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	<title>Kawesqar - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-23T17:54:46Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kawesqar&amp;diff=347237&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Maasikaru: /* Siehe auch */</title>
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		<updated>2026-02-17T19:31:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Siehe auch&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Alacaluf woman, Villa Puerto Edén, Chile - 20060111.jpg|miniatur|Kunsthandwerk-Verkäuferin aus dem Volk der Kawesqar in Puerto Edén]]&lt;br /&gt;
Das Volk der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kawesqar&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (übersetzt ‚Menschen‘), in deutscher Schreibweise &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kaweskar&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Kawéskar&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Kawashkar&amp;#039;&amp;#039; geschrieben, Fremdbezeichnung: &amp;#039;&amp;#039;Alakaluf&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Alakalufen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Halakwúlup&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;),&amp;lt;ref&amp;gt;Christina Hofmann-Randall (1993), S. 261.&amp;lt;/ref&amp;gt; ist eine der vier ethnischen Gruppen, die bis Anfang des 20. Jahrhunderts in [[Patagonien|Westpatagonien]] siedelten. Ebenso wie die anderen Ureinwohner [[Feuerland]]s wurden sie dort im Zuge der Invasion und Besiedelung durch eurasische Siedler bereits Anfang des 20. Jahrhunderts fast vollständig ausgerottet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kawesqar sind eine von zehn indigenen Gruppen, die in Chile staatlich anerkannt sind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;nzz&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Giorgio Scherrer |Titel=Ein Indigener aus Chile sucht in Zürich Versöhnung |Sammelwerk=Neue Zürcher Zeitung |Nummer=167 |Datum=2023-07-21 |Seiten=12 f |Online=https://www.nzz.ch/zuerich/voelkerschauen-seine-vorfahren-wurden-in-zuerich-wie-tiere-ausgestellt-er-sucht-versoehnung-ld.1747864 |Abruf=2023-07-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Statistik ==&lt;br /&gt;
1985 hat es (gemäß Brockhaus von 1988) noch etwa 50 Kawesqar gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre heutige Zahl wird sehr unterschiedlich angegeben: Nach [[Ethnologue]] lag sie 2002 bei 2.620,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ethnologue&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.ethnologue.com/language/alc |titel=Ethnologische Informationen nach ISO-Sprachcode 639-3: alc | werk=ethnologue.com | hrsg=[[SIL International]] | sprache=en | abruf=2025-05-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt; nach den Erhebungen des [[Christlicher Fundamentalismus#Protestantischer Fundamentalismus|evangelikal-fundamentalistisch]] ausgerichteten Bekehrungsnetzwerkes [[Joshua Project]] bei 2.000.&amp;lt;!-- Kommentar wg. spamfilter &amp;lt;ref name=&amp;quot;Joshua Project&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle|hrsg=Joshua Project | url=https://joshuaproject.net/countries/CI | titel=Chile (Kawashkar) | sprache=en | abruf=2025-05-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt; --&amp;gt; Dabei handelt es sich heute vielfach um [[Mestize]]n, die sich als Kawesqar verstehen. Sprecher der nach [[SIL International]] fast ausgestorbenen Sprache (8b – nearly extinct)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ethnologue&amp;quot; /&amp;gt; gab es 2006 noch 22.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Es gebe nur noch vier Alte, die die Sprache der Kawésqar fließend sprächen, erzählt González. Er selbst werde von ihnen ausgelacht, wenn er es versuche.&lt;br /&gt;
 |Autor=Francisco González&lt;br /&gt;
 |Quelle=Ein Indigener aus Chile sucht in Zürich Versöhnung (NZZ, 2023)&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref name=&amp;quot;nzz&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den laufenden Erhebungen des Joshua Projektes bekennen sich heute noch 10 Prozent der Kawesqar zur traditionellen Religion, während 90 Prozent offiziell Christen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:The earth and its inhabitants (1882) (14591030248).jpg|miniatur|Kawesqar]]&lt;br /&gt;
Die Kawesqar siedelten als Seenomaden von der [[Brecknock-Halbinsel]] nordwärts in den Wasserkanälen an der Westküste von [[Patagonien]]. Ursprünglich reichte ihr Siedlungsgebiet bis in die Nähe von [[Puerto Montt]]. Einzelne Familien zogen in großen Rindenkanus von einem Lagerplatz zum anderen, auf der Suche nach [[Seelöwen]], [[Fische]]n oder [[Pinguin]]en. Von den in Küstennähe errichteten Hütten wurden beim Weiterziehen die Holzgerüste zurückgelassen und dienten so oft nachkommenden Familien als Unterkunft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kawesqar kamen im Vergleich zu den anderen Ureinwohnern der Westküste Feuerlands und Patagoniens schon relativ früh in Kontakt mit den Weißen, die als Pelztierjäger und Walfänger in ihre Gebiete eindrangen. Der erste Europäer war der Entdecker [[García Jofre de Loaísa]], der 1526 ihr Territorium betrat. Die Größe der Bevölkerung lag bis zum Ende des achtzehnten Jahrhunderts um 4.000 Personen. Bis dahin blieben die Kontakte jedoch sporadisch. Mit der Gründung von [[Fuerte Bulnes]] im Jahr 1843 auf der [[Brunswick-Halbinsel]] begann die Kolonisierung durch Chile. Von da an standen die Kawesqar dauerhaft in Kontakt mit den Kolonisten. Gewaltsame Auseinandersetzungen und Infektionskrankheiten, gegen die die Indigenen keine Abwehrkräfte hatten, dezimierten sie rapide. Ende des 19. Jahrhunderts gab es noch etwa 500 Kawesqar und 1925 nur noch 150.