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	<title>Kesil - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T11:48:34Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kesil&amp;diff=1062360&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Lektor w: aktuelles Lemma</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kesil&amp;diff=1062360&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2024-09-07T21:53:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;aktuelles Lemma&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kesil&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{heS|כסיל &amp;amp;lrm; |kesīl}}) ist ein in der [[Hebräische Bibel|Hebräischen Bibel]] erwähntes [[Sternbild]]. Zur Klärung der Frage, welches Sternbild gemeint ist, werden auch Bibelstellen herangezogen, in denen &amp;#039;&amp;#039;kesīl&amp;#039;&amp;#039; den Dummkopf bezeichnet: {{B|Ps|49|11}}; {{B|Ps|92|7}}; {{B|Spr|1|22}}. Durch den Zusammenhang ist aber eindeutig, dass in folgenden Fällen mit &amp;#039;&amp;#039;kesīl&amp;#039;&amp;#039; ein Sternbild oder eine Gruppe von Sternen gemeint ist: {{B|Hi|9|9}}, {{BB|Hi|38|31}}, {{B|Am|5|8}} und {{B|Jes|13|10}}. Im Allgemeinen nimmt man an, dass sich der Ausdruck auf den [[Orion (Sternbild)|Orion]] bezieht, ein sehr auffallendes Sternbild mit den Riesensternen [[Beteigeuze]] und [[Rigel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== &amp;#039;&amp;#039;kesīl&amp;#039;&amp;#039; im Buch Hiob (Ijob) ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Uranometria orion.jpg|mini|Sternbild Orion (Johann Bayer, &amp;#039;&amp;#039;Uranometria&amp;#039;&amp;#039;, 1661)]]&lt;br /&gt;
[[Arie de Wilde]] nennt {{B|Hi|9|9}} einen „kurzen Abriss der israelitischen Sternkunde.“ Diese sei ganz praktisch ausgerichtet gewesen und habe das landwirtschaftliche Jahr geregelt. Aber offenbar habe man die Sternbeobachtung als eine rein technische Sache den Bauern und Seeleuten überlassen, und die Gelehrten hätten sich nicht damit befasst. So erklärt de Wilde, dass die alten Übersetzungen bei der Identifikation der genannten Sterne verschiedene Wege gehen. Bei der Ermittlung der ursprünglichen Wortbedeutung geht er davon aus, dass &amp;#039;&amp;#039;kesīl&amp;#039;&amp;#039; im Hebräischen auch den „Dummkopf“ bezeichnet und vermutet eine Sage von einem Riesen, der törichterweise gegen die Götter rebellierte und zur Strafe an den Himmel gekettet worden sei (vgl. {{BB|Hi|38|31}}). In der griechischen Mythologie hat Orion eine ähnliche Rolle.&amp;lt;ref&amp;gt;Arie de Wilde: &amp;#039;&amp;#039;Das Buch Hiob&amp;#039;&amp;#039;. Brill, Leiden 1981, S. 142.145.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== &amp;#039;&amp;#039;kesīl&amp;#039;&amp;#039; im Buch Amos ==&lt;br /&gt;
{{B|Am|5|8}} ist Teil eines Lobpreises ([[Doxologie]]), der, recht ungewöhnlich für diese Gattung, [[JHWH]] nicht als den preist, der die Schöpfungsordnung stabilisiert, sondern als den, der sie umstürzt. Wenn {{heS|כימה &amp;amp;lrm; |kīmah}} und {{heS|כסיל &amp;amp;lrm; |kesīl}} hier als Paar auftreten, kann das nach [[Jörg Jeremias]] bedeuten, dass diesen Gestirnen als „Wettermacher“ der Wechsel der Jahreszeiten, der „Umsturz“ von Hitze zu Kälte, zugeschrieben wurde, sofern man darin nicht eine Polemik gegen [[Astralkult]]e sehen will.&amp;lt;ref&amp;gt;Jörg Jeremias: &amp;#039;&amp;#039;Der Prophet Amos&amp;#039;&amp;#039; (= [[Das Alte Testament Deutsch]]). Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, 3. Auflage 2013, S. 68 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die alten Übersetzungen ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
