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	<title>Kawwana - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T04:43:00Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kawwana&amp;diff=191088&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Thomas Dresler: ISBN-Syntax korrigiert</title>
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		<updated>2025-05-26T06:44:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ISBN-Syntax korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt den Begriff &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kawwana&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; im Judentum. Für die esoterisch-gnostische Neue religiöse Gemeinschaft siehe [[Kawwana – Kirche des Neuen Aeon]].}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kawwana&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (כוונה, [[Plural]]: &amp;#039;&amp;#039;Kawwanot&amp;#039;&amp;#039; כוונות) ist ein [[Hebräische Sprache|hebräisches]] Wort und entstammt der [[Radikal (semitische Sprachen)|Wurzel]] [[Kaph|k]]-[[Waw (Hebräisch)|w]]-[[Nun (Hebräisch)|n]], woraus Wörter mit der Bedeutung „zielen, beabsichtigen“ abgeleitet werden. „Kawwana“ bedeutet Absicht, [[Hingabe]], Andacht (beim Erfüllen der [[Mitzwot]] und vor allem im [[Gebet (Judentum)|Gebet]]). Dem Menschen, dessen geistige Ausrichtung, eben in der Kawwana, permanent auf [[JHWH]] hin ausgerichtet ist, wird göttliche Weisheit enthüllt.&lt;br /&gt;
Die Mizwot, so etwa dem täglichen Gebet, dem kontemplativen Studium der Tora, der Heiligung und Feier des [[Schabbat]]s und einem achtsamen Umgang mit den Menschen, entfalten aber ihre volle spirituelle Tiefe erst durch Kawwana (innere Achtsamkeit und Ausrichtung) und [[Hitbodedut]]  (kontemplativen Versenkung).&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Adin Steinsaltz]] fasste die Kawwana, wie folgt, zusammen: ‚Das Gebet ohne Kawwana ist wie ein Körper ohne Seele.‘ &amp;lt;ref&amp;gt;Erstmalig erwähnt in dem Werk &amp;#039;&amp;#039;Yeshu’ot Meshiho&amp;#039;&amp;#039; von Rabbi [[Isaac Abravane]], [[Adin Steinsaltz]]: &amp;#039;&amp;#039;Über die Kawwana.&amp;#039;&amp;#039; [[Jochen Teuffel]], 10. Mai 2023, Gebete und Segen, auf jochenteuffel.com [https://jochenteuffel.com/2023/05/10/rabbiner-adin-steinsaltz-uber-die-kawwana-a-guide-to-jewish-prayer-es-gibt-ein-bekanntes-diktum-das-die-bedeutung-von-kawwana-betont-das-gebet-ohne-kawwana-ist-wie-ein-korper-ohne-seel/]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kawwana im Judentum allgemein ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kawwana bezeichnet die Hingabe im Gebet, eine [[Meditation|meditative]] Versenkung.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Schalom  Ben-Chorin]]: &amp;#039;&amp;#039;Betendes Judentum.&amp;#039;&amp;#039; J. C. B. Mohr, Tübingen  1980  ISBN 3-16-143062-X, S. 15&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie kann beim freien Gebet erfolgen, aber auch einen Text aus der [[Tora]] oder dem [[Sohar]] zum Ausgangspunkt nehmen. Spätestens seit [[Salomon Sulzer]] wurde es zum Ideal, die Kawwana als [[Transzendenz|transzendente]] Gemütsausrichtung beim Gebet auf die Gemeinde zu übertragen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Jael Andra Benar]]: &amp;#039;&amp;#039;Schutz und Schaden. Assoziative Reflexionen einer bildenden Künstlerin.&amp;#039;&amp;#039; S. 17–26 In: [[Rebekka Denz]], [[Martha Stellmacher]], [[Rebecca Ullrich]] (Hrsg.):  &amp;#039;&amp;#039;Genisa-Blätter IV in Kooperation mit dem Genisaprojekt Veitshöchheim im Namen der Vereinigung für Jüdische Studien e. V.&amp;#039;&amp;#039;, auf publishup.uni-potsdam.de [https://publishup.uni-potsdam.de/opus4-ubp/frontdoor/deliver/index/docId/55535/file/genisa_blaetterIV.pdf] S. 20&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kawwana in der Kabbala ==&lt;br /&gt;
Die Praxis der Kawwana als intendierte geistige Ausrichtung im Gebet, entwickelte sich schrittweise innerhalb der [[Jüdische Mystik|jüdischen Mystik]], bevor sie dann in der „Lurianischen Kabbala“ ihren Höhepunkt fand.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Gerhard Scholem]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Begriff der Kawwana in der alten Kabbala.&amp;#039;&amp;#039; Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums, Jahrg. 