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	<title>Kemant - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T12:13:36Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kemant&amp;diff=720886&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aurionis: Org. Link nicht mehr erreichbar, WBM-Link eingefügt.</title>
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		<updated>2024-01-28T00:11:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Org. Link nicht mehr erreichbar, WBM-Link eingefügt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kemant&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Qimant&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, {{amS|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ክማንት&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;/&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ቅማንት&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;}}) sind eine kleine [[Liste der Ethnien in Äthiopien|ethnische Gruppe in Äthiopien]], welche trotz ihrer engen geschichtlichen und [[Ethnie|ethnischen]] Nähe nicht mit den [[Beta Israel]] identisch sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemäß der Volkszählung von 1994 zählt die Gruppe etwa 170.000 Mitglieder. Es gibt jedoch lediglich 1625 Menschen, die noch die Sprache [[Qimant]] sprechen. Da die meisten Kinder heute [[Amharische Sprache|Amharisch]] lernen, ist die ursprüngliche Sprache vom Aussterben bedroht. Ebenso hat durch die [[Konversion (Religion)|Konversion]] zum [[Christentum]] die Bindung an traditionelle Religionen erheblich nachgelassen. Die Konvertiten betrachten sich selbst als neue [[Amharen]] – und sehen dies als erstrebenswertes Ziel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kemant leben entlang einer Linie von [[Chilga]] nach [[Karkar (Äthiopien)|Karkar]], nordwestlich des [[Tanasee]]s. Die noch vorhandenen Muttersprachler des Qimant leben in der Nähe von [[Aykel]], etwa 64&amp;amp;nbsp;km westlich von [[Gonder]]. Sie sind hauptsächlich Bauern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Religion ==&lt;br /&gt;
Die Religion der Kemant gilt als Vereinigung von Elementen des [[Judentum]]s und [[Afrikanische Religionen|ethnischer Religionen]]&amp;lt;ref&amp;gt;Gamst 1969&amp;lt;/ref&amp;gt;. Eine 2003 veröffentlichte soziolinguistische Studie&amp;lt;ref&amp;gt;Zelealem 2003&amp;lt;/ref&amp;gt; kommt jedoch zu dem Schluss, dass die Religion der Kemant im Aussterben begriffen ist, da nur noch sehr wenige Menschen daran festhalten. Nur noch ein Prozent der Kemant folgt demnach der traditionellen Religion. Der oberste religiöse Führer unter den Kemant ist der Hohepriester oder auch &amp;#039;&amp;#039;Wember&amp;#039;&amp;#039;, ([[Amharische Sprache|Amharisch]] für „Stuhl“ oder aber auch „Vorsitz“). Der Wember ist hoch geachtet und wird als Oberhaupt aller Kemant angesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur religiösen Observanz zählt das wortgetreue Einhalten des elften Kapitels des Buches [[Levitikus]] &amp;#039;&amp;#039;(siehe [[Jüdische Speisegesetze|koscher]]).&amp;#039;&amp;#039; Ebenso wie im Judentum können selbst [[Rituelle Reinheit|reine]] Tiere nur dann verzehrt werden, wenn sie regelkonform geschlachtet wurden &amp;#039;&amp;#039;(siehe [[Schächten]]).&amp;#039;&amp;#039; Zu den weiteren Gebräuchen zählen Tieropfer und die Pflege heiliger Haine, die &amp;#039;&amp;#039;degegna&amp;#039;&amp;#039; genannt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gottesdienst der Kemant findet im Freien statt, oft in der Nähe eines heiligen Baums &amp;#039;&amp;#039;(gole),&amp;#039;&amp;#039; wobei sich die Teilnehmer in verschiedenfarbige Stoffstreifen hüllen. Dieser Brauch stellt offenbar die Nachahmung einer [[Bibel|biblischen]] Tradition dar, siehe: {{B|Gen|21|33}} und {{B|2 Kön|23|7}}. Die Kemant begehen den [[Sabbat]], an welchem es unter anderem verboten ist, ein Feuer zu entfachen. Es ist unbekannt, ob und inwieweit weitere Sabbat-Gebote wie im Judentum befolgt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name für Gott ist [[Yeadara]], welcher als [[Allgegenwart|allgegenwärtig]] angesehen wird. Die Kemant verehren auch [[Engel]]. Am meisten geachtet wird [[Jakaranti]], gefolgt von [[Mezgani]] und [[Anzatatera]]. Weitere Engel sind [[Kiberwa]], [[Aderaiki]] und [[Shemani]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Mangels einer schriftlich festgehaltenen Geschichte sind die Ursprünge der Kemant unbekannt. Einer mündlichen Überlieferung zufolge war der Gründer der Kemant ein Mann namens [[Anayer]]. Anayer gilt als Enkel des [[Kanaan (biblische Person)|Kanaan]], Sohn des [[Ham (Bibel)|Ham]], Sohn des [[Noach]]. Nach einer siebenjährigen Hungersnot in seinem Land soll er sich in [[Äthiopien]] in der Nähe des Tanasees niedergelassen haben. Auf seiner Reise mit Frau und Kindern traf er den Gründer der Beta Israel, welcher auf dem gleichen Weg war. Laut Wember [[Muluna Marsha]] stammten sie aus demselben Land, welches sie Kanaan nannten. Zwischen den beiden Gruppen oder ihren Gründern war eine Heirat geplant, zu der es jedoch nie kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Endnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Frederic C. Gamst: &amp;#039;&amp;#039;[[iarchive:qemantpaganhebra00gams/page/n1/mode/2up|The Quemant. A Pagan-Hebraic Peasantry of Ethiopia]].&amp;#039;&amp;#039; Holt, Rinehart and Winston, New York NY u. a. 1969 (&amp;#039;&amp;#039;Case Studies in Cultural Anthropology&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
* Frederic C. Gamst: &amp;#039;&amp;#039;Kǝmant. In: [[Encyclopaedia Aethiopica]]&amp;#039;&amp;#039; (EAE), Bd. 3. [[Harrassowitz Verlag]], Wiesbaden 2007, S. 380–382.&lt;br /&gt;
* James Quirin: [https://www.jstor.org/stable/183596 Cast and Class in historical North-west Ethiopia. The Beta Israel (Falasha) and Kemant, 1300–1900]. In: The Journal of African History. Bd. 39, H. 2 (1998), S. 195–220.&lt;br /&gt;
* Zelealem Leyew: &amp;#039;&amp;#039;Sociolinguistic Survey Report of the Kemant (Qimant) Language of Ethiopia.&amp;#039;&amp;#039; (SILESR2002-031). SIL International, Dallas TX 2002, [http://www.sil.org/silesr/2002/031/SILESR2002-031.pdf online version (PDF; 2,97 MB)]; [https://web.archive.org/web/20140313110618/http://www-01.sil.org/silesr/2002/031/SILESR2002-031.pdf archiviert].&lt;br /&gt;
* Zelealem Leyew: &amp;#039;&amp;#039;The Kemantney Language. A Sociolinguistic and Grammatical Study of Language Replacement.&amp;#039;&amp;#039; Rüdiger Köppe Verlag, Köln 2003, ISBN 3-89645-067-0 (&amp;#039;&amp;#039;Kuschitische Sprachstudien&amp;#039;&amp;#039; 20).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Judentum in Äthiopien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethnie in Äthiopien]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aurionis</name></author>
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