!Hi 9,9&lt;br /&gt;
!Hi 38, 31&lt;br /&gt;
!Am 5,8&lt;br /&gt;
!Jes 13,10&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Septuaginta&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bibelwissenschaft.de/online-bibeln/septuaginta-lxx/informationen-zur-bibelausgabe/ Die Septuaginta (ed. Rahlfs/Hanhart)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Kraus, Martin Karrer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Septuaginta Deutsch. Das griechische Alte Testament in deutscher Übersetzung&amp;#039;&amp;#039;. Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart 2009, S. 1017.1051.1181.1212.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|ὁ ποιῶν Πλειάδα καὶ ῞Εσπερον καὶ ᾿Αρκτοῦρον καὶ ταμιεῖα νότου &lt;br /&gt;
Er (ist es), der die Plejaden und den Abendstern und den [[Bärenhüter]] … macht.&lt;br /&gt;
|συνῆκας δὲ δεσμὸν Πλειάδος καὶ φραγμὸν ᾿Ωρίωνος ἤνοιξας&lt;br /&gt;
Und hast du das Band der Pleiaden erkannt und die Umfriedung des Orion geöffnet?&lt;br /&gt;
|ποιῶν πάντα καὶ μετασκευάζων&lt;br /&gt;
… der alles schafft und verwandelt …&lt;br /&gt;
|οἱ γὰρ ἀστέρες τοῦ οὐρανοῦ καὶ ὁ ᾿Ωρίων καὶ πᾶς ὁ κόσμος τοῦ οὐρανοῦ τὸ φῶς οὐ δώσουσιν&lt;br /&gt;
Denn die Sterne am Himmel und der Orion und die ganze Ordnung des Himmels werden kein Licht spenden…&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Vulgata&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bibelwissenschaft.de/online-bibeln/biblia-sacra-vulgata/informationen-zur-bibelausgabe/ Die Vulgata (ed. Weber/Gryson)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|…qui facit Arcturum et Oriona et Hyadas et interiora austri…&lt;br /&gt;
|…numquid coniungere valebis micantes stellas Pliadis aut gyrum Arcturi poteris dissipare…&lt;br /&gt;
|…facientem Arcturum et Orionem…&lt;br /&gt;
|…quoniam stellae caeli et splendor earum non expandent lumen suum…&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Die syrische Übersetzung ([[Peschitta]]) nennt das Sternbild &amp;#039;&amp;#039;gabbarā&amp;#039;&amp;#039;, „Riese“,&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;Arie de Wilde: &amp;#039;&amp;#039;Das Buch Hiob&amp;#039;&amp;#039;. Brill, Leiden 1981, S. 143.&amp;lt;/ref&amp;gt; und das entspricht der arabischen Bezeichnung für den Orion, {{arS|الجبار |d=al-ǧabbār}} „Riese“. Hier wird ein gemeinsamer mythologischer Hintergrund erkennbar.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{WiBiLex|30478|Sterne / Sternbilder / Sterndeutung|Autoren=Matthias Albani|Abruf=2023-10-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Targum]] wird &amp;#039;&amp;#039;kesīl&amp;#039;&amp;#039; mit &amp;#039;&amp;#039;niflā&amp;#039;&amp;#039;, „der Gefallene“, wiedergegeben;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; hier hat die zweite Wortbedeutung von &amp;#039;&amp;#039;kesīl&amp;#039;&amp;#039;, „Dummkopf“, eingewirkt: in der israelischen [[Weisheitsliteratur]] ist es ein Topos, dass die Dummköpfe zu Fall kommen ([[Tun-Ergehen-Zusammenhang]]).&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rabbinische Literatur und Kabbala ==&lt;br /&gt;
