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	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Kausativ</id>
	<title>Kausativ - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-23T17:18:32Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kausativ&amp;diff=554177&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Cyberspace Odyssey: /* Literatur */ Tippfehler korrigiert</title>
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		<updated>2025-10-10T15:39:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; Tippfehler korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kausativ&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Veranlassungswort) wird in der [[Sprachwissenschaft]] eine Form der [[Diathese (Linguistik)|Diathese]] bezeichnet. Mit dem Kausativ wird ausgedrückt, dass ein erstes [[Agens (Linguistik)|Agens]] ein zweites Agens dazu veranlasst, eine Handlung auszuführen. Einige Linguisten unterscheiden feiner zwischen &amp;#039;&amp;#039;Kausativ&amp;#039;&amp;#039; (Veranlassen) und &amp;#039;&amp;#039;[[Faktitiv]]&amp;#039;&amp;#039; (Bewirken; nicht zu verwechseln mit dem Begriff [[Faktives Verb|&amp;#039;&amp;#039;faktiv&amp;#039;&amp;#039;]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In zahlreichen Sprachen, beispielsweise im [[Sanskrit]], [[Estnische Sprache|Estnischen]], in den [[Altaische Sprachen|Altaisprachen]] (Beispiel [[Türkische Sprache|Türkisch]]) sowie den [[Semitische Sprachen|semitischen Sprachen]] wie [[Hebräische Sprache|Hebräisch]] und [[Arabische Sprache|Arabisch]] ist der Kausativ eine regelmäßig ableitbare Form des Verbs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kausativ im Deutschen ==&lt;br /&gt;
=== Deverbale Ableitungen ===&lt;br /&gt;
Kausative im [[Altgermanistik|altgermanistischen]] Sinn sind mittels eines j-[[Infix (Linguistik)|Infixes]] gebildete Ableitungen von [[Starkes Verb|starken Verben]]. In der [[deutsche Sprache|deutschen Sprache]] ist diese Kausativbildung nicht mehr produktiv und transparent, das heißt, es ist nicht mehr möglich, in der modernen Sprache damit neue Verben zu bilden. Beispiele:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable sortable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Grundverb !! Kausativ&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|beißen || beizen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|biegen || beugen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|dringen || drängen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|erschrecken (sie erschrak) || erschrecken (sie erschreckte ihn)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|essen || ätzen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|fahren || führen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|fallen || fällen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|fließen || (ein)flößen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|genesen || nähren&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|hängen, &amp;#039;&amp;#039;älter:&amp;#039;&amp;#039; hangen (hat/ist gehangen) || hängen (hat gehängt) &amp;#039;&amp;#039;und&amp;#039;&amp;#039; henken&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|leiden || leiten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|(er)löschen (ist erloschen) || löschen (hat gelöscht)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|liegen || legen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|quellen (ist gequollen)|| quellen (hat gequellt)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|rinnen || rennen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|saufen || (er)säufen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|saugen || säugen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|schwellen (ist geschwollen)|| schwellen (hat geschwellt)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|schwingen || schwenken&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|schwimmen || schwemmen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|schwinden || (ver)schwenden&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|sinken || senken&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|sitzen || setzen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|spreiten || spreizen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|springen || sprengen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|stieben || stäuben&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|trinken || tränken&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|(wachen&amp;lt;ref&amp;gt;Laut &amp;#039;&amp;#039;[[Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache|Etymologischem Wörterbuch der deutschen Sprache]]&amp;#039;&amp;#039; ist das Grundverb nicht der althochdeutsche Vorläufer des neuhochdeutschen &amp;#039;&amp;#039;wachen&amp;#039;&amp;#039; (althochdeutsch schwach flektiertes &amp;#039;&amp;#039;wahhēn&amp;#039;&amp;#039;), sondern ein eng verwandtes germanisches, noch altenglisch bezeugtes starkes Verb &amp;#039;&amp;#039;(wæcnan)&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;) || wecken&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|winden || wenden&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|zwingen || zwängen&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die der Kausativbildung gegenüberstehenden Formen sind im Deutschen immer [[Intransitivität (Grammatik)|intransitive]] Verben (vgl. [[Valenzalternation]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigste Kausativbildung des Deutschen beruht auf einer [[gemeingermanisch]]en deverbalen Ableitung. Dabei wurde zur 2.&amp;amp;nbsp;[[Ablaut]]stufe (z.&amp;amp;nbsp;B. &amp;#039;&amp;#039;trank&amp;#039;&amp;#039;-) eines starken Verbs (in diesem Beispiel &amp;#039;&amp;#039;trink-&amp;#039;&amp;#039;) mit dem Suffix &amp;#039;&amp;#039;-[[Germanisches schwaches Verb#jan-Verben (1. Klasse)|jan]]-&amp;#039;&amp;#039; ein neuer schwach flektierender Verbstamm (also &amp;#039;&amp;#039;trank-jan-&amp;#039;&amp;#039;) gebildet. Das später geschwundene &amp;#039;&amp;#039;-j-&amp;#039;&amp;#039; hat – soweit möglich – [[Umlaut]] der Stammsilbe zur Folge &amp;#039;&amp;#039;(tränk-)&amp;#039;&amp;#039;. Diese 2. Ablautstufe lautete in einigen Ablautklassen früher anders als heute, was die Lautung von Kausativen wie &amp;#039;&amp;#039;beizen,&amp;#039;&amp;#039; das vom ursprünglichen Präteritalablaut /ei/ (nicht wie heute /i/) abgeleitet wurde, oder &amp;#039;&amp;#039;säugen,&amp;#039;&amp;#039; das vom ursprünglichen Präteritalablaut /ou/ (nicht wie heute /oː/) abgeleitet wurde, erklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einigen Verben sind –&amp;amp;nbsp;zumindest in der Schrift- bzw. Standardsprache, oft aber nicht in den Dialekten&amp;amp;nbsp;– das Grundverb und das Kausativ im Infinