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	<title>Kefermarkter Flügelaltar - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-27T03:00:00Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Wheeke: HC: Ergänze Kategorie:Gotik in Österreich</title>
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		<updated>2026-04-27T07:59:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:HC&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:HC (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;HC&lt;/a&gt;: Ergänze &lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Gotik_in_%C3%96sterreich&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Gotik in Österreich (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Gotik in Österreich&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Gotischer Flügelaltar.JPG|mini|Gotischer Flügelaltar]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kefermarkter Flügelaltar&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wurde zwischen 1490 und 1497 vom namentlich unbekannten [[Meister des Kefermarkter Altars]] für die [[Pfarrkirche Kefermarkt]] geschaffen. Aufgrund seiner hohen künstlerischen Qualität und Größe kann der Kefermarkter Altar zu den bedeutsamsten Werken [[Gotik|spätgotischer Schnitzkunst]] gezählt werden und bildet eine der Hauptsehenswürdigkeiten der [[Mühlviertel|Mühlviertler]] [[Marktgemeinde]] [[Kefermarkt]] in der Nähe von [[Freistadt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Stiftung ===&lt;br /&gt;
Die Entstehung des Kefermarkter Altars ist dem Christoph von [[Zelkinger|Zelking]], dem einflussreichen Besitzer der [[Schloss Weinberg (Österreich)|Herrschaft Weinberg]], zu verdanken. Als Kaiser [[Friedrich III. (HRR)|Friedrich III.]] seine Residenz von [[Wien]] nach [[Linz]] verlegen musste, war Christoph Hauptmann des [[Machlandviertel]]s.&amp;lt;ref&amp;gt;{{PillweinOOE|1|43||||Hervorhebung=Christoph Zelking Machland Viertel Hauptmann Hungarn Schanze}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Zelkinger musste im Norden die Grenze gegen [[Böhmen]] sichern und im Süden die [[Ungarnkriege (1446–1490)|Einfälle der Ungarn]] abwehren, die von der [[Tettauer Schanze]] aus Raubzüge durchführten und 1487 unter anderem [[Burg Clam]] belagerten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christoph von Zelking hatte von 1470 bis 1476 die Wallfahrtskirche des [[Wolfgang von Regensburg|heiligen Wolfgang]] errichten lassen. Er hatte 1479 das „Kefferndorf“ zum Markt und 1480 sogar zur Pfarre erheben lassen. Im fortgeschrittenen Alter gab er einen [[Flügelaltar]] in Auftrag, der dem [[Pacher-Altar (St. Wolfgang)|Pacher-Altar in St. Wolfgang]] nicht nachstehen sollte und dessen Finanzierung er am 28. Oktober 1490 [[testament]]arisch absicherte.&amp;lt;ref&amp;gt;Das Testament des Christoph von Zelking hatte [[Ignaz Zibermayr]] im [[Niederösterreichisches Landesarchiv|Niederösterreichischen Landesarchiv]] aufgefunden und wurde 1923 von Florian Oberchristl veröffentlicht ({{landesbibliothek.at|urn-nr=2927232}}), vgl. &amp;#039;&amp;#039;Der Meister des Kefermarkter Altars.&amp;#039;&amp;#039; 1993, op. cit. S. 19, Spalte 1.&amp;lt;/ref&amp;gt; Für die Bemalung und Vergoldung des Altars stiftete er 400 Gulden und acht Jahre lang die Einkünfte seiner Wachauer Weingärten in den Dörfern Maierhöfen, Bergen und Frainingau im heutigen Gemeindegebiet von [[Zelking-Matzleinsdorf]] bei [[Melk]] an der [[Donau]]. Christoph von Zelking starb 1491 und erlebte die Aufstellung des Altars nicht mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Barocke Umbauten ===&lt;br /&gt;
