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	<title>Kaweco - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kaweco&amp;diff=1226423&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;T-History-User am 14. April 2026 um 08:02 Uhr</title>
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		<updated>2026-04-14T08:02:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kaweco&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Marke (Marketing)|Marke]] des in [[Nürnberg]] ansässigen Unternehmens H&amp;amp;nbsp;&amp;amp;&amp;amp;nbsp;M Gutberlet (Eigenschreibweise &amp;#039;&amp;#039;h &amp;amp; m gutberlet gmbh&amp;#039;&amp;#039;), deren Kernkompetenz auf der Herstellung und dem Vertrieb von Schreibgeräten und Zubehör liegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Marke Kaweco hat ihren Ursprung im Jahr 1883, als die Herren Luce und Enßlen die &amp;#039;&amp;#039;Heidelberger Federhalterfabrik&amp;#039;&amp;#039; gründeten. Es wurden [[Federhalter]] aus Holz und [[Füllfederhalter|Füllhalter]] produziert sowie [[Schreibfeder|Goldfedern]] von A. Morton &amp;amp; Co. aus New York importiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1899–1929 als „Heidelberger Füllfederhalterfabrik Koch, Weber und Co. AG (Kaweco)“ ===&lt;br /&gt;
1889 übernahmen Heinrich Koch und Rudolph Weber die &amp;#039;&amp;#039;Heidelberger Federhalterfabrik&amp;#039;&amp;#039; und führten sie als &amp;#039;&amp;#039;Heidelberger Füllfederhalterfabrik Koch, Weber und Co. (Kaweco)&amp;#039;&amp;#039; weiter. Im Anschluss bauten sie außerhalb von [[Heidelberg]] eine Produktionsstätte in [[Handschuhsheim]] auf. Die Produkte wurden mit den Markennamen &amp;#039;&amp;#039;Perkeo&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Omega&amp;#039;&amp;#039; sowie &amp;#039;&amp;#039;Kaweco&amp;#039;&amp;#039; versehen und trugen zusätzlich das Zeichen „HF“ für Heidelberger Federhalterfabrik.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Gerhard Brandl, Michael Gutberlet |Titel=Kaweco - Gutberlet crossing Kaweco |Verlag=Verlag Regionalkultur |Ort=Ubstadt-Weiher |Datum=2017}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Wenig später wurde aus der Marke Kaweco auch der Firmenname, unter dem die Produkte noch heute vertrieben werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Andreas Lambrou |Titel=Fountain Pens of the world |Verlag=Classic Pens Ltd. |Ort=Epping |Datum=1989 |Seiten= |ISBN=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahr 1909 entstand der erste Kaweco-Sicherheitsfüllfederhalter. Dieser wurde unter dem Patent KAWECO. [[Gebrauchsmuster|D.R.G.M.]] 224101 angemeldet und beworben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die hohe Nachfrage wurde in den darauffolgenden Jahren der Vertrieb weiter ausgebaut. Es entstanden Filialen in [[Berlin]], [[Paris]], [[Zürich]] und [[Wien]] sowie internationale Vertretungen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Andreas Lambrou |Titel=Fountain Pens - Vintage and Modern |Verlag=Classic Pens Ltd. |Ort=Epping |Datum=1989 |Seiten= |ISBN=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahr 1911 zeigte der Katalog eine große Vielfalt von Füllfederhaltern und Füllsystemen. In diese Zeit lassen sich auch erste Erwähnungen von Taschenfüllhaltern für Damen, Offiziere und Sportsleute einordnen. Ab 1912 wurde das neue Fabrikgebäude in Heidelberg mit Elementen des [[Jugendstil]]s und des [[Heimatstil]]s errichtet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.rhein-neckar-industriekultur.de/objekte/ehem-federhalterfabrik-kaweco-in-heidelberg |titel=Ehem. Federhalterfabrik Kaweco in Heidelberg {{!}} Rhein-Neckar-Industriekultur e.V. |abruf=2024-02-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1914 übernahm Kaweco das Unternehmen A.