<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Kentum-_und_Satemsprachen</id>
	<title>Kentum- und Satemsprachen - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Kentum-_und_Satemsprachen"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kentum-_und_Satemsprachen&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-26T17:41:58Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kentum-_und_Satemsprachen&amp;diff=79398&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-51434-6: selbe Quelle (einschl. selber Seite)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kentum-_und_Satemsprachen&amp;diff=79398&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-09-03T19:45:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;selbe Quelle (einschl. selber Seite)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Centum Satem map.png|mini|360px|Kentumsprachen (blau) und Satemsprachen (rot) um 500 v.&amp;amp;nbsp;Chr.]]&lt;br /&gt;
Nach einem heute in Hinsicht auf eine Unterscheidung von &amp;#039;&amp;#039;westlichem&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;östlichem&amp;#039;&amp;#039; Zweig der Grundsprache veralteten Modell lassen sich die Hauptzweige der [[Indogermanische Sprachen|indogermanischen Sprachfamilie]] – dem modernen Ansatz, dass sie eigentlich &amp;#039;&amp;#039;indoanatolisch&amp;#039;&amp;#039; terminiert sein müsste, wird hier nicht Rechnung getragen – in zwei Gruppen einteilen: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kentumsprachen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Satemsprachen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Diese rein lautlich basierte Unterscheidung beruht auf einer ganz unterschiedlichen Entwicklung der ursprünglichen palatalen Gaumenlaute ([[Tektale]]) *k̑, *g̑ und *g̑ʰ in den Einzelsprachen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* In den &amp;#039;&amp;#039;Kentumsprachen&amp;#039;&amp;#039; verloren diese Laute ihren [[palatal]]en Charakter und fielen dadurch mit den [[velar]]en Gaumenlauten *k, *g und *gʰ zusammen. Die [[Labiovelar]]e *kʷ, *gʷ und *gʷʰ blieben dagegen erhalten.&lt;br /&gt;
* In den &amp;#039;&amp;#039;Satemsprachen&amp;#039;&amp;#039; wurden die ererbten palatalen Gaumenlaute dagegen [[Palatalisierung|palatalisiert]], d.&amp;amp;nbsp;h. regelhaft zu verschiedenen stimmlosen oder stimmhaften [[Sibilant]]en oder [[Affrikate]]n weiterentwickelt. Die velaren und labiovelaren Gaumenlaute fielen durch Aufgabe der Lippenrundung zu einer Lautreihe zusammen.&lt;br /&gt;
* Die sich daraus ergebenden einzelsprachlichen lautlichen Unterschiede sind sehr krass. Beispielsweise entspricht das Element &amp;#039;&amp;#039;-zade&amp;#039;&amp;#039; im Namen des „Königskindes“ [[Scheherazade|Schehera&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;zade&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;]] dem lateinischen &amp;#039;&amp;#039;genitus&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;gezeugt&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;nātus&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;geboren&amp;#039; oder dem deutschen &amp;#039;&amp;#039;Kind&amp;#039;&amp;#039;, da die grundsprachliche Wurzel als Ausgangspunkt für alle Folgelaute den Wurzelanlaut *g̑- besitzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bezeichnungen &amp;#039;&amp;#039;Kentumsprachen&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Satemsprachen&amp;#039;&amp;#039; sind aus zwei Wörtern für „hundert“ abgeleitet, nämlich [[Latein|lateinisch]] &amp;#039;&amp;#039;centum&amp;#039;&amp;#039; und [[Avestische Sprache|jungavestisch]] &amp;#039;&amp;#039;satəm&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[August Schleicher]], [[Franz Bopp]] und andere vertraten ursprünglich die Auffassung, die Kentumsprachen seien der westliche Zweig der indogermanischen Sprachen und die Satemsprachen der östliche Zweig. Man vermutete, dass die Aufteilung auf eine frühe Verzweigung gemäß der [[Stammbaumtheorie]] zurückgehe. Diese Auffassungen sind inzwischen relativiert worden und haben als [[Theorie]] nur noch historische Bedeutung. Die rein lautlichen Gegebenheiten haben allerdings weiterhin Bestand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die verwandtschaftliche Einordnung und Gliederung des Indogermanischen ==&lt;br /&gt;