Während der [[Reformation]]szeit war die Wallfahrt um 1545 eingestellt und das Kirchengebäude ab 1560 weitgehend geschlossen. Der Altar wurde vernachlässigt, es wurde sogar mit Flinten auf Vögel im [[Gesprenge]] geschossen, wie die dort eingesammelten [[Schrotkugel]]n beweisen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Stifter15&amp;quot;&amp;gt;Stifter 1853, op. cit. S. 15 ({{ZOBODAT |pfad=pdf/JOM_13_0001-0019.pdf#page=15}}).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erst ab dem Jahr 1667 fanden wieder regelmäßig Gottesdienste in der Pfarrkirche Kefermarkt statt. Mit dem Aufschwung des kirchlichen Lebens wurden unter anderem auch am Flügelaltar größere Umbauten vorgenommen:&lt;br /&gt;
* Der Unterbau des Hochaltars wurde wohl 1684&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kastner3&amp;quot; /&amp;gt; durch eine dunkle Bretterwand mit einem schlichten Tabernakel in der Mitte und zwei seitlichen Durchgängen ersetzt.&lt;br /&gt;
* Die Altarflügel wurden 1684 in der heutigen Stellung fixiert und die Schreinwächter Georg und Florian darauf montiert.&lt;br /&gt;
* Die rückseitige Gestaltung der Altarflügel und die [[Predella]] gingen verloren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom barocken Flügelaltar gibt es zwei Zeichnungen:&lt;br /&gt;
* Josef Löw fertigte 1837 im Auftrag von [[Anton von Spaun]], dem Gründer des [[Oberösterreichischer Musealverein|Oberösterreichischen Musealvereines]], eine farbige Zeichnung des Altars an. Diese Zeichnung, auf welcher einerseits bunte Schreinfiguren und Flügelbilder und andererseits weiß getünchte Rahmen und Gesprenge zu sehen sind, ist jedoch nicht sehr detailgetreu. Es fehlen beispielsweise die Figuren des Laurentius und Stefanus im Schrein, und im Gesprenge die beiden Büsten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kastner3&amp;quot;&amp;gt;Kastner 1955, op. cit. S. 3 ({{OoeGeschichte |pdf=hbl1955 1 1-22.pdf}}).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Der akademische Maler [[Carl von Binzer]] schuf angeregt durch Therese von [[Thürheim (Adelsgeschlecht)|Thürheim]], die einflussreiche Persönlichkeiten für die Restaurierung des Altares zu gewinnen suchte, eine detailgenaue Schwarz-Weiß-Zeichnung im Jahr 1848. Dieses leider unsignierte und undatierte Blatt befindet sich in der [[Akademie der bildenden Künste Wien|Akademie der Bildenden Künste in Wien]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kastner3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Restaurierungen 1852–1931 ===&lt;br /&gt;
Im 19. Jahrhundert war der mit [[Leimfarbe]]n bestrichene Holzaltar schon sehr stark von [[Holzwurm|Holzwürmern]] befallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Jahren 1852 bis 1855 konnte aufgrund der Initiative von [[Adalbert Stifter]] (der auch [[Konservator]] war) der Flügelaltar gerettet werden. Bei dieser Gelegenheit wurde allerdings einiges von den Bildhauern [[Johann Rint|Johann]] und [[Josef Rint]] aus der Sicht des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts erneuert und verändert. Das Ergebnis, vor allem das Entfernen der Farben (siehe unten Abschnitt „Fassung“), ist umstritten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1896 folgte eine weitere Restaurierung, diesmal angeregt von [[Andreas Reischek (Ethnograf)|Andreas Reischek]], einem aus Kefermarkt stammenden [[Neuseeland]]-Forscher.&lt;br /&gt;
Nach einem Renovierungsversuch 1904 bemühte sich Hofrat Bolle 1916 bis 1918, dem Holzwurm mit [[Petroleum]] beizukommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1929 ging man gegen Holzwürmer mit der damals neuen Methode der Schädlingsbekämpfung durch [[Zyklon B|Zyklon]] vor. Erst diese [[Begasung]] vernichtete den Holzwurm nachhaltig.&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel |Pfarrkirche Kefermarkt#Geschichte der Pfarrkirche}}&lt;br /&gt;
Im Anschluss an die Begasung wurde der Altar 1930/31 gründlich renoviert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bergung 1938 ===&lt;br /&gt;
