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	<title>Kegelrobbe - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;TaxonBot: Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links</title>
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		<updated>2026-04-16T22:10:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Kegelrobbe&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Halichoerus grypus&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Art&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = ([[Johann Christian Fabricius|Fabricius]], 1791)&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Halichoerus&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon2_Autor     = [[Sven Nilsson (Naturforscher)|Nilsson]], 1820&lt;br /&gt;
| Taxon3_Name      = Hundsrobben&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Phocidae&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon4_Name      = Robben&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Pinnipedia&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = ohne Rang&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name      = Hundeartige&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Caniformia&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = Unterordnung&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = Raubtiere&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName  = Carnivora&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = Ordnung&lt;br /&gt;
| Bild             = Donna Nook NNR - Grey Seal pupping and breeding season - 38835979591.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = Kegelrobbe (&amp;#039;&amp;#039;Halichoerus grypus&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kegelrobbe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Halichoerus grypus&amp;#039;&amp;#039;) ist neben dem [[Seehund]] die zweite an deutschen Küsten verbreitete [[Robben]]art und daneben das größte in Deutschland freilebend vorkommende [[Raubtiere|Raubtier]] (bis zu 300&amp;amp;nbsp;kg schwer und 2,5&amp;amp;nbsp;Meter groß). Der Name leitet sich von den kegelförmigen Zähnen und der Kopfform der Robbe ab.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Kegelrobbe |Sammelwerk=Nationalpark Wattenmeer |Datum=2010-07-26 |Online=https://www.nationalpark-wattenmeer.de/wissensbeitrag/kegelrobben/ |Abruf=2023-03-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.zoo-hannover.de/de/tiere/tier-lexikon/kegelrobbe |titel=Kegelrobbe |hrsg=Zoo Hannover |abruf=2017-08-25 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/saeugetiere/robben-und-wale/12593.html |titel=Kegelrobben |hrsg=NABU |abruf=2017-08-25 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Merkmale ==&lt;br /&gt;
Vom [[Seehund]] unterscheidet sich die Kegelrobbe durch ihre viel massigere Gestalt. Außerdem haben Seehunde einen rundlichen, Kegelrobben einen eher spitz zulaufenden Kopf. Die Männchen sind auf dunkelgrauem Grund hell gefleckt, Weibchen dagegen sind dunkelgrau gefleckt auf silbergrauem Grund. Jungtiere kommen mit einem weißen Embryonalhaar ([[Lanugo]]) zur Welt, das nach etwa fünf Wochen durch normales Fell ersetzt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit einer Größe von 230 Zentimetern und einem Gewicht von 220 Kilogramm ist eine männliche Kegelrobbe deutlich größer als ein Seehund, aber auch als eine weibliche Kegelrobbe (180&amp;amp;nbsp;cm, 150&amp;amp;nbsp;kg). Männchen haben außerdem eine größere Nase als Weibchen. Der [[Geschlechtsdimorphismus]] ist nur bei wenigen Hundsrobben so ausgeprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Halichoerus grypus He3.jpg|Weibliche Kegelrobbe&lt;br /&gt;
