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	<title>Kerenski-Offensive - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kerenski-Offensive&amp;diff=544726&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Tobor: /* Schlacht bei Zborów */</title>
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		<updated>2026-03-11T11:18:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Schlacht bei Zborów&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Militärischer Konflikt&lt;br /&gt;
|KONFLIKT= Kerenski-Offensive&lt;br /&gt;
|TEILVON= [[Ostfront (Erster Weltkrieg)]]&lt;br /&gt;
|BILD= EasternFront1917.jpg&lt;br /&gt;
|BILDBREITE= &lt;br /&gt;
|BESCHREIBUNG= Operationen an der Ostfront 1917&lt;br /&gt;
|DATUM= [[1. Juli|1.]]&lt;br /&gt;
|DATUMBIS= [[19. Juli]] [[1917]]&lt;br /&gt;
|ORT= [[Galizien]]/[[Bukowina]]/[[Königreich Rumänien|Rumänien]]&lt;br /&gt;
|AUSGANG= Sieg der [[Mittelmächte]]&lt;br /&gt;
|FOLGEN=Vormarsch der Mittelmächte&lt;br /&gt;
|KONTRAHENT1= {{RUS-1917|2=Russland}}&lt;br /&gt;
|KONTRAHENT2= {{DEU-1871}}&amp;lt;br /&amp;gt;{{AUT-HUN-H}}&lt;br /&gt;
|BEFEHLSHABER1= {{RUS-1917|#}} [[Alexei Alexejewitsch Brussilow|Alexei Brussilow]]&amp;lt;br /&amp;gt;{{RUS-1917|#}} [[Alexei Jewgenjewitsch Gutor|Alexei Gutor]]&amp;lt;br /&amp;gt;{{RUS-1917|#}} [[Iwan Georgijewitsch Erdeli|Iwan Erdeli]]&lt;br /&gt;
|BEFEHLSHABER2= {{DEU-1871|#}} [[Leopold von Bayern]]&amp;lt;br /&amp;gt;{{DEU-1871|#}} [[Felix Graf von Bothmer|Felix von Bothmer]]&amp;lt;br /&amp;gt;{{AUT-HUN|#}} [[Eduard von Böhm-Ermolli]]&amp;lt;br /&amp;gt;{{AUT-HUN|#}} [[Karl Křitek]]&lt;br /&gt;
|TRUPPENSTÄRKE1= {{RUS-1917|#}} Südwestfront:&amp;lt;br /&amp;gt;[[7. Armee (Russisches Kaiserreich)|7.]], [[8. Armee (Russisches Kaiserreich)|8.]] und [[11. Armee (Russisches Kaiserreich)|11. Armee]]&lt;br /&gt;
|TRUPPENSTÄRKE2= Heeresgruppe Böhm-Ermolli:&amp;lt;br /&amp;gt;{{DEU-1871|#}} [[Südarmee (Deutsches Kaiserreich)|Südarmee]]&amp;lt;br /&amp;gt;{{AUT-HUN-H|#}} 2. und 3. Armee&lt;br /&gt;
|NOTIZEN= &lt;br /&gt;
|ÜBERBLICK= &lt;br /&gt;
{{Linkbox Ostfront (1914–1918)}}&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kerenski-Offensive&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, 1. bis 19. Juli (julianischer Kalender 18. Juni bis 6. Juli) 1917 benannt nach dem damaligen [[Russisches Kaiserreich|russischen]] Kriegs- und Marineminister [[Alexander Fjodorowitsch Kerenski|Alexander Kerenski]], war eine [[Offensivoperation|Offensive]] der russischen Truppen gegen die [[Ostfront (Erster Weltkrieg)|Ostfront]] der [[Mittelmächte]] im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]]. Sie hatte das Ziel, die von Krieg und [[Februarrevolution 1917|Revolution]] gebeutelte russische Nation zu stabilisieren und die Mittelmächte am Vordringen auf russisches Gebiet zu hindern. Mit der Offensive wollte Kerenski einen [[Annexion]]sfrieden verhindern und günstigere Bedingungen für die Friedensverhandlungen schaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hintergrund ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;float:right;&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:KéresnkiEnUnDiscursoALosSoldadosDelFrenteMayo1917.png|mini|Kerenski spricht vor Fronttruppen, Mai 1917]]&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Jahre 1917 war es zu großen politischen und sozialen Umbrüchen im [[Russisches Kaiserreich|Russischen Reich]] gekommen. Nach der [[Februarrevolution 1917|Februarrevolution]], in der Zar [[Nikolaus II. (Russland)|Nikolaus II.]] gestürzt worden war, suchten mehrere politische Gruppierungen die Macht zu ergreifen. Die [[Provisorische Regierung (Russland)|Provisorische Regierung]] wurde zunächst unter Ausschluss der linken Parteien gebildet. Nach der Aprilkrise, ausgelöst durch die [[Miljukow-Note]], traten [[Sozialrevolutionäre]] und [[Menschewiki]] in die Regierung ein. Neuer Kriegsminister wurde im Mai der Sozialrevolutionär Kerenski.