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	<title>Kemna Bau - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kemna_Bau&amp;diff=258790&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Barghaan: /* Zweite Generation */ x</title>
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		<updated>2026-03-28T13:49:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Zweite Generation: &lt;/span&gt; x&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
{{Infobox Unternehmen&lt;br /&gt;
| Name             = Kemna Bau Andreae GmbH &amp;amp; Co. KG&lt;br /&gt;
| Logo             = Kemna Bau.gif&lt;br /&gt;
| Unternehmensform = GmbH &amp;amp; Co. KG&lt;br /&gt;
| ISIN             = &lt;br /&gt;
| Gründungsdatum   = 1867&lt;br /&gt;
| Auflösungsdatum  = &lt;br /&gt;
| Auflösungsgrund  = &lt;br /&gt;
| Sitz             = Pinneberg&lt;br /&gt;
| Leitung          = Jacob Andreae, Michael Liell&lt;br /&gt;
| Mitarbeiterzahl  = 2198&amp;lt;ref&amp;gt;Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V.: Liste der 50 größten deutschen Bauunternehmen 2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Umsatz           = 718 Mio. Euro&amp;lt;ref&amp;gt;Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V.: Liste der 50 größten deutschen Bauunternehmen 2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Stand            = 2024-12-31&lt;br /&gt;
| Branche          = Verkehrswegebau, Asphaltproduktion, Rohstoffgewinnung&lt;br /&gt;
| Homepage         = [https://www.kemna.de/ www.kemna.de]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kemna Bau Andreae GmbH &amp;amp; Co. KG&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Eigenschreibweise: &amp;#039;&amp;#039;KEMNA&amp;#039;&amp;#039;) ist eine deutsche Unternehmensgruppe der Bau- und Baustoffindustrie mit Sitz in [[Pinneberg]]. Sie ist mit mehr als 2.000 Mitarbeitern in den Sektoren Verkehrswegebau, Asphaltproduktion und Rohstoffgewinnung tätig und gehört zu den 30 größten Bauunternehmen Deutschlands.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Das Unternehmen wurde 1867 unter der Firma J. Kemna als Landmaschinenwerkstatt gegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Gründungsphase ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Julius-kemna .png|mini|Julius Kemna]]&lt;br /&gt;
Der Unternehmensgründer [[Julius Kemna]] stammte ursprünglich aus [[Barmen]], wo er 1837 geboren wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; 1867 gründete er in Breslau sein Unternehmen, das zunächst Landmaschinen herstellte, teilweise in Lizenz.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot;&amp;gt;Kemna Bau Andreae GmbH &amp;amp; Co. KG, Pinneberg bei Hamburg. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Frankfurter Allgemeine Zeitung]],&amp;#039;&amp;#039; Nr. 117, S. 17. &amp;lt;/ref&amp;gt; Bald entstand auch eine Eisengießerei, die unter anderem Glas-, Medaillen- und Tonformen produzierte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Deutschlands Glasindustrie: Adressbuch der deutschen Glashütten; die Glasraffinerie-Anstalten, die Glas-Großhandlungen |Band=Bezugsquellenliste, Band 25 |Verlag=Verlag Die Glashütte |Datum=1899 |Seiten=20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Tonindustrie-Zeitung und Keramische Rundschau: Zentralblatt für das Gesamtgebiete der Steinen und Erden |Hrsg=Tonindustrie-Zeitung und Keramische Rundschau |Band=51 |Datum=1927 |Seiten=48, 286}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Er erkannte, dass die Dampfmaschine nicht nur in der Industrie, sondern auch in der Landwirtschaft und im Straßenbau nützlich wäre.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Colin Tyler, John Haining |Titel=Ploughing by Steam: A History of Steam Cultivation Over the Years |Hrsg=Model and Allied Publications |Datum=1970 |Seiten=123, 256}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zunächst kooperierte er dafür mit [[John Fowler (Erfinder)|Fowler]], beschloss aber schon bald, eigene Lokomobile und Dampfpflüge zu bauen. Nach dem Vorbild Fowlers baute Kemna auch Einzylinder-[[Wasserdampf|Sattdampfmaschinen]], wechselte aber bald zur effizienteren Hochdruckdampftechnologie.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Bibliographischer Zentral-Verlag |Titel=Fortschritte der Technik: Jahrbuch des Internationalen Institutes für Techno-Bibliographie, Band 2, Ausgaben 1-3 |Hrsg=Bibliographischer Zentral-Verlag |Datum=1910 |Seiten=325}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweite Generation ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Kemna Lokomotiven.jpg|mini|Kemna-Lokomobil und -Pflüge (ungefähr 1900)]]&lt;br /&gt;