Wegen des drohenden Krieges in Folge des [[Münchner Abkommen]]s wurden Ende September 1938 in einer Blitzaktion die drei Hauptfiguren des Schreins und die beiden unteren Flügelbilder nach [[Schloss Tillysburg]] evakuiert. Die oberen Flügelbilder wurden im Pfarrhof verwahrt. Nach Abklingen der Kriegsgefahr beruhigte Landeskonservator [[Erwin Hainisch]] die Bevölkerung von Kefermarkt, weil die Figuren nicht rechtzeitig zum Patrozinium am 30. Oktober rückgestellt werden konnten. Am 9. November 1938 erfolgte der Rücktransport auf der Summerauer Bahn, und am 28. November 1938 wurden die Figuren wieder aufgestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;Danner 2014, op. cit. S. 109.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Neuere Geschichte ===&lt;br /&gt;
1959 erfolgte eine weitere größere Konservierung. Damals wurde der Altar gereinigt und [[Imprägnierung|imprägniert]]. Die Fenster im Chor erhielten eine das Holz schonende Neuverglasung.&amp;lt;ref&amp;gt;Otto Wutzel: &amp;#039;&amp;#039;Das Schicksal des Altars von Kefermarkt.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Landes-Chronik Oberösterreich.&amp;#039;&amp;#039; Linz 2004, S. 96ff. (Geschichte und Restaurierung).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
2004 wurde der Altar gereinigt und versiegelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Schreinfiguren des Flügelaltars.JPG|mini|hochkant|Schreinfiguren des Flügelaltars]]&lt;br /&gt;
=== Überblick ===&lt;br /&gt;
Der 6,3&amp;amp;nbsp;Meter breite Altar ist eines der größten gotischen Schnitzwerke in Europa und übertrifft mit einer Höhe von 13,5&amp;amp;nbsp;Metern sogar den [[Krakauer Hochaltar]].&lt;br /&gt;
Der Altar wurde aus [[Linden (Botanik)|Lindenholz]] gefertigt und umfasst insgesamt 79 Figuren, 2 Büsten, die Figuren der Untersätze und den Lindwurm des heiligen Georg.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Stifter6&amp;quot;&amp;gt;Stifter 1853, op. cit. S. 6 ({{ZOBODAT |pfad=pdf/JOM_13_0001-0019.pdf#page=6}}).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufbau und Gestaltung ===&lt;br /&gt;
Im Mittelteil, dem [[Schrein]] des Altars, stehen unterhalb von filigranen [[Baldachin]]en drei überlebensgroße Statuen auf reich geschmückten [[Konsole (Bauwesen)|Konsolen]]:&amp;lt;ref&amp;gt;Winkler 1980, op. cit. S. 67 ({{landesbibliothek.at |urn-nr=7078971}}).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Die 2,20 Meter hohe Figur des hl. [[Wolfgang von Regensburg]] als Patron der Pfarrkirche nimmt die zentrale Stelle ein. Der in der Vollkraft eines Mannes dargestellte Heilige trägt einen bischöflichen Ornat und am Kopf eine [[Mitra]]. Interessanterweise gleichen seine kräftigen Gesichtszüge dem Antlitz am Grabstein des [[Bistum Passau|Passauer Weihbischofs]] [[Albert Schönhofer]]. Dieser hatte die Kefermarkter Kirche am 30. Oktober 1476 geweiht und dem Zelkinger Patron vielleicht Künstler aus Passau für weitere Aufträge empfohlen. Zu Wolfgangs Füßen steht eine kleine Kirche mit einem Beil auf dem First, das auf die Gründungslegende von St. Wolfgang verweist. Der Heilige steht auf einer Konsole mit singenden und musizierenden Engeln.&lt;br /&gt;
* Der vollbärtige, leicht kahlköpfige, 1,96 Meter hohe [[Simon Petrus]] ist links im Schrein zu sehen. In der linken Hand hält er eine Bibel und in der rechten Hand ein [[Papstkreuz (Heraldik)|Papstkreuz]] und einen großen Schlüssel. An der Konsole spielen und balgen [[Putto|Putten]].&lt;br /&gt;
* Der 1,90 Meter große hl. [[Christophorus]] ist der Namenspatron des Stifters. Der von Mühe gezeichnete Heilige hält einen knorrigen Wanderstab und trägt das lockenköpfige Jesuskind auf der linken Schulter. Die Figur des Christophorus ist besonders ausdrucksstark und wird von vielen als Glanzleistung des Meisters und Hauptwerk des Altars angesehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Winkler71&amp;quot;&amp;gt;Winkler 1980, op. cit. S. 71 ({{landesbibliothek.at |urn-nr=7079017}}).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An den Rändern des Schreins sind zwei kleinere Figuren zu sehen:&lt;br /&gt;