 Juvenile Grey Seal.jpg|3 Tage alte Kegelrobbe&lt;br /&gt;
 Grey seal Halichoerus grypus young4.jpg|10 Tage altes Jungtier&lt;br /&gt;
 Grey seal Halichoerus grypus young.jpg|Wenige Wochen alte Kegelrobbe&lt;br /&gt;
 Grey-seal-young.jpg|Vermutlich 5 Monate altes Männchen&lt;br /&gt;
 At the dune (5).jpg|Links eine etwa einjährige Kegelrobbe im verschlissenen Fell, rechts ein Seehund&lt;br /&gt;
 Kegelrobbe.jpg|Gebiss der Kegelrobbe&lt;br /&gt;
 Halichoerus-grypus-Helgoland-1-Maseltov.jpg|Weibliche (links) und männliche Kegelrobben (rechts)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Grey Seal Halichoerus grypus distribution map.png|alternativtext=|mini|Vorkommen der Kegelrobbe (braun)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kegelrobben treten in drei voneinander getrennten Populationen auf:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Die ostatlantischen Kegelrobben leben hauptsächlich an den Küsten [[Großbritannien (Insel)|Großbritanniens]], [[Irland (Insel)|Irlands]], Nordfrankreichs, [[Island]]s und der [[Färöer]], selten in der [[Nordsee]] oder Ostsee.&lt;br /&gt;
# Die westatlantischen Kegelrobben leben an den [[Kanada|kanadischen]] Küsten von [[Labrador (Kanada)|Labrador]], [[New Brunswick]] und [[Nova Scotia]].&lt;br /&gt;
# Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ostsee-Kegelrobbe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;H. g. balticus&amp;#039;&amp;#039;) gilt als eigenständige Unterart. Sie war früher in der gesamten [[Ostsee]] verbreitet, ist aber durch intensive Bejagung in die nördlichsten Teile (Küsten [[Schweden]]s, [[Finnland]]s, [[Lettland]]s und [[Estland]]s) zurückgedrängt worden. Inzwischen kommen aber öfter wandernde – zumeist jüngere – Kegelrobben an die Küsten [[Polen]]s und [[Mecklenburg-Vorpommern]]s und sind regelmäßige Gäste im [[Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft]] sowie dem [[Greifswalder Bodden]], wo ein Bestand von mindestens 290 Tieren festgestellt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |werk=Kieler Nachrichten |url=http://www.kn-online.de/Nachrichten/Schleswig-Holstein/Fast-300-Kegelrobben-vor-der-deutschen-Ostseekueste-gezaehlt |titel=Mehr Kegelrobben denn je in der Ostsee |abruf=2018-04-25 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kegelrobben im Wattenmeer ===&lt;br /&gt;
Im [[Wattenmeer (Nordsee)|Wattenmeer]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Sammelwerk=Passauer Neue Presse |Titel=Zahl der Kegelrobben im Wattenmeer weiter gestiegen |Online=https://www.pnp.de/nachrichten/wissenschaft/2995552_Zahl-der-Kegelrobben-im-Wattenmeer-weiter-gestiegen.html |Abruf=2018-07-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt; gibt es mehrere Kolonien mit Jungenaufzuchten: eine bei der [[Westfriesische Inseln|westfriesischen Insel]] [[Terschelling]], auf der [[Kachelotplate]] westlich von [[Juist]],&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.nlwkn.niedersachsen.de/andere_themen/kachelotplate/45350.html&amp;lt;/ref&amp;gt; eine weitere auf dem [[Jungnamensand]], einer [[Sandbank]] westlich der [[Nordfriesische Inseln|nordfriesischen Insel]] [[Amrum]]. Seit dem Jahr 2001 gibt es auch auf der [[Düne (Insel)|Düne]] bei [[Helgoland]] Jungenaufzuchten der Kegelrobbe; auch hier scheint sich eine Nordsee-Kolonie zu etablieren. Außerhalb der Fortpflanzungszeit halten sich die Robben dieser Kolonien an verschiedenen Orten innerhalb der Nordsee auf und vermischen sich dann auch mit Seehunden. Im Winter trifft man sie zum Beispiel im [[Ostfriesland|ostfriesischen]] Wattenmeer