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	<title>Kerze - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kerze&amp;diff=1605426&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-26184-23: Einrückung korrigiert</title>
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		<updated>2026-05-01T00:03:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Einrückung korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Candle black.jpg|mini|hochkant|Brennende Kerze]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kerze&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Lichtquelle]] aus [[Wachs]], [[Stearin]], [[Paraffin]] oder [[Talg]] mit einem [[Docht]] in der Mitte, die mit offener Flamme brennend Licht und Wärme abgibt, [[Romantik|romantisierend]] als &amp;#039;&amp;#039;Kerzenschein&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. Als Halterung werden meist [[Kerzenständer]] genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Die Wortherkunft für &amp;#039;&amp;#039;Kerze&amp;#039;&amp;#039; in der Bedeutung „Talg-, Wachslicht“ (von {{gohS|kerza}} [8.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert] bzw. {{lang|goh|&amp;#039;&amp;#039;karz&amp;#039;&amp;#039;}} [9.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert], {{gmhS|kerze}} oder {{lang|gmh|&amp;#039;&amp;#039;kirze&amp;#039;&amp;#039;}} für „Werg, Zunder, Docht, Licht, Kerze“; {{gmlS|kerte}} oder {{lang|gml|&amp;#039;&amp;#039;kerse&amp;#039;&amp;#039;}}) ist ungeklärt. Seitens der etymologischen Forschung wird einerseits eine historische [[Entlehnung]] über &amp;#039;&amp;#039;charza&amp;#039;&amp;#039; aus {{laS|[[Liste lateinischer Lehn- und Fremdwörter im Deutschen#charta|charta]]}} für „[[Papyrus]]blatt, Schreibmaterial, Schriftstück“ erwogen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Friedrich Kluge]], [[Alfred Götze (Philologe)|Alfred Götze]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache]].&amp;#039;&amp;#039; 21., unveränderte Auflage. De Gruyter, Berlin / New York 1975, ISBN 3-11-005709-3, S.&amp;amp;nbsp;365.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Hypothese wird dadurch gestützt, dass Kerzen lange aus gewickelter, mit Öl getränkter [[Birkenrinde]] hergestellt wurden. Da Birkenrinde auch als Schreibmaterial diente, scheint eine Verbindung zwischen &amp;#039;&amp;#039;Papyrus&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Kerze&amp;#039;&amp;#039; für lateinisch &amp;#039;&amp;#039;charta&amp;#039;&amp;#039; möglich. Andererseits ist aber auch eine Entlehnung aus lateinisch {{lang|la|&amp;#039;&amp;#039;[candēla] cērāta&amp;#039;&amp;#039;}} „Wachslicht“ (zu latein. {{lang|la|&amp;#039;&amp;#039;cērāre&amp;#039;&amp;#039;}} „mit Wachs überziehen“) anzunehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.dwds.de/wb/etymwb/Kerze &amp;#039;&amp;#039;Kerze&amp;#039;&amp;#039;], in: [[Wolfgang Pfeifer (Etymologe)|Wolfgang Pfeifer]] [[et&amp;amp;nbsp;al.]], &amp;#039;&amp;#039;Etymologisches Wörterbuch des Deutschen&amp;#039;&amp;#039; (1993), digitalisierte und von Wolfgang Pfeifer überarbeitete Version im [[Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache|Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache]] (abgerufen am 8.&amp;amp;nbsp;Juli 2024).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Candles Oberflacht.jpg|mini|hochkant|Bienenwachskerzen aus dem [[Gräberfeld von Oberflacht]] (6./7. Jahrhundert). Die ältesten erhaltenen Wachskerzen nördlich der Alpen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorgeschichte ===&lt;br /&gt;
Mit steinernen Lampenschalen, in denen ein Docht in flüssigem [[Talg]] oder [[Tran]] brannte, trotzten wahrscheinlich schon die [[Cro-Magnon-Mensch]]en vor zirka 40.000 Jahren der Dunkelheit.&amp;lt;ref&amp;gt;Sophie A. de Beaune, Randall White: &amp;#039;&amp;#039;Eiszeitliche Lampen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Spektrum der Wissenschaft.&amp;#039;&amp;#039; 11/1993, S. 82. ([https://www.spektrum.de/magazin/eiszeitliche-lampen/821201 spektrum.de am 1. November 1993: Eiszeitliche Lampen], abgerufen am 15. Dezember 2015)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vorderer Orient ====&lt;br /&gt;
