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	<title>Kautschukbaum - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kautschukbaum&amp;diff=293774&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;RoBri: Revert: Grund: keine Verbesserung des Artikels</title>
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		<updated>2026-04-24T16:02:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Revert: Grund: keine Verbesserung des Artikels&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Kautschukbaum&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Hevea brasiliensis&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Art&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = ([[Karl Ludwig Willdenow|Willd.]] ex [[Adrien Henri Laurent de Jussieu|A.Juss.]]) [[Johannes Müller Argoviensis|Müll.Arg.]]&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Hevea&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Crotonoideae&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Unterfamilie&lt;br /&gt;
| Taxon4_Name      = Wolfsmilchgewächse&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Euphorbiaceae&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name      = Malpighienartige&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Malpighiales&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = Ordnung&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = Eurosiden I&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = ohne&lt;br /&gt;
| Bild             = Rubber tree plantation.JPG&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = Kautschukbaum-[[Plantage]] in [[Phuket (Provinz)|Phuket]], Thailand&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Hevea brasiliensis - Köhler–s Medizinal-Pflanzen-071.jpg|mini|Illustration]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Rubber tree leaves.JPG|mini|Dreizählige Laubblätter]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hevea brasiliensis Rubber tree flowers at Peravoor (1).jpg|mini|Blütenstand]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kautschukbaumkerne.JPG|mini|Früchte und Samen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hevea semillas2.jpg|mini|[[Same (Pflanze)|Samen]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Latex dripping.JPG|mini|Latexgewinnung]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kautschukbaum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Para-Kautschukbaum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Hevea brasiliensis&amp;#039;&amp;#039;, [[Synonym (Taxonomie)|Syn.]]: &amp;#039;&amp;#039;Siphonia brasiliensis&amp;#039;&amp;#039; {{Person|A. Juss.}}) ist eine aus [[Südamerika]] stammende [[Art (Biologie)|Pflanzenart]] aus der [[Familie (Biologie)|Familie]] der [[Wolfsmilchgewächse]] (Euphorbiaceae).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gummibaum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, die ebenfalls für die nicht verwandte Art &amp;#039;&amp;#039;[[Ficus elastica]]&amp;#039;&amp;#039; verwendet wird, ist gängig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Baum hat eine große wirtschaftliche Bedeutung, da sein [[Naturkautschuk]] (Kautschuk) oder sein als Naturlatex (Latex) bezeichneter [[Milchsaft]] die wichtigste natürliche Quelle dieses [[Nachwachsender Rohstoff|nachwachsenden Rohstoffs]] für die [[Gummi]]herstellung ist. Ein großer Teil des Bedarfs wird heute allerdings durch [[Petrochemie|petrochemisch]] erzeugten [[Synthesekautschuk]] gedeckt. Die [[Polyisopren]]e (Polyterpene) dieses Naturkautschuks sind wie diejenigen bei der [[Guayule]] (&amp;#039;&amp;#039;Parthenium argentatum&amp;#039;&amp;#039;) [[Cis-trans-Isomerie#Grundbegriffe|&amp;#039;&amp;#039;cis&amp;#039;&amp;#039;-konfiguriert]], im Gegensatz zu den gummiartigen Anteilen der [[Guttapercha]] und der [[Balata]] oder des gemischt-konfigurierten [[Chicle]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch diese intensive Nutzung wurde der Kautschukbaum weit verbreitet und wird vor allem in [[Plantage]]n in Asien und anderen Bereichen des sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Kautschukgürtels&amp;#039;&amp;#039; angebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