Im Jahr 1898 starb Julius Kemna überraschend.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt; Seine Witwe Philipine und der älteste Sohn Fritz übernahmen die Firmenleitung, die Söhne Hans und Erich kamen später hinzu. In dieser Phase entwickelte sich Kemna zum „führende Dampfpflug-Unternehmen auf dem europäischen Kontinent und drang auf dem Weltmarkt in die Monopolstellung englischer Firmen ein“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; 1905 beschäftigte man auf dem nun 52.000 m² großen Betriebsgelände etwa 900 Beschäftigte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Hans-Henning Zabel |url=https://www.deutsche-biographie.de/gnd141491124.html#ndbcontent |titel=Kemna, Julius |werk=Deutsche Biographie |abruf=2020-07-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1908 präsentierte die Maschinenfabrik J. Kemna eine Weiterentwicklung des Compound-Systems: eine Heißdampf-Pfluglokomotive mit überspanntem Dampf und zwei Hochdruckzylindern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Erster Weltkrieg|Erste Weltkrieg]] führte zur Forderung der Heeresleitung, wonach Zugmaschinen herstellerübergreifend vereinheitlicht werden mussten, um das Ersatzteilproblem in den Griff zu bekommen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Rudolph Gaertner |Titel=Zeitschrift der Vereines Deutscher Ingenieure |Datum=1918 |Seiten=598}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Kemna stellte daraufhin die Straßenlokomotive EM (Einheitsmaschine) vor, die bald von verschiedenen Herstellern im Deutschen Reich nachgebaut wurde (so von [[Sächsische Maschinenfabrik]] vormals Richard Hartmann). Viele dieser Maschinen wurden als [[Reparationen|Reparationsleistung]] nach dem Ersten Weltkrieg nach ganz Europa geliefert. 1919 warb Kemna mit seinen Dampf-Lastzügen, [[Straßenlokomotive]]n mit zwei Anhängern, die imstande waren „300 bis 400 Zentner zu transportieren bei einer Reichweite von bis zu 30 Kilometern mit einer Geschwindigkeit von 5 bis 10 km/h“. Neu war auch der von Kemna vorgestellte [[Dampfpflug]]. Das Dampfpflügen mit zwei [[Lokomobile]]n, zwischen denen der Pflug hin- und hergezogen wurde, wurde in den 1920er Jahren jedoch allmählich durch den von Kohle und Wasser unabhängigen [[Traktor]] abgelöst.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; Das Unternehmen stellte sich anschließend auf diese Marktlage ein und verlagerte die Produktion. So brachte Kemna 1923 als erstes Unternehmen in Deutschland eine [[Walze (Baumaschine)|Straßenwalze]] mit einem Rohölmotor ([[Deutz AG|Deutz]]-[[Dieselmotor|Diesel-Motor]]) auf den Markt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Walter Krumme |Titel=Klingelnberg-Palloid-Spiralkegelräder: Berechnung, Herstellung und Einbau |Verlag=Springer-Verlag |Ort=Heidelberg |Datum=1950 |Seiten=102–104}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter der Marke &amp;#039;&amp;#039;Wratislawia&amp;#039;&amp;#039; wurden von Kemna [[Dreschmaschine]]n und andere Geräte angeboten. Nach dem Ersten Weltkrieg wurden auch Traktoren mit [[Verbrennungsmotor]] hergestellt. Ferner wurden Dampf-Straßenwalzen produziert, die nach dem Ersten Weltkrieg schon bald mit Verbrennungsmotor ausgerüstet wurden. Straßenwalzen von Kemna waren in ganz Europa bekannt. Nach dem Eintritt des Sohnes Erich Kemna (1908) wandte sich das Unternehmen verstärkt dem Bereich Straßenbau zu. Bereits 1910 wurde hierfür ein Asphalt-Gemisch angeboten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Titel=Strassenbau-jahrbuch |Hrsg=Volk und Reich Verlag |Datum=1939 |Seiten=45}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Weltwirtschaftskrise Anfang der 1930er Jahre traf auch Kemna hart. In der Folge wurde im Jahr 1931 die Straßenbauabteilung ausgegliedert und in die neu gegründete Straßenbaugesellschaft &amp;#039;&amp;#039;Kemna-Lenz GmbH&amp;#039;&amp;#039; eingebracht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt; Erich Kemna übernahm die Geschäftsführung. Mitgesellschafter war die &amp;#039;&amp;#039;Allgemeine Baugesellschaft Lenz &amp;amp; Co.