Die Erfindung der Kerze selbst liegt Schätzungen zufolge mindestens 5000 Jahre zurück. Bekannt ist, dass im [[Vorderer Orient|Vorderen Orient]] zu dieser Zeit bereits Kerzen verwendet wurden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ECA&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://candleseurope.com/history-of-candles/ |titel=History of Candles |titelerg=Geschichte der Kerze |hrsg=European Candle Manufacturers Association (ECMA) |werk=candleseurope.com |datum= |abruf=2023-04-05 |sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie entstanden, indem ein &amp;#039;&amp;#039;Funale&amp;#039;&amp;#039; (Docht) aus Binse, Stroh, Hanf, Papyrus oder Schilfrohr in Talg eingetaucht und mit ihm getränkt wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FALK&amp;quot;&amp;gt;Kerzengeschichte auf einer privaten Website mit Quellenverweis auf: &amp;#039;&amp;#039;Kerzen. Wachswaren. Aus der Praxis. Für die Praxis.&amp;#039;&amp;#039; Deggendorf, ohne weitere Angaben. ([http://www.fall-kerzendesign.de/kerzengeschichte.html fall-kerzendesign.de], abgerufen am 15. Dezember 2015)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Historiker fanden Nachweise dafür, dass viele weitere frühere Zivilisationen Kerzen mit Dochten entwickelten, indem sie Wachse von verfügbaren Pflanzen und Insekten benutzten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Altes China, Japan und Indien ====&lt;br /&gt;
Frühe chinesische Kerzen wurden anscheinend durch Eingießen in Papierrohre hergestellt, wobei Dochte aus gerolltem [[Reispapier]] und eine Kombination aus Wachsen von einheimischen Insekten und Samen verwendet wurden. In Japan wurden Kerzen aus dem Wachs von Baumnüssen hergestellt, während in Indien Kerzenwachs durch Kochen der Früchte des [[Zimt#Nutzung|Zimtbaumes]] gewonnen wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ECA&amp;quot; /&amp;gt; Als Sonderform kamen ab dem Ende des 3. Jahrhunderts v. Chr. [[Wachsfackel]]n auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Antikes Griechenland und Ägypten ====&lt;br /&gt;
Im Griechenland des 6. Jahrhunderts v. Chr. wurden Holz und [[Kienspan|Kien]] in Schalen mit Öl und Fett getränkt, in Ägypten verwendete man zu dieser Zeit dafür [[Rizinusöl]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;FALK&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Antikes Rom ====&lt;br /&gt;
Im Allgemeinen wird die Weiterentwicklung der zuvor einfachen Kerzen den antiken Römern zugeschrieben, die gerollten Papyrus wiederholt in flüssigen Talg oder, ab dem 2.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert, flüssiges Bienenwachs getaucht haben. Im 1./2. Jahrhundert n. Chr. wird die Kerze als kurzlebiges Licht beschrieben, das einen Faden (Docht) hat und ständig gewartet werden muss. Diese kleinen Talg- oder Wachsfackeln wurden als Beleuchtungskörper an den Spitzen eines Kandelabers aufgesteckt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FALK&amp;quot; /&amp;gt; Wohl seit dem 2. Jahrhundert n. Chr. verwendeten die Römer niedrige Talg-, [[Pech (Stoff)|Pech]]- und Wachskerzen. Sie benutzten die so hergestellten Kerzen, um Reisende bei Nacht zu begleiten, und für religiöse Zeremonien.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ECA&amp;quot; /&amp;gt; Etwa Mitte des 2. Jahrhunderts n. Chr. waren bei den Römern niedrige Wachskerzen so weit entwickelt, dass sie ohne lästiges, übermäßiges Rußen und üblen Geruch, was bei Fackeln unvermeidlich war, in einem geschlossenen Raum brennen konnten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FALK&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mittelalter ===&lt;br /&gt;
Vor allem der Bedarf der Kirche und die Bestimmung, dass für diese Kerzen nur [[Bienenwachs]] als Kerzenrohstoff verwendet werden durfte, führten dazu, dass Bienenwachs zu einem wichtigen Handelsgut des Mittelalters wurde. Seit dem Jahr 1061 ist aus Frankreich eine Innung der &amp;#039;&amp;#039;Lichtzieher&amp;#039;&amp;#039; bekannt, im 14. Jahrhundert eine Innung der [[Kerzengießer]] in Hamburg. Zwei Kerzenhändlergesellschaften gab es seit dem späten Mittelalter in London, die der Wachskerzenhändler (Wax Chandlers) und die der Talgkerzenhändler (Tallow Chandlers). Wie ein Seil zusammengedrehte, mehrdochtige Kerzen, die fackelartig abbrannten, wurden in der frühen Neuzeit mit dem deutschen Wort „[[Tortsche]]“ bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Grimm: &amp;#039;&amp;#039;Deutsches Wörterbuch.&amp;#039;&amp;#039; Band 21, 1923, S. 898.