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	<title>Kerolith - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T06:38:05Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kerolith&amp;diff=2549671&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Ra&#039;ike: Die für eine Varietät unnötige Infobox entfernt</title>
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		<updated>2024-06-24T09:10:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Die für eine Varietät unnötige Infobox entfernt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Chryzopras Polsko.jpg|mini|Chrysopras, durch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Beimengung von Kerolith&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; intensiv grün gefärbt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kerolith&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Kerolit&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Cerolit&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Hydrosilicit&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Schalentalk&amp;#039;&amp;#039;) wird heute mehrheitlich als [[nickel]]haltige [[Varietät (Mineralogie)|Varietät]] des [[Talk (Mineral)|Talks]] mit der chemischen Zusammensetzung (Mg,Ni)&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;Si&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;10&amp;lt;/sub&amp;gt;(OH)&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;·H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O angesehen. Er gilt seit 1979 aufgrund des Zweifels an seiner spezifischen Selbstständigkeit nicht mehr als eigenständiges [[Mineral]]. In der Literatur wird er auch als Mineralmischung aus [[Serpentingruppe|Serpentin]] und [[Saponit]] (auch &amp;#039;&amp;#039;Seifenstein&amp;#039;&amp;#039;) aus der [[Systematik der Minerale|Mineralklasse]] der [[Silikate]] beschrieben. Kerolithe treten bevorzugt in dichten, sich fettig anfühlenden, derben, [[Amorphes Material|amorphen]] Massen auf mit einem entsprechend ausgeprägten [[Glanz#Minerale|Fettglanz]] auf den Oberflächen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit einer [[Mohshärte]] von 2 bis 2,5 gehört Kerolith zu den weichen Mineralen, die sich gerade noch mit dem Fingernagel ritzen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie und Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der Kerolith wurde 1823 von Breithaupt zum ersten Mal aus einer Probe aus der Gegend von [[Ząbkowice Śląskie|Frankenstein]] in [[Schlesien]] beschrieben. Aufgrund seiner charakteristischen seifigen, zuweilen etwas schmierigen bis wachsartigen Haptik bezeichnete Breithaupt ihn als Wachsstein (griech. κηρός ‚Wachs‘, λίθος ‚Stein‘).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Breithaupt&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwa zeitgleich beschrieb Otto Kuh das Mineral als &amp;#039;&amp;#039;Hydrosilicit&amp;#039;&amp;#039;. Dieser Name wird daher in der Literatur häufig als Synonym angegeben. Da Kerolith hauptsächlich als Verwachsung, Beimengung oder Einlagerung in andere Minerale auftritt, ist seine spezifische Selbstständigkeit heute umstritten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigenschaften ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Breithaupt Kerolith.jpg|mini|Breithaupts Beschreibung des Keroliths (1832)]]&lt;br /&gt;
Kerolith-Aggregate unterliegen einer natürlichen Alterung, verbunden mit einer Entfärbung des ursprünglich grünen Minerals. Sie geht auf eine Wasserabgabe in warmer Umgebung und unter dem Einfluss des Sonnenlichts zurück. Gealterte, [[Dehydratisierung (Chemie)|dehydratisierte]] Kerolithe sind weißgrau bis wachsgelb und undurchsichtig. Der Alterungsprozess – und damit die Entfärbung – kann in (berg)feuchter Umgebung aufgehalten und in einem gewissen Umfang wieder rückgängig gemacht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinsichtlich der Prüfung der [[Hygroskopie|hygroskopischen]] Eigenschaften beschrieb 1823 [[August Breithaupt]] den Kerolith als eine Substanz, &amp;#039;&amp;#039;die nicht an der Zunge hängt&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Breithaupt&amp;quot; /&amp;gt; um die besondere Stellung des Minerals in der von ihm untersuchten Gruppe der [[opal]]artigen Talkminerale zu unterstreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als herausstechendes Diagnosemerkmal definierte er jedoch die fettige, schmierige bis wachsartige [[Haptik]].&lt;br /&gt;