Die Sternbilder {{heS|כימה &amp;amp;lrm; |kīmah}} und &amp;#039;&amp;#039;kesīl&amp;#039;&amp;#039; treten im Bibeltext öfter als Paar auf, wobei eindeutig ist, dass mit &amp;#039;&amp;#039;kīmah&amp;#039;&amp;#039; die [[Plejaden]] gemeint sind, während die Bedeutung von &amp;#039;&amp;#039;kesīl&amp;#039;&amp;#039; unsicher ist. Der [[Babylonischer Talmud|Babylonische Talmud]]&amp;lt;ref&amp;gt;Berachot 58b–59a; Rosch ha-Schana 11b-12a&amp;lt;/ref&amp;gt; betont die [[Kosmologie|kosmologische]] Bedeutung dieser beiden Sternbilder: Gott habe die [[Sintflut]] beginnen lassen, indem er zwei Sterne aus den Plejaden (&amp;#039;&amp;#039;kīmah&amp;#039;&amp;#039;) entfernt habe, und er habe zwei Sterne aus dem Sternbild &amp;#039;&amp;#039;kesīl&amp;#039;&amp;#039; entfernt und sie an den Fehlstellen der Plejaden eingesetzt, um die Sintflut zu beenden. Hier ist relativ klar, dass mit &amp;#039;&amp;#039;kesīl&amp;#039;&amp;#039; das Sternbild &amp;#039;&amp;#039;[[Ursa maior]]&amp;#039;&amp;#039; gemeint ist und auf das Motiv Bezug genommen wird, dass die Große Bärin die Plejaden verfolge, weil sie ihre beiden verlorenen „Söhne“ zurückholen wolle.&amp;lt;ref&amp;gt;Marla Segol: &amp;#039;&amp;#039;Word and Image in Medieval Kabbalah: The Texts, Commentaries, and Diagrams of the Sefer Yetsirah&amp;#039;&amp;#039;. Palgrave Macmillan 2012, S. 101 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bemerkenswert ist dabei, dass die Sintflut für die Rabbinen in der Spätantike selbstverständlich eine astrologische Ursache hatte: Die Sterne kontrollierten das Wetter, und Gott manipuliere die Sterne, um das Wetter zu verändern.&amp;lt;ref&amp;gt; Noah J. Efron: &amp;#039;&amp;#039;Judaism and Science: A Historical Introduction&amp;#039;&amp;#039;, Greenwood Press, Westport 2007, S. 61.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 10. Jahrhundert n. Chr. entfaltete [[Schabbtai Donnolo]] das Konzept, dass alle Sternbilder am Himmel sich bewegten, weil &amp;#039;&amp;#039;kīmah&amp;#039;&amp;#039; von &amp;#039;&amp;#039;kesīl&amp;#039;&amp;#039; verfolgt werde. Wenn &amp;#039;&amp;#039;kesīl&amp;#039;&amp;#039; seine „Söhne“ einhole, käme die Bewegung der Sternbilder am Himmel und damit auch die Zeit zum Stillstand, und die Erlösung breche an. Dabei kann Donnolo &amp;#039;&amp;#039;Ursa maior&amp;#039;&amp;#039; mit dem Großen Wagen und mit dem Orion identifizieren.&amp;lt;ref&amp;gt;Piergabriele Mancuso: &amp;#039;&amp;#039;Shabbatai Donnolo’s Sefer Ḥakhmoni&amp;#039;&amp;#039;. Brill, Leiden 2010, S. 72–74.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nicht die Identifikation des Sternbilds am Himmel ist für die kabbalistischen Kommentatoren Donnolos zentral, sondern die Überlegung, dass der Mensch &amp;#039;&amp;#039;kesīl&amp;#039;&amp;#039; unterstützen und dadurch die Erlösung näherbringen könne, und zwar durch [[Permutation]]en von [[Hebräische Schrift|hebräischen Buchstaben]].&amp;lt;ref&amp;gt;Marla Segol: &amp;#039;&amp;#039;Word and Image in Medieval Kabbalah: The Texts, Commentaries, and Diagrams of the Sefer Yetsirah&amp;#039;&amp;#039;. Palgrave Macmillan 2012, S. 102–104.