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerhalb der [[Kirche (Bauwerk)|Kirchen]] und [[Adel]]shäuser wurden [[Kienspan|Kienspäne]] bzw. [[Binsen]]lichter oder Kerzen aus dem preisgünstigeren Talg verwendet, sogenannte „Unschlittkerzen“. Das zur Herstellung der Unschlittkerzen benötigte Fett wurde aus Rinderfettgewebe oder Hammeltalg gewonnen und nicht gereinigt. Dementsprechend rochen und [[ruß]]ten Unschlittkerzen stark. Bei allen Kerzen aus diesen Brennstoffen musste der Docht regelmäßig „geschneuzt“ oder „geputzt“ (das heißt gekürzt) werden, um Rußen und Tropfen zu vermeiden.&amp;lt;ref&amp;gt;Noch um das Jahr 1830 klagte [[Johann Wolfgang von Goethe]]: &amp;#039;&amp;#039;Wüßte nicht, was sie besseres erfinden könnten, als wenn die Lichter ohne Putzen brennten.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Talgkerzen wurden im 17. Jahrhundert mit [[Arsen(III)-oxid|Arsenik]] geweißt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Neuzeit ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Candleroom in Serbian orthodox church in Ljubljana, Slovenia.jpg|mini|Obgleich Kerzen nicht mehr für die Beleuchtung von Wohnräumen benötigt werden, sind sie nach wie vor fester Bestandteil [[Religion|religiöser]] Bräuche. Einige Kirchen haben eigene Kerzenräume, wie diese [[Serbisch-Orthodoxe Kirche]] in [[Ljubljana]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1725 wurde auch [[Walrat]] als Kerzengrundstoff verwendet und insbesondere für Luxuskerzen benutzt. Trotz ihres Geruches boten Walratkerzen im Vergleich zu Bienenwachskerzen und Talglichtern deutliche Vorteile im Hinblick auf das Brennverhalten und die Rußbildung. Die Tatsache, dass Walrat nicht nur für Kerzen, sondern auch für die [[Straßenbeleuchtung]] und Leuchttürme verwendet wurde, wirkte sich direkt auf den [[Walfang]] aus und brachte die [[Pottwal]]e an den Rand der [[Ausrottung]].&amp;lt;ref name = TUB&amp;gt;[https://www.tu-braunschweig.de/pharmaziegeschichte/arzneimittelhistorische-sammlung/objekt-des-monats-2024/walrat-dezember &amp;#039;&amp;#039;Walrat (Dezember).&amp;#039;&amp;#039;] [[Technische Universität Braunschweig]], abgerufen am 2. April 2025&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten Kerzen aus [[Stearin]] wurden 1818 von [[Henri Braconnot]] und [[François Simonin]] hergestellt&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Bulletin des lois du royaume de France&amp;#039;&amp;#039;, 7.&amp;lt;sup&amp;gt;e&amp;lt;/sup&amp;gt; série, Paris 1819, T. 7, S. 555 – Bulletin n.º 240, Ordonnance du Roi, 7 Octobre 1818, 18° {{Google Buch |BuchID=DKVCAAAAcAAJ |Seite=555 |Linktext=Volltext}} (Erteilung eines Patents an Simonin und Braconnot, französisch)&amp;lt;/ref&amp;gt; und ab 1820 auch von [[Claude-Anthelme Manjot]].&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Bulletin des lois du royaume de France&amp;#039;&amp;#039;, 7.&amp;lt;sup&amp;gt;e&amp;lt;/sup&amp;gt; série, Paris 1820, T. 10, S. 572 – Bulletin n.º 364, Ordonnance du roi, 9 Avril 1820, 14° {{Google Buch |BuchID=Km0OAAAAYAAJ |Seite=572 |Linktext=Volltext}} (Erteilung eines Patents an Manjot, französisch)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Da Stearin, auf der Basis von pflanzlichen oder tierischen Fetten, nicht nur preisgünstiger war, sondern auch bessere Brenneigenschaften hat als Walrat, setzten sich diese Kerzen bald durch.&amp;lt;ref name = TUB/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1823 meldete [[Eugène Chevreul]], der Begründer der [[Fettchemie]], ein Patent für nichttropfende Stearinkerzen an und gründete zusammen mit [[Joseph Louis Gay-Lussac]] im Jahr 1824 eine Kerzenmanufaktur. [[Adolphe de Milly|De Milly]] führte ab 1831 eine Reihe von Verbesserungen ein wie das Tränken der Dochte mit Salzlösungen, die Vermeidung der Kristallisation der Stearinsäure sowie das Pressen und Gießen der Kerzen. Daraus entstand der Markennamen „Millykerzen“&amp;lt;ref&amp;gt;In München und Wien entstehen Fabrikationen für [[Paul Franz Wassermann#Millykerzen- und Seifenfabrik|Millykerzen]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | autor=GeschichtsWerkstatt Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt | url=https://www.stadtatlas-muenchen.de/www.stadtatlas-muenchen.de/gewerbe-und-industrie-in-der-isarvorstadt&lt;br /&gt;
