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	<title>Keimruhe - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T09:21:24Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Keimruhe&amp;diff=72837&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Robbit: /* Beispiele für Tiere, die Keimruhe praktizieren */</title>
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		<updated>2025-11-04T23:17:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Beispiele für Tiere, die Keimruhe praktizieren&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox GO-Terminus&lt;br /&gt;
| Typ = P&lt;br /&gt;
| GO = 0010162&lt;br /&gt;
| Eltern = [[Dormanz]]&amp;lt;br/&amp;gt;[[Reproduktion]]&lt;br /&gt;
| Kinder = Eintritt/Wartung/Beendigung der Keimruhe&lt;br /&gt;
}}Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Keimruhe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine Form der [[Dormanz]] (Entwicklungsverzögerung), die sowohl bei Pflanzen als auch bei Tieren auftritt. Bei Säugetieren spricht man auch von &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Vortragezeit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, während für Vögel der Begriff &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Eiruhe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; verwendet werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Art (Biologie)|Tierarten]] stoppen bei der Keimruhe die embryonale Entwicklung, zwischen der Befruchtung und der Geburt. Diese Keimruhe, während der die [[Trächtigkeit]] pausiert, wird auch als &amp;#039;&amp;#039;Vortragezeit&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet und tritt bei zahlreichen Wildtieren, wie z.&amp;amp;nbsp;B. [[Bären]], [[Robben]], [[Seelöwen]] und [[Reh]]en auf.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Johanna Kauffert, Christian Ehrmantraut, Peter Mikula, Piotr Tryjanowski, Anette Menzel, Andreas König |Titel=Matching the green wave: growing season length determines embryonic diapause in roe deer |Sammelwerk=Proceedings of the Royal Society B: Biological Sciences |Band=292 |Nummer=2047 |Datum=2025-05 |ISSN=1471-2954 |DOI=10.1098/rspb.2024.2903 |PMC=12092121 |PMID=40393484 |Online=https://royalsocietypublishing.org/doi/10.1098/rspb.2024.2903 |Abruf=2025-05-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird zwischen einer optionalen bzw. fakultativen und einer obligaten Keimruhe unterschieden, die unabhängig von äußeren Bedingungen eintritt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Keimruhe bei Tieren ==&lt;br /&gt;
=== Ablauf und Gründe ===&lt;br /&gt;
Bei Tieren bezeichnet Keimruhe das Phänomen, dass eine befruchtete [[Eizelle]] eines Tieres sich nicht sofort kontinuierlich zum [[Embryo]] weiterentwickelt. Die [[Befruchtung|befruchtete]] Eizelle ([[Zygote]]) nistet sich zwar in der [[Gebärmutterschleimhaut]] ein, teilt sich aber zunächst nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst nach der Keimruhe schreitet die embryonale Entwicklung normal fort. Die dadurch verlängerte [[Tragzeit]] ermöglicht die [[Geburt]] zu einer günstigeren [[Jahreszeit]] mit besseren Nahrungsangebot, oder zu einem Zeitpunkt, wenn kein weiteres Jungtier mehr auf die Versorgung durch das Muttertier angewiesen ist.&amp;lt;ref name = NAT&amp;gt;[https://www.nationalgeographic.de/tiere/2021/11/die-tricks-der-gebaermutter-warum-tierbabys-ein-wunder-der-natur-sind &amp;#039;&amp;#039;Die Tricks der Gebärmutter: Warum Tierbabys ein Wunder der Natur sind&amp;#039;&amp;#039;] [[National Geographic]], abgerufen am 28. März 2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beispiele für Tiere, die Keimruhe praktizieren ===&lt;br /&gt;