&amp;amp;nbsp;Morton aus New York, die älteste Goldfederfabrik der Welt. Die Anlagen wurden nach Heidelberg überführt und eine eigene Goldfederproduktion wurde aufgebaut. Obwohl zwischen 1914 und 1918 die Produktion von Schreibwaren eingeschränkt war, da für den [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] auch Rüstungsgüter produziert wurden&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;, beschäftigte Kaweco 600&amp;amp;nbsp;Mitarbeiter und produzierte etwa 130.000 [[Füllfederhalter]] im Jahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Otto Sommer ====&lt;br /&gt;
Unter der Direktion von [[Otto Sommer (Politiker)|Otto Sommer]] (1920 bis 1925) wurde die Kaweco im Jahr 1921 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/newspaper/item/ATQYRNLQFLGVDCLI2XRNNFUVMC6IHOXF |titel=Deutscher Reichsanzeiger und Preußischer Staatsanzeiger - Deutsches Zeitungsportal |datum=1921-02-11 |sprache=de |abruf=2025-08-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Otto Sommer wurde nach der [[Machtergreifung|Machtergreifung der Nationalsozialisten]] als [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]]- und [[Sturmabteilung|SA]]-Mitglied unter [[Adolf Hitler]] Abgeordneter im [[Reichstag (Zeit des Nationalsozialismus)|Reichstag]] für den 31. Wahlkreis (Württemberg). Er starb 1940 als Oberst der [[Luftwaffe (Wehrmacht)|Luftwaffe]] der [[Wehrmacht]] bei einem [[Luftschlacht um England|Angriff auf das Vereinigte Königreich]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/newspaper/item/TGQFJORHFIA736NC4AAD55COWRUUIW6P |titel=Stuttgarter NS-Kurier : Gauorgan der NSDAP : Stuttgarter neues Tagblatt - Deutsches Zeitungsportal |datum=1940-08-28 |sprache=de |abruf=2025-08-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Deutsches Reich. Reichstag |url=https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb00000009?page=332 |titel=Reichstags-Handbuch. 1933, &amp;amp;#91;2&amp;amp;#93; = 9. Wahlperiode |werk= |hrsg=Berlin : Reichsdr. |datum=1934 |seiten=331 |abruf=2025-08-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1929–1994 als „Kaweco Badische Füllfederhalterfabrik Woringen und Grube“ ===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1929 eröffnete die durch Inflation und Währungsreform angeschlagene &amp;#039;&amp;#039;Heidelberger Füllfederhalterfabrik Koch, Weber und Co. AG (Kaweco)&amp;#039;&amp;#039; ein Konkursverfahren. Das Unternehmen beschäftigte zu jener Zeit ca. 200 Personen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/newspaper/item/OSMSBTNRUIXOLLRKW7IA2ZBR66QIGRDG |titel=Badische Presse : Generalanzeiger der Residenz Karlsruhe und des Großherzogtums Baden, Morgenausgabe - Deutsches Zeitungsportal |datum=1929-05-28 |sprache=de |abruf=2025-08-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name Kaweco, das Firmeninventar und alle dazugehörenden Rechte wurden von der &amp;#039;&amp;#039;Badischen Füllfederhalterfabrik Woringen und Grube&amp;#039;&amp;#039; aus [[Wiesloch]] (südlich von [[Heidelberg]]) gekauft.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/newspaper/item/5BTPD63OAJHF2KML5EMRHLQWIAD3SV5A |titel=Stuttgarter neues Tagblatt : südwestdeutsche Handels- und Wirtschafts-Zeitung - Deutsches Zeitungsportal |datum=1929-08-29 |sprache=de |abruf=2025-08-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Somit verschmolzen die Modelle Aurumia mit den Kaweco-Modellen. Unter dem neuen Firmennamen &amp;#039;&amp;#039;Kaweco Badische Füllfederhalterfabrik Woringen und Grube&amp;#039;&amp;#039; produzierte das Unternehmen in Wiesloch.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Das Fabrikgebäude in Heidelberg wurde verkauft (es ist bis heute als Wohn- und Geschäftshaus erhalten).