunter eine Passantin auf der angrenzenden Straße, fünf weitere wurden schwer und sechs leicht verletzt. Das Anheizhaus wurde dabei zum großen Teil zerstört. Der Sachschaden betrug 360 000 [[Mark (DDR)|Mark]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Thüringen|thüringische]] Minister für Wirtschaft und Arbeit, [[Herbert Strampfer]], eilte zur Unfallstelle und sagte Hilfe zu, so auch der Verkehrsminister der DDR, [[Hans Reingruber]], bei der Trauerfeier. Da diese Hilfen aber sehr schleppend einsetzten, griffen die Mitarbeiter des Raw und [[Meiningen|Meininger]] Bürger zur Selbsthilfe und eröffneten ein [[Spendenkonto]], auf das bis Ende 1952 etwa 50 000 Mark eingezahlt wurden, mit denen die Familien der Getöteten unterstützt wurden. Staatsapparat und Partei misstrauten dieser Selbsthilfe, die sie als Kritik an den politischen Strukturen interpretierten, und untersagten sie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Staatsapparat und [[SED]] sahen die Ursache des Unfalls in mangelndem politischem Bewusstsein oder gar [[Sabotage]]. Objektiv war es wohl eher eine Kombination aus Materialmangel und Nachlässigkeit. Das etwa neun Monate später stattfindende [[Strafverfahren]] vor dem [[Landgericht Meiningen]] brachte nur teilweise Aufklärung, Staatsapparat und Partei versuchten sich eher in einem [[Schauprozess]]. Einige Angeklagte erhielten [[Freiheitsstrafe]]n von bis zu acht Jahren, die später verkürzt oder auf Bewährung ausgesetzt wurden, andere wurden freigesprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [http://web.archive.org/web/20130418231445/http://www.meiningen.de/media/custom/1226_134_1.PDF Norbert Moczarski: &amp;#039;&amp;#039;4. Mai 1951 – Dampfkesselexplosionsunglück im VEB RAW Meiningen&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 515&amp;amp;nbsp;kB). – online nicht mehr verfügbar über [[Wayback Machine]].&lt;br /&gt;
* NN: &amp;#039;&amp;#039;Meiningen – eine Legende im Wandel&amp;#039;&amp;#039;. In: EisenbahnGeschichte 63 (2014), S. 28–37 (30) – mit Foto der zerstörten Lokomotive.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|article=/|NS=50.581438|EW=10.419717|type=landmark|region=DE-TH}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Eisenbahnunfall in Thüringen|Meiningen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kesselzerknall|Meiningen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Eisenbahnunfall 1951|Meiningen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verkehr (Meiningen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schienenverkehr (Thüringen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Eisenbahnunfall in der DDR|Meiningen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landgericht Meiningen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Ichigonokonoha</name></author>
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