Insgesamt ist von über 130 Säugetierarten bekannt, dass sie Keimruhe praktizieren, darunter [[Bären]], [[Robben]], [[Seelöwen]] und mehrere Arten von [[Beuteltier]]en.&amp;lt;ref name = NAT/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim [[Reh]] etwa erfolgt die Befruchtung während einer viertägigen Phase zwischen Mitte Juli und Mitte August, nur gut zwei Monate nach der Geburt des Kitzes. Aber erst fünf Monate später, etwa im Dezember oder Januar, beginnt das embryonale Wachstum.&amp;lt;ref&amp;gt;V. A. van der Weijden, Susanne E. Ulbrich: &amp;#039;&amp;#039;Embryonic diapause in the European roe deer (Capreolus capreolus).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Biosci. Proc.&amp;#039;&amp;#039;, Band 10 (Proceedings of III International Symposium on Embryonic Diapause), 2020, S. 59–75, {{doi|10.1530/biosciprocs.10.004}}, [https://www.biosciproceedings.org/bp/0010/pdf/bp0010ised4.pdf (PDF)].&amp;lt;/ref&amp;gt; Dadurch verlängert sich die Tragzeit und die Kitze kommen im darauffolgenden Mai oder Juni zur Welt, so dass Mutter und Jungtier sofort von einem reichen Nahrungsangebot profitieren.&amp;lt;ref name = REH&amp;gt;[https://www.deutschewildtierstiftung.de/wildtiere/reh &amp;#039;&amp;#039;Reh. Fakten. Fortpflanzung&amp;#039;&amp;#039;] [[Deutsche Wildtier Stiftung]], abgerufen am 28. März 2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Europa]] kommt die Keimruhe auch beim [[Europäischer Dachs|Dachs]], [[Marder]], [[Hermelin]], [[Seehund]], [[Reh|Rehen]] und beim [[Braunbär]] vor.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Johanna Kauffert, Christian Ehrmantraut, Peter Mikula, Piotr Tryjanowski, Anette Menzel, Andreas König |Titel=Matching the green wave: growing season length determines embryonic diapause in roe deer |Sammelwerk=Proceedings of the Royal Society B: Biological Sciences |Band=292 |Nummer=2047 |Datum=2025-05 |ISSN=1471-2954 |DOI=10.1098/rspb.2024.2903 |PMC=12092121 |PMID=40393484 |Online=https://royalsocietypublishing.org/doi/10.1098/rspb.2024.2903 |Abruf=2025-05-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch dem [[Fischotter|eurasischen Fischotter]] wird bisweilen Keimruhe zugesprochen, doch basiert dies auf einer Verwechslung mit dem [[Nordamerikanischer Fischotter|kanadischen Flussotter]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hans Kruuk |Titel=Otters: Ecology, Behaviour and Conservation |Verlag=Oxford University Press |Ort=Oxford |Datum=2006 |ISBN=978-0-19-856586-4 |Seiten=186}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Besonders lang im Verhältnis zur eigentlichen Tragzeit ist die Keimruhe bei [[Beutelsäuger|Beuteltieren]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Keimruhe bei Pflanzen ==&lt;br /&gt;
Bei Pflanzen des gemäßigten Klimas ist die Keimruhe (Dormanz) der ausgereiften [[Pflanzensamen|Samen]] die Regel. Durch diesen Schutzmechanismus der Pflanzen wird der klimatischen Saisonalität dahingehend Rechnung getragen, dass die [[Keimung]] zu einer günstigen Jahreszeit erfolgt und der [[Embryo (Pflanze)|Keimling]] optimale Wachstumschancen vorfindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zeitdauer der Keimruhe ist bei den einzelnen Pflanzenarten sehr unterschiedlich, ebenso wie die Faktoren, die zum Abbau der Keimruhe führen. Als Einflussfaktoren sind zu nennen: Feuchtigkeit, Temperaturschwankungen, Lichtverhältnisse und Nährmedium (Boden).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Keimruhe muss beendet sein, wenn [[Saatgut]] in das [[Saatbett]] ausgebracht wird. Während die Keimruhe bei [[Roggen]] nur wenige Tage nach der Reifung endet, beträgt sie bei [[Weizen]] und [[Gerste]]  mehrere Wochen, [[Kulturapfel|Apfelkerne]] keimen sogar erst nach einer winterlichen Frosteinwirkung. Der künstliche Abbau der Keimruhe wird in diesem Fall als [[Stratifikation (Botanik)|Stratifikation]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Lichtkeimer]]&lt;br /&gt;
* [[Vernalisation]]&lt;br /&gt;
* [[Winterruhe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Ernst Klapp (Agrarwissenschaftler)|Ernst Klapp]]: &amp;#039;&amp;#039;Lehrbuch des Acker- und Pflanzenbaus&amp;#039;&amp;#039;. 5. Auflage. Parey, Berlin 1958.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fortpflanzung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Embryologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Robbit</name></author>
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