* Der hl. [[Stephanus]] ist der Patron der zuständigen Diözese Passau und des [[Dom St. Stephan|Doms in Passau]]. Die Figur ist als Diakon gekleidet und trägt ein Buch sowie als Sinnbild für seine Todesart mehrere Steine.&lt;br /&gt;
* Der hl. Laurentius ist rechts mit Buch und Rost zu sehen. Diese Statue wurde im Oktober 1923 aus der Kirche gestohlen, wenige Tage später aber in [[Salzburg]] bei einem Antiquitätenhändler entdeckt und zurückgebracht, und der Täter konnte im November 1923 in [[Innsbruck]] verhaftet werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Winkler 1980, op. cit. S. 43 ({{landesbibliothek.at |urn-nr=7078738}}).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf den beiden fixierten Flügeln mit jeweils zwei Reliefbildern sind Szenen aus dem Leben [[Maria (Mutter Jesu)|Marias]] dargestellt:&lt;br /&gt;
* Auf der linken oberen Tafel ist die Verkündigung des Engels mit 12 Figuren dargestellt.&lt;br /&gt;
* Darunter ist die Anbetung der heiligen drei Könige mit 9 Figuren zu sehen. Möglicherweise tragen die anbetenden Könige und ihr Begleiter Züge des Stifters Christoph von Zelking und seiner Söhne. Rätselhaft sind dabei die Schriftzeichen an den Ärmeln und am Kleidersaum des äußeren Königs. Die Zeichenfolgen werden zusammengesetzt meist als „XIPKMV GENTOV 1 WEHI OMTAN“ gelesen. Von den zahlreichen Enträtselungsversuchen sind jene am plausibelsten, die ein Monogramm, eine Jahreszahl und das Wort „Weihmonat“ herauslesen. „MV CENTOV“ könnte gemäß [[Römische Zahlschrift]] das Jahr 1495 ergeben (M = 1000, V CENT = 5x 100, 0V für „minus 5“). Andererseits wurden „PKM“ bzw. „PK“ als Monogramm des Meisters gedeutet und könnten auf Mitglieder der [[Kriechbaum (Künstlerfamilie)|Künstlerfamilie Kriechbaum]] hinweisen.&lt;br /&gt;
* Rechts oben befindet sich die Geburt Christi mit 13 Figuren (ohne die Hirten im Hintergründe)&lt;br /&gt;
* Der Tod Mariens ist rechts unten mit 15 Figuren zu sehen. Die Darstellung des Petrus ähnelt dabei jener im Hauptschrein.&lt;br /&gt;
Die Rahmen der Reliefbilder sind mit Ornamenten bedeckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; caption=&amp;quot;Detailansichten&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kefermarkt Kirche Flügelaltar Verkündigung 01.jpg|Linker Flügel (oben): [[Verkündigung des Herrn|Verkündigung]]&lt;br /&gt;
Kefermarkt Kirche Flügelaltar Geburt 01.jpg|Rechter Flügel (oben): [[Weihnachten|Geburt Christi]]&lt;br /&gt;
Kefermarkt Kirche Flügelaltar Anbetung 01.jpg|Linker Flügel (unten): [[Anbetung der Könige]]&lt;br /&gt;
Kefermarkt Kirche Flügelaltar Marientod 01.jpg|Rechter Flügel (unten): [[Dormitio (Kunst)|Marientod]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Gesprenge]] setzt sich aus 11 filigranen, reich geschmückten Türmchen zusammen.&lt;br /&gt;
An Figuren finden sich zuunterst Maria, die Heilige [[Katharina von Alexandrien]] und die Heilige [[Barbara von Nikomedien]]. In der Ebene darüber wird die Heilige [[Agnes von Rom]] von zwei Prophetenbüsten flankiert. Zuoberst ist die [[Helena (Mutter Konstantins des Großen)|Heilige Helena]] dargestellt. In den sorgfältig ausgeführten Details tragen keine zwei Figuren die gleiche Kleidung, auch ihre [[Attribut (Kunst)|Geräte]] sind mustergültig ausgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden Schreinwächter, die in der Barockzeit auf den Flügeln fixiert worden waren, gingen auch schon auf Reisen. Sie wurden nämlich auf Kunstausstellungen in Linz und Amsterdam ausgestellt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Winkler71&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fassung ===&lt;br /&gt;