&amp;#039;&amp;#039; (Allbau Lenz) aus Berlin, ein Unternehmen der [[Aktiengesellschaft für Verkehrswesen]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt; Kemna-Lenz war im Erdbau, Asphalt- und Betonstraßenbau sowie im Kanalisations- und Betonfertigteilbau tätig. Dabei kamen auch [[Zwangsarbeit]]er zum Einsatz. Die Aufzeichnungen hierzu sind allerdings lückenhaft. Bekannt ist die Beschäftigung von rund 150 Juden beim Bau der Reichsstraße von Hildesheim nach Hannover.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Wolf Gruner |url=https://www.gedenkstaettenforum.de/uploads/media/GedenkstaettenRundbrief78-01-17.pdf |titel=Die Arbeitslager für den Zwangseinsatz deutscher und nichtdeutscher Juden im Dritten Reich |werk=gedenkstaettenforum.de |seiten=8 |abruf=2023-12-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zudem betrieb Kemna-Lenz 1939 ein Zwangsarbeitslager in Sarstedt mit etwa 120 aus Italien verschleppten Juden, die beim Bau einer Reichsstraße eingesetzt wurden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;obenaus&amp;quot;&amp;gt;Rüdiger Kröger, Antje C. Naujocks: &amp;#039;&amp;#039;Sarstedt.&amp;#039;&amp;#039; In: Herbert Obenaus (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Historisches Handbuch der jüdischen Gemeinden in Niedersachsen und Bremen,&amp;#039;&amp;#039; Band I–II, Wallstein-Verlag, Göttingen 2005, hier II, S. 615, 1345.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Berliner Bezirk Tempelhof-Schöneberg unterhielt das Unternehmen darüber hinaus ein kleineres Lager mit 20 Zwangsarbeitern.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ns-zwangsarbeit.de/recherche/lagerdatenbank/ |titel=Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit – Lagerdatenbank |werk=ns-zwangsarbeit.de |abruf=2023-12-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein weiteres Lager soll sich in Wüstegierdorf befunden haben, wo das [[Projekt Riese|Geheimprojekt Riese]] vorangetrieben wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://ns-in-ka.de/wp-content/uploads/2017/06/Liste_Unternehmen.pdf |titel=Liste der Unternehmen, die im Nationalsozialismus von der Zwangsarbeit profitiert haben |werk=ns-in-ka.de |abruf=2023-12-22 |format=PDF}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1941 trat Karl Andreae in das Straßenbauunternehmen ein und führte eine gesellschaftliche Neuordnung durch. Kemna-Lenz wurde zur Besitzgesellschaft und als Betriebsgesellschaft wurde die &amp;#039;&amp;#039;E. Kemna &amp;amp; Co. KG&amp;#039;&amp;#039; unter der Leitung von Erich Kemna und Karl Andreae gegründet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.kemna.de/downloads/pdf/Broschuere_150_Jahre_KEMNA.pdf |titel=150 Jahre Kemna Geschichten, Menschen, Erfolge |werk=kemna.de |abruf=2022-11-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob in der Breslauer Maschinenfabrik Zwangsarbeiter zum Einsatz kamen oder Aufträge für die deutsche Rüstungsindustrie ausgeführt wurden, ist in den einschlägigen Archiven nicht dokumentiert. Gegen Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde die Maschinenfabrik in Breslau völlig zerstört.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Die Maschinen-Industrie im Deutschen Reich |Hrsg=Hoppenstedt &amp;amp; Company |Datum=1944 |Seiten=144}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Aufgrund der Gebietsabtretung Schlesiens an Polen gab das Unternehmen das Breslauer Werk 1945 auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt; Auf dem Gelände richtete sich anschließend eine Reparaturwerkstätte ein und später entstand dort die Firma &amp;#039;&amp;#039;Fadroma Wrocław&amp;#039;&amp;#039;. Sie produzierte zunächst Walzen und später auch Radlader.