=== Vegetative Merkmale ===&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Hevea brasiliensis&amp;#039;&amp;#039; ist ein laubabwerfender [[Baum]], der Wuchshöhen von etwa 20 bis 40&amp;amp;nbsp;m und in Plantagen Stammdurchmesser von ungefähr 35&amp;amp;nbsp;cm erreicht. Der Stammdurchmesser kann aber über 80 Zentimeter erreichen. Das [[Kernholz|Kern-]] und das [[Splintholz]] ist gelblich und riecht in frischem Zustand unangenehm. Die relativ glatte bis leicht schuppige [[Borke]] ist bräunlich bis hellgrau. Im weichen Bast des Stammes verlaufen [[Milchröhren]] (Milchsaftgefäße), durch die der Milchsaft fließt. Dieser besteht zu 55–70 % aus Wasser und 30–40 % aus Kautschuk. Die restlichen Stoffe sind [[Zucker]], [[Protein]]e, [[Harz (Material)|Harze]] und [[Wachs]]e, die jeweils nur 0,5–2 % ausmachen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;uni marburg&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://online-media.uni-marburg.de/biologie/nutzpflanzen/ |wayback=20080614022606 |text=&amp;#039;&amp;#039;Nutzpflanzen und andere interessante Dinge der Botanik&amp;#039;&amp;#039;}}, Internetprojekt der Universität Marburg, Abteilung Spezielle Botanik, 2003/04, abgerufen am 2. März 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die [[Sprossachse#Verzweigungen|Verzweigung]] ist gleichmäßig und die Äste stehen mehr oder weniger aufrecht. Die [[Rinde]] der Zweige ist glatt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die spiralig angeordneten, lang gestielten und papierigen, kahlen [[Blatt (Pflanze)|Laubblätter]] sind dreizählig. Der Blattstiel ist bis etwa 10–20 Zentimeter lang. Das mittlere [[Blättchen]] ist oft größer als die zwei seitlichen. Die elliptischen bis verkehrt-eiförmigen, -eilanzettlichen, glänzenden und kurz gestielten Blättchen sind oberseits dunkelgrün, unterseits fahlgrün. Sie haben eine markante, hellgrüne und parallel-vorwärts gefiederte [[Nervatur]]. Sie sind etwa 7–20&amp;amp;nbsp;cm (bis zu 25&amp;amp;nbsp;cm) lang und 3–8&amp;amp;nbsp;cm (bis zu 10&amp;amp;nbsp;cm) breit. Die Blättchenränder sind ganz, die Spitze ist zugespitzt bis bespitzt. Es können 2–3 Drüsen (extraflorale Nektarien) an der Blattbasis oder am Stiel vorhanden sein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Priy&amp;quot;&amp;gt;P. M. Priyadarshan: &amp;#039;&amp;#039;Biology of Hevea Rubber.&amp;#039;&amp;#039; Springer, 2017, ISBN 978-3-319-54504-2, S.&amp;amp;nbsp;21–33.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Nebenblatt|Nebenblätter]] sind [[Blattform#Gestalt der Spreite|lanzettlich]] und etwa 1&amp;amp;nbsp;mm lang.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kew bot. garden&amp;quot;&amp;gt;Royal Botanic Gardens, Kew: [http://apps.kew.org/efloras/namedetail.do?qry=namelist&amp;amp;flora=fz&amp;amp;taxon=7126&amp;amp;nameid=18039 &amp;#039;&amp;#039;Botanische Beschreibung des Kautschukbaums (Hevea brasiliensis (A. Juss.)&amp;#039;&amp;#039; Müll. Arg.)], abgerufen am 25. Februar 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Nebenblätter sind früh abfallend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Generative Merkmale ===&lt;br /&gt;
Direkt unter der Ansammlung von Laubblättern am Ende der Zweige wird ein pseudoterminaler, bis zu 25&amp;amp;nbsp;cm langer, gemischter und gestielter [[Rispe|rispiger]] [[Blütenstand]] mit etwa 0,5&amp;amp;nbsp;mm langen [[Hochblätter]]n gebildet. &amp;#039;&amp;#039;Hevea brasiliensis&amp;#039;&amp;#039; ist einhäusig gemischtgeschlechtig ([[monözisch]]). Die stechend, penetrant riechenden, gestielten und gelben, glockenförmigen Blüten sind mit einer einfachen [[Blütenhülle]] und ohne Petalen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die männlichen [[Blüte]]n besitzen einen 