78 (N. F. 42), H. 5 (September/Oktober 1934), S. 492–518&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sind in den frühkabbalistischen Ansätzen des 12. bis 13. Jahrhunderts erste Hinweise auf bewusste Innerlichkeit im Gebet, so bei [[Isaak der Blinde|Issak dem Blinden]] und seinen Schülern zu finden. Mit dem Gebet sollten mehr als in den Worten, eine spirituelle Verbindung zu JHWH entstehen. Es sind ‚intuitive, meditative Absichten‘ die aber noch nicht systematisiert worden waren. Obzwar keine direkte Linie zwischen dem [[Neuplatonismus]] um seinen Gründer [[Plotin]] zur Kabbala bestand, zeigen die philosophisch-mystischen Strukturen starke Parallelen. Nach Plotin, kann die Seele durch Kontemplation zum Ursprung zurückkehren, als mystische Vereinigung mit dem ‚[[Das Eine|Einem]]‘. In der Kabbala könne der Mensch durch Gebet, dem Tora-Studium und speziellen meditativen Praktiken (der Kawwanot) den Aufstieg der Seele zu höheren Welten und zur göttlichen Nähe erreichen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Karl Erich Grözinger]]: &amp;#039;&amp;#039;Reuchlin und die Kabbala.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Arno Herzig]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Reuchlin und die Juden&amp;#039;&amp;#039; Thorbecke, Sigmaringen 1993, S. 175–187, auf publishup.uni-potsdam.de [https://publishup.uni-potsdam.de/opus4-ubp/frontdoor/deliver/index/docId/1696/file/groezinger1993.pdf] S. 177&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der „soharischen Kabbala“, um das 13. bis 14. Jahrhundert, mit dem &amp;#039;&amp;#039;[[Sohar|Sefer ha-Zohar]]&amp;#039;&amp;#039; wurde das Gebet und seine Bedeutung hervorgehoben, jedes Gebet beeinflusste die [[Sephiroth]]. Dadurch werden die Kawwanot bedeutender, etwa in der Vereinigung mit der göttlichen Emanation des Tiphereths und der [[Schechina]], es bestanden jedoch keine detaillierten Handlungsanweisungen.&lt;br /&gt;
In der kabbalistischen Tradition des [[Josef Gikatilla]] des 15. Jahrhunderts entstanden Versuche bestimmte Namen JHWHs, Buchstabenkombinationen und Zahlenwerte ([[Gematrie]]) mit spiritueller geistiger Ausrichtung zu verbinden. Der Beginn einer strukturierten Praxis der Kawwanot.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kawwana bei Isaak Luria ==&lt;br /&gt;
In der „lurianischen Kabbala“ des 16. Jahrhunderts erreichen die Kawwanot ihren Höhepunkt. Sie wurden zu präzisen mystischen Absichten, mit denen der Beter aktiv zur kosmischen Heilung beitragen könne.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Karl Erich Grözinger]]: &amp;#039;&amp;#039;Jüdisches Denken.&amp;#039;&amp;#039; Band 2: „Von der mittelalterlichen Kabbala zum Hasidismus.“ Campus, Frankfurt am Main / New York 2005, ISBN 978-3-593-37513-7, S. 619–620&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch für den [[Kabbala|Kabbalisten]] [[Isaak Luria]] bedeutet die Kawwana die Hingabe beim Gebet. Sein Kawwana-Gebet hat nun die Intention, die ursprüngliche Einheit [[Gott]]es und der [[Schöpfung]] zu restituieren und steht im Kontext von Lurias Idee des [[Tiqqun Olam|Tikkun]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kawwana im Chassidismus ==&lt;br /&gt;
Im [[Chassidismus]] sind vier Prinzipien relevant, sie lauten:&lt;br /&gt;
* Kawwana – Absichtsvolle, bewusste Hingabe im Tun&lt;br /&gt;
* Hitbodedut – Persönliches Gebet / Rückzug zur inneren Verbindung mit Gott&lt;br /&gt;
* [[Devekut]] – Kontinuierliche spirituelle Verbundenheit mit Gott&lt;br /&gt;
* [[Simcha]] – Die spirituelle Kraft der Freude.&lt;br /&gt;
Es war Rabbi [[Israel ben Elieser]], der Baal Schem Tow dessen Gedanken von seinen Schülern gesammelt und publiziert wurden, etwa im „Keter Schem Tow“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Gershom Scholem]]: &amp;#039;&amp;#039;Die jüdische [[Mystik]] in ihren Hauptströmungen&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Suhrkamp-Taschenbuch Wissenschaft&amp;#039;&amp;#039; 330). 1. Auflage, Nachdruck. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2009, ISBN 978-3-518-27930-4.&lt;br /&gt;
* [[Chajim Bloch]]: &amp;#039;&amp;#039;Das himmlische Urteil. Kabbalistische Legenden.&amp;#039;&amp;#039; Mit einer Einleitung und herausgegeben von [[Manfred Baumotte]]. LVH, Hannover 2001, ISBN 3-7859-0841-5.&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Weinreb]]: &amp;#039;&amp;#039;Buchstaben des Lebens. Das hebräische Alphabet.&amp;#039;&amp;#039; Erzählt nach jüdischer Überlieferung. 2. Auflage. Thauros-Verlag, Weiler 1990, ISBN 3-88411-038-1.&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Noemi Berger: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.juedische-allgemeine.de/glossar/kawana/ Wieso Weshalb Warum: Kawana.]&amp;#039;&amp;#039; Religiöse Begriffe aus der Welt des Judentums, [[Jüdische Allgemeine]] 1. Juli 2014, auf juedische-allgemeine.de&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[https://www.ordonline.de/religion-aktuelles/dwar-thora/dawwenen-beten-mit-andacht/ Dawwenen, Beten mit Andacht.]&amp;#039;&amp;#039; Orthodoxe Rabbinerkonferenz, Mai 2023, auf ordonline.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jüdischer Gottesdienst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mystik (Judentum)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Thomas Dresler</name></author>
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