Schon in früher Zeit, als die Keimzellen der späteren indogermanischen Einzelsprachen einander noch verhältnismäßig ähnlich waren, wurde die Gesamtheit des Indogermanischen in zwei große Gruppen geschieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Satem-Sprachen stellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* das [[Sprachen Indiens|Indische]] ([[Altindisch]] = [[Vedische Sprache|Vedisch]] und [[Sanskrit]]),&lt;br /&gt;
* das [[Iranische Sprachen|Iranische]] ([[Altiranische Sprachen|Altiranisch]] = [[Avestische Sprache|Avestisch]] und [[Altpersische Sprache|Altpersisch]]),&lt;br /&gt;
* das [[Armenische Sprache|Armenische]], das [[Thrakische Sprache|Thrakische]] und das [[Phrygische Sprache|Phrygische]],&lt;br /&gt;
* das [[Albanische Sprache|Albanische]],&lt;br /&gt;
* das [[Baltische Sprachen|Baltische]] ([[Litauische Sprache|Litauisch]], [[Lettische Sprache|Lettisch]], [[Altpreußische Sprache|Altpreußisch]]),&lt;br /&gt;
* das Slawische, d. h. [[Südslawische Sprachen|Südslawisch]] ([[Bulgarische Sprache|Bulgarisch]], [[Serbokroatische Sprache|Serbo-Kroatisch]], [[Slowenische Sprache|Slovenisch]]), [[Ostslawische Sprachen|Ostslawische]] ([[Russische Sprache|Großrussisch]], [[Ukrainische Sprache|Ukrainisch]] oder [[Kleinrussisch]], [[Weissrussisch|Belarussisch]]) und [[Westslawische Sprachen|Westslawische]] ([[Polnische Sprache|Polnisch]], [[Tschechische Sprache|Tschechisch]] und [[Slowakische Sprache|Slowakisch]], [[Niedersorbische Sprache|Wendisch]] oder [[Sorbische Sprache|Sorbisch]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kentum-Sprachen umfassen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* das [[Griechische Sprache|Griechische]] ([[Altgriechische Sprache|Altgriechisch]] = [[Ionisches Griechisch|Ionisch]]-[[Attisches Griechisch|Attisch]], Achäisch, [[Dorisches Griechisch|Dorisch]]-Nordwestgriechisch),&lt;br /&gt;
* das [[Italische Sprachen|Italische]] d. h. [[Latino-faliskische Sprachen|Latino-Faliskisch]] (mit dem [[Lateinische Sprache|Lateinischen]] und den daraus entstandenen [[Romanische Sprachen|romanischen Sprachen]]) und [[Oskisch-umbrische Sprachen|Oskisch-Umbrisch]],&lt;br /&gt;
* das [[Keltische Sprachen|Keltische]], d. h. das [[Goidelische Sprachen|Goidelische]] ([[Irische Sprache|Irisch]], [[Schottisch-gälische Sprache|Schottisch-Gälisch]] und [[Manx (Sprache)|Manx]], die Sprache der [[Isle of Man|Insel Man]]) und das [[Britannische Sprachen|Britannische]] ([[Kymrisch]], [[Kornische Sprache|Kornisch]], [[Bretonische Sprache|Bretonisch]]), ferner das Altgallische,&lt;br /&gt;
* das [[Venetische Sprache (romanisch)|Venetische]] (in [[Oberitalien]]),&lt;br /&gt;
* das [[Illyrische Sprache|Illyrische]] (wozu im alten [[Italien]] das [[Messapische Sprache|Messapische]]),&lt;br /&gt;
* das [[Tocharische Sprachen|Tocharische]] (noch im 7. Jahrhundert nach Christus in [[Turkestan]] gesprochen),&lt;br /&gt;
* das [[Hethitische Sprache|Hethitische]] (im 2. Jahrtausend vor Christus in Kleinasien, dazu das [[Luwische Sprache|Luwische]]),&lt;br /&gt;