an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kegelrobben sind im Wattenmeer, verglichen mit Seehunden, echte Raritäten. Aus archäologischen Funden weiß man, dass noch im Mittelalter Kegelrobben und Seehunde gleichermaßen häufig waren, vielleicht sogar ein Übergewicht zugunsten der Kegelrobbe bestanden hat. Auf den Jagddruck, der durch Menschen auf die Robben ausgeübt wurde, reagierte die Kegelrobbe allerdings weit empfindlicher als der Seehund, so dass sie beinahe vollständig aus dem Wattenmeer verschwand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts erfolgte die allmähliche Rückkehr der Kegelrobben, die an felsigen und unzugänglichen Küsten der britischen Inseln überlebt hatten. Auch heute könnten nach der Einschätzung von Zoologen die Kegelrobben im Wattenmeer ohne beständigen Nachschub aus Großbritannien nicht überleben. Die Geburt junger Kegelrobben ist heute noch ein höchst seltenes Ereignis. Um den Nachwuchs vor neugierigen [[Wattwanderung|Wattwanderern]] zu schützen, versuchen die Mitarbeiter der Wattenmeer-[[Nationalpark]]s, nach Möglichkeit alle bekannt gewordenen Jungtiere zu bewachen beziehungsweise ihre Liegeplätze abzusperren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kegelrobben in der Ostsee ===&lt;br /&gt;
Dass es in der westlichen Ostsee bis vor wenigen Jahren, abgesehen von einigen verirrten Einzeltieren, keine Kegelrobben mehr gab, hängt mit einer Ausrottungskampagne des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts zusammen. Weil die Fischer der Küsten versicherten, dass wegen der Robben ihre Existenzgrundlage bedroht sei, wurde für jede getötete Robbe eine Prämie gezahlt. Bis 1930 wurden der [[Seehund]] und die Kegelrobbe in der westlichen Ostsee vollständig ausgerottet.&lt;br /&gt;
Von 1998 bis 2000 ließ das [[Bundesamt für Naturschutz]] eine Analyse durchführen, ob eine Wiedereinbürgerung der Kegelrobbe an deutschen Ostseeküsten möglich sei. Dass die Kegelrobben eigenständig zurückkehren, ist wegen des ungenügenden Populationsdrucks in ihrer jetzigen Heimat in der östlichen Ostsee nicht zu erwarten. Zahlreiche Küstenabschnitte wurden untersucht und mehrere potenzielle Liegeplätze ausgemacht, zum Beispiel die Halbinsel [[Wittow]] (Nord-[[Rügen]]) oder die [[Greifswalder Oie]]. Während die Fischer einer Wiederansiedlung weiterhin ablehnend gegenüberstehen, steht der größte Teil der ansässigen Bevölkerung dem Projekt wohlwollend entgegen. So stimmte die Gemeindevertretung von [[Altenkirchen (Rügen)|Altenkirchen]] im Oktober 2012 einer Wiederansiedlung zu und spekulierte bereits auf eine künftige Bekanntheit als &amp;#039;&amp;#039;Kegelrobben-Gemeinde Altenkirchen&amp;#039;&amp;#039;. Darüber hinaus gab es Pläne, die frühere Insel [[Stubber]], die durch die Entnahme von Baumaterialien unter anderem für den Straßenbau in [[Greifswald]] nur noch bei Niedrigwasser erkennbar ist, durch das Auftragen von Sand wieder über den Wasserspiegel zu heben. Auf der existierenden Sandbank leben bereits seit Mitte der 2000er Jahre mehrere Kegelrobben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Spiegel 22.5.13&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/bestand-der-kegelrobben-an-der-deutschen-ostsee-kueste-steigt-a-901216.html |titel=Mecklenburg-Vorpommern: Robben kehren in die Ostsee zurück |werk=Spiegel Online |datum=2013-05-22 |abruf=2014-11-02 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Trotzdem scheiterte ein Wiederansiedlungsprojekt bisher am Widerstand der Fischer.&lt;br /&gt;