Christoph von Zelking verfügte 1490 in seinem Testament eine [[Fassung (Bemalung)|Fassung]] des Altars, wie er sie wohl am großteils vergoldeten Pacher-Altar in [[St. Wolfgang im Salzkammergut]] gesehen hatte. Umstritten ist, ob und in welchem Ausmaß der Wille des Kirchenstifters Ende des 15. Jahrhunderts ausgeführt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Adalbert Stifter beschreibt, dass er die Figur des hl. Wolfgang vergoldet vorfand. Das Gesicht war rot und weiß angemalt und mit einem kurzrasierten blauen Bart versehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Stifter 1853, op. cit. S. 16 ({{ZOBODAT |pfad=pdf/JOM_13_0001-0019.pdf#page=16}}).&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Kissen unter dem Haupt der sterbenden Maria war nach Art der damals im Mühlviertel gebräuchlichen Bettüberzüge blau-weiß-gestreift angemalt. Die Rahmen und Ornamente waren mit weißer Leimfarbe angestrichen und so verklebt, dass die Feinheit des Holzschnittes nicht mehr zu sehen war. Während der von Stifter geleiteten Renovierung wurden im Jahr 1852 die  Bemalungen bzw. barocken Übermalungen des Altars gründlich entfernt. Nur noch an wenigen Stellen sind eine Grundierung und eine farbige Fassung erkennbar, wie an der Unterseite eines Buchdeckels der Laurentiusfigur.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kastner4&amp;quot;&amp;gt;Kastner 1955, op. cit. S. 4 ({{OoeGeschichte |pdf=hbl1955 1 1-22.pdf}}).&amp;lt;/ref&amp;gt; Sichere alte Fassungsreste haben sich nur in dem Kirchlein, das dem hl. Wolfgang als Attribut beigegeben ist, erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;Schultes 1993, op. cit. S. 153. Zitiert in Habenicht 2000, S. 26 Anm. 93.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Meinungen der Experten zur Fassung des Altars gehen nach wie vor weit auseinander. Einerseits wird argumentiert, der Altar sei trotz des Testaments des Christoph von Zelking, der ihn bemalt haben wollte, und trotz der 1852 vorhandenen Vergoldung ursprünglich nicht gefasst gewesen.&amp;lt;ref&amp;gt;Lothar Schultes: {{OoeGeschichte |pfad=archiv/themen/wir-oberoesterreicher/land-der-fluegelaltaere |titel=Das Land der Flügelaltäre |kommentar=Oberösterreichische Nachrichten, 5. April 2008}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Andererseits gehen viele Experten von einer anfänglichen Fassung oder zumindest Teilfassung des Kefermarkter Flügelaltars aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Offene Fragen ==&lt;br /&gt;
Die großen ungeklärten Fragen beim Kefermarkter Hochaltar sind:&lt;br /&gt;
* War der Altar ursprünglich teilweise oder ganz vergoldet und bemalt?&lt;br /&gt;
* Welcher Meister mit seiner Werkstätte hat den Flügelaltar geschaffen?&lt;br /&gt;
* Was bedeutet die Vexierschrift am Kleidersaum des Anbetenden und kann sie einen Hinweis auf den Meister des Kefermarkter Altars geben?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
In seinem Roman &amp;#039;&amp;#039;[[Der Nachsommer]]&amp;#039;&amp;#039; beschreibt [[Adalbert Stifter]] den Altar (dort heißt er „Kerberger Altar“).&amp;lt;ref&amp;gt;Adalbert Stifter: &amp;#039;&amp;#039;Der Nachsommer.&amp;#039;&amp;#039; Kapitel 33 (Schilderung von Kirche und Altar in „Kerberg“; [https://www.projekt-gutenberg.org/stifter/nachsomm/nachs077.html projekt-gutenberg.org]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- sortiert nach Nachname --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Gerhard Danner: &amp;#039;&amp;#039;Kefermarkt. 740 Jahre 1274–2014. Zum Nachschlagen alphabetisch und chronologisch.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. Marktgemeinde Kefermarkt, Plöchl Druck, Freistadt 2014.&lt;br /&gt;
* Max Eiersebner: &amp;#039;&amp;#039;Kefermarkt. Höhepunkt spätgotischer Schnitzkunst. Geschichte, Aussage und Würdigung des gotischen Flügelaltares von Kefermarkt und der Nachfolgewerke in St. Michael und Waldburg.&amp;#039;&amp;#039; Trauner, Linz 1970.&lt;br /&gt;
* Georg Habenicht: &amp;#039;&amp;#039;Die ungefassten Altarwerke des ausgehenden Mittelalters und der Dürerzeit.&amp;#039;&amp;#039; Dissertation, Göttingen 2000, S. 25–26, 43–44, 47 (Anm. 183) und 139 ([https://ediss.uni-goettingen.de/bitstream/handle/11858/00-1735-0000-0006-B385-4/habenicht.pdf uni-goettingen.de]).&lt;br /&gt;