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1940 erließ die chilenische Regierung ein Gesetz zum Schutz der Kawesqar, von denen bis dahin fast niemand Spanisch sprach. Das Gesetz sah allerdings eine Zwangsumsiedlung nach [[Puerto Edén]] auf der Insel [[Wellington (Insel)|Wellington]] vor und hatte die Abhängigkeit von staatlicher Unterstützung und eine zunehmende [[Assimilation (Soziologie)|Assimilation]] zur Folge. Um 1970 wurde ihnen eine zweisprachige Erziehung auferlegt, so dass die indigene Sprache aufgrund der geringen Personenzahl vor dem Aussterben steht. Während der [[Augusto Pinochet|Pinochet-Diktatur]] durfte die Kultur kaum gelebt werden und die Sprache war in den Schulen verboten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;nzz&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1995 siedelten viele Kawesqar nach [[Puerto Natales]] und [[Punta Arenas]] um, da die Lebensbedingungen dort durch Arbeitsplätze in der Fischereiindustrie und den Verkauf von Kunsthandwerk an Touristen deutlich besser sind.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://chileprecolombino.cl/en/pueblos-originarios/kawashkar/historia/ &amp;#039;&amp;#039;Native peoples &amp;gt; Kawashkar&amp;#039;&amp;#039;.] In: Webseite des Museo Chileno de Arte Precolombino, Santiago de Chile, abgerufen am 3. Februar 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt;[[Datei:Pueblos indigenas de Chile hacia 1535.svg|mini|zentriert|700px|Verteilung der prähispanischen Völker Chiles]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Völkerschau der Kawesqar 1881/82 ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Hagenbecks Völkerschau der „Feuerländer“ 1881/82}}&lt;br /&gt;
Eine Gruppe von elf verschleppten Kawesqar wurden 1881/82 auf einer von [[Carl Hagenbeck]] organisierten [[Völkerschau]]en-Tournee in Europa vorgeführt. Auf der Reise nach und in [[Zürich]] verstarben fünf von ihnen an Krankheiten wegen schlechter Ernährung, strapaziösen Reisen und fehlender Behandlung. Am Schluss kehrten nur vier lebend nach Chile zurück. Überreste der fünf Toten, die im Anthropologischen Institut der [[Universität Zürich]] gelagert worden waren, wurden 2010 in Chile beerdigt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;nzz&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Sascha Renner |url=http://www.news.uzh.ch/de/articles/2010/das-ende-einer-129-jahre-langen-reise.html |titel=Das Ende einer 129 Jahre langen Reise |werk=Universität Zürich |datum=2010-12-01 |abruf=2023-07-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Patagonier]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* José Emperaire: &amp;#039;&amp;#039;Les Nomades de la Mer.&amp;#039;&amp;#039; Éditions Gallimard, Paris 1955.&lt;br /&gt;
* [[Martin Gusinde]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Halakwulup. Vom Leben und Denken der Wassernomaden am Kap Horn.&amp;#039;&amp;#039; Verlag St. Gabriel, Mödling bei Wien 1974. (Die Feuerland-Indianer; Bd. 3, Halbbd. 1.) ISBN 3-85264-050-4.&lt;br /&gt;
* [[Jean Raspail]]: &amp;#039;&amp;#039;Sie waren die ersten – Tragödie und Ende der Feuerland-Indianer.&amp;#039;&amp;#039; München 1988. ISBN 3-548-35326-6 (&amp;#039;&amp;#039;Qui se souvient des hommes …&amp;#039;&amp;#039; Paris 1986.)&lt;br /&gt;
* [[Juan José Rossi]]: &amp;#039;&amp;#039;Los Alakaluf.&amp;#039;&amp;#039; Buenos Aires: Editorial Galerna 2007&lt;br /&gt;
* Christina Hofmann-Randall: &amp;#039;&amp;#039;Die Feuerlandindianer. Anthropologische Beschreibung der ersten Entdecker.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Würzburger medizinhistorische Mitteilungen&amp;#039;&amp;#039; 11, 1993, S. 261–272.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{commonscat|Kawésqar|Kawesqar}}&lt;br /&gt;
* [http://iaiweb1.iai.spk-berlin.de/DB=1/SET=2/TTL=1/CMD?ACT=SRCHA&amp;amp;IKT=1016&amp;amp;SRT=YOP&amp;amp;TRM=kawesqar Literatur über die Kawésqar] im Katalog des [[Ibero-Amerikanisches Institut|Ibero-Amerikanischen Instituts]] in [[Berlin]]&lt;br /&gt;
* [https://web.archive.org/*/www.patagoniainteractiva.com/etnias.php?idEtnia=2&amp;amp;leng=ing www.patagoniainteractiva.com] (englisch/spanisch)&lt;br /&gt;
* [http://www.serindigena.cl/territorios/kawesqar/territorio_kawesqar.htm Das Land der Kawésqar (spanisch)]&lt;br /&gt;
* [http://www.bicentenario.gov.cl/inicio/anima/kawashak.swf &amp;quot;Der Sohn des Canelo (Drimys winteri - eine Baumart)&amp;quot; Ein Märchen der Kawésqar (Mediendatei auf Spanisch)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Indigenes Volk in Südamerika]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethnie in Argentinien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethnie in Chile]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Maasikaru</name></author>
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