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Februarrevolution war es zu [[Fraternisierung (Krieg)|Fraternisierung]] zwischen den Fronten gekommen. Die deutsche Führung vermied es, diese Entwicklung durch Offensivhandlungen zu stören und setzte auf einen inneren Zerfall Russlands. In dieser Lage ordnete Kerenski eine neue Offensive an, um die Position des jungen Staates gegenüber den Mittelmächten zu bessern und um die innere Lage zu stabilisieren. Außerdem drängten die verbündeten Staaten der [[Triple Entente|Entente]] auf ein rasches Vorgehen, denn sie fürchteten einen Zusammenbruch Russlands. Eine US-amerikanische Mission unter [[Elihu Root]] bot der provisorischen Regierung Kredite als Gegenleistung für eine Fortsetzung des Kampfes. Die Vorbereitungen zur Offensive wurden von einer Propagandakampagne begleitet. Kerenski bereiste persönlich die Front und setzte Kommissare ein, um die Kampfmoral wieder zu stärken. Zudem ersetzte er den als Anhänger des Zaren geltenden Oberkommandierenden der Streitkräfte [[Michail Wassiljewitsch Alexejew|Michail Alexejew]] durch [[Alexei Alexejewitsch Brussilow|Alexei Brussilow]], der die Revolution unterstützt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Russischer Aufmarsch ==&lt;br /&gt;
Ende Juni hatte Kerenski die meisten russischen Soldaten von der Notwendigkeit einer neuen Offensive überzeugt. Die Offensive, die er plante, sollte gegen den Südwesten der [[Ostfront (Erster Weltkrieg)|Westfront]] ansetzen, wo schon ein Jahr zuvor die [[Brussilow-Offensive]] relativ erfolgreich verlaufen war. Ziel der Offensive war die Eroberung [[Lwiw|Lembergs]], das bereits Ziel der Brussilow-Offensive vom Vorjahr gewesen war. Zudem sollten die Ölquellen von [[Drohobytsch]] erobert werden, die für die Kriegsführung der Mittelmächte von besonderer Bedeutung waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;float:right;&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Alexey E. Gutor.jpeg|mini|hochkant|General Alexei Gutor]]&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
Den Hauptangriff sollten die Armeen der russischen Südwestfront unter [[Alexei Jewgenjewitsch Gutor|Alexei Gutor]] führen, während die übrigen Fronten Ablenkungsangriffe durchführen sollten. Zum Angriff waren etwa 40 Infanterie- und 8 Kavallerie-Divisionen zusammengezogen worden, darunter mehrere finnische, sibirische und kaukasische Verbände. Die Artillerie zählte etwa 800 Rohre, davon 158 mittlere und 370 schwere Geschütze.&lt;br /&gt;
* Am Nordflügel war die [[11. Armee (Russisches Kaiserreich)|11. Armee]] unter General [[Iwan Georgijewitsch Erdeli|Iwan Erdeli]] zwischen [[Brody (Ukraine)|Brody]] und [[Konjuchy (Ternopil)|Konjuchy]] gegen Lemberg angesetzt. Sie führte am ersten Angriffstag den Hauptstoß mit dem V. Sibirischen Korps sowie dem XVII., XXXXIX. und VI. Armeekorps. Im Raum [[Ternopil|Tarnopol]] war zudem das 1. Gardekorps und das XXXXV. Armeekorps als Frontreserve verfügbar.&lt;br /&gt;
* In der Mitte hatte die im Raum [[Butschatsch]] konzentrierte russische [[7. Armee (Russisches Kaiserreich)|7. Armee]] unter General [[Wladimir Iwanowitsch Seliwatschow|Wladimir Seliwatschow]] beiderseits Brezany und dem [[Dnister|Dnjestr]] bei [[Halytsch|Halicz]] gegen den Abschnitt der deutschen [[Südarmee (Deutsches Kaiserreich)|Südarmee]] anzugreifen. Angesetzt waren hier etwa 12 Infanterie- sowie vier Kavalleriedivisionen, gebildet durch das III. Kaukasische und das XXII. Armeekorps in der Mitte, dem XXXIII. Armeekorps am linken und dem XXXIV. und XXXXI. Armeekorps am rechten Flügel. Als Reserve dahinter fungierte das VII. Sibirische und das II. und V. Kavallerie-Korps.&lt;br /&gt;