| titel=Millykerzenfabrik Wassermann (Septemberblatt) in: Gewerbe und Industrie in der Iarvorstadt | titelerg=Kalender 2026 | hrsg=Franz Schiermeier Verlag München | abruf=2025-11-18 | abruf-verborgen=1 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Kurz nach der Erfindung des [[Paraffin]]s wurden nach ersten Versuchen 1839 von Seligue in Paris und von Young in [[Manchester]] (England) Kerzen hergestellt (Belmontinkerzen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paraffin, das als Nebenprodukt bei der [[Raffination]] von [[Erdöl]] entsteht, ist nicht [[Biologische Abbaubarkeit|biologisch abbaubar]], preislich jedoch (noch) günstiger als Stearin, welches meist aus [[Palmöl]] gewonnen wird, jedoch härter ist und bessere Brenneigenschaften aufweist, sodass es dem Paraffin oft beigemischt wird.&amp;lt;ref name =BUND&amp;gt;[https://oberhaching.bund-naturschutz.de/umwelt-oeko/umwelttipps/umwelttipps-2020/2020-12-kleine-kerzenkunde &amp;#039;&amp;#039;12/2020 Kleine Kerzenkunde.&amp;#039;&amp;#039;] [[Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland]], abgerufen am 2. April 2025&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heutige Kerzen bestehen in der Regel überwiegend aus Paraffin (typischerweise 80 Prozent&amp;lt;ref name =BUND/&amp;gt;) und weisen einen Stearinanteil auf, der zwischen 15 und 30 Prozent liegt, sowie hochschmelzende Härtungszusätze in kleinen Mengen, Trübungsmitteln (Alkohole, Aceton) und ggf. Farbpigmenten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kerzendocht besteht hauptsächlich aus zusammengeflochtenem [[Baumwolle|Baumwoll]]&amp;lt;nowiki&amp;gt;garn&amp;lt;/nowiki&amp;gt; und kann im Kern zusätzlich [[Papier]] oder andere Fasern enthalten. Da die Baumwollstränge oft gewachst werden, bleibt der Docht meist aufrecht.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.swr.de/video/sendungen-a-z/kaffee-oder-tee/ratgeber/kerzen-kunde-100.html &amp;#039;&amp;#039;Kleine Kerzenkunde: Paraffin, Stearin, Soja- oder Bienenwachs.&amp;#039;&amp;#039; vom 14. November 2023] [[SWR]], abgerufen am 2. April 2025&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während Kerzen bis zum 19. Jahrhundert gezogen wurden, werden sie heute zumeist in Kerzengießmaschinen gegossen oder auch durch Pressung hergestellt. Nur für hochwertige Bienenwachskerzen wird noch das Wickeln angewandt, ggf. noch das Kneten des Bienenwachses. Um die Kerzen und ihre Formen und Farben hat sich Ende des 20. Jahrhunderts ein eigener Zweig des [[Kunsthandwerk]]s entwickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufbau und Funktionsweise ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Kerze halbiert 2008-01-18.jpg|mini|Halbierte Kerze mit offengelegtem Docht]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein saugfähiger [[Docht]], meist aus geflochtenen [[Baumwolle|Baumwoll]][[Faden|fäden]], ist umgeben von [[Wachs]] oder einem ähnlichen Brennstoff, der bei niedriger Temperatur schmilzt (typisch sind etwa 60&amp;amp;nbsp;°C). Nach Anzünden des Dochts schmilzt das Wachs. Durch die [[Kapillareffekt|Kapillarwirkung]] des Dochts wird Wachs in die Flamme transportiert, wo es verdampft, um dann in Gegenwart von [[Sauerstoff]] zu [[Verbrennung (Chemie)|verbrennen]]. Die [[Konvektion]], das heißt das Aufsteigen der warmen Verbrennungsgase, versorgt die Flamme mit unverbrauchter Luft und gibt der Kerzenflamme die charakteristische langgestreckte Form. Die Kerze erlischt, wenn der Sauerstoffgehalt auf etwa 10–14 % sinkt.&amp;lt;ref&amp;gt;uni-bayreuth.de: {{Webarchiv |url=http://www.uni-bayreuth.de/departments/ddchemie/experimente/04_kerze_abgeschlossen.htm |text=Experimente für den Chemieunterricht: Brennende Kerze im abgeschlossenen Luftraum |wayback=20070927185418}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird der Docht zu lang, beginnt die Kerze zu rußen. Ein Grund ist die unvollständige Verbrennung des Wachsdampfes und der Erhalt des Dochtes durch schwerflüchtige Bestandteile im Wachs. Moderne Kerzen enthalten deshalb entsprechend angepasste Wachsmischungen (beispielsweise im Verhältnis von 80&amp;amp;nbsp;% Paraffin mit 20&amp;amp;nbsp;% Stearin) und einen asymmetrisch geflochtenen Docht mit Spannfäden. Dadurch neigt er sich beim Brennen zur Seite und tritt aus der Flamme aus. Hier kommt er mit Sauerstoff in Berührung und kann verglühen (siehe glühende Dochtspitze im Bild). Früher musste zur Vermeidung des Rußens der Docht regelmäßig gekürzt („geschneuzt“) werden. Zum Abtrennen der sogenannten [[Schnuppe]] gibt es spezielle [[Dochtschere]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kerzen werden in der Regel durch eine offene Flamme (Streichholz, Feuerzeug, andere brennende Kerze) entzündet. Das Verlöschen der Kerze kann mit einem [[Kerzenlöscher]], der Dochtschere, einer breiten Kupferpinzette oder einfach durch Ausblasen erreicht werden. Nach dem Ausblasen entstehen durch nachverdampfenden Brennstoff [[Aerosol]]e.