2019 wurden wieder mehr als 38.000 Kegelrobben in der Ostsee gezählt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Birgit Sander/dpa |url=https://www.svz.de/regionales/mecklenburg-vorpommern/Kegelrobben-erobern-die-Ostsee-zurueck-zum-Leidwesen-der-Fischer-id26827277.html |titel=Wirtschaft vs. Tierschutz : Kegelrobben erobern die Ostsee zurück – zum Leidwesen der Fischer |werk=[[Schweriner Volkszeitung|svz.de]] |datum=2019-12-29 |abruf=2019-12-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor der Küste Estlands wurden bis Ende 2023 mehr als 6.300 Kegelrobben registriert – ein neuer Rekordwert.&amp;lt;ref&amp;gt;Meeresbiologe Ivar Jüss in &amp;quot;ERR-News, Estland&amp;quot;{{Internetquelle |url=https://news.err.ee/1609149496/gray-seal-census-sets-new-estonian-record|titel=Gray seal census sets new Estonian record |werk=ERR News is the English-language service of Estonian Public Broadcasting, run by a fully independent editorial team. |datum=2023-10-30 |abruf=2023-11-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lebensweise ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Halichoerus grypus colony.jpg|mini|Kolonie; [[Helgoland]] Düne]]&lt;br /&gt;
Außerhalb der Fortpflanzungszeit wandern vor allem jugendliche Kegelrobben weit umher, kehren aber offensichtlich immer wieder zu denselben Fortpflanzungsstätten zurück. Bei ihren bis zu 20 Minuten dauernden Tauchgängen erreichen Kegelrobben Tiefen von 140 Meter und jagen nach Fischen. Jede ausgewachsene Kegelrobbe benötigt etwa zehn Kilogramm Fisch pro Tag. Zu den erbeuteten Fischen gehören [[Lachse]], [[Dorsche]], [[Heringe]], [[Makrelen]] und [[Scholle (Fisch)|Schollen]]. Es wurde auch beobachtet, dass Kegelrobben [[Schweinswale]],&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Mardik F. Leopold, Lineke Begeman, Judith D. L. van Bleijswijk, Lonneke L. IJsseldijk, Harry J. Witte, Andrea Gröne |Datum=2015-01-07 |Titel=Exposing the grey seal as a major predator of harbour porpoises |Sammelwerk=[[Proceedings of the Royal Society]] Series B |Band=282 |Nummer=1798 |Seiten= |DOI=10.1098/rspb.2014.2429 |Sprache=en |Kommentar=open access }}&amp;lt;/ref&amp;gt; junge [[Seehunde]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Abbo van Neer, Lasse Fast Jensen, Ursula Siebert |Datum=2015 |Titel=Grey seal (Halichoerus grypus) predation on harbour seals (Phoca vitulina) on the island of Helgoland, Germany |Sammelwerk=Journal of Sea Research |Band=97 |Seiten=1–4 |Sprache=en |DOI=10.1016/j.seares.2014.11.006 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; und Jungtiere der eigenen Art&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Abbo van Neer, Stephanie Gross, Tina Kesselring, Peter Wohlsein, Eva Leitzen |Titel=Behavioural and pathological insights into a case of active cannibalism by a grey seal (Halichoerus grypus) on Helgoland, Germany |Sammelwerk=Journal of Sea Research |Band=148-149 |Datum=2019-06-01 |ISSN=1385-1101 |DOI=10.1016/j.seares.2019.03.004 |Seiten=12–16 |Online=https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1385110118303368 |Abruf=2019-09-20 |Sprache=en }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://news.scotland.gov.uk/News/Research-into-seal-deaths-1597.aspx |wayback=20150216154518 |text=Research into seal deaths. Scottish Government Press Release, 2015 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; attackieren und fressen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Fortpflanzungszeit finden sich Kegelrobben an den Küsten zu kleinen Kolonien zusammen. Diese bestehen aus durchschnittlich sechs Weibchen und einem Männchen. Bei größeren Kolonien gibt es mehrere Männchen, die jeweils einen Harem zusammenzuhalten versuchen. Die erfolgreichen Männchen verteidigen bis zu zehn Weibchen mitsamt deren Jungen