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	<title>Kellwassertal - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-28T02:04:02Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kellwassertal&amp;diff=547471&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: Leerzeichen nach Beleg eingefügt, deutsch, Links optimiert, Kleinkram</title>
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		<updated>2025-04-07T07:17:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Leerzeichen nach Beleg eingefügt, deutsch, Links optimiert, Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Kellwassertal.jpg|mini|Das Kellwassertal]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kellwassertal&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist das am stärksten von [[Gletscher]]n des [[Eiszeitalter]]s geformte Nebental des [[Oberharz]]er [[Oker]]tals.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://geopark-hblo.de/standorte/geopunkte/kellwassertal/ |titel=Kellwassertal |sprache=de-DE |abruf=2025-04-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es erstreckt sich über rund acht Kilometer vom [[Altenau]]er Ortsteil [[Torfhaus]] nordwestwärts hinab zur [[Okertalsperre]], in deren [[Vorsperre]] das unterste Talstück einbezogen ist. Das Tal ist benannt nach dem Bachlauf &amp;#039;&amp;#039;Kellwasser&amp;#039;&amp;#039; und ist 60 bis 150 Meter tief in die Nordabdachung des Hochharzes und in die etwas niedrigere Oberharzer [[Rumpffläche]] eingeschnitten. Das Tal ist nahezu vollständig von Forstflächen eingenommen, in denen die Fichte dominiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Reliefformen und das Steile-Wand-Kar ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Steile Wand Kar.jpg|mini|Steile Wand]]&lt;br /&gt;
Der untere Talabschnitt ist [[kerbtal]]artig in die wellige, zur Okertalsperre hin leicht eingemuldete Oberharzer Hochfläche eingeschnitten mit nicht sehr hohen, mäßig steilen Hängen. Talaufwärts, mit dem Anstieg des Gebirges zum [[Brockenfeld]] und zum [[Bruchberg]] hin, wird der Talboden allmählich breiter mit zunehmend hohen, sehr steilen Hängen und endet dann scheinbar in einem kesselartigen [[Talschluss]], der von der bis zu 80 Meter fast senkrecht aufragenden &amp;#039;&amp;#039;Steilen Wand&amp;#039;&amp;#039; halbkreisförmig eingeschlossen wird. Er ist ein eiszeitliches [[Kar (Talform)|Gletscherkar]], das für die nördlichen Mittelgebirge außergewöhnlich klar ausgeprägt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An beiden Seiten stürzen Bäche kaskadenartig in den Talkessel hinab: von Osten her über Felsblöcke der einstige Oberlauf des Kellwassers, der im Talboden durch einen Hangkanal zum [[Dammgraben]] abgeleitet wird, von Westen her in fast [[klamm]]artiger Schlucht der oberhalb überwiegend ebenfalls zum Dammgraben abgeleitete Nebenbach &amp;#039;&amp;#039;Nabe&amp;#039;&amp;#039;. Beide Bäche sind durch die einstigen Gletscherränder an die Talflanken gedrängt worden und dort nach deren Abschmelzen durch Seiten[[moräne]]n fixiert worden. Die Nabe scheint früher erst parallel zum Kellwassertal weiterlaufend über das Große Spritzental zum Kellwasser gelangt zu sein, bevor sie eines Tages doch zum unmittelbar daneben und viel tiefer verlaufenden Kellwassertal ausbrechen konnte und nachfolgend die Schlucht mit kleinen Wasserfällen einschnitt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser große Talkessel stellt eine Mischform dar zwischen einer [[Konfluenzstufe]] und einem Gletscherkar. Die Konfluenzstufe entstand dort, wo vom Nordrand des Plateaugletschers zwischen Bruchberg und [[Brocken]] ein Teil des Eises, zu einer Gletscherzunge gebündelt, nach Norden abströmte. Das diesen Talkessel etwas nach Südwesten hin übertiefende Gletscherkar wurde vor allem durch verfestigten Schnee geformt, der zuvor vom Bruchberg her angeweht worden war und sich hier in dessen Windschatten ansammeln konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Steile-Wand-Kar.jpg|mini|Blick auf den Talschluss mit dem Steile-Wand-Kar]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geologie ==&lt;br /&gt;
Das Kellwassertal ist größtenteils in [[Grauwacke]]n des [[Unterkarbon]]s eingesenkt, die von [[Tonschiefer]]lagen durchsetzt sind. Es sind aber auch ältere Gesteine des [[Oberdevon]] angeschnitten, wovon besonders die dunklen Bänke der [[Kellwasserkalk]]e bemerkenswert sind, die von einem der größten [[Massenaussterben]] der Erdgeschichte zeugen, das als [[Kellwasser-Ereignis]] bezeichnet wird. Die [[Typlokalität]] ist als [[Geotop]] geschützt. Der obere, steilhängigere Talabschnitt ist in den [[Quarzit]]sandstein des [[Acker-Bruchberg-Zug]]es eingeschnitten. Das Quellgebiet liegt im Bereich des [[Granit|Brockengranit]]s. Die Steile Wand ist in ihrem östlichen Teil von [[porphyr]]ischen [[Granit]]en aufgebaut, in ihrem fast senkrechten Mittelteil von Kieselschiefern, die im Kontaktbereich zur einstigen Glutschmelze des heutigen Granits zu [[Hornfels]]en verfestigt sind, und im Nordwestteil von Kammquarzit.&lt;br /&gt;