* Südlich des Dnjestr im Raum [[Kolomyja|Kolomea]] konzentriert, sollte die russische [[8. Armee (Russisches Kaiserreich)|8. Armee]] unter General [[Lawr Kornilow]] verspätet eingreifen und den Angriff gegen die Front der k.u.k. [[3. Armee (Österreich-Ungarn)|3. Armee]] unter Generaloberst [[Karl Křitek]] vortragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verlauf der Offensive ==&lt;br /&gt;
Schon am 29. Juni 1917 begann mit überraschender Wucht das Vorbereitungsfeuer der russischen 11. Armee im Abschnitt [[Zboriv|Zborow]] gegen die Stellungen der [[2. Armee (Österreich-Ungarn)|k.u.k. 2. Armee]] der Heeresgruppe des [[Generaloberst]]en [[Eduard von Böhm-Ermolli]] im östlichen Galizien. Am 30. Juni folgten zwar Aufklärungsvorstöße aber noch kein richtiger Ansturm. Gegenüber der deutschen Südarmee unter General der Infanterie [[Felix von Bothmer|von Bothmer]] setzte das Artilleriefeuer der russischen 7. Armee im Raum Brezany erst am 30. Juni an.&amp;lt;ref&amp;gt;Anton Wagner: &amp;#039;&amp;#039;Der Erste Weltkrieg.&amp;#039;&amp;#039; Carl Uberreuter Verlag, Wien 1981, S. 258.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schlacht bei Zborów ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Schlacht bei Zborów}}&lt;br /&gt;
Am 1. Juli gegen 9 Uhr vormittags begann der Massensturm der russischen Infanterie an der ganzen Angriffsfront; in den ersten drei Tagen brachte er die erhofften Erfolge. Die größtenteils [[Österreich-Ungarns Armee im Ersten Weltkrieg|österreichisch-ungarischen Truppen]] wurden zurückgeworfen, und die russischen Truppen drangen bei mildem Wetter schnell nach Westen vorwärts. Die Front des k.u.k. IX. Korps unter General [[Ernst Kletter von Gromnik|Kletter von Gromnik]] wurde aufgerissen, die Hauptkampflinie der 19., 32. und 54. Infanteriedivision zwischen [[Zborów]] und Konjuchi&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.luftlinie.org/Zborow/Koniuchi Karte]&amp;lt;/ref&amp;gt; brach zusammen. Erst die dritte Linie konnte nach dem Eingreifen der deutschen [[197. Infanterie-Division (Deutsches Kaiserreich)|197.]] und [[223. Infanterie-Division (Deutsches Kaiserreich)|223. Infanterie-Division]] stabilisiert werden. Die böhmischen Infanterie-Regimenter Nr. 35 und 75 leisteten am 1. Juli nur anfangs schwachen Widerstand und ergaben sich dann. Die auf russischer Seite aus Kriegsgefangenen gebildeten [[Tschechoslowakische Legionen|Tschechoslowakischen Legionen]] errangen in der [[Schlacht bei Zborów]] gegen die eigenen Landsleute der k.u.k. Armee trotz militärischer Unterlegenheit einen Überraschungssieg und schrieben damit tschechoslowakische Geschichte. Am 2. Juli gegen 15.00 Uhr waren die Tschechoslowakischen Legionen bereits bis fünf Kilometer tief in gegnerisches Gebiet vorgedrungen. 3.300 Soldaten wurden gefangen genommen und große Mengen an Kriegsgerät erbeutet. Bei Zborow machte die russische 11. Armee insgesamt 18.000 Gefangene und erbeutete 21 Kanonen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kämpfe bei Brzezany ===&lt;br /&gt;
Nach und nach brandeten derweil bis 3. Juli Angriffe von 12 russischen Divisionen der russischen 7. Armee gegen die Front der Südarmee im Raum südlich von [[Brzezany]] ab. Das deutsche [[XXV. Reserve-Korps (Deutsches Kaiserreich)|XXV. Reserve-Korps]] unter General [[Konstanz von Heineccius|von Heineccius]] und das am linken Flügel bis Konjuchy haltende k.u.k. XXV. Korps unter General [[Peter von Hofmann|Hofmann]] konnten ihre Stellungen behaupten. Der Angriff des russischen XII. Armeekorps gegen die Front des k.u.k. XV. Korps zerschellte an der Standhaftigkeit