und paaren sich mit ihnen, sobald die Jungen entwöhnt sind. Dies geschieht, wenn die Jungen etwa vier Wochen alt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fortpflanzungszeit variiert mit dem Verbreitungsgebiet. Im Ostatlantik liegt sie zwischen September und Dezember, im Westatlantik im Januar und Februar. Die Ostsee-Kegelrobben werfen im Februar und März. Die Tragzeit beträgt elfeinhalb Monate. Geschlechtsreife wird mit vier bis fünf Jahren erreicht, Männchen sind aber vor ihrem achten Lebensjahr nicht stark genug, eine Gruppe von Weibchen zu bewachen. Die Lebenserwartung beträgt meistens zwanzig Jahre, in Ausnahmefällen über 45 Jahre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jüngere Untersuchungen zur Raum- und Habitatnutzung zeigen, dass frisch entwöhnte Jungtiere bereits kurz nach dem Verlassen der Wurfterritorien weiträumige Wanderbewegungen unternehmen. Eine satellitengestützte Telemetrie-Studie an auf Helgoland geborenen Jungrobben ergab, dass sich die Tiere in den ersten Monaten nach dem Absetzen über große Teile der südlichen Nordsee verteilten und bis in dänische, niederländische und britische Gewässer gelangten. Die Analyse der Bewegungsmuster deutet darauf hin, dass die Jungtiere zunächst ausgedehnte Erkundungsbewegungen durchführen und mit zunehmender Zeit vermehrt für die Nahrungssuche typische Tauch- und Aufenthaltsmuster zeigen. Dies unterstreicht, dass die selbstständige Orientierung im Seegebiet sowie die Entwicklung effizienter Nahrungssuchstrategien bereits früh im Leben der Kegelrobben einsetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Peschko, V.; Müller, S.; Schwemmer, P.; Mercker, M.; Lienau, P.; Rosenberger, T.; Sundermeyer, J.; Garthe, S. (2020): &amp;#039;&amp;#039;Wide dispersal of recently weaned grey seal pups in the Southern North Sea.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;ICES Journal of Marine Science&amp;#039;&amp;#039; 77 (5): 1762–1771. [[doi:10.1093/icesjms/fsaa097]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parasiten ==&lt;br /&gt;
Die Kegelrobbe ist einer der Wirte für die Seehundlaus &amp;#039;&amp;#039;[[Echinophthirius horridus]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://phthiraptera.myspecies.info/category/anopluran-lice/anoplura/echinophthiriidae/echinophthirius/echinophthirius-horridus &amp;#039;&amp;#039;Echinophthirius horridus&amp;#039;&amp;#039;.] Abgerufen am 25. November 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gefährdung und Schutz ==&lt;br /&gt;
Kegelrobben waren für Robbenjäger nur von geringem kommerziellen Interesse; viele wurden aber von Fischern getötet, die sie als Konkurrenz empfanden. Inzwischen sind sie in den meisten Ländern geschützt; die Bestände sind auf etwa 100.000 Kegelrobben im östlichen Atlantik angewachsen. 40 Prozent des weltweiten Kegelrobben-Bestands leben an den Küsten [[Großbritannien (Insel)|Großbritanniens]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Weltbestand der Kegelrobben wird von der Weltnaturschutzunion [[IUCN]] in ihrer [[Rote Liste gefährdeter Arten|Roten Liste]] mit „nicht gefährdet“ ({{lang|en|&amp;#039;&amp;#039;Least Concern&amp;#039;&amp;#039;}}) angegeben. Die Bundesrepublik Deutschland stellt diese Robbenart in der nationalen Roten Liste&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.bfn.de/fileadmin/MDB/documents/RoteListeTiere.pdf |titel=Rote Liste gefährdeter Tiere Deutschlands |werk=Binot&amp;amp;al. 1998-Register |hrsg=Deutsches Bundesamt für Naturschutz |abruf=2010-01-18 |format=PDF 429,39&amp;amp;nbsp;kB |archiv-url=https://web.archive.org/web/20160301151301/http://www.bfn.de/fileadmin/MDB/documents/RoteListeTiere.pdf |archiv-datum=2016-03-01 |offline=ja}}&amp;lt;/ref&amp;gt; in Kategorie 2 und beurteilt sie damit als sehr gefährdet. Das Land Schleswig-Holstein stellt sie in ihren Roten Listen als gefährdet dar; Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen sehen sie als gefährdete Wandertiere ihrer Region.