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	<title>Kesselfalle - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T05:40:34Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kesselfalle&amp;diff=332031&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;InternetArchiveBot: InternetArchiveBot hat 2 Archivlink(s) ergänzt und 0 Link(s) als defekt/tot markiert.) #IABot (v2.0.9.5</title>
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		<updated>2025-11-21T04:43:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:InternetArchiveBot&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:InternetArchiveBot (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;InternetArchiveBot&lt;/a&gt; hat 2 Archivlink(s) ergänzt und 0 Link(s) als defekt/tot markiert.) #IABot (v2.0.9.5&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Ceropegia sandersonii 1DS-II 1291.jpg|mini|Kesselfallenblume:&amp;lt;br&amp;gt;[[Kletternde Leuchterblume]] (&amp;#039;&amp;#039;Ceropegia sandersonii&amp;#039;&amp;#039;)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Aristolochia clematitis meyers 1888 v3 p76.png|mini|Kesselfalle mit Reusenhaaren von &amp;#039;&amp;#039;[[Aristolochia clematitis]]&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kesselfallen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, beziehungsweise &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kessel- oder Gleitfallenblumen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, wurden im [[Flora|Pflanzenreich]] in unterschiedlichen Verwandtschaftsgruppen entwickelt. Sie gingen aus einfachen [[Blüte]]n hervor. Die von Kesselfallenblumen gefangenen Tiere (überwiegend [[Insekten]]) sollen zur [[Bestäubung]] gezwungen werden. Es sind Fallenblumen wie die &amp;#039;&amp;#039;Klemmfallenblumen&amp;#039;&amp;#039;, deren Blüten einen Klemmkörper haben, in dem sich [[Nektar (Botanik)|nektarsuchende]] Insekten mit dem Rüssel oder den Beinen verfangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Prinzip und Funktionsweise ==&lt;br /&gt;
Bei den Kesselfallenblumen sind Teile der Blüte oder des Blütenstandes zu einem fast geschlossenen Kessel umgebildet. Insekten werden meist durch für Menschen unangenehme Gerüche (beispielsweise [[Kot]]- oder [[Aas]]geruch), Farbe und Wärme angelockt und rutschen meistens an den glatten oder ölig, wachsigen Innenwänden oder abwärtsweisenden Sperrhaaren oder [[Papille (Botanik)|Papillen]] der Blume ab, auch Türchenmechanismen sind möglich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rals&amp;quot; /&amp;gt; Am Ende der Blütenröhre im Blüteninneren landen die Insekten schließlich in einem „Kessel“, wo sich auch der Blüten-[[Stempel (Botanik)|Stempel]] befindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Sperrmechanismus meistens aus sterilen Blüten oder „Reusenhaaren“ verhindert zunächst ein Entkommen. Die sterilen Blüten (Hindernisblüten) tragen einzelne, kräftige Borsten, die sich nur abwärts biegen lassen oder nach unten stehende Reusenhaare versperren den Rückweg, sodass kleinere Gefangene nicht einfach wieder herausfliegen können. Erst wenn die weiblichen Blüten befruchtet sind, verwelken bzw. erschlaffen die Sperrborsten und Reusenhaare und geben den Ausgang wieder frei. Bei einigen &amp;#039;&amp;#039;[[Aronstab|Arum]]&amp;#039;&amp;#039;-Arten wächst der Blütenkolben innerhalb eines Tages aus dem Kessel heraus. Die Insekten nutzen ihn wie eine Leiter und können dadurch aus dem Kessel entkommen. Auch öffnende Türmechanismen sind möglich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rals&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem Blütenstand der Gattung [[Aronstab]] (&amp;#039;&amp;#039;Arum&amp;#039;&amp;#039;) wird der Kessel von einem [[Hochblatt]] ([[Spatha (Botanik)|Spatha]]) gebildet. Bei den [[Leuchterblumen]] (&amp;#039;&amp;#039;Ceropegia&amp;#039;&amp;#039;) bilden die verwachsenen [[Kronblatt|Kronblätter]] den Kessel. Im Falle der Blüten der [[Orchideen]]gattungen &amp;#039;&amp;#039;Coryanthes&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Cypripedium]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Paphiopedilum]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Phragmipedium]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Selenipedium]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Mexipedium]]&amp;#039;&amp;#039; ist die Blütenlippe (&amp;#039;&amp;#039;[[Labellum]]&amp;#039;&amp;#039;) zu einem „Pantoffel“ geformt. Angelockte Insekten (meist kleine Bienen) fallen in den Kessel und müssen sich durch einen engen Durchgang hinter der schildförmigen Blütensäule durchzwängen, um wieder ins Freie zu gelangen. Dabei streifen sie den [[Pollen]] ab, der sich im Durchgang verbirgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Blüten von Kesselfallen sind meist [[Dichogamie|proterogyn]], das heißt, die weiblichen Organe reifen zuerst und sind empfänglich für Pollen. Erst wenn die Befruchtung erfolgt ist, öffnen sich die männlichen Blüten beziehungsweise die [[Staubbeutel]] und geben den Blütenstaub frei. Vorteil dieser Bestäubungsmethode ist, dass sie [[Selbstbefruchtung]] verhindert, weil der männliche Blütenpollen erst ausgeschüttet wird, wenn die Befruchtung der weiblichen Blütenorgane stattgefunden hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Prinzip der Kesselfalle wird auch von [[Fleischfressende Pflanzen|fleischfressenden Pflanzen]] angewendet, die Insekten jedoch nicht zur Bestäubung anlocken, sondern um sich von ihnen zu ernähren (&amp;#039;&amp;#039;[[Nepenthes (Gattung)|Nepenthes]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Cephalotus]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Sarracenia]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Heliamphora]]&amp;#039;&amp;#039; etc.). Sie bilden trichter- oder kesselförmige Behälter aus Blattorganen. Diese sind mit meistens mit Flüssigkeit ([[Phytotelma]]) gefüllt, in der die Beute ertrinkt. Meistens sind am Rand und im Kessel Haare oder Zähnchen vorhanden, die ein Abrutschen erleichtern und die Insekten am Entkommen hindern. Manche Fallen besitzen auch Wachsauflagerungen, welche die Oberfläche noch rutschiger machen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.mikroskopie-bonn.de/_downloads/141120_MKB_Vortrag_Carnivore_Pflanzen_Weidner.pdf Manfred Weidner: &amp;#039;&amp;#039;Fleischfressende Pflanzen (Carnivore): Strategien, Strukturen, Funktionen&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 7,3&amp;amp;nbsp;MB) auf mikroskopie-bonn.de, abgerufen am 25. September 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.uni-koeln.de/math-nat-fak/botanik/exkursionen/gew%E4chshaus/carnivorie.htm |wayback=20180925070514 |text=&amp;#039;&amp;#039;Carnivore Pflanzen&amp;#039;&amp;#039; |archiv-bot=2025-11-21 04:43:36 InternetArchiveBot }} auf uni-koeln.de, abgerufen am 25. September 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hermann von Guttenberg]]: &amp;#039;&amp;#039;Lehrbuch der allgemeinen Botanik.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage, Akademie-Verlag, 1952, S.&amp;amp;nbsp;320.