der dort eingesetzten türkischen 20. Division. Alle Angriffe gegen die Front des zwischen der [[Narajowka]] und an der Ceniowka eingesetzten [[XXVII. Reserve-Korps (Deutsches Kaiserreich)|XXVII. Reserve-Korps]] wurde von der [[75. Reserve-Division (Deutsches Kaiserreich)|75.]] und [[53. Reserve-Division (3. Königlich Sächsische)|53. Reserve-Division]] gleichfalls abgewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:OfensivaKérenskiFrenteSudoccidental.svg|mini|Skizze zur Offensive: rosa: russische Angriffe, blau: deutscher Gegenstoß]]&lt;br /&gt;
=== Schlacht um Kalusz ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Lavr Kornilov in 1917.jpeg|mini|links|hochkant=0.9|General Lawr Kornilow, Oberbefehlshaber der 8. Armee, übernahm nach der deutschen Gegenoffensive den Oberbefehl der Südwestfront]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 6. Juli verlegte General Gutor den Schwerpunkt der Offensive zur südlichen 8. Armee.  Der südliche Flügel der Armee Kornilows blieb vor den [[Waldkarpaten]] defensiv, während der nördliche Flügel zwischen Jampol am Dnjestr und Nadworna den Angriff mit dem XII. und XVI. Armeekorps aus dem Raum [[Iwano-Frankiwsk|Stanislau]] nach Westen führte. 8 Infanteriedivisionen und 4 Kavalleriedivision griffen die Front der österreichisch-ungarischen 3. Armee an, welche im Angriffsfeld mit sechs Divisionen verteidigte. Nach starkem Artillerieschlag brachen Kornilows Truppen nordwestlich von Stanislau durch die Front der k.u.k. 15. Division durch. Die Einnahme von [[Halicz]] durch die Russen am 7. Juli durchtrennte die Bahnverbindung zwischen Lemberg und Stanislau, am Ende des Tages hatten die Russen auf den Weg nach [[Kalusch|Kalusz]] auch das Tal der Lomnica durchschritten. Am 8. Juli fiel die dort beherrschende Höhe von Jutrena Gora (Höhe 354) in russische Hände.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Prinz Leopold von Bayern 2 JS.jpg|mini|Generalfeldmarschall Leopold von Bayern]]&lt;br /&gt;
Ab dem 8. Juli konnte der deutsche [[Ober Ost|Oberbefehlshaber Ost]], [[Generalfeldmarschall]] [[Leopold von Bayern]] die russischen Offensive im Raum Zloczow stoppen. Die eilig eintreffenden deutschen Reserven begannen die Lage wiederherzustellen. Bis zum 11. Juli konnte das russische XII. Armeekorps am südlichen Abschnitt den Einbruch in Richtung auf Kalusz noch auf 18 Kilometer Tiefe erweitern. Die Verluste der Russen stiegen rasant, allein die 8. Armee hatte seit 6. Juli 40.000 Mann verloren.&amp;lt;ref&amp;gt;Anton Wagner: &amp;#039;&amp;#039;Der Erste Weltkrieg.&amp;#039;&amp;#039; Carl Uberreuter Verlag, Wien 1981, S. 260.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auflösungserscheinungen zersetzten die Moral der zum Angriff befohlenen Divisionen, viele Soldaten weigerten sich weiterzukämpfen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;clear:left;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== Einstellung der Offensive ===&lt;br /&gt;
Während die Offensive noch lief, verschärfte sich auch im Hinterland die innenpolitische Lage: In [[Sankt Petersburg]] und Moskau brach am 16. Juli der [[Juliaufstand]] der Bolschewiki gegen die neue Offensive aus, der jedoch rasch niedergeschlagen wurde. Die Bolschewiki wurden entwaffnet, Lenin musste nach [[Finnland]] fliehen. Nach dem Rücktritt von Ministerpräsident [[Georgi Jewgenjewitsch Lwow|Lwow]] wurde Kerenski am 20. Juli 1917 neuer Chef der [[Provisorische Regierung (Russland)|Provisorischen Regierung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem erfolgreichen Gegenstoß der Mittelmächte, der am 19. Juli durch die Armeegruppe [[Arnold von Winckler|Winckler]] aus dem Raum [[Zloczow]] nach Südosten eingeleitet wurde, konnten die russischen Truppen während der [[Tarnopol-Offensive|Offensive nach Tarnopol]] bis Anfang August nahezu vollständig aus [[Galizien]] vertrieben werden. Bis zum 24. Juli ließ Kerenski die Angriffe der 8. Armee bei Kalusz weiterführen, dann zwang ihn der deutsche Durchbruch auf Tarnopol zum Abbruch der Offensive.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Folgen ==&lt;br /&gt;