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter den neuen Eigentümern – Heinrich Woringen(* 26.01.1899 in [[Bonn]]) und Friedrich Grube (* 23.12.1897 in [[Schlanstedt]])&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Spruchkammer Wiesloch |url=http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=4-1094927 |titel=Grube, Friedrich |werk=Spruchkammerverfahren 1946–1948 |hrsg=Landesarchiv Baden-Württemberg: Generallandesarchiv Karlsruhe |abruf=2025-08-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt; – entstand das noch heute benutzte Logo „KA WE CO“ im dreigeteilten Kreis. Bereits im ersten Jahr steigerte das Unternehmen seinen Umsatz um 30 %.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb00138350_00089_u001?page=11 |titel=Münchner neueste Nachrichten : Wirtschaftsblatt, alpine und Sport-Zeitung, Theater- und Kunst-Chronik |datum=1931-02-05 |abruf=2025-08-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kaweco als „nationalsozialistischer Musterbetrieb“ ====&lt;br /&gt;
Am 1. Mai 1933 trat Friedrich Grube (Parteimitglieds-Nr. 3&amp;#039;112&amp;#039;219)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Germany Berlin Office Berlin Document Center Department of State. U. S. Embassy |Titel=A3340-MFOK: Number G0033 |Reihe=National Archives Collection of Foreign Records Seized |Online=https://catalog.archives.gov/id/598683626?objectPage=2144 |Abruf=2026-04-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und am 1. Januar 1940 Heinrich Woringen (Parteimitglieds-Nr. 7&amp;#039;858&amp;#039;383)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Germany Berlin Office Berlin Document Center Department of State. U. S. Embassy |Titel=A3340-MFOK: Number Z0050 |Reihe=National Archives Collection of Foreign Records Seized |Online=https://catalog.archives.gov/id/604213905?objectPage=2398#object-thumb--2398 |Abruf=2026-04-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; in die [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Amt Schönheit der Arbeit]] der [[Kraft durch Freude|Organisation Kraft durch Freude]] (eine Unterorganisation der [[Deutsche Arbeitsfront|Deutschen Arbeitsfront DAF]]) organisierte ab 1937 ein Verfahren, bei dem sich Unternehmen als [[Nationalsozialistischer Musterbetrieb|„nationalsozialistische Musterbetriebe“]] bewerben konnten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Klaus Weber |url=https://www.dhm.de/lemo/kapitel/ns-regime/innenpolitik/leistungskampf-der-deutschen-betriebe |titel=Leistungskampf der deutschen Betriebe |werk=Deutsches Historisches Museum: Lebendiges Museum Online |hrsg= |datum=2014-09-14 |sprache=de |abruf=2025-08-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das tat Kaweco&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/newspaper/item/NPBCOU4WK3KDWIRAVVKCGQ7MS3W2PMVA |titel=Der Führer : das Hauptorgan der NSDAP Gau Baden; der badische Staatsanzeiger, Wir marschieren mit - Deutsches Zeitungsportal |datum=1937-05-25 |sprache=de |abruf=2025-08-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und 1938 wurde ihr vom [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]]-[[Reichsleiter]] [[Robert Ley]] das „Leistungsabzeichen für vorbildliche Förderung von Kraft durch Freude“ verliehen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/newspaper/item/BJHOTDJLOEZIJFX67BDENTAEQZB3HHGL |titel=Neckar-Bote : Heimatzeitung für Seckenheim und Umgebung - Deutsches Zeitungsportal |datum=1938-11-28 |sprache=de |abruf=2025-08-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Somit stellte das Unternehmen eines von 297 Betrieben dar, die bis 1940 entweder von [[Adolf Hitler]] oder Robert Ley „geehrt“ wurden (mit zunehmendem Anstieg).