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Je niedriger der Schmelzpunkt des Wachses ist, desto schneller brennt die Kerze ab. In einer Stunde verbrennt eine Kerze etwa 3 bis 8&amp;amp;nbsp;g Wachs. Sie erzeugt eine [[Heizwert|Heizleistung]] von 38 bis 100&amp;amp;nbsp;[[Watt (Einheit)|W]]. Die [[Lichtausbeute]] beträgt 0,1 bis 0,2&amp;amp;nbsp;[[Lumen (Einheit)|lm]]/W.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der nachlässige Umgang mit Kerzen führt immer wieder zu Zimmer- und Wohnungsbränden. Die häufigste Brandursache ist dabei das fehlende Beaufsichtigen der brennenden Kerzen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Franz-Josef Sehr]] |Titel=Lichter sollen brennen, nicht das Haus |Sammelwerk=Wiesbadener Tagblatt |Ort=Wiesbaden |Datum=2007-11-27 |ZDB=1128578-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung der Flamme ==&lt;br /&gt;
[[Datei:kerze zonen.png|mini|Brennende Kerze, rechts schematisch mit Verbrennungszonen (siehe Text)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Candlespace.jpg|mini|Kerzenflamme in der Schwerelosigkeit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verbrennungszonen einer Kerzenflamme werden in der rechten Abbildung gezeigt. Die heißesten Bereiche liegen außerhalb der gelbleuchtenden Flamme und tragen nicht zur Lichterzeugung bei. Eine Erklärung dafür liefert das [[Kirchhoffsches Strahlungsgesetz|Kirchhoffsche Strahlungsgesetz]], das einen Zusammenhang zwischen Strahlungsemission und Absorption eines Körpers herstellt: Sauerstoff und andere beteiligte Gase sind transparent, weshalb sie auch bei Temperaturen von 1400&amp;amp;nbsp;°C kein Licht aussenden.&lt;br /&gt;
Die schwarzen Rußteilchen in der Flamme leuchten jedoch intensiv ([[schwarzer Körper]]) und senden entsprechend ihrer Temperatur ein kontinuierliches Spektrum aus. Entsprechend deren Temperatur liegt das Strahlungsmaximum einer Kerze bei etwa 2&amp;amp;nbsp;µm Wellenlänge, sodass nur ein schwacher Ausläufer der Planckschen Strahlungskurve sichtbar ist, der einen hohen rotgelben Anteil hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In &amp;#039;&amp;#039;Zone 1&amp;#039;&amp;#039; wird das Wachs verdampft und lediglich teilweise verbrannt, da Sauerstoff von außen nicht genügend schnell hinein[[Diffusion|diffundiert]]. Die Temperatur liegt hier bei etwa 600 bis 800&amp;amp;nbsp;°C und steigt in &amp;#039;&amp;#039;Zone&amp;amp;nbsp;2&amp;#039;&amp;#039; auf 1000&amp;amp;nbsp;°C. Die bläuliche Farbe entsteht durch Strahlungsübergänge angeregter Moleküle der Verbrennungsgase. In &amp;#039;&amp;#039;Zone&amp;amp;nbsp;3&amp;#039;&amp;#039; (Glühzone) wird das vor allem aus [[Kohlenwasserstoffe|Kohlenwasserstoffketten]] bestehende Wachs durch den Verbrennungsprozess zerlegt. Dieser wandelt den Kohlenstoff der Kohlenwasserstoffketten in [[Kohlenstoffdioxid]] und den Wasserstoff in Wasserdampf um. Durch einen unvollständig ablaufenden Verbrennungsprozess lagert sich Kohlenstoff zu Rußteilchen zusammen, die bei 1200&amp;amp;nbsp;°C glühen und dadurch das helle Leuchten erzeugen. Die &amp;#039;&amp;#039;Zone&amp;amp;nbsp;4,&amp;#039;&amp;#039; die Flammenoberfläche, ist die aktivste Zone der Kerze. Die brennbaren Bestandteile aus dem Wachs finden genügend Sauerstoff für die vollständige Verbrennung und erzeugen hier Temperaturen von bis zu 1400&amp;amp;nbsp;°C.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bläst man eine Kerze aus, steigen Wachsdämpfe auf. Sie lassen sich entzünden und können die Kerze wieder zum Brennen bringen. Man bezeichnet dies als [[Rauchdurchzündung]].&lt;br /&gt;
[[Datei:Kerzenflamme UV- und IR-Emission.jpg|mini|Kerzenflamme, unsichtbare UV- und IR-Emission]]&lt;br /&gt;
In der [[Schwerelosigkeit]] brennt eine Kerze mit einer kugelförmigen Flamme.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Christoph Drösser |url=https://www.zeit.de/2012/17/Stimmts-Kerzenflamme |titel=Ist eine Kerzenflamme im Weltall kugelrund? |werk=Zeit online |datum=2012-04-18 |abruf=2022-10-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Verbrennungsrate ist gering, da der Sauerstoff nur über [[Diffusion]] zur Flammzone vordringen kann. Es bildet sich kein Ruß, dafür lässt sich das bläuliche Licht der angeregten Verbrennungsgase beobachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herstellung ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Kerzenherstellung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Materialien ===&lt;br /&gt;