5–6&amp;amp;nbsp;mm langen, fünf bis sechslappigen, spitzen und behaarten [[Kelchblatt|Kelch]] und zwei [[Blüte#Stellung und Anordnung|Kreise]] mit je fünf [[Staubblätter]]n, die zu einer 1,5&amp;amp;nbsp;mm hohen Säule (Androphor) um den feinhaarigen Pistillode (steriler Stempel) verwachsen sind, die Antheren sind in zwei horizontalen Reihen übereinander angeordnet. Die terminal angeordneten, wenigen weiblichen Blüten besitzen einen etwas breiteren und längeren, ähnlichen Kelch wie die männlichen. Der oberständige, feinhaarige und dreikammerige [[Fruchtknoten]] ist fast kugelig und unten oft von den kleinen floralen Nektarien ([[Diskus (Botanik)|Diskus]]) umgeben, die drei sitzenden [[Narbe (Botanik)|Narben]] sind 0,2–0,3&amp;amp;nbsp;mm lang.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kew bot. garden&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;M. C. Dornelas, A. P. Rodriguez: &amp;#039;&amp;#039;The rubber tree (Hevea brasiliensis Muell. Arg.) homologue of the Leafy/Floricaula gene is preferentially expressed in both male and female floral meristems.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of Experimental Botany.&amp;#039;&amp;#039; Volume 56, Issue 417, 2005, S.&amp;amp;nbsp;1965–1974, {{doi|10.1093/jxb/eri194}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;P. C. van Welzen, H. van Sam:&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die holzige, bei Reife bräunliche, gestielte [[Kapselfrucht]], mit drei bis vier ellipsoiden Kapseln, ist etwa 4 bis 5&amp;amp;nbsp;cm groß. Wenn sie reif sind explodieren die Kapseln ventral (bauchseitig) sehr gut hörbar mit einem lauten Knall und werfen ihre Samen über große Entfernungen aus.&amp;lt;ref&amp;gt; Willy H. Verheye: &amp;#039;&amp;#039;Soils, Plant Growth and Crop Production.&amp;#039;&amp;#039; Volume II, EOLSS, 2010, ISBN 978-1-84826-818-0, S.&amp;amp;nbsp;299.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die harten, glänzenden, eiförmigen bis ellipsoiden und großen, wachsigen Samen sind bis etwa 2,3&amp;amp;nbsp;× 1,5&amp;amp;nbsp;cm groß, hellbraun bis gräulich mit dunkelbraunen Flecken, Streifen oder Sprenkeln.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kew bot. garden&amp;quot;/&amp;gt; Die Samen sind etwa 2–6&amp;amp;nbsp;g schwer, die [[Tausendkornmasse]] beträgt ca.&amp;amp;nbsp;3600–4250&amp;amp;nbsp;g.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://data.kew.org/sid/SidServlet?ID=12004&amp;amp;Num=aQm &amp;#039;&amp;#039;Seed Information Database&amp;#039;&amp;#039;] bei Kew Royal Botanical Gardens, abgerufen am 20. Januar 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Samen sind giftig, sie enthalten [[Zyanid]], das [[Samenschale|Tegmen]] ist papierig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Priy&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Chromosomenzahl]] beträgt 2n = 36.&amp;lt;ref name=&amp;quot;IPCN&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte und Verbreitung ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Naturkautschuk}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ursprung ===&lt;br /&gt;
Ursprünglich war das Vorkommen auf das [[Tropen|tropische]] [[Amazonasbecken]] beschränkt. Die [[Indigene Völker Südamerikas|indigene Bevölkerung]] nannte die Pflanze auch „ca-hu-chu“, was so viel wie „weinendes Holz“ bedeutet. Im [[15. Jahrhundert]] berichteten die [[Portugiesen]] als erste von Latex und erkannten die positiven Eigenschaften, wie zum Beispiel die Möglichkeit, wasserdichte Kleidung durch Beschichtung mit dem dickflüssigen Saft herzustellen, ähnlich dem [[Tapa-Rindenbaststoff]] aus [[Polynesien]]. Nach der Entdeckung des Herstellungsverfahrens von [[Gummi]] (durch [[Vulkanisation]] des Kautschuks) im Jahr 1839 erhöhte sich die Nachfrage enorm und führte in der Amazonasregion um [[Manaus]] und [[Belém (Pará)|Belém]] zu einem [[Kautschukboom]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;diplarb HD Feger&amp;quot;&amp;gt;Hans-Dieter Feger: {{Webarchiv|url=http://www.ahauser.de/deutsch/services/Kautschukgeschichte/frame_kautschuk.htm |wayback=20140318134335 |text=&amp;#039;&amp;#039;Geschichte und wirtschaftliche Entwicklung des Kautschuks&amp;#039;&amp;#039;   }}, Zusammenfassung einer Diplomprüfungsarbeit inklusive verschiedener Abbildungen, Innsbruck, 1973, abgerufen am 1. April 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verbreitung durch den Kautschukboom ===&lt;br /&gt;