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.zajezdnia.org/wh-070121 |titel=Fadroma Breslau |werk=zajezdnia.org |sprache=pl |abruf=2023-12-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vier Maschinen von Kemna können in Museen in [[Technik-Museum Sinsheim|Sinsheim]] und [[Berlin]], im polnischen [[Muzeum Narodowe Rolnictwa i Przemysłu Rolno-Spożywczego|Nationalmuseum der Landwirtschaft]] bei [[Posen]] sowie im Museum von [[Skógar|Skȯgar]] auf [[Island]] besichtigt werden, weitere stehen frei zugänglich im Dorf [[Veitsch]] in der Steiermark (Österreich) und im estnischen [[Tartu]] (Dorpat). Auch vor der heutigen Kemna-Hauptverwaltung in Pinneberg ist eine Walze ausgestellt.&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:Kemna factory.jpg|Kemna-Fabrik in Breslau&lt;br /&gt;
Datei:Kemna road roller.jpg|Viele Kemna-Maschinen sind noch heute zu sehen.&lt;br /&gt;
Datei:Kemna Bau Pinneberg Fahrzeug.jpg|Dampfwalze, Typ GD, Baujahr 1889&lt;br /&gt;
Datei:Heißdampf-Kipppflug.jpg|Heißdampf-[[Kipppflug]], Baujahr 1921&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nach dem Zweiten Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden in Lübeck-Travemünde im [[Alfred Hagelstein|Hatra]]-Werk Kemna-Walzen weitergebaut, doch der Namenszug Kemna verschwand bald von den Maschinen, damit endete der Fahrzeugbau unter dem Namen Kemna für immer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Straßenbaubereich von Kemna in [[Berlin]] stand unter der Kontrolle der [[Alliierte]]n. Deshalb gründete Karl Andreae 1945 in Hamburg aus einer zuvor eher unbedeutenden Zweigniederlassung heraus die &amp;#039;&amp;#039;Kemna Baugesellschaft mbH.&amp;#039;&amp;#039; Mit ehemaligen Mitarbeitern, darunter viele, die aus dem Osten geflüchtet waren, wurden zunächst Abbrucharbeiten ausgeführt. Im Rahmen der Luftbrücke wurden auf den Flugplätzen Lübeck-Blankensee, Wunstorf und Faßberg wieder erste große Baustellen abgewickelt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In knapp zehn Jahren wurde Kemna zu einem der größten deutschen Straßenbauunternehmen. Niederlassungen bspw. in Aachen, Lübeck und Hannover wurden gegründet. 1949 stieg Kemna in Dransfeld in die Asphaltproduktion ein. Peter Kemna trat 1958 als weiterer Gesellschafter in die Geschäftsführung ein. Unter Verwendung der Namen beider Gesellschafterfamilien wurde die Firma 1963, im Jahr des Umzugs von Hamburg nach Pinneberg&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt;, geändert. Sie lautete Kemna Bau Andreae &amp;amp; Co. KG.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1972 schied Karl Andreae aus dem Unternehmen aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt; Seine Söhne, Karl-Johann und Nicolaus Andreae, begannen Anfang der siebziger Jahre ihr Engagement bei Kemna im zweiten Glied und rückten 1974 in die Geschäftsführung neben Peter Kemna auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt; Ein Jahr darauf (1975) wurde der Firmenname ein letztes Mal geändert. Das Unternehmen trägt seitdem die bis heute gültige Bezeichnung Kemna Bau Andreae GmbH &amp;amp; Co. KG.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1970er und 1980er expandierte das Unternehmen vorsichtig. Außerdem nahm es Modernisierungen in Steinbrüchen und Mischanlagen vor. Bei der deutsch-deutschen Grenzöffnung 1989/1990 war Kemna mit Bauleistungen und der Belieferung von Baustellen maßgeblich beteiligt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt; In den Jahren nach der Wiedervereinigung wurden in den neuen Bundesländern weitere Betriebe eröffnet oder übernommen. Hierzu zählt bspw. der Steinbruch am Unterberg, der 1991 ans Netz ging.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:8&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Für Gleisschotter und Asphaltbau.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Thüringer Allgemeine]],&amp;#039;&amp;#039; S. 19. 7. Mai 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2008/9 schieden Karl-Johann und Nicolaus Andreae aus der Geschäftsführung aus.&lt;br /&gt;