&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt; Die Beurteilungskriterien reichten von der Nähe der Ausbildung und Freizeitangebote zu den nationalsozialistischen Ideologien bis hin zu der Zusammenarbeit mit der [[Hitlerjugend]]. Bei der Überreichung der Urkunde durch den [[Deutsche Arbeitsfront|DAF]]-Kreisobmann Karl Lindinger an Kaweco-Geschäftsführer Friedrich Grube war auch Wilhelm Seiler, der NSDAP-[[Kreisleiter]] von Heidelberg, anwesend, um seine Glückwünsche kundzutun.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/newspaper/item/DHNYVO5TF7PIEL6UK7QHLIW4PB27LGLD |titel=Hakenkreuzbanner : NS-Tageszeitung für Mannheim u. Nordbaden, Früh-Ausgabe - Deutsches Zeitungsportal |datum=1938-12-14 |sprache=de |abruf=2025-08-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Heinrich Woringen und die „Arisierung“ des Eigentums der Familie Nahm ====&lt;br /&gt;
Am 11. Oktober 1938 löste sich Heinrich Woringen als Eigentümer von Kaweco. Friedrich Grube (damals wohnend in Heidelberg-[[Rohrbach (Heidelberg)|Rohrbach]]) wurde zum Alleininhaber und benannte die Firma in &amp;#039;&amp;#039;Kaweco Badische Füllfederhalterfabrik Friedrich Grube&amp;#039;&amp;#039; um.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/newspaper/item/AI2YXMV27Y457RM3HRV4S73PVOOL3EWS |titel=Deutscher Reichsanzeiger und Preußischer Staatsanzeiger - Deutsches Zeitungsportal |datum=1939-01-11 |sprache=de |abruf=2025-08-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies war eine Loslösung, mit welcher die „Arisierung im Schuhgroßhandel“ vorangetrieben wurde, wie das &amp;#039;&amp;#039;Hamburger Fremdenblatt&amp;#039;&amp;#039; 1939 schrieb. Denn im Zuge der [[Arisierung|systematischen Enteignung jüdischen Eigentums]] haben die Nationalsozialisten die Schuhgroßhandlung &amp;#039;&amp;#039;Nahm KG&amp;#039;&amp;#039; aus Mannheim zwangsverkauft – und zwar an Heinrich Woringen. Woringen änderte den Firmennamen daraufhin in &amp;#039;&amp;#039;Rita Schuhgroßhandlung Heinrich Woringen&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/newspaper/item/R7YH7KQ64CB4W4XESTHJHRYRI2QTUM4O |titel=Hamburger Fremdenblatt, Morgenausgabe - Deutsches Zeitungsportal |datum=1939-04-06 |sprache=de |abruf=2025-08-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zudem mussten die rechtmäßigen Inhaber – Arthur und Hugo Nahm – zwei Grundstücke in Mannheim unter Zwang an Heinrich Woringen verkaufen. Wegen dieses Verbrechens kam es nach dem Zweiten Weltkrieg zu einem Gerichtsprozess gegen Woringen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Landesarchiv Baden-Württemberg: Staatsarchiv Ludwigsburg |url=http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=2-998926 |titel=EL 402/17: Oberfinanzdirektion Stuttgart: Akten über Vermögenskontrolle, NS-Vermögen und Rückerstattung, mit Vorprovenienzen. Amt Mannheim / (1933) 1945-1961 |werk= |abruf=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=MARCHIVUM |url=https://scope.mannheim.de/detail.aspx?ID=87598 |titel=16/1967_00199: Wirtschaft X (1939 - 1971) |datum= |sprache=de |abruf=2025-08-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kaweco während des Zweiten Weltkrieges ====&lt;br /&gt;