[[Kaiserreich Brasilien|Brasilien]] hielt das [[Monopol|Weltmonopol]] über Jahrzehnte, auch nachdem in den afrikanischen Tropen Naturkautschuk gewonnen wurde. Nach mehreren missglückten Versuchen anderer gelang es 1876 dem Abenteurer [[Henry Wickham]] im Auftrag des britischen [[Government of India Acts#India Office|India Office]] und der [[Royal Botanic Gardens (Kew)|Königlich Botanischen Gärten von Kew]] (&amp;#039;&amp;#039;Royal Botanic Gardens, Kew&amp;#039;&amp;#039;) bei London, Kautschukbaumsamen illegal außer Landes zu bringen. In den ostasiatischen Gebieten der [[Straits Settlements]] ([[Malaiische Halbinsel]]) entstanden nach verschiedenen Rückschlägen in den [[1890er]] Jahren die ersten Plantagen, die ihre Produkte ab 1905 auf den [[Weltmarkt]] brachten. Bald verdrängte britischer [[Kautschuk]] aus Malaya den brasilianischen vom Weltmarkt, und Großbritannien übte eine [[Monopol]]stellung über den weltweiten Kautschukhandel aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;diplarb HD Feger&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;swisseduc&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Heutige Verbreitung ===&lt;br /&gt;
In der heutigen Zeit wird der Baum vor allem im sogenannten Kautschukgürtel (ungefähr 30° [[Nördliche Breite|nördlicher Breite]] bis 30° [[Südliche Breite|südlicher Breite]]) angepflanzt. Die drei größten Produktionsländer sind [[Thailand]], [[Indonesien]] und [[Malaysia]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;swisseduc&amp;quot;/&amp;gt; Die brasilianischen Bestände sind dagegen aktuell stark von der [[Südamerikanische Blattfallkrankheit|Südamerikanischen Blattfallkrankheit]] bedroht, deren Auslöser der [[parasit]]äre [[Pilz]] &amp;#039;&amp;#039;[[Microcyclus ulei]]&amp;#039;&amp;#039; ist. Dieser Pilz wird auch, neben Missmanagement, für den Niedergang der zu Beginn des 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts von [[Henry Ford]], Besitzer des [[Ford]]konzerns, in Brasilien errichteten Kautschukplantage &amp;#039;&amp;#039;[[Fordlândia]]&amp;#039;&amp;#039; verantwortlich gemacht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Epping&amp;quot;&amp;gt;[https://www.wissenschaft.de/umwelt-natur/brasilien-kaempft-um-seinen-kautschuk/ B. Epping: &amp;#039;&amp;#039;Brasilien kämpft um seinen Kautschuk&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Bild der Wissenschaft]].&amp;#039;&amp;#039; 12, 2007, S.&amp;amp;nbsp;30–34.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Pilz infiziert den Kautschukbaum vor allem in der etwa zwei Wochen langen Phase, in der sich ein Blatt neu entwickelt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Epping&amp;quot;/&amp;gt; Im feuchten Äquatorialklima entwickeln sich ganzjährig neue Blätter, so dass der Baum sehr anfällig für [[Infektion]]en ist. In durch [[Jahreszeit]]en geprägten Regionen hat der Pilz dagegen weniger Möglichkeiten für einen Befall. Dies ist z.&amp;amp;nbsp;B. in dem durch kühlere und trockenere Winter geprägten [[Gliedstaat|Bundesstaat]] [[São Paulo (Bundesstaat)|São Paulo]] der Fall, so dass heute etwa 60 % des brasilianischen Kautschuks dort produziert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein großer Teil des weltweiten Kautschukbedarfs (Prognose: 23,9&amp;amp;nbsp;Mio.&amp;amp;nbsp;t 2009) wird heute durch Synthesekautschuk (Prognose: 13,5&amp;amp;nbsp;Mio.&amp;amp;nbsp;t 2009) gedeckt. Dennoch wird zukünftig mit einer Zunahme der Nachfrage nach Naturkautschuk gerechnet. Im Jahre 2019 wird mit einem Kautschukbedarf von 30,4&amp;amp;nbsp;Mio.