== Unternehmensstruktur ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Company grounds Kemna construction Lohweg Misburg-Sued Hannover Germany 02.jpg|mini|Ein Kemna-Werk in Hannover]]&lt;br /&gt;
Geschäftsführer der Kenna Kemna Bau Andreae GmbH &amp;amp; Co. KG sind Jacob Andreae und Michael Liell. Im Jahr 2020 beschäftigte das Unternehmen 2101 Mitarbeiter und erwirtschaftete eine Gesamtleistung von 512,5 Mio. Euro.&amp;lt;!--ref name=&amp;quot;Jahresabschluss Kemna Bau 2021&amp;quot; /--&amp;gt; Es gehört zu den 30 größten deutschen Bauunternehmen und ist eines der größten im Bereich Verkehrswegebau.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bauindustrie.de/zahlen-fakten/die-50-groessten-bauunternehmen |titel=Übersicht Bauunternehmen |werk=bauindustrie.de |hrsg=Die Deutsche Bauindustrie |abruf=2025-01-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tochtergesellschaften ===&lt;br /&gt;
Kemna hat über 60 Standorte in [[Deutschland]]. Kemna ist mit Zweigniederlassungen und Beteiligungsgesellschaften in zehn Bundesländern mit einem Schwerpunkt in der Nordhälfte Deutschlands aktiv.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:7&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Unternehmen mit vielen Facetten.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Lübecker Nachrichten,&amp;#039;&amp;#039; S. 20. 8. März 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu den Tochterunternehmen und Beteiligungsgesellschaften gehören unter anderem Gehrken Straßen- und Tiefbau GmbH &amp;amp; Co. KG, Guss-Asphalt Wilfried Ceh GmbH, Vereinigte Asphalt Mischwerke GmbH &amp;amp; Co Kommanditgesellschaft, ASPA GmbH, Nordharz Asphalt-Mischwerke GmbH &amp;amp; Co. KG, DAM Delitzscher Asphaltmischwerk GmbH, Mitteldeutsche Baustoffe GmbH, Amiro GmbH sowie Malkus GmbH, BiB Bauen im Bestand GmbH und ServiTra GmbH &amp;amp; Co. KG.&amp;lt;!--ref name=&amp;quot;Jahresabschluss Kemna Bau 2021&amp;quot; /--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tätigkeitsfelder ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Rohstoffgewinnung Kemna.jpg|mini|Kemna-Rohstoffgewinnung]]&lt;br /&gt;
Die Unternehmensgruppe Kemna weist heute eine vertikale Struktur entlang der Wertschöpfungskette des Verkehrswegebaus auf und deckt hierbei die Bereiche Verkehrswegebau, Asphaltproduktion und Rohstoffgewinnung ab.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:7&amp;quot; /&amp;gt; Die Unternehmensgruppe führt sämtliche Bauleistungen im Verkehrswegebau sowie Aufgaben der Bauwerksinstandsetzung und der Leit- und Schutzsysteme aus. Es werden Projekte aller Größenordnungen, von individuell gestalteten hochbelasteten Industrieflächen bis hin zu kompletten Autobahnlosen oder Flugbetriebsflächen in Eigenleistung und in Arbeitsgemeinschaften ausgeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Stechert: &amp;#039;&amp;#039;A2 von Hannover nach Peine vier Tage gesperrt.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;HarzKurier,&amp;#039;&amp;#039; S. 13, 3. August 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Bereich Verkehrswegebau bietet das Unternehmen die Planung, Herstellung und Erhaltung von Fahrbahnen jeglicher Art&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Daniel Große |url=https://www.taucha-kompakt.de/2021/asphalt-arbeiten-thomas-mann-strasse-teilweise-gesperrt/ |titel=Asphalt-Arbeiten: Thomas-Mann-Straße teilweise gesperrt - Taucha kompakt |datum=2021-11-08 |abruf=2022-11-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, den Bau von Flugbetriebsflächen, den Bau der [[Infrastruktur]] des [[Bahnbetrieb]]es und den Neubau sowie die [[Sanierung (Bauwesen)|Sanierung]] von Industrie- und Sonderflächen, wie z. B. [[Hafen]]anlagen, Containerumschlagflächen, [[Parkplatz|Parkplätzen]] oder Flächen für [[Schwerlastverkehr]].&amp;lt;ref&amp;gt;Uwe Reimann: &amp;#039;&amp;#039;Schönheits-OP mit Asphalt.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Rheinische Post.