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Abraham ibn Esra]], der sowohl Bibelkommentator als auch Astronom war, wies im 11. Jahrhundert die traditionelle Ansicht zurück, dass mit &amp;#039;&amp;#039;kīmah&amp;#039;&amp;#039; die Plejaden gemeint seien. Vielmehr handle es sich um einen großen Stern mit dem Namen עין השור השמאלי &amp;#039;&amp;#039;ein ha-shor ha-semoli&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;α Tauri&amp;#039;&amp;#039;, [[Aldebaran]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;Bernard R. Goldstein: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.pitt.edu/~brg/pdfs/brg_ii_6.pdf Star Lists in Hebrew]&amp;#039;&amp;#039;, S. 192. &amp;lt;/ref&amp;gt;), und auch &amp;#039;&amp;#039;kesīl&amp;#039;&amp;#039; sei ein markanter einzelner Stern, nämlich לב העקרב &amp;#039;&amp;#039;lev ha-akrav&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;α Scorpionis&amp;#039;&amp;#039;, [[Antares]]&amp;lt;ref&amp;gt;Bernard R. Goldstein: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.pitt.edu/~brg/pdfs/brg_ii_6.pdf Star Lists in Hebrew]&amp;#039;&amp;#039;, S. 194. &amp;lt;/ref&amp;gt;).&amp;lt;ref&amp;gt;Shlomo Sela: &amp;#039;&amp;#039;Abraham Ibn Ezra and the Rise of Medieval Hebrew Science&amp;#039;&amp;#039;. Brill, Leiden / Boston 2003, S. 373.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Identifikationen kamen dadurch zustande, dass Ibn Esra zwei Sterne suchte, deren Position am Himmel aufeinander bezogen war.&amp;lt;ref&amp;gt;Shlomo Sela: &amp;#039;&amp;#039;Abraham Ibn Ezra and the Rise of Medieval Hebrew Science&amp;#039;&amp;#039;. Brill, Leiden / Boston 2003, S. 260.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Saadja Gaon]] (10. Jahrhundert) dagegen identifizierte in seinem Hiobkommentar &amp;#039;&amp;#039;kesīl&amp;#039;&amp;#039; mit dem arabischen Sternnamen &amp;#039;&amp;#039;suhail&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;α Carinae&amp;#039;&amp;#039;, [[Canopus]]). Dies ging in seine arabische Bibelübersetzung ein. [[Bar Chijja]] schloss sich ihm an und setzte &amp;#039;&amp;#039;kesīl&amp;#039;&amp;#039; in zwei seiner Sternlisten: „&amp;#039;&amp;#039;kesīl&amp;#039;&amp;#039;, arabisch &amp;#039;&amp;#039;suhail&amp;#039;&amp;#039;, mit der Kraft von Saturn und Jupiter“, bzw. „&amp;#039;&amp;#039;kesīl&amp;#039;&amp;#039;, das ist &amp;#039;&amp;#039;suhail&amp;#039;&amp;#039;, aus der 1. Ordnung.“&amp;lt;ref&amp;gt;Shlomo Sela: &amp;#039;&amp;#039;Abraham Ibn Ezra’s Introductions to Astrology&amp;#039;&amp;#039;. Brill, Leiden 2017, S. 391.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Humanismus und Neuzeit ==&lt;br /&gt;
Die Übersetzung des Buchs Hiob für die [[Lutherbibel]] war eine Gemeinschaftsarbeit der Wittenberger Gelehrten, die wegen des ungewöhnlichen hebräischen Vokabulars besondere Schwierigkeiten bot. Im Fall von &amp;#039;&amp;#039;kesīl&amp;#039;&amp;#039; blieb man in der von Septuaginta und Vulgata gewiesenen Spur, fügte aber eine [[Glosse (Erläuterung)|Glosse]] mit Erklärungen für den Leser hinzu:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Er machet den Wagen am himel vnd Orion vnd die Glucken vnd die Stern gegen mittag. &lt;br /&gt;
 &amp;lt;small&amp;gt;(ORION) Jst das helle [[Sternbild|Gestirne]] gegen [[Süden|mittag]] / das die Bauren den [[Jacobsstab]] heissen. Die [[Plejaden|Glucke]] oder Henne / sind die sieben kleinen Sterne.&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