&amp;amp;nbsp;t gerechnet, von denen Naturkautschuk 14,0&amp;amp;nbsp;Mio.&amp;amp;nbsp;t ausmachen soll.&amp;lt;ref name=&amp;quot;IRSG&amp;quot;&amp;gt;International Rubber Study Group (IRSG): {{Webarchiv|url=http://www.rubberstudy.com/newsarticle.aspx?id=134 |wayback=20100223082748 |text=&amp;#039;&amp;#039;Recent News&amp;#039;&amp;#039;  }}, aktuelle Mitteilung vom 22. Dezember 2009, abgerufen am 25. Februar 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt; Daher ist mit einer deutlichen Ausweitung der Anbauflächen zu rechnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nutzung ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Naturkautschuk}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ernte ===&lt;br /&gt;
Nach etwa fünf bis sechs Jahren ist die [[Nutzpflanze]] alt genug für die Gewinnung des [[Milchsaft]]s, beim Kautschukbaum auch als [[Naturkautschuk]] oder &amp;#039;&amp;#039;Latex&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. Die Milchröhren laufen entgegen dem Uhrzeigersinn in einem Winkel von 3,5° zur vertikalen Richtung. Daher erfolgt der Zapfschnitt spiralig mit einem speziellen Messer von links oben nach rechts unten in einem Winkel von 30° zur horizontalen Richtung. Beim Schnitt darf das unter den Milchröhren gelegene Kambium auf keinen Fall zerstört werden, da sonst keine Regeneration der Rinde und damit der Milchröhren möglich ist. Der Milchsaft tritt aus und wird in kleinen Eimern aufgefangen. Der Schnitt erfolgt nur über die Hälfte des Baumumfanges, damit ein Lebendstreifen die Wasser- und Nährstoffversorgung sichert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;uni marburg&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;swisseduc&amp;quot;&amp;gt;[[SwissEduc]]: [https://www.swisseduc.ch/geographie/materialien/rohstoffe_welt/kautschuk/index.html &amp;#039;&amp;#039;Bilder zum Rohstoff Kautschuk&amp;#039;&amp;#039;], Bilder und Informationen zu Naturkautschuk, abgerufen am 25. Februar 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Zusammensetzung des Latex (Milchsaft von Hevea brasiliensis)&amp;lt;ref&amp;gt;Gunther Franke: &amp;#039;&amp;#039;Nutzpflanzen der Tropen und Subtropen&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 60–75 % Wasser&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 25–35 % Kautschuk&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1,5–2,5 % Harze&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1,5–2 % Proteine&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 0,5–1 % Mineralstoffe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachnutzung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Rubber farmer in Sri Lanka.jpg|mini|Kautschukbauer bei der Ernte in [[Sri Lanka]]]]&lt;br /&gt;
Im Alter von etwa 25 Jahren stellt der Baum die Produktion von Latex ein, so dass er in der Plantagenwirtschaft gefällt und durch neue Pflanzen ersetzt wird. Das dabei anfallende Holz, sogenanntes „Rubberwood“, ca.&amp;amp;nbsp;50 Mio.&amp;amp;nbsp;m&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt; pro Jahr, liegt mit seinem hellen, warmen Farbton im Trend und wird dank seiner hohen Härte, ca.&amp;amp;nbsp;6,2 nach der [[Härte#Härteprüfung nach Brinell|Brinell-Härteprüfung]], und damit deutlich härter als zum Beispiel [[Buche]], ca.&amp;amp;nbsp;4,1; [[Ahorn]] ca.&amp;amp;nbsp;4,7 oder [[Eiche]] ca.&amp;amp;nbsp;4,3; und seiner Unempfindlichkeit gegen Feuchtigkeitsschwankungen mehr und mehr auch für den [[Möbelbau]] eingesetzt. Die in [[Monokultur]] angebauten Pflanzen machen in manchen Ländern, wie zum Beispiel [[Malaysia]], schon einen Großteil des [[Möbelbau|Möbelholzes]] aus. Auch in Europa wird es vermehrt für den [[Innenausbau]] eingesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.holzhandel.de/kautschukholz.html |wayback=20100217071221 |text=&amp;#039;&amp;#039;Kautschukholz&amp;#039;&amp;#039;}} auf holzhandel.de, umfassende Informationen zur Herkunft und Eigenschaften von Kautschukholz auf der Seite des Gesamtverbands Deutscher Holzhandel e.&amp;amp;nbsp;V., abgerufen am 25. Februar 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Holz wird auch zu Spielzeug verarbeitet und findet außerdem im [[Musikinstrumentenbau]] Verwendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Öl ===&lt;br /&gt;