Dass Kaweco den Betrieb zu Beginn des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] und in den darauffolgenden Kriegsjahren keineswegs gänzlich einstellte, zeigen mindestens drei Umstände:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Erstens&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; stellten die Mitarbeiter der Fabrik auch im Dezember 1939 noch ein „Fabrikorchester“ auf, um an einem sog. „Eintopfsonntag“ in Wiesloch aufzutreten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/newspaper/item/EKJP7HJQYG34JZW2INWQ4HN3PSWFZ7PH |titel=Hakenkreuzbanner : NS-Tageszeitung für Mannheim u. Nordbaden, Donnerstag-Ausgabe - Deutsches Zeitungsportal |datum=1939-12-14 |sprache=de |abruf=2025-08-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das gesammelte Geld ging an die [[Nationalsozialistische Volkswohlfahrt|NS-Volkswohlfahrt]], womit die [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] unter anderem auch ihre rassenhygienischen Verbrechen finanzierte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Arnulf Scriba |url=https://www.dhm.de/lemo/kapitel/ns-regime/ns-organisationen/volkswohlfahrt |titel=Die NS-Volkswohlfahrt (NSV) |werk=Deutsches Historisches Museum: Lebendiges Museum Online |datum=2015-09-16 |sprache=de |abruf=2025-08-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Wie die &amp;#039;&amp;#039;Heil- und Pflegeanstalt Wiesloch&amp;#039;&amp;#039; (auf dem Gelände des heutigen [[Psychiatrisches Zentrum Nordbaden|Psychiatrischen Zentrums Nordbaden]]). Während das Kaweco-Orchester im ebendort angesiedelten [[Reservelazarett]] auftrat, spielte sich hinter den Mauern dieser Anstalt Schreckliches ab: Zwangssterilisation, Misshandlung, Tötung, und ab 1940 wurde durch die [[Aktion T4]] eine „Kinderfachabteilung“ zur Unterbringung behinderter Kinder eingerichtet. Systematisch fanden dann von dort aus Verschiebungen von Menschen zur Ermordung in die Anstalten nach [[Schloss Grafeneck|Grafeneck]] und [[Tötungsanstalt Hadamar|Hadamar]], oder in [[Konzentrationslager]] statt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://gedenkort-t4.eu/index.php/historische-orte/heil-und-pflegeanstalt-wiesloch-psychiatrisches-zentrum-nordbaden |titel=Heil- und Pflegeanstalt Wiesloch (Psychiatrisches Zentrum Nordbaden), Wiesloch (Baden-Württemberg), Heil- und Pflegeanstalt, Denkmal, Zwischenanstalt {{!}} Gedenkort T4 |abruf=2025-08-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zudem nahm die Belegschaft von Kaweco 1940 auch an einem Fußballspiel gegen die [[Badenwerk|&amp;#039;&amp;#039;Badenwerk AG&amp;#039;&amp;#039;]] in Wiesloch teil.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/newspaper/item/RYZSSMP7VOOYSLIWREAV5DPSNRG4R7LB |titel=Hakenkreuzbanner : NS-Tageszeitung für Mannheim u. Nordbaden, Donnerstag-Ausgabe - Deutsches Zeitungsportal |datum=1940-08-22 |sprache=de |abruf=2025-08-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zweitens&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; verzeichnete der [[Deutscher Reichsanzeiger und Preußischer Staatsanzeiger|&amp;#039;&amp;#039;Deutsche Reichsanzeiger und Preußischer Staatsanzeiger&amp;#039;&amp;#039;]] auch in den Jahren 1940&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/newspaper/item/XEORXUK77YAUTKKWSM6ULCNDEU72DQYI |titel=Deutscher Reichsanzeiger und Preußischer Staatsanzeiger - Deutsches Zeitungsportal |datum=1940-02-06 |sprache=de |abruf=2025-08-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, 1941&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/newspaper/item/YHFVN4WFSFXDHKLLYQJVO5XYKV5RUT2Y |titel=Deutscher Reichsanzeiger und Preußischer Staatsanzeiger - Deutsches Zeitungsportal |datum=1941-01-21 |sprache=de |abruf=2025-08-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, 1943&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/newspaper/item/HDQIKCGCR67FBCE6YZTXW7RUA2GDVPYV |titel=Deutscher Reichsanzeiger und Preußischer Staatsanzeiger - Deutsches Zeitungsportal |datum=1943-10-22 |sprache=de |abruf=2025-08-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und 1944&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/newspaper/item/Y7UUY3VVGEL6IPXNULORRVJ6WM7EHZVG |titel=Deutscher Reichsanzeiger und Preußischer Staatsanzeiger - Deutsches Zeitungsportal |datum=1944-07-22 |sprache=de |abruf=2025-08-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Änderungen im „Musterregister“.