* das [[Germanische Sprachen|Germanische]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Krahe, Hans (Verfasser), Seebold, Elmar (Mitwirkender) |Titel=Historische Laut- und Formenlehre des Gotischen : Zugleich eine Einführung in die germanische Sprachwissenschaften |Hrsg=Krahe, Hans |Auflage=2. Aufl. bearb. von Elmar Seebold |Verlag=Carl Winter Universitätsverlag |Ort=Heidelberg |Datum=1967 |Seiten=11-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das wichtigste Unterscheidungsmerkmal beider Sprachgruppen ist die verschiedene Behandlung der grundsprachlichen [[Gutturaler Laut|gutturalen]] [[Plosiv|Verschlusslaute]]. Während die [[Palatal]]e in den Kentum-Sprachen als k-Laute erhalten blieben und mit den [[Velar]]en zusammenfielen (indogermanisch &amp;#039;&amp;#039;*&amp;lt;d&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;k̑&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;m̥-tó-m&amp;#039;&amp;#039; „100“ = altgriechisch &amp;#039;&amp;#039;ἑ-κατόν,&amp;#039;&amp;#039; lateinisch &amp;#039;&amp;#039;centum,&amp;#039;&amp;#039; altirisch &amp;#039;&amp;#039;cēt,&amp;#039;&amp;#039; tocharisch &amp;#039;&amp;#039;känt,&amp;#039;&amp;#039; gotisch &amp;#039;&amp;#039;hund&amp;#039;&amp;#039;), wurden sie in den Satem-Sprachen in [[Zischlaut]]e verwandelt (altindisch &amp;#039;&amp;#039;śatám&amp;#039;&amp;#039;, avestisch &amp;#039;&amp;#039;satǝm&amp;#039;&amp;#039;, litauisch &amp;#039;&amp;#039;ši&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;m̃&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;tas&amp;#039;&amp;#039;). Andererseits fielen die [[Labiovelar]]e in den Satem-Sprachen mit den Velaren zusammen, wurden also reine k-Laute (grundsprachlich *kʷi-/kʷo- als Stamm des Interrogativums = altindisch &amp;#039;&amp;#039;káḥ&amp;#039;&amp;#039;, avestisch &amp;#039;&amp;#039;kō&amp;#039;&amp;#039;, litauisch &amp;#039;&amp;#039;kàs&amp;#039;&amp;#039; „wer?“), blieben aber in den Kentum-Sprachen von diesen gesondert und nahmen eine vielfältig verschiedene Entwicklung, wobei häufig das labiale Element Oberhand gewann (altgriechisch &amp;#039;&amp;#039;τίς&amp;#039;&amp;#039; „wer?“, &amp;#039;&amp;#039;ποῦ&amp;#039;&amp;#039; „wo?“, lateinisch &amp;#039;&amp;#039;quis,&amp;#039;&amp;#039; oskisch-umbrisch &amp;#039;&amp;#039;pis,&amp;#039;&amp;#039; kymrisch &amp;#039;&amp;#039;pwy,&amp;#039;&amp;#039; hethitisch &amp;#039;&amp;#039;kuiš,&amp;#039;&amp;#039; gotisch &amp;#039;&amp;#039;ƕas&amp;#039;&amp;#039; „wer?“). Im Hethitischen erhalten diese Lippenrundungen – gewöhnlich bei nachfolgendem Konsonanten – sogar silbischen Wert mit &amp;#039;&amp;#039;-u-&amp;#039;&amp;#039;Vokalismus, z.&amp;amp;nbsp;B. in &amp;#039;&amp;#039;g&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;u&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;lš-zi&amp;#039;&amp;#039; ‚er schnitzt‘ &amp;lt; *k&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ʷ&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ĺ̥s-ti oder &amp;#039;&amp;#039;nana(n)k&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;u&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;š-zi&amp;#039;&amp;#039; ‚es wird dunkel‘ wohl &amp;lt; no-ń̥g&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ʷʰ&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;-s-ti.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb der Kentum-Sprachen nimmt das Germanische eine durchaus selbstständige Stellung ein. Es ist von den übrigen Gliedern dieser Gruppe durch einschneidende Neuerungen auf dem Gebiet des Lautstands und des Formenschatzes scharf geschieden. Die wichtigsten dieser Neuerungen, welche das Germanische von allen anderen indogermanischen Sprachen unterscheidet, sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Die Festlegung des indogermanischen freien [[Wortakzent]]s auf die erste [[Silbe]] des Wortes.&lt;br /&gt;