 |Autor=&lt;br /&gt;
 |Quelle=Martin Luther:  Hi 9,9 mit Randglosse in der Biblia Deudsch (1545)&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Volz (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;D. Martin Luther, Die ganzer Heilige Schrifft Deudsch&amp;#039;&amp;#039;, Band 1, München 1972, S. 926.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Carsten Niebuhr]] sollte bei seiner [[Arabische Reise (Carsten Niebuhr)|Arabienreise 1761–1767]] unter anderem die in {{B|Hi|9|9}} genannten Sternnamen klären. Das war die 86. Frage des Orientalisten [[Johann David Michaelis]], der diese Forschungsreise konzipiert hatte. Niebuhr kam deswegen mit jüdischen Gelehrten in [[Kairo]], [[Sanaa]] und [[Bagdad]] zusammen, die &amp;#039;&amp;#039;kesīl&amp;#039;&amp;#039; mit dem arabischen &amp;#039;&amp;#039;suhail&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;α Carinae&amp;#039;&amp;#039;, [[Canopus]]) identifizierten. Er selbst entschied sich aber anders und meinte, &amp;#039;&amp;#039;kesīl&amp;#039;&amp;#039; sei [[Sirius]].&amp;lt;ref&amp;gt;Carsten Niebuhr: &amp;#039;&amp;#039;Beschreibung von Arabien: aus eigenen Beobachtungen und im Lande selbst gesammleten Nachrichten&amp;#039;&amp;#039;, Kopenhagen 1772, S. 114 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Moritz Stern]] widmete den in {{BB|Hi|38|31-32}} vorkommenden Sternnamen einen Artikel, der 1865 in der von [[Abraham Geiger]] herausgegebenen [[Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben|Jüdischen Zeitschrift für Wissenschaft und Leben]] erschien. Er geht auf den Kontext ein: in den voraus- und nachfolgenden Versen werden meteorologische Phänomene erwähnt; bei den Sternnamen in den Versen 31f. sei eine diesen zugeschriebene meteorologische Bedeutung anzunehmen, wie sie für Orion in der Antike vielfach bezeugt ist. „Daß כסיל mit Orion identisch ist, wie die meisten Erklärer annehmen, halte auch ich für unzweifelhaft. Die schiefe Lage – &amp;#039;&amp;#039;devexi Orionis&amp;#039;&amp;#039; wie [[Horaz]] sagt – und die Form des Sternbildes haben auf die Vorstellung eines herumtaumelnden Mannes geführt … So ist כסיל  der Unbesonnene, unsicher Herumtaumelnde…“&amp;lt;ref&amp;gt;Moritz Abraham Stern: &amp;#039;&amp;#039;[https://sammlungen.ub.uni-frankfurt.de/cm/periodical/pageview/2422157 Die Sternbilder in Hiob Kp. 38, V. 31 und 32]&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben&amp;#039;&amp;#039; 4/1865, S. 258–276, hier S. 260.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{WiBiLex|30478|Sterne / Sternbilder / Sterndeutung|Autoren=Matthias Albani|Abruf=2023-10-02}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Joachim Schüpphaus: Art. כסיל  In: G. Johannes Botterweck, Helmer Ringgren, Heinz-Josef Fabry (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Theologisches Wörterbuch zum Alten Testament&amp;#039;&amp;#039;, Band 4, Kohlhammer, Stuttgart 1984, S. 277–283.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stoffe und Motive (Altes Testament)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historisches Sternbild]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Lektor w</name></author>
	</entry>
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