Bei der [[Lötrohr]]-Vorprobe zeigte das Kerolith-Soda-Gemisch beim Ausblasen in der Oxidationsflamme eine hellrote Färbung, die Breithaupt auf Spuren von [[Lithium]] in der Probe zurückführte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kerolith zersetzt sich in Säuren und ist mit dem Lötkolben schmelzbar. Die charakteristische intensiv grüne Farbe ist nur in Dunkelheit und im feuchten Milieu beständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildung und Fundorte ==&lt;br /&gt;
Kerolith bildet sich bei der Zersetzung bzw. [[Verwitterung#Hydrolyse|chemischen Verwitterung]] magnesium- und nickelhaltiger ultrabasischer Gesteine. In der am besten untersuchten Lagerstätte [[Szklary (Bystrzyca Kłodzka)|Gläsendorf]] tritt Kerolith zusammen mit Pimelit (Ni-Saponit) und Stevensit (Mn-Saponit) in einem Netzwerk dünner [[Kluft (Geologie)|Klüfte]] im Übergangsbereich zwischen hochgradig [[Alteration (Geologie)|alterierten]] und weniger zersetzten ultrabasischen Gesteinen auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;KerolitSzklary&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kerolith wurde von Breithaupt an verschiedenen Fundorten in [[Sachsen]] beschrieben: im Serpentinit von [[Zöblitz]] als plattige Aggregate, in [[Hartmannsdorf (bei Chemnitz)|Hartmannsdorf]], im [[Mandelstein (Gestein)|Mandelstein]] von [[Oberhohndorf]] sowie aus verschiedenen [[Basalt]]en von [[Böhmen]] und Sachsen ([[Stolpen]] und Hauenstein).&lt;br /&gt;
Wichtige Fundstätten von Kerolith liegen des Weiteren in Polen im [[Landkreis Frankenstein (Schlesien)|Landkreis Frankenstein]] (Frankenstein, Gläsendorf, erschöpft), in England ([[Cornwall]], St. Keverne),&amp;lt;ref name=&amp;quot;EltonHooperHolyer&amp;quot; /&amp;gt; im Ural&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hermann&amp;quot; /&amp;gt; (Elov-Mine bei [[Jekaterinburg]], in der Nähe von [[Magnitogorsk]], Svetly und Orsk bei [[Orenburg]]), in den USA, unter anderem auf Hawai (Kauai), Maine (Thomaston, Union und Warren), Nevada (Nye County), North Carolina (Macon County, Madison County) und Massachusetts (Essex County). Darüber hinaus finden sich noch Vorkommen in [[Neukaledonien]] ([[Yaté]]), Italien ([[Asbestmine Balangero]] bei [[Balangero]]), Schweden ([[Dalarna]]) und in Ost-[[Kamerun]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung als Schmuckstein ==&lt;br /&gt;
Die intensive apfelgrüne Färbung von [[Chrysopras]], einer [[Chalcedon (Mineral)|Chalcedon]]-Varietät, ist auf eine fein verteilte Beimengung von Kerolith zurückzuführen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BouskaSobolevskij&amp;quot; /&amp;gt; Die hohe Empfindlichkeit des Keroliths gegenüber Wärme und Austrocknung schränkt seine Verarbeitung als Schmuckstein jedoch ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Anwesenheit von Kerolith intensiv grün gefärbte Chrysoprase waren besonders in der Vergangenheit gesuchte Schmucksteine. Berühmt wurden die aus diesem Material gefertigten, zahlreichen Wandverkleidungen und Tischplatten aus [[Ząbkowice Śląskie]] (Frankenstein, Schlesien), die [[Friedrich II. (Preußen)|Friedrich der Große]] für [[Sanssouci|Schloss Sanssouci]] anfertigen ließ. Ebenso schmücken zahlreiche Chrysoprasplatten die Wände der St.-Wenzels-Kapelle im [[Prag]]er [[Veitsdom]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schumann&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einigen europäischen Kroninsignien, unter anderem der [[Krone der norwegischen Königin]], sind kerolithhaltige Chrysoprase verarbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Systematik der Minerale]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Minerale]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Autor= A. Breithaupt | Titel= Über Kerolith und Allophan | Sammelwerk= Seidels Jahrbuch der Chemie und Physik | Band= 25 |Nummer= 3 | Datum= 1829 | Seiten= 306}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Autor= G. W. Brindley, D. L. Bish, H.