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://s4ads.com/rotelisten/redlists/getknoten.php3?knoten_id=66024&amp;amp;taxon=Halichoerus+grypus+%28Fabricius%2C+1791%29&amp;amp;test=xxx |titel=Online-Abfrage der Kegelrobbe in der Roten Liste gefährdeter Tiere Deutschlands und seiner Bundesländer |hrsg=science4you |abruf=2010-02-04 |archiv-datum=2016-03-04 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20160304205841/http://s4ads.com/rotelisten/redlists/getknoten.php3?knoten_id=66024&amp;amp;taxon=Halichoerus+grypus+(Fabricius,+1791)&amp;amp;test=xxx |offline=ja |archiv-bot=2025-11-09 13:40:23 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Schutz gestellt wird die Kegelrobbe durch die [[Berner Konvention]] des [[Europarat]]es, die sie in Appendix III&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://conventions.coe.int/Treaty/FR/Treaties/Html/104-3.htm |titel=Berner Konvention |hrsg=Europarat |abruf=2010-01-18 |kommentar=Anhang III |archiv-datum=2015-09-04 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20150904160337/http://conventions.coe.int/Treaty/FR/Treaties/Html/104-3.htm |offline=ja |archiv-bot=2025-11-09 13:40:23 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt; stellt und damit als streng geschütztes Wildtier kennzeichnet, das nur ausnahmsweise genutzt werden darf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Europäische Union]] übernimmt diese Diktion über die [[Richtlinie 92/43/EWG (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie)|Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie]] Nr. 92/43/EWG&amp;lt;ref&amp;gt;{{EU-Richtlinie|1992|43|konsolidiert=2007-01-01 |titel=(Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie) |abruf=2010-01-18 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; bzw. der Neufassung Nr. 2006/105/EG, Anhang V.&amp;lt;ref&amp;gt;{{EU-Richtlinie|2006|105|titel=des Rates vom 20. November 2006 zur Anpassung der Richtlinien 73/239/EWG, 74/557/EWG und 2002/83/EG im Bereich Umwelt anlässlich des Beitritts Bulgariens und Rumäniens|abruf=2019-09-15 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zusätzlich wird die Kegelrobbe wie alle Arten der Gattung [[Phocidae]] in Anhang II gestellt, wodurch die Einrichtung von Schutzgebieten gefordert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Bundesrepublik Deutschland wird die Robbenart im [[Bundesnaturschutzgesetz]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.wisia.de/FsetWisia1.de.html |titel=WISIA Suchdienst gefährdeter Arten |werk=WISIA Online |hrsg=Deutsches Bundesamt für Naturschutz |abruf=2010-01-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt; als besonders geschützt bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insbesondere die Entwicklung bei der Unterart der Ostsee-Kegelrobben erregt Besorgnis. Am Ende der 1980er-Jahre war der Bestand auf 1500 Tiere gefallen. Neben der Verfolgung durch den Menschen kam als Ursache hier die Einleitung von Giften wie [[Dichlordiphenyltrichlorethan|DDT]] hinzu. In den 1990er-Jahren begann der Bestand in der Ostsee durch strenge Schutzmaßnahmen und geringeren Verschmutzungsgrad wieder anzusteigen. Im Jahr 2000 gab es in den nördlichen und östlichen Bereichen der Ostsee wieder etwa 15.000 Kegelrobben. Aufgrund einer durchschnittlichen