Als Brennstoff diente früher Bienenwachs, heute meist [[Stearin]] oder [[Paraffin]] oder eine Mischung daraus mit einem [[Schmelzpunkt]] um 60&amp;amp;nbsp;°C.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ozokerit]], ein bergmännisch abgebautes Mineral aus der Ordnung der Harze, wurde bereits vor der Entdeckung des Paraffins unter anderem an der Moldau zur Herstellung von Kerzen verwendet. Durch Zugabe von 6 bis 10&amp;amp;nbsp;% [[Schwefelsäure]] (die nicht im Produkt verbleibt) erhält man das hellgelbe [[Ceresin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herstellungsverfahren ===&lt;br /&gt;
[[Datei:OHM - Kerzenmaschine 1.jpg|mini|hochkant|Drehreifen zur Kerzenherstellung (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:COLLECTIE TROPENMUSEUM Kaarsengietmachine TMnr 10014241.jpg|mini|Kerzengießmaschine, [[Indonesien]], circa 1920]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kerzen werden hergestellt durch Kneten, Ziehen, Pressen, Gießen oder Wickeln.&lt;br /&gt;
* Das Kneten ist eine der ältesten Herstellungsmethoden für Wachskerzen, dabei wird das Bienenwachs mit den Fingern um den Docht geknetet und die Kerze durch anschließendes Rollen auf einer glatten Oberfläche in Form gebracht.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Paulsen: &amp;#039;&amp;#039;Lichter und Leuchter.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Die Holzfunde aus dem Gräberfeld bei Oberflacht.&amp;#039;&amp;#039; Theiss, Stuttgart 1992, S. 130–135.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Beim Ziehverfahren wird ein Dochtstrang so oft durch flüssiges Wachs gezogen, bis die gewünschte Dicke (bis zu 8&amp;amp;nbsp;cm) erreicht ist. Nach dieser Methode ist der Beruf des [[Kerzenzieher]]s benannt.&lt;br /&gt;
* Sehr preisgünstige Kerzen, [[Teelicht]]e und [[Grablicht]]er werden mit Kerzenpressen hergestellt, die gekörntes Paraffin in die gewünschte Form drücken.&lt;br /&gt;
* Für höherwertige Kerzen mit besonderen Formen und Verzierungen wird eine Form mit flüssigem Wachs gefüllt. Eine weitere Möglichkeit ist, eine angewärmte rechteckige Wachsplatte mit einseitigem Reliefprofil auf einen glatten Kerzenkern zu kleben.&lt;br /&gt;
* Eine weitere Gießmethode ist das wiederholte Übergießen des frei hängenden Dochtes. Mit jedem Gießvorgang entsteht wie beim Ziehen eine zusätzliche Wachsschicht. Diese aufwändige Gießmethode wird nur noch in wenigen Manufakturen angewandt.&lt;br /&gt;
* Insbesondere zur Herstellung von Bienenwachskerzen bietet sich die Wickelmethode an. Hierbei werden Wabenplatten aus dem Imkereibedarf erwärmt und um den Docht gewickelt.&lt;br /&gt;
* Auch um die Verarbeitung und Verzierung von Rohkerzen hat sich eine Art Kunsthandwerk gebildet, mit regelrechten Skulpturen aus Wachs und Paraffin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirtschaftliche Aspekte ===&lt;br /&gt;
Das Geschäft mit Kerzen ist stark saisonabhängig. Ungefähr 35 Prozent der Kerzenkäufe werden in der [[Weihnachten|Weihnachtszeit]] getätigt; auch zu [[Ostern]] besteht ein großer Bedarf. Da die Produktion in vielen Unternehmen ganzjährig erfolgt, sind eine genaue Produktionsplanung und umfangreiche Lagerhaltung nötig, was die Liquidität der produzierenden Unternehmen belastet. Die Produktionsmethoden unterliegen keinem wesentlichen technischen Fortschritt, sodass regelmäßige Neuinvestitionen in Maschinen nicht notwendig werden. Die hohen Anschaffungskosten der teilweise sehr großen Maschinen stellen eine wesentliche [[Marktschranke|Markteintrittsbarriere]] dar. Wegen schlechter Auftragslage mussten einige renommierte Unternehmen der Branche Insolvenz anmelden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2006 wurden in Deutschland von mehr als 40 Herstellern über 100.000&amp;amp;nbsp;Tonnen Kerzen produziert. Ein fast ebenso hohes und stetig steigendes Volumen wird aus dem asiatischen Raum importiert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Dirk Müller-Thederan |url=https://www.welt.de/wirtschaft/article1748719/Jetzt-werden-auch-Kerzen-noch-teurer.html |titel=Jetzt werden auch Kerzen noch teurer |titelerg=EU-Zölle |hrsg=Axel Springer Deutschland GmbH |werk=www.welt.de |datum=2008-03-02 |abruf=2024-01-05 |sprache= |format= }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Um diesen Importen entgegenzuwirken und die europäische Kerzenindustrie zu unterstützen, führte die EU Mitte Mai 2009 einen unbefristeten [[Zoll (Abgabe)#Antidumpingzoll|Antidumpingzoll]] für Kerzen einiger Hersteller aus [[China]] ein, nachdem dieser bereits 2008 in vorläufiger Form beschlossen worden war.