# Die sogenannte erste oder [[Erste Lautverschiebung|germanische Lautverschiebung]].&lt;br /&gt;
# Die Entwicklung der indogermanischen [[Sonant|sonantischen]] [[Liquida|Liquiden]] und Nasale &amp;#039;&amp;#039;r̥&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;l̥&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;ṃ&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;ṇ&amp;#039;&amp;#039; zu &amp;#039;&amp;#039;ur&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;ul&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;um&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;un&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
# Der Zusammenfall der Vokale &amp;#039;&amp;#039;ặ&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;ǒ&amp;#039;&amp;#039; in &amp;#039;&amp;#039;ặ&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;ā&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;ō&amp;#039;&amp;#039; in &amp;#039;&amp;#039;ō&amp;#039;&amp;#039; (ähnlich auch in anderen Sprachen).&lt;br /&gt;
# Die besonderen Auslautgesetze.&lt;br /&gt;
# Die systematische Verwendung des indogermanischen Ablautsystems im Ausbau des starken Verbums.&lt;br /&gt;
# Der Synkretismus einer Reihe von Kasus in der Nominal- und Pronominaldeklination.&lt;br /&gt;
# Der Ausbau der n-Deklination beim Substantiv, der sogenannten „schwachen“ Deklination.&lt;br /&gt;
# Die Ausbildung und Scheidung einer starken und schwachen Adjektiv-Deklination.&lt;br /&gt;
# Der Verlust mehrerer Formenkategorien (namentlich auf dem Gebiet der Tempora und Modi) beim Verbum.&lt;br /&gt;
# Die Schaffung des „schwachen“ Präteritums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lautverschiebungen in den Kentum- und Satemsprachen ==&lt;br /&gt;
{{Überarbeiten|2=Dieser Abschnitt|grund=Der Text ist verwirrend und tw. unverständlich formuliert.}}&lt;br /&gt;
Die Differenzierung aufgrund der [[Lautverschiebung]]en zeigt die Entwicklung von drei [[Isoglosse]]n innerhalb der [[Indogermanische Sprachen|indogermanische Sprachfamilie]] anhand der [[Dorsal (Phonetik)|dorsalen Konsonanten]] auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mallory/Adams 1997 p. 461&amp;quot;&amp;gt;[[James Patrick Mallory|J. P. Mallory]], [[Douglas Quentin Adams|D. Q. Adams]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Encyclopedia of Indo-European Culture.&amp;#039;&amp;#039; London, Chicago: Fitzroy Dearborn Publishers, 1997, ISBN 1-884964-98-2, S. 461 (unterscheidet „{{lang|en|satəm languages}}“ u. „{{lang|en|centum languages}}“).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Für die [[indogermanische Ursprache]] wurden [[Gutturaler Laut|tektale]] [[Plosiv]]e rekonstruiert, die an drei [[Artikulationsort]]en im Bereich des [[Gaumen]]dachs gebildet werden: Palatale werden am vorderen (harten) Gaumen und Velare am [[Gaumensegel|hinteren (weichen) Gaumen]] [[Artikulation (Linguistik)|artikuliert]]; Labiovelare werden wie Velare artikuliert, aber mit gleichzeitiger Lippenrundung.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hans Krahe]]: &amp;#039;&amp;#039;Einleitung in das vergleichende Sprachstudium.&amp;#039;&amp;#039; Institut für vergleichende Sprachwissenschaften der Universität Innsbruck 1970, ISBN 3-85124-500-8, S. 43 ([https://www.univie.ac.at/Germanistik/schrodt/vorlesung/kentum_satem.pdf Online], PDF).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot;&lt;br /&gt;
! width=&amp;quot;130&amp;quot; colspan=&amp;quot;1&amp;quot; align=&amp;quot;left&amp;quot;| &amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
! width=&amp;quot;80&amp;quot; class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot;| [[palatal]]&lt;br /&gt;
! width=&amp;quot;80&amp;quot; class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot;| [[velar]]&lt;br /&gt;
! width=&amp;quot;80&amp;quot; class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot;| [[Labial|labio]][[velar]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot;| [[Stimmlosigkeit|Stimmlose]] [[Plosiv]]e&lt;br /&gt;