Die Offensive beschleunigte den Kriegsaustritt Russlands. Die russischen Truppen waren nun endgültig moralisch und physisch ermüdet und zeigten erste Anzeichen der Meuterei. Zur Unterstützung der in Galizien und in der Bukowina bedrängten Russen griffen auch die verbündeten Rumänen zwischen Măraşti-Nămoloasa an. Am 26. Juli begann in der [[Schlacht am Oituz-Pass]] ein erster Entlastungsangriff gegen das österreichisch-ungarische VIII. Korps. Am 30. Juli ging die rumänische 2. Armee in den Waldkarpaten zum Gegenangriff über und entriss der [[1. Armee (Österreich-Ungarn)|k.u.k. 1. Armee]] (seit Anfang März unter General [[Franz Rohr von Denta|Rohr von Denta]]) bis zum 10. August große Teile ihrer Stellungen am [[Oituz-Pass]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Scheitern der russischen Sommeroffensive ging auch die zunehmende Ablehnung der Regierung Kerenskis einher, was insbesondere zur Stärkung der Bolschewiki führte, da diese eine Beendigung des Krieges forderten. So kam es schon Mitte Juli nach der angeordneten Verlegung von Teilen der Garnison des Petrograder Militärbezirks an die Front zum bolschewistischen [[Juliaufstand]] in der Hauptstadt, der aber fehlschlug.&amp;lt;ref&amp;gt;Orlando Figes: &amp;#039;&amp;#039;A People’s Tragedy. The Russian Revolution.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage, London 2017, S. 421–431.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wenige Monate später konnten die Bolschewiki den Autoritätsverfall der Regierung Kerenski zu ihrer Machtübernahme im Zuge der [[Oktoberrevolution]] ausnutzen. So trug das Scheitern der Offensive indirekt zur Aufnahme der [[Friedensvertrag von Brest-Litowsk|Friedensverhandlungen von Brest-Litowsk]] bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Alexander Fjodorowitsch Kerenski: &amp;#039;&amp;#039;Die Kerenski-Memoiren. Russland und der Wendepunkt der Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; Zsolnay, Wien u. a. 1966 (Lizenzausgabe: Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1989, ISBN 3-499-12477-7 (&amp;#039;&amp;#039;Rororo&amp;#039;&amp;#039; 12477)).&lt;br /&gt;
* Österreichisches Kriegsarchiv: &amp;#039;&amp;#039;Österreich-Ungarns letzter Krieg 1914–1918.&amp;#039;&amp;#039; Band VI: &amp;#039;&amp;#039;Das Kriegsjahr 1917.&amp;#039;&amp;#039; Bundesministerium für Verteidigung, Wien 1936, S. 213–280.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Kerensky Offensive|Kerenski-Offensive}}&lt;br /&gt;
* [[Österreichisches Staatsarchiv]]: [https://wk1.staatsarchiv.at/operative-kriegsfuehrung/1917-kerenskioffenive/index.html &amp;#039;&amp;#039;1917 Kerenskioffensive&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Erster Weltkrieg (Ostfront)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schlacht des Ersten Weltkriegs (Ostfront)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Russische Revolution 1917]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Galizien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutsche Militärgeschichte (Erster Weltkrieg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreichisch-Ungarische Militärgeschichte (Erster Weltkrieg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Konflikt 1917]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Tobor</name></author>
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