&amp;lt;ref&amp;gt;{{EUR-Lex-Rechtsakt |reihe=L |jahr=2009 |amtsblattnummer=119 |anfangsseite=1 |endseite=18 |format=PDF; 875 kB |titel=&amp;#039;&amp;#039;Verordnung (EG) Nr. 393/2009 des Rates.&amp;#039;&amp;#039;}} 11. Mai 2009, Amtsblatt der EU vom 14. Mai 2009 L 119, S. 1–18, abgerufen am 20. Juli 2024 (offline).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2011 betrug die Menge der nach Europa importierten Kerzen 103.353 Tonnen, die europäische Produktion 610.384 Tonnen und der Pro-Kopf-Verbrauch 1,30 Kilogramm. 2007 wurden 218.733 Tonnen importiert und 478.538 Tonnen produziert. Der Pro-Kopf-Verbrauch betrug damals ebenfalls 1,30 Kilogramm.&amp;lt;ref&amp;gt; {{Internetquelle |autor=eurostat |url=http://www.eca-candles.eu/index.php?newsid=130&amp;amp;sprach_id=de&amp;amp;rubrik=19&amp;amp;topnav=8&amp;amp;sprach_id=de |titel=Statistische Daten der Jahre 2005 bis 2011 |titelerg= |hrsg=Europäischer Kerzen-Verband (ECA) |werk=www.eca-candles.eu |datum= |abruf=2025-01-01 |sprache=de |format= |archiv-url=https://web.archive.org/web/20131203001108/http://www.eca-candles.eu/index.php?newsid=130&amp;amp;sprach_id=de&amp;amp;rubrik=19&amp;amp;topnav=8&amp;amp;sprach_id=de |archiv-datum=2013-12-03 |offline=ja }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gesundheitliche Auswirkungen von Kerzen ==&lt;br /&gt;
Kerzen verbrauchen Sauerstoff und geben Ruß und andere Aerosole an die Luft ab, weshalb sie potentiell gesundheitsschädlich sind. Die Schadstoffmengen sind jedoch gering, insbesondere wenn auf das [[RAL Deutsches Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung|RAL]]-[[Gütezeichen]] geachtet wird. Kerzen sollen zugluftfrei stehen und nicht durch Ausblasen gelöscht werden.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.kircheundklima.de/wp-content/uploads/2023/11/170000_Oekotipps-zur-Weihnachtszeit.pdf Gudrun Kordecki: &amp;#039;&amp;#039;Ökotipps zur Weihnachtszeit&amp;#039;&amp;#039;, Mitteilung der Arbeitsgemeinschaft der Umweltbeauftragten der Evangelischen Kirche in Deutschland vom Oktober 2017, Seite 24f, abgerufen am 19. Dez. 2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Religion und Brauchtum ==&lt;br /&gt;
Das Anzünden einer Kerze ist in den Glaubensvorstellungen vieler Kulturen bedeutsam. Eine brennende Kerze symbolisiert die Seele, die im dunklen Reich des Todes leuchtet. Die [[Leuchter (Liturgie)|Altarkerzen]] und die [[Osterkerze]] symbolisieren im Christentum die Auferstehung, das heißt Jesu Triumph über den Tod, oder auch [[Jesus Christus]], der als Licht in die Welt kam und die Dunkelheit erhellt. Die Osterkerze ist ein Symbol des Leibes Christi. Auf Gräbern werden zur Erinnerung an die Verstorbenen vor allem zu [[Allerseelen]] [[Grablicht]]er aufgestellt. Kerzen dienen auch als [[Opferkerze|Votivlichter]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kerzenuhr]]en dienten unter anderem in mittelalterlichen Klöstern zur Zeitmessung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== In der Literatur und der Kunst ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Godfried Schalcken - Girl Threading a Needle by Candlelight WLC WLC P171.jpg|mini|[[Godefridus Schalcken|Godfried Schalcken]]: &amp;#039;&amp;#039;Mädchen beim Einfädeln einer Nadel bei Kerzenschein&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der niederländische Maler [[Godefridus Schalcken|Godfried Schalcken]] (1643–1706) schuf viele Darstellungen mit Kerzen und Kerzenhaltern, was zu seinem Markenzeichen gehörte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Mirjam Neumeister |Titel=Das Nachtstück mit Kunstlicht als künstlerisches Markenzeichen - Zum Œuvre von Godfried Schalcken (1643–1706) |Band=dies. Das Nachtstück mit Kunstlicht in der niederländischen Malerei und Graphik des 16. Und 17. Jahrhunderts: Ikonographische und koloristische Aspekte |Verlag=Petersberg |Datum=2003 |Seiten=339–368}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch mehrere Selbstporträts zeigen ihn mit Kerze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außer den Darstellungen in der Kunst spielen Kerzen häufig in Märchen, Sagen und Geschichten sowie in Liedern eine Rolle. Beispiele:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Advent, Advent, ein Lichtlein brennt]]&amp;#039;&amp;#039; – ein Kinderreim,&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Candle in the Wind]]&amp;#039;&amp;#039; – ein [[Popmusik|Popsong]] von [[Elton John]],&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Die Wachskerze]]&amp;#039;&amp;#039; – eine Fabel von [[Jean de La Fontaine]],&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Vor einer Kerze&amp;#039;&amp;#039; – ein Gedicht von [[Paul Celan]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Originelle Kerzen zur Dekoration und für bestimmte Anlässe ==&lt;br /&gt;