| k̑ || k || kʷ&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot;| [[Stimmhaftigkeit|Stimmhafte]] [[Plosiv]]e&lt;br /&gt;
| g̑ || g || gʷ&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot;| [[Aspiration (Phonetik)|Aspirierte]] stimmhafte [[Plosiv]]e&lt;br /&gt;
| g̑ʰ || gʰ || gʷʰ&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fortsetzungen in den indogermanischen Sprachzweigen lassen sich grob in zwei Gruppen einteilen:&lt;br /&gt;
* Bei den &amp;#039;&amp;#039;Kentumsprachen&amp;#039;&amp;#039; fielen die Palatale mit den Velaren zusammen (*k, *k̑ → *k), während die Labiovelare erhalten blieben. So wurde im [[Latein]] *k̑m̥tóm zu &amp;#039;&amp;#039;centum&amp;#039;&amp;#039; (lat. &amp;lt;c&amp;gt; wird als /k/ ausgesprochen). Weitere Kentumsprachen sind das [[Altgriechische Sprache|Griechische]], die [[Germanische Sprachen|germanischen Sprachen]], die [[Keltische Sprachen|keltischen Sprachen]], das [[Hethitische Sprache|Hethitische]] und das [[Tocharische Sprachen|Tocharische]].&lt;br /&gt;
* In den &amp;#039;&amp;#039;Satemsprachen&amp;#039;&amp;#039; fielen dagegen labiovelare und velare Plosive zusammen (*k, *kʷ → *k) und das palatale *k̑ wurde allmählich zu einem Zischlaut /s/ bzw. {{IPA-Phonem|ʃ}}. Dieser [[Lautwandel]] trat z.&amp;amp;nbsp;B. bei den [[Indoiranische Sprachen|indoiranischen Sprachen]] auf, zu denen [[Sanskrit]], [[Persische Sprache|Persisch]] und [[Avestische Sprache|Avestisch]] gehören. Im Avestischen wurde *k̑m̥tóm zu &amp;#039;&amp;#039;satəm&amp;#039;&amp;#039;. Auch in den frühen [[Slawische Sprachen|slawischen]] und [[Baltische Sprachen|baltischen Sprachen]] sowie im [[Albanische Sprache|Albanischen]] gab es diesen Vorgang. – Einige Nachfolgesprachen des Lateinischen entwickelten sich später ähnlich; so heißt das lateinische &amp;#039;&amp;#039;centum&amp;#039;&amp;#039; im [[Spanische Sprache|Spanischen]] heute &amp;#039;&amp;#039;cien&amp;#039;&amp;#039; /{{IPA|θien}}/, im [[Französische Sprache|Französischen]] &amp;#039;&amp;#039;cent&amp;#039;&amp;#039; /{{IPA|sɑ̃}}/ und im [[Italienische Sprache|Italienischen]] &amp;#039;&amp;#039;cento&amp;#039;&amp;#039; /{{IPA|&amp;#039;tʃɛnto}}/.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kentum-/Satem-Unterscheidung lässt sich wie folgt zusammenfassen (am Beispiel der stimmlosen Plosive):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot;&lt;br /&gt;
! width=&amp;quot;130&amp;quot; colspan=&amp;quot;1&amp;quot; align=&amp;quot;left&amp;quot;| &amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
! width=&amp;quot;80&amp;quot; class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot;| [[palatal]]&lt;br /&gt;
! width=&amp;quot;80&amp;quot; class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot;| [[velar]]&lt;br /&gt;
! width=&amp;quot;80&amp;quot; class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot;| [[Labial|labio]][[velar]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot;| [[Indogermanische Ursprache|Protoindoeuropäisch]]&lt;br /&gt;
| k̑ || k || kʷ&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot;| Kentumsprachen&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot; | k || kʷ&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot;| Satemsprachen&lt;br /&gt;
| k̑ || colspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot; | k&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Relevanz der Einteilung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:IE newtwork.png|mini|360px|Vermutete Verwandtschaftsbeziehungen innerhalb der indoeuropäischen Sprachfamilie. Die roten Linien deuten Sprachkontakte an.]]&lt;br /&gt;
