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	<title>Kernphotoeffekt - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-25T02:10:20Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kernphotoeffekt&amp;diff=284978&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;YMS: Sprache</title>
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		<updated>2025-11-24T23:00:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sprache&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kernphotoeffekt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Bezeichnung in der [[Strahlenphysik]]) oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Photodesintegration&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Bezeichnung in der [[Astrophysik]]) sind durch Stoß eines [[Photon]]s ausgelöste [[Kernreaktion]]en, bei denen aus dem [[Target (Physik)|Targetkern]] ein oder einige wenige Bestandteile „herausgeschlagen“ werden, z.&amp;amp;nbsp;B. ein oder zwei [[Neutron]]en, ein [[Proton]] oder auch ein [[Alphastrahlung|Alphateilchen]] (d.&amp;amp;nbsp;h. ein [[Helium]]-4-[[Atomkern]]). Die Bezeichnung wurde wegen der begrifflichen Ähnlichkeit mit der [[Photoelektrischer Effekt#Photoionisation|Photoionisation]] in der [[Atomhülle]] gewählt; letztere wird in der Fachsprache der Kernphysik meistens einfach „Photoeffekt“ genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der für Kernreaktionen üblichen kurzen Schreibweise handelt es sich also um &amp;lt;math&amp;gt;~(\gamma,\mathrm{n})&amp;lt;/math&amp;gt;-, &amp;lt;math&amp;gt;~(\gamma,\mathrm{2n})&amp;lt;/math&amp;gt;-, &amp;lt;math&amp;gt;~(\gamma,\mathrm{p})&amp;lt;/math&amp;gt;- oder &amp;lt;math&amp;gt;~(\gamma,\alpha)&amp;lt;/math&amp;gt;-Reaktionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Energie des Photons muss mindestens der [[Bindungsenergie]] des am schwächsten gebundenen [[Nukleon]]s im Kern entsprechen, damit der Effekt stattfindet. Die notwendige Energie für eine &amp;lt;math&amp;gt;~(\gamma,n)&amp;lt;/math&amp;gt;-Reaktion mit [[Deuterium]] &amp;lt;math&amp;gt;(^2\mathrm{H}) &amp;lt;/math&amp;gt; beträgt 2,225&amp;amp;nbsp;[[Elektronenvolt#Dezimale Vielfache|MeV]], was ein eher geringer Wert ist. Die Gammastrahlung aus dem Zerfall einiger Radionuklide reicht aus, diesen Schwellenwert – oder den noch niedrigeren in &amp;lt;sup&amp;gt;9&amp;lt;/sup&amp;gt;Be – zu überschreiten, was man sich in Gamma-[[Neutronenquelle]]n zunutze macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Medizinischer Strahlenschutz ==&lt;br /&gt;
Der Kernphotoeffekt tritt im Energiebereich oberhalb 2,18 MeV auf und spielt im [[Strahlenschutz]] in der Medizin eine bedeutende Rolle.&lt;br /&gt;
In der klassischen Photonen-[[Strahlentherapie]] arbeitet man mit Energien bis zu 18 MeV. Zwischen [[Target (Physik)#Strahlentherapeutische Targets|Strahlenquelle]] und Patient befindet sich Raumluft, die durch den Kernphotoeffekt [[Radioaktivität|radioaktiv]] wird. Hierbei handelt es sich um kurzlebige [[Radionuklid]]e. Um das [[Medizinisch-technischer Assistent#Radiologie|medizinische und technische Personal]] vor dieser Strahlung zu schützen, werden Luftabsaugeinrichtungen verwendet, welche von außen zu überwachen sind. Da die [[Halbwertszeit]] der Radionuklide gering ist, betrifft diese [[Strahlenexposition]] Personen nach dem Verlassen des Strahlenschutzbunkers nicht mehr.&amp;lt;ref&amp;gt;Hanno Krieger: &amp;#039;&amp;#039;Grundlagen der Strahlungsphysik und des Strahlenschutzes.&amp;#039;&amp;#039; 4. Aufl., ISBN 3834818151&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Astrophysik ==&lt;br /&gt;
Die Photodesintegration bewirkte kurz nach dem [[Urknall]] die Zerstörung von gerade erst entstandenen [[Deuterium]]kernen (siehe [[Nukleosynthese]]). Sie spielt aber auch laufend eine Rolle in [[Stern]]en von mehr als acht [[Sonnenmasse]]n, die die Phase des [[Neonbrennen]]s erreicht haben:&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur | Autor=W. Rapp, J. Görres, M. Wiescher, H. Schatz, F. Käppeler | Titel=Sensitivity of p-Process Nucleosynthesis to Nuclear Reaction Rates in a 25 M☉ Supernova Model | Sammelwerk=[[The Astrophysical Journal]] | Band=653 | Jahr=2006 | Seiten=474–489 | DOI=10.1086/508402}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;^{20}\mathrm{Ne} + \gamma \rightarrow\, ^{16}\mathrm{O} +\, ^{4}\mathrm{He}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim [[Siliciumbrennen|Siliziumbrennen]], der letzten Brennphase eines Sterns, sind folgende Photodesintegrationen möglich:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;^{28}\mathrm{Si} + \gamma \rightarrow\, ^{27}\mathrm{Al} +\,\mathrm{p} &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;^{28}\mathrm{Si} + \gamma \rightarrow\, ^{24}\mathrm{Mg} +\, ^{4}\mathrm{He}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kernreaktoren ==&lt;br /&gt;
Da in Kernreaktoren sowohl große Mengen Gammastrahlung als auch entsprechend geeignete Atomkerne (hauptsächlich [[Deuterium]]) vorhanden sind, spielt Photodesintegration eine gewisse Rolle bei der Erzeugung von [[verzögerte Neutronen|verzögerten Neutronen]]. Bei herkömmlichen [[Leichtwasserreaktor]]en ist dieser Effekt begrenzt, beim [[CANDU]] aufgrund der Verwendung von schwerem Wasser als Kühlmittel und Moderator jedoch ein wichtiges Designelement.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.nuclear-power.com/nuclear-power/fission/delayed-neutrons/photoneutrons/&amp;lt;/ref&amp;gt; Da in Kühlwasser von Leichtwasserreaktoren durch [[Neutroneneinfang]] der Anteil an Deuterium nach und nach steigt, liefert „altes“ Kühlwasser mehr Photoneutronen als „neues“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Photon-induzierte Kernspaltung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein verwandter Effekt ist die durch ein Photon ausgelöste [[Kernspaltung]]. Man spricht von [[Photospaltung]] (engl. &amp;#039;&amp;#039;photofission&amp;#039;&amp;#039;). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kernphysik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Astrophysik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;YMS</name></author>
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