Für Dekorationszwecke und besondere Anlässe gibt es außergewöhnliche und originelle Kerzen wie zum Beispiel in Tier- und Pflanzenform und auch mit Beschriftungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Beispiele&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Birthday candles.jpg|Kerzen als [[Buchstaben]]&lt;br /&gt;
Maria Taferl - Schatzkammer, Kerzen mit religiösen Motiven.JPG|Kerzen mit religiösen Motiven&lt;br /&gt;
A candle with runes on a saucer - Kerze mit Runen auf Unterteller.jpg|Kerze mit dem [[Futhark]] der [[Runen]]&lt;br /&gt;
Unity Candle set.jpg|Hochzeitskerze mit [[Bibel]]spruch aus [[1. Korinther]] 13, 13 (in Spanisch)&lt;br /&gt;
CandlePenis.jpg|Kerze in der Form eines [[Penis]]&lt;br /&gt;
Candle ice cream 2.jpg|Kerze in Form eines [[Speiseeis]]es&lt;br /&gt;
Kaktuskerze 1.jpeg|Kerze in Form eines [[Kakteengewächse|Kaktus]]&lt;br /&gt;
Frog-candle2 hg.jpg|Kerze in der Form eines [[Froschlurche|Frosches]]&lt;br /&gt;
¡Santos caracoles! (3486517421).jpg|Kerzen in [[Schnecken]]form&lt;br /&gt;
Schnitzkerze.jpg|alt=Schnitzkerze – Getauchte und geschnitzte Kerze|Geschnitzte Kerze&lt;br /&gt;
Engelskerze061220.jpg|Kerze, die beim Abbrennen die Form eines [[Engel]]s annimmt&lt;br /&gt;
Puppen Kerzen; K.Buchal in 1821 Reetzenhütten; GDR;.jpg|Puppen-Kerzen aus der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Eva Blandine: &amp;#039;&amp;#039;Kerzenlicht&amp;#039;&amp;#039;. Kontakt, Zürich 1966.&lt;br /&gt;
* Hannelore Dittmar-Ilgen: &amp;#039;&amp;#039;Vom Zauber der Flamme: Kerzen physikalisch betrachtet.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Wie das Salz ins Meerwasser kommt ….&amp;#039;&amp;#039; Hirzel, Stuttgart 2004, ISBN 3-7776-1315-0, S. 89.&lt;br /&gt;
* Alwin Engelhardt: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der praktischen Kerzen-Fabrikation&amp;#039;&amp;#039;. (= &amp;#039;&amp;#039;[[Chemisch-technische Bibliothek]].&amp;#039;&amp;#039; 150). Hartleben, Wien 1887 (2. neu bearb. Auflage von Albert Ganswindt: Hartleben, Wien 1920)&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor= [[Michael Faraday]] |Titel= [[Naturgeschichte einer Kerze]] |TitelErg=Mit einer Einleitung und Biografie von Peter Buck |Verlag=Didaktischer Dienst Franzbecker |Ort=Hildesheim |Datum=1980 |ISBN=3-88120-010-X |Seiten=50 ff. |Originaltitel=The Chemical History of a Candle |Originalsprache=en |Online= [http://www.gutenberg.org/files/14474/14474-8.txt englische Online-Version] [http://www.db-thueringen.de/servlets/DocumentServlet?id=8017 deutsche Online-Version] |Abruf=2010-08-03}}&lt;br /&gt;
* Willy Hacker (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Kerzenfabrikation&amp;#039;&amp;#039;. (= &amp;#039;&amp;#039;Chemikalien-Markt-Bibliothek&amp;#039;&amp;#039;). Bohlmann, Meißen 1920.&lt;br /&gt;
* Jutta Matz, Heinrich Mehl (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Vom Kienspan zum Laserstrahl. Zur Geschichte der Beleuchtung von der Antike bis heute&amp;#039;&amp;#039;, Husum 2000, ISBN 3-88042-968-5.&lt;br /&gt;
* {{RE|III,2|1460|1461|Candela|[[August Mau]]|RE:Candela}}&lt;br /&gt;
* Katrin Seidel: &amp;#039;&amp;#039;Die Kerze: Motivgeschichte und Ikonologie.&amp;#039;&amp;#039; Georg Olms Verlag, Hildesheim 1996, ISBN 3-487-10193-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Candles|Kerzen}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
{{Wikiquote}}&lt;br /&gt;
* [https://www.kerzeninnung.de/ Website der Bayerischen Wachszieher-Innung – Kerzeninnung]&lt;br /&gt;
* Roland Knauer und [[Lars Fischer]]: [https://www.spektrum.de/news/kerzen-ein-feinstaub-freisetzendes-lichtlein-brennt/2090643 &amp;#039;&amp;#039;Ein Feinstaub freisetzendes Lichtlein brennt&amp;#039;&amp;#039;] in [[Spektrum.de]] vom 18. Dezember 2022&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4030375-5}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kerze| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Brennstoffbetriebene Lichtquelle]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2026-26184-23</name></author>
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