Im Kellwassertal verläuft zum Teil der [[Bockswieser Gangzug]], eine zu den [[Oberharzer Erzgänge]]n zählende [[Gang (Geologie)|Gangstörung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1850 wies hier der Geologe und Botaniker [[Friedrich Adolph Roemer]] an einem geologischen Aufschluss, dem Kellwasserkalk, das Massenaussterben von Flora- und Faunaarten an der [[Frasnium]]-[[Famennium]]-Grenze vor etwa 372,2 Millionen Jahren nach. Diese biologische Zäsur heißt heute noch das [[Kellwasser-Ereignis]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=David P. G. Bond, Stephen E. Grasby |Titel=On the causes of mass extinctions |Sammelwerk=Palaeogeography, Palaeoclimatology, Palaeoecology |Band=478 |Datum=2017-07-15 |Reihe=Mass Extinction Causality: Records of Anoxia, Acidification, and Global Warming during Earth&amp;#039;s Greatest Crises |ISSN=0031-0182 |DOI=10.1016/j.palaeo.2016.11.005 |Seiten=3–29 |Online=https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0031018216306915?via=ihub |Abruf=2025-04-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hanggräben und Wasserfälle ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Nabentaler Wasserfall.jpg|mini|Oberer Teil des Nabentaler Wasserfall ]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Nabentaler Wasserfall 01.jpg|mini|Unterer Teil des Nabentaler Wasserfalls ]]&lt;br /&gt;
Durch das obere Kellwassertal gelangt heute bei Niedrigwasserabfluss nur eine deutlich verringerte Wassermenge zur Oker, da oberhalb und unterhalb der Steilen Wand das Wasser in [[Kunstgraben|Kunstgräben]] abgefangen und über den [[Dammgraben]] nach Westen in Richtung [[Clausthal-Zellerfeld]] geleitet wird. Dort wird es heute nicht mehr [[bergbau]]technisch genutzt, sondern wieder der Oker zugeleitet. Die Gräben sind Teil des technisch aufwändigen historischen [[Oberharzer Wasserregal]]s. Vom Flussgebiet der [[Radau (Fluss)|Radau]] führt der Abbegraben Wasser dem einstigen Oberlauf des Kellwassers zu, so wie vom Flussgebiet der [[Oder (Rhume)|Oder]] der Flörichshaier Graben. Daher sind die [[Liste der Wasserfälle in Deutschland|Kaskaden des Abbegrabens]] östlich des Kessels meist eindrucksvoll. Unterhalb wird das Wasser aus dem Tal in einen Stollen der [[Oberharzer Wasserläufe]] abgeleitet und in einem kleinen [[Aquädukt]] über die Schlucht der Nabe hinweg geleitet. Der oberen Nabe wiederum wird über den Clausthaler Flutgraben Wasser von der Südseite des Bruchberges zugeleitet, das dann im Bachbett der Nabe sturzbachartig dem Beginn (der sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Wiege&amp;#039;&amp;#039;) des Dammgrabens zuströmt. Der bekannte [[Nabentaler Wasserfall]] ist ein wasserbautechnischer Begriff für diesen Abschnitt, in dem das Grabenwasser frei „fällt“. In der anschließenden, durch die Wasserableitung fast trocken gefallenen, weglosen Schlucht bildet die Nabe jedoch echte [[Wasserfall|Wasserfälle]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Touristische Erschließung und Naturschutz ==&lt;br /&gt;
Das Kellwassertal ist Ausflugsziel zum Wandern, Fahrradfahren oder Skilaufen. Auf Höhe des Okerstausees beginnt ein teilweise asphaltierter Weg durch das Tal, der an der [[Bundesstraße&amp;amp;nbsp;4]] zwischen [[Braunlage]] und [[Bad Harzburg]] endet. Auf ihm verläuft der Fließgewässer-Naturlehrpfad &amp;#039;&amp;#039;Kellwasser&amp;#039;&amp;#039;. Der interessanteste Teil, das Steile-Wand-Kar, wird zumeist vom Parkplatz am &amp;#039;&amp;#039;Hedwigsblick&amp;#039;&amp;#039; an der Steile-Wand-Straße in Augenschein genommen, aber auch über den [[Magdeburger Weg]] am Fuß der Wandflucht erwandert. Er geht in den Wasserwanderweg &amp;#039;&amp;#039;Dammgraben&amp;#039;&amp;#039; über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wasserfälle und der Karboden sind durch das Wegegebot im [[Nationalpark Harz]] für die Allgemeinheit unzugänglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Ernst Andreas Friedrich]]: &amp;#039;&amp;#039;Niedersachsen. Schatzkammer der Natur&amp;#039;&amp;#039;, Hannover, 1987 (Landbuch-Verlag GmbH) ISBN 3-7842-0369-8&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=51/48/47/N|EW=10/29/41/E|type=landmark|region=DE-NI}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Clausthal-Zellerfeld)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tal in Niedersachsen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tal in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tal im Harz]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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