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Drittens&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bedeutete das Ausfüllen des Fragebogens des [[Office of Military Government for Germany (U.S.)|Military Government of Germany]] über die Verstrickungen mit der NSDAP für die Kaweco Folgendes: Acht personelle Konsequenzen mussten umgesetzt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Manfred Stange |url=https://www.wiesloch.de/site/Wiesloch2024/get/params_E1406885243/3373450/Nachlass%20Oppenheimer.pdf |titel=VERZEICHNIS DES WISSENSCHAFTLICH-POLITISCHEN NACHLASSES: MAX LUDWIG OPPENHEIMER (1919 – 1994) |hrsg=Archiv der Stadt Wiesloch |datum=2002 |seiten=34 |abruf=2025-08-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sowohl Kaweco als auch Friedrich Grube gerieten nach dem Krieg in den Blick der Oberfinanzdirektion Stuttgart hinsichtlich „NS-Vermögen und Rückerstattung“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Oberfinanzdirektion Stuttgart |url=http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=2-1435943 |titel=Grube, Friedrich; KAWEKO - Badische Füllfederfabrik Zu EL 402/10 Bü 1216 |werk=Akten über Vermögenskontrolle, NS-Vermögen und Rückerstattung mit Vorprovenienzen. Nachträge zu den Einzelfallakten / (1935) 1945-1959 |hrsg=Landesarchiv Baden-Württemberg: Staatsarchiv Ludwigsburg |datum=1946 |abruf=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Aufgrund dessen beschäftigte sich auch ein Spruchkammerverfahren mit Friedrich Grube.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kaweco nach dem Zweiten Weltkrieg ====&lt;br /&gt;
Friedrich Grube blieb Inhaber von Kaweco und bereits 1952 bewarb man in Wiesloch – auch mit Kaweco – die hohe lokale Dichte an verschiedenen Unternehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/newspaper/item/OZYASTDUBTL7ZDXQJ6HB7AB5SGZCLQ6R |titel=Badische neueste Nachrichten - Deutsches Zeitungsportal |datum=1952-06-10 |sprache=de |abruf=2025-08-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Friedrich Grube starb am 5. Mai 1960.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Sohn Friedrich Otto Grube, dessen Frau Liselotte und deren beider Söhne führten den Betrieb fort. 1971 erwarb Kaweco die Lizenz für die [[Olympische Sommerspiele 1972|Olympischen Sommerspiele 1972]] und präsentierte die Schreibgeräte des Modells &amp;#039;&amp;#039;Sport&amp;#039;&amp;#039; mit einer speziellen Olympiamünze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Übernahme durch H &amp;amp; M Gutberlet 1994 ===&lt;br /&gt;
1994 übernahm das in [[Nürnberg]] ansässige Unternehmen H &amp;amp; M Gutberlet die Namensrechte für „Kaweco“ und legte unter Berücksichtigung des &amp;#039;&amp;#039;Kaweco Sport&amp;#039;&amp;#039;-Designs von 1935 eine neue Serie auf. Die Taschenschreibgeräte kamen als [[Füllhalter]], [[Tintenroller|Rollerball]], [[Kugelschreiber]], [[Druckbleistift]] und [[Fallbleistift]] auf den Markt. Als weltweit exklusiver Vertriebspartner wurde die Firma [[Diplomat (Schreibwaren)|Diplomat]] gewonnen. Diese Verbindung endete 1999, als Diplomat von [[Geschichte der Herlitz AG|Herlitz]] aufgekauft wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seither baut Kaweco unter dem Dach des Unternehmen H &amp;amp; M Gutberlet selbst den weltweiten Vertrieb aus. Durch die Zusammenarbeit mit länderbezogenen Distributoren sind Produkte der Marke Kaweco mittlerweile in mehr als 45&amp;amp;nbsp;Ländern erhältlich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unternehmen ==&lt;br /&gt;