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Arten sind zudem auch [[Täuschblumen]] wie der [[Gefleckter Aronstab|Gefleckte Aronstab]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rals&amp;quot;&amp;gt;[https://medienportal.univie.ac.at/uniview/forschung/detailansicht/artikel/gefangen-in-der-blume/ Bernadette Ralser: &amp;#039;&amp;#039;Gefangen in der Blume&amp;#039;&amp;#039;]  Medienportal Univ. Wien, 22. November 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.botgart.uni-bonn.de/o_haus/aristolochia.php |wayback=20160630044328 |text=&amp;#039;&amp;#039;Osterluzeigewächse&amp;#039;&amp;#039; |archiv-bot=2025-11-21 04:43:36 InternetArchiveBot }} bei Botanische Gärten Uni Bonn, abgerufen am 25. September 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.si-journal.de/index2.php?artikel=jg18/heft2/sij182-3.html &amp;#039;&amp;#039;An der Nase herum geführt&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Studium Integrale.&amp;#039;&amp;#039; 18. Jahrgang / Heft 2 - Oktober 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ufz.de/export/data/2/92116_BIOLFLOR_BLUETEN.pdf Walter Durka: &amp;#039;&amp;#039;Blüten- und Reproduktionsbiologie&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 532&amp;amp;nbsp;kB), In: &amp;#039;&amp;#039;Schriftenreihe für Vegetationskunde.&amp;#039;&amp;#039; H. 38, 2002, S.&amp;amp;nbsp;133–175, Bundesamt für Naturschutz, Bonn, bei Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung, abgerufen am 25. September 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bestäubungsmethode der Kesselfalle ist innerhalb bestimmter [[Familie (Biologie)|Familien]] oder [[Gattung (Biologie)|Gattungen]] sehr verbreitet, beispielsweise:&lt;br /&gt;
* [[Aronstabgewächse]] (&amp;#039;&amp;#039;Araceae&amp;#039;&amp;#039;), Beispiel: [[Gefleckter Aronstab]] (&amp;#039;&amp;#039;Arum maculatum&amp;#039;&amp;#039;), [[Titanenwurz]] (&amp;#039;&amp;#039;Amorphophallus titanum&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
* [[Osterluzeigewächse]] (&amp;#039;&amp;#039;Aristolochiaceae&amp;#039;&amp;#039;), Beispiel: [[Pfeifenblumen]] (&amp;#039;&amp;#039;Aristolochia&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
* [[Orchideen]] (&amp;#039;&amp;#039;Orchidaceae&amp;#039;&amp;#039;), Beispiel: [[Cypripedium|Frauenschuh]] (&amp;#039;&amp;#039;[[Cypripedium]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Paphiopedilum]]&amp;#039;&amp;#039;), &amp;#039;&amp;#039;Coryanthes&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
* [[Seidenpflanzengewächse]] (&amp;#039;&amp;#039;Asclepiaceae&amp;#039;&amp;#039;), Beispiel: [[Leuchterblumen]] (&amp;#039;&amp;#039;Ceropegia&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Berthold Haller, Wilfried Probst: &amp;#039;&amp;#039;Botanische Exkursionen.&amp;#039;&amp;#039; Bd. II: &amp;#039;&amp;#039;Sommerhalbjahr&amp;#039;&amp;#039;, 2. Auflage, Springer-Verlag, Berlin 1989, ISBN 978-3-662-48687-0 (Reprint), S. 84.&lt;br /&gt;
* [[Fritz Knoll]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Biologie der Blüte&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Verständliche Wissenschaft, Band 57&amp;#039;&amp;#039;). Springer-Verlag, Berlin 1956, ISBN 978-3-642-86221-2 (Reprint), S. 93–95.&lt;br /&gt;
* Stefan Vogel: &amp;#039;&amp;#039;Die Funktionstypen der Kesselfallen-Blumen.&amp;#039;&amp;#039; Institut für Botanik der Universität Wien, In: 9. Tagung Gesellschaft für Tropenökologie, Ulm 17.–20. März 1999, [http://www.biologie.uni-ulm.de/gtoe/abstracts/vogel.htm online] auf biologie.uni-ulm.de, abgerufen am 25. September 2018.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/gleitfallenblumen/28275 &amp;#039;&amp;#039;Gleitfallenblumen&amp;#039;&amp;#039;] in [[Lexikon der Biologie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Blütenstand]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Blüte]]&lt;/div&gt;</summary>
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