Vor hundert Jahren nahm man an, dass sich das [[Indogermanische Sprachfamilie|Indogermanische]] zuerst in zwei Sprachen geteilt habe: eine Kentumsprache im Westen und eine Satemsprache im Osten. Alle damals bekannten westlichen indogermanischen Sprachen schienen Kentumsprachen und alle östlichen Satemsprachen zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch nicht erst die Entdeckung des „kentumsprachlichen“ [[Hethitische Sprache|Hethitischen]] und noch mehr des  [[Tocharisch]]en, das im Gebiet des heutigen China entdeckt wurde, widersprechen dieser Annahme. So steht zum Beispiel auch das satemsprachliche Armenisch dem kentumsprachlichen Griechisch am nächsten. Auch innerhalb des [[Anatolische Sprachen|anatolischen Zweiges]] gibt es mit dem Hethitischen zwar eine Kentumsprache, doch zeigen z.&amp;amp;nbsp;B. das [[Luwische Sprache|Luwische]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Michael Meier-Brügger |Titel=Indogermanische Sprachwissenschaft |Auflage=8., überarbeitete und ergänzte |Verlag=Walter de Gruyter |Ort=Berlin / New York |Datum=2002 |Seiten=130, 134}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und das [[Lykische Sprache|Lykische]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ignacio-Javier Adiego |Hrsg=Anastasios-Phoibos Christidis |Titel=Greek and Lycian |Sammelwerk=A History of Ancient Greek. From the Beginnings to Late Antiquity |Verlag=Cambridge University Press |Ort=Cambridge |Datum=2007 |ISBN=978-0-521-83307-3 |Seiten=766–767}}&amp;lt;/ref&amp;gt; eine Satementwicklung der Palatale und keinen Zusammenfall der drei tektalen Verschlusslautreihen. Zudem erfolgte die Satemisierung erst zu einer Zeit, als sich die Einzelsprachen bereits herausgebildet hatten. Daher ist dieser Lautwandel für die Frage nach der Aufgliederung nicht relevant.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Johann Tischler]]: &amp;#039;&amp;#039;Hundert Jahre kentum-satem-Theorie.&amp;#039;&amp;#039; Indogermanische Forschungen (1990)95: 63–98.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Michael Meier-Brügger]], unter Mitarbeit von Matthias Fritz und [[Manfred Mayrhofer]] (2010:L339): &amp;#039;&amp;#039;Indogermanische Sprachwissenschaft.&amp;#039;&amp;#039; 9. Aufl., 2010, Berlin: De Gruyter.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wolfram Euler]] und [[Konrad Badenheuer]]: &amp;#039;&amp;#039;Sprache und Herkunft der Germanen.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Inspirations Un Limited, Frankfurt 2009: 36.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die tatsächlichen Verhältnisse sind viel komplexer. Beispielsweise werden in einem vereinfachenden [[Stammbaumtheorie|Stammbaum-Modell]] die [[Sprachkontakt]]e nicht berücksichtigt. Sie sind jedoch für eine korrekte Rekonstruktion der Entwicklung unverzichtbar (vgl. die Grafik rechts).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Kreisen wird der auffällige Unterschied zwischen Kentum- und Satemsprachen immer noch fälschlich für eine genealogische Unterteilung der indogermanischen Sprachen herangezogen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wolfram Euler]] und [[Konrad Badenheuer]]: &amp;#039;&amp;#039;Sprache und Herkunft der Germanen.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Inspirations Un Limited, Frankfurt 2009: 29, 36.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mallory/Adams 1997 p. 461&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Indogermanische Ursprache#Phonologie und Phonetik|Urindogermanische Laute]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Kentumsprache}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Satemsprache}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Indogermanische Sprachen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sprachgruppe]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2025-51434-6</name></author>
	</entry>
</feed>