Bestandsvergrößerung von 8 % pro Jahr wurde die Population 2005 auf 22.000 Exemplare geschätzt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.naturvardsverket.se/sv/Tillstandet-i-miljon/Officiell-statistik/Statistik-efter-amne/Miljotillstandet-i-kust-och-hav/Grasal-bestand/|wayback=20080803010116|text=Bestand der Kegelrobbe, schwedische Naturschutzbehörde &amp;#039;&amp;#039;Naturvårdsverket&amp;#039;&amp;#039; (schwedisch)}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; An mehreren Stellen wurden Schutzzonen eingerichtet, bei denen absolutes Besuchsverbot besteht.&amp;lt;ref&amp;gt;B. Jensen: &amp;#039;&amp;#039;Nordens däggdjur.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage, Prisma Verlag, 2004, ISBN 91-518-4432-X.&amp;lt;/ref&amp;gt; In Schweden und Finnland kommt es fortwährend zu Problemen bei Fischern, deren [[Reuse]]n durch Kegelrobben beschädigt werden. Die jährlichen Verluste werden allein in Schweden auf 50 Millionen [[Schwedische Krone|Kronen]] beziffert. Deshalb erlaubten die Naturschutzbehörden dieser Länder eine begrenzte Kegelrobbenjagd von jährlich etwa 200 Tieren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Toter Link |datum=2019-04 |url=http://www.naturvardsverket.se/sv/Nedre-meny/Nyheter/Skyddsjakt-pa-grasal/ |text=Begrenzte Jagd auf Kegelrobben |archivebot=2019-04-22 17:29:50 InternetArchiveBot}}, schwedische Naturschutzbehörde, besucht 1. Mai 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich zu den Schutzbestimmungen der Nominatart wird die Unterart der Ostsee-Kegelrobbe durch Listung in Anhang II der [[Bonner Konvention]] CMS,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.cms.int/manage/sites/default/files/document/Appendices_COP11_E_version5June2015.pdf |titel=CMS Appendixe I und II |hrsg=UNEP-WCMC |datum=2009-03 |abruf=2010-01-18 |format=PDF; 88,75&amp;amp;nbsp;kB |kommentar=Suche nach Halichoerus grypus}}&amp;lt;/ref&amp;gt; dem Übereinkommen zur Erhaltung der wandernden wild lebenden Tierarten, unter Schutz gestellt. Hier wird festgehalten, dass zur Erhaltung der Art internationale Zusammenarbeit erforderlich ist.&lt;br /&gt;
[[Datei:Halichoerus grypus.ogv|mini|Kegelrobben auf der Helgoländer Düne]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|0-8018-5789-9}}&lt;br /&gt;
* Jochen Schwarz u. a.: &amp;#039;&amp;#039;Wiederansiedlung der Ostseekegelrobbe (Halichoerus grypus balticus) an der deutschen Ostseeküste.&amp;#039;&amp;#039; Bundesamt für Naturschutz, Bonn 2003, ISBN 3-7843-3726-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons|Halichoerus grypus|audio=0|video=1}}&lt;br /&gt;
* [https://www.axel-horn.de/kegelrobbe/index.html Kegelrobben-Fotos aus dem natürlichen Lebensraum der Nordsee]&lt;br /&gt;
* {{IUCN |Year=2016 |ID=9660 |ScientificName=Halichoerus grypus |YearAssessed=2016 |Assessor=Bowen, D. |Download=28. August 2025 }}&lt;br /&gt;
* [https://www.looduskalender.ee/n/de/node/3#cam Kegelrobbenkamera an der estnischen Küste]&lt;br /&gt;
* [https://media.neuland.br.de/file/1813345/c/website/die-kegelrobbe-deutschlands-groesstes-raubtier.mp3 Die Kegelrobbe – Deutschlands größtes Raubtier], eine Sendung von [[radioWissen]], [[Bayern 2|BR2]] am 7. Januar 2021 (mp3, 22 Minuten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4163540-1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Robben]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:FFH-Arten (Anhang II)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:FFH-Arten (Anhang V)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wikipedia:Artikel mit Video]]&lt;/div&gt;</summary>
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