* [[Erwin Hainisch]]: &amp;#039;&amp;#039;Helft mit an der Rettung des Kefermarkter Schnitzaltares!&amp;#039;&amp;#039; Linz 1929, 5 Seiten ({{Landesbibliothek.at |urn=urn:nbn:at:AT-OOeLB-3542978}}; Spendenaufruf).&lt;br /&gt;
* Karl Kaltwasser: &amp;#039;&amp;#039;Der Kefermarkter Altar.&amp;#039;&amp;#039; 44 Aufnahmen von Helga Schmidt-Glassner, teilweise sehr detailliert, mit einführendem Text. Verlag der Eiserne Hammer. [[Karl Robert Langewiesche]], Königstein im Taunus 1954.&lt;br /&gt;
* [[Otfried Kastner]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Kefermarkter Altar im Wandel der Betrachtung. Versuch einer Übersicht seit 1818.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Oberösterreichische Heimatblätter]].&amp;#039;&amp;#039; Jahrgang 9, Linz 1955, S. 1–22 ({{OoeGeschichte |pdf=hbl1955 1 1-22.pdf}}).&lt;br /&gt;
* Ulrike Krone-Balcke: &amp;#039;&amp;#039;Der Kefermarkter Altar: Sein Meister und seine Werkstatt&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Kunstwissenschaftliche Studien.&amp;#039;&amp;#039; Band 78). Deutscher Kunstverlag, München 1999, ISBN 978-3-422-06240-5 (zugleich Univ. Diss., München 1995).&lt;br /&gt;
* Florian Oberchristl: &amp;#039;&amp;#039;Der gotische Flügelaltar und die Kirche zu Kefermarkt OÖ.&amp;#039;&amp;#039; Verlag des katholischen Preßvereines, Linz 1904.&lt;br /&gt;
* Florian Oberchristl: &amp;#039;&amp;#039;Der gotische Flügelaltar zu Kefermarkt. Ein Beitrag zur Geschichte der gotischen Plastik in Oberösterreich.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Verlag der [[Christliche Kunstblätter|Christlichen Kunstblätter]], Linz 1923, S. 1–47 und 32 Bildtafeln ({{Landesbibliothek.at|urn=urn:nbn:at:AT-OOeLB-2927131}}).&lt;br /&gt;
* [[Oskar Oberwalder]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Vergasung der Pfarrkirche in Kefermarkt und ihres gotischen Schnitzaltars. Frühere Sicherungsarbeiten am Altare und Durchführung der Vergasung&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Sonderbeilage des Bundesdenkmalamtes in Wien&amp;#039;&amp;#039;). Wien 1930, S. 1–22 ({{Landesbibliothek.at |urn=urn:nbn:at:AT-OOeLB-1952080}}).&lt;br /&gt;
* Adalbert Stifter: &amp;#039;&amp;#039;Über den geschnitzten Hochaltar in der Kirche zu Kefermarkt.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch des Oberösterreichischen Musealvereines.&amp;#039;&amp;#039; Jahrgang 13, Linz 1853, S. 1–19 ({{ZOBODAT |pfad=pdf/JOM_13_0001-0019.pdf |KBytes=1000}}).&lt;br /&gt;
* [[Lothar Schultes]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Meister des Kefermarkter Altars. Die Ergebnisse des Linzer Symposions&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Studien zur Kulturgeschichte von Oberösterreich.&amp;#039;&amp;#039; Folge 1). Linz 1993.&lt;br /&gt;
* Othmar Winkler: &amp;#039;&amp;#039;Pfarre und Kirche zu Kefermarkt.&amp;#039;&amp;#039; Pfarrgemeinderat Kefermarkt, 1980, „Der Kefermarkter Altar“, S. 67–79 ({{landesbibliothek.at |urn-nr=7078971}}).&lt;br /&gt;
* [[Otto Wutzel]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Schicksal des Altars von Kefermarkt.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Rudolf Lehr (Journalist, 1929)|Rudolf Lehr]]: &amp;#039;&amp;#039;Landes-Chronik Oberösterreich.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Christian Brandstätter, Wien 2004, S. 96ff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Kefermarkter Flügelaltar}}&lt;br /&gt;
* [https://pfarre-kefermarkt.dioezese-linz.at/kirche/gotischer-fluegelaltar/ &amp;#039;&amp;#039;Gotischer Flügelaltar.&amp;#039;&amp;#039;] Pfarre Kefermarkt. In: dioezese-linz.at.&lt;br /&gt;
* {{OoeGeschichte |suche1=Flügelaltar+Kefermarkt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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		<author><name>imported&gt;Wheeke</name></author>
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