&amp;#039;&amp;#039; 4. Juli 2008.&amp;lt;/ref&amp;gt; Außerdem bietet es die Grundinstandsetzung von Ingenieurbauwerken sowie [[Erdbau|Erd]]-, [[Deich]]- und [[Deponie]]bau.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Deponie Wischstauden wird zu zwei grünen Hügeln.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Leipziger Volkszeitung,&amp;#039;&amp;#039; S. 2. 2. Dezember 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Laura Nobel: &amp;#039;&amp;#039;429 Meter für den Schutz.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Mitteldeutsche Zeitung]],&amp;#039;&amp;#039; S. 10. 27. Oktober 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Dominic Welters: &amp;#039;&amp;#039;Straße nach Brodau bald fertig, Sanierung von Halle bald fällig.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Leipziger Volkszeitung,&amp;#039;&amp;#039; S. 3. 28. August 2006.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Bereich Asphaltproduktion bietet Kemna die Herstellung von Asphaltmischgut und betreibt Gesellschaften für den Transport von Schüttgütern über Straßen und zur Bahnverladung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.aspa-hamburg.de/unternehmen.html |titel=ASPA Hamburg: Unternehmen |werk=aspa-hamburg.de |abruf=2022-11-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Mehr als Touristenattraktion – Harzquerbahn erwägt Streckenverlängerung ab Gernrode.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Thüringer Allgemeine.&amp;#039;&amp;#039; 11. Juli 2008.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den Bereich der Rohstoffgewinnung betreibt das Unternehmen eigene [[Steinbruch|Steinbrüche]] und [[Schotterwerk|Kieswerke]] zum Abbau gebrochener und ungebrochener [[Gesteinskörnung]]en. Dort, sowie in [[Asphaltmischanlage|Asphaltmischwerken]], werden Mischgüter für den [[Straßen- und Wegebau|Straßenbau]] produziert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:8&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* 2018: Platz 10 bei der „Beste Arbeitgeber“ von [[Focus Money]]&amp;lt;ref&amp;gt;Till H. Lorenz: &amp;#039;&amp;#039;Mehr als 30 Unternehmen aus Schleswig-Holstein in Besten-Liste aufgenommen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Holsteinischer Courier,&amp;#039;&amp;#039; S. 20. 2. Februar 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{NDB|11|482||Kemna, Julius|Hans-Henning Zabel|141491124}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;J. Kemna Dampfpflug-Fabrik Breslau.&amp;#039;&amp;#039; Wilhelm Raue Verlag, 1926 ([https://www.bibliotekacyfrowa.pl/dlibra/publication/150692/edition/141298/content?&amp;amp;meta-lang=de Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* Karl Schulz: &amp;#039;&amp;#039;Breslau-Gräbschen. Heimatkunde einer Vorstadt.&amp;#039;&amp;#039; Priebatsch’s Buchhandlung, 1934, Seite 108 ([https://dbc.wroc.pl/Content/15301/PDF/17246.pdf Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* Breslauer Bezirksverein deutscher Ingenieure (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Industrie und Ingenieurwerke in Mittel- und Niederschlesien.&amp;#039;&amp;#039; 1911, Seite 5 ([https://digital.slub-dresden.de/data/kitodo/FestzuH_40032718X-19110000/FestzuH_40032718X-19110000_tif/jpegs/FestzuH_40032718X-19110000.pdf Digitalisat]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Kemna vehicles|Kemna-Fahrzeuge}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Kemna Bau}}&lt;br /&gt;
* [https://www.kemna.de/ Website der Kemna Bau]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauunternehmen (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliger Traktorenhersteller]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Produzierendes Unternehmen (Kreis Pinneberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen (Breslau)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pinneberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmensgründung 1867]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Barghaan</name></author>
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