Aus den Samen des Kautschukbaums kann ein hellgelbes Öl gewonnen werden, das zur Produktion von [[Biodiesel]] verwendet wird. Die Samen enthalten 40 bis 50 % ihres Gewichts als Öl. Das Öl besteht zu rund 40 % aus [[Linolsäure]], zu rund 25 % aus [[Ölsäure]], zu rund 16 % aus [[Linolensäure (Begriffsklärung)|Linolensäure]], zu 10 % aus [[Palmitinsäure]] und zu 9 % aus [[Stearinsäure]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Baskar Thangaraj, Pravin Raj Solomon |url=https://academic.oup.com/ce/article/4/2/89/5849417 |titel=Scope of biodiesel from oils of woody plants: a review |werk=Clean Energy, 2020, Vol. 4, No. 2 |hrsg=[[Oxford University Press]] |seiten=92 |abruf=2020 |format=PDF |sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* A. Radcliffe-Smith: &amp;#039;&amp;#039;Euphorbiaceae&amp;#039;&amp;#039; in &amp;#039;&amp;#039;Flora Zambesiaca&amp;#039;&amp;#039;, Volume 9, Part 4, 1996. [http://apps.kew.org/efloras/namedetail.do?qry=namelist&amp;amp;flora=fz&amp;amp;taxon=7126&amp;amp;nameid=18039 online.] (engl.).&lt;br /&gt;
* P. C. van Welzen, H. van Sam: &amp;#039;&amp;#039;Revision of Annesijoa, Elateriospermum and the Introduced Species of Hevea in Malesia (Euphorbiaceae).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Blumea.&amp;#039;&amp;#039; 49(2–3), 2004, S. 425–440, [[doi:10.3767/000651904X484351]], [https://www.researchgate.net/publication/233647995 online] auf researchgate.net und [https://www.nationaalherbarium.nl/Euphorbs/specH/Hevea.htm online] bei Nationaal Herbarium Nederland, abgerufen am 23. Januar 2018.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons|Hevea brasiliensis|Kautschukbaum (&amp;#039;&amp;#039;Hevea brasiliensis&amp;#039;&amp;#039;)}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [http://www.nachwachsende-rohstoffe.biz/glossar/kautschuk-hevea-brasiliensis-parakautschukbaum/ Lexikon Nachwachsende Rohstoffe] Michael Pankratius.&lt;br /&gt;
* H. G. Richter &amp;amp; M. J. Dallwitz: &amp;#039;&amp;#039;Handelshölzer&amp;#039;&amp;#039;: [https://www1.biologie.uni-hamburg.de/b-online/wood/german/euphebra.htm DELTA: Fachbereich Biologie an der Universität Hamburg: Informationen zur Holznutzung].&lt;br /&gt;
* [http://www.rubberstudy.com &amp;#039;&amp;#039;Internetpräsenz der International Rubber Study Group (IRSG)&amp;#039;&amp;#039;], Einrichtung der globalen Gummiindustrie zur Bereitstellung von statistischen Daten im Umfeld Gummi, nur teilweise frei zugänglich.&lt;br /&gt;
* [https://www.tis-gdv.de/tis/ware/kautschuk/naturkautschuk/naturkautschuk.htm &amp;#039;&amp;#039;Fachinformationen der Deutschen Transportversicherer&amp;#039;&amp;#039;: Umfassende Beschreibung zur Gewinnung und Verarbeitung von Naturkautschuk].&lt;br /&gt;
* [https://tropical.theferns.info/viewtropical.php?id=Hevea+brasiliensis &amp;#039;&amp;#039;Hevea brasiliensis&amp;#039;&amp;#039;] bei Useful Tropical Plants, abgerufen am 20. Januar 2018.&lt;br /&gt;
* [https://prosea.prota4u.org/view.aspx?id=92 &amp;#039;&amp;#039;Hevea brasiliensis&amp;#039;&amp;#039;] bei PROSEA.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;IPCN&amp;quot;&amp;gt;{{Tropicos|ID=50062466|WissName=Hevea brasiliensis|ProjektID=9}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wolfsmilchgewächse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nutzpflanze]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kautschukpflanze]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kautschuk]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Waldnutzung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;RoBri</name></author>
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