Neben dem Kerngeschäft etablierte sich Kaweco vor allem durch Co-Brandings erfolgreich am Markt. Kooperationspartner sind unter anderem [[Supreme (Bekleidung)|Supreme]], [[Microsoft]] sowie [[Nomos Glashütte|NOMOS Glashütte]] und ORIS.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.kaweco-pen.com/co-branding |titel=Kaweco |zugriff=2018-07-23 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachhaltige Unternehmensführung ===&lt;br /&gt;
Die Schreibgeräte werden am Produktionsstandort Nürnberg montiert, geprüft und anschließend mit einer zweijährigen [[Garantie]] versehen. Wichtige technische Funktionsteile (Tintenleiter / Feder) werden in Deutschland produziert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://kaweco-pen.com/qualitaet |titel=Kaweco |zugriff=2018-07-23 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Produkte ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Kaweco pens.jpg|250px|mini|Specialserie (Aluminiumstifte, 2018)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Marke Kaweco umfasst ein diversifiziertes Sortiment an Schreibgeräten und Zubehör:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Füller&lt;br /&gt;
* Kugelschreiber&lt;br /&gt;
* Gelroller, Roller&lt;br /&gt;
* Fall- und Druckbleistifte&lt;br /&gt;
* Digital Writing&lt;br /&gt;
* Tinten und Tintenpatronen&lt;br /&gt;
* Minen und Federn&lt;br /&gt;
* Etuis&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.kaweco-pen.com/schreibgeraete/ |titel=Schreibgeräte |zugriff=2018-07-23 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Kaweco Perkeo.jpg|mini|Einfache Schulfüller „Perkeo“, 2024]]&lt;br /&gt;
Zu den einzelnen Füllhaltern kann aus 26 Feder-Varianten gewählt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Timo Teufert: &amp;#039;&amp;#039;Der Federhalter schrieb in Heidelberg Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Rhein-Neckar-Zeitung]].&amp;#039;&amp;#039; 16. Dezember 2008.&lt;br /&gt;
* Andreas Lambrou, Stefan Wallrafen: &amp;#039;&amp;#039;Füllfederhalter – Ein Überblick über die Entstehungsgeschichte und die wichtigsten internationalen Marken.&amp;#039;&amp;#039; Heyne-Verlag, München 1992, ISBN 3-453-05442-3.&lt;br /&gt;
* Gerhard Brandl, Michael Gutberlet: &amp;#039;&amp;#039;Kaweco – Gutberlet crossing Kaweco.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher, 2017.&lt;br /&gt;
* Andreas Lambrou: &amp;#039;&amp;#039;Fountain Pens of the world.&amp;#039;&amp;#039; Classic Pens Ltd., Epping 1995.&lt;br /&gt;
* Andreas Lambrou: &amp;#039;&amp;#039;Fountain Pens – Vintage and modern.&amp;#039;&amp;#039; Classic Pens Ltd., Epping 1989.&lt;br /&gt;
* Michael Gutberlet: &amp;#039;&amp;#039;Kaweco: ein Stück Geschichte aus der (Schreibgeräte-)Industrie – Sonderanfertigungen 1924–1928.&amp;#039;&amp;#039; Nürnberg 2016.&lt;br /&gt;
* Thomas Neureither: &amp;#039;&amp;#039;Seit 100 Jahren – Füllhalter aus Handschuhsheim.&amp;#039;&amp;#039; Heidelberg 1997.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://www.kaweco-pen.com/ Offizielle Website]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Unternehmen (Heidelberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Papier-, Büro- und Schreibwarenhersteller]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Markenname]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Produzierendes Unternehmen (Heidelberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmensgründung 1883]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aufgelöst 1981]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nationalsozialistischer Musterbetrieb]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;T-History-User</name></author>
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