-M. Wan | Titel= The nature of kerolite, its relation to talc and stevensite | Sammelwerk= Mineralogical Magazine | Band= 41 | Datum= 1977 | Seiten= 443–452 | Online= https://www.minersoc.org/pages/Archive-MM/Volume_41/41-320-443.pdf | Format= PDF | KBytes= 679 | Abruf= 2017-11-23}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Autor= E. Dubinska, B. A. Sakharov, P. Bylina, G. Kapron | Titel= Interstratified Kerolite-Stevensit from Szklary (Lower Silesia, Poland)| Sammelwerk= Scripta Fac. Sci. Nat. Univ. Masaryk Brun | Nummer= 26 | Datum= 1998 | Seiten= 23}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Autor= H. B. v. Foullon | Titel= Über einige Nickelerzvorkommen | Sammelwerk= Jahrbuch der königlich u kaiserlichen Reichsanstalt | Band= 43 | Nummer= 2 | Ort= Wien | Datum= 1892 | Seiten= 223–310}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Autor= Richard J. Léveillé, Fred John Longstaffe, William S. Fyfe | Titel= Kerolite in carbonate rich speleothems and microbial deposits from basaltic caves, Kauai, Hawaii | Sammelwerk= Clays and Clay Minerals | Band= 50 | Nummer= 4 | Datum= 2002-08 | Seiten= 514–524 | DOI= 10.1346/000986002320514235}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Autor= B. Ullrich, K. Gensel, D. Kutschke | Titel= Kombinierte thermoanalytische Untersuchungen an hydrothermalen Umwandlungsprodukten des Bronzitserpentinites vom Kiefernberg (Hohenstein-Ernstthal, Sachsen). Teil 1. Kerolith | Ort= Jena | Datum= 2002 | Seiten= 133–144}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Mineralienatlas | ID= Kerolith | Abruf= 2022-11-29 |Abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle | url= https://www.mindat.org/min-7133.html | titel= Kerolite | werk= mindat.org | hrsg= Hudson Institute of Mineralogy | abruf= 2022-11-29 |abruf-verborgen=1| sprache= en}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url= http://www.geo.uw.edu.pl/ZASOBY/SZKLARY/szklary.htm | wayback= 20130414114638 | text= Elzbieta Dubinska, Boris A. Sakharov, Pawel Bylina, Grzegorz Kapron: Interstratified Kerolite–Stevensite from Szklary (Lower silesia, Poland). Geological maps, SEM microphotographs and X-ray diffraction patterns}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;BouskaSobolevskij&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur | Autor= Vladimir Bouška, Vitalij J. Sobolevskij | Titel= Chalcedon a jeho varianty | Sammelwerk= Klenoty přírody | Verlag= Lidové nakladatelství | Ort= Praha | Datum= 1990 | ISBN= 80-7022-063-5 | Seiten= 150–152}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Breithaupt&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur | Autor= August Breithaupt | Titel= Vollständige Charakteristik des Mineralsystems | Auflage= | Verlag= Arnoldische Buchhandlung | Ort= Dresden | Datum= 1823 | Seiten= 145, 254}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;EltonHooperHolyer&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur | Autor= N. J. Elton, J. J. Hooper, V. A. D. Holyer | Titel= An occurrence of stevensite and kerolite in the Devonian Crousa Gabbro at Dean Quarry, The Lizard, Cornwall, England | Sammelwerk= Clay Minerals | Band= 32 | Datum= 1997 | Seiten= 241–252 | DOI= 10.1180/claymin.1997.032.2.06}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hermann&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur | Autor= R. Hermann | Titel= Ueber das Vorkommen von Kerolith am Ural | Sammelwerk= Journal für praktische Chemie | Band= 95 | Datum= 1865 | Seiten= 134–136 | DOI= 10.1002/prac.18650950111}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;KerolitSzklary&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Webarchiv |url=http://www.geo.uw.edu.pl/ZASOBY/SZKLARY/szklary03.htm |wayback=20080411183503 |text=Kerolit in Szklary (Schlesien)}}, aufgerufen 15. Februar 2012.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schumann&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur | Autor= Walter Schumann | Titel= Edle Steine | Verlag= BLV | Ort= München [u.&amp;amp;nbsp;a.] | Datum= 2000 | ISBN= 3-405-15944-X | Seiten= 90}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Varietät (Mineral)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stoffgemisch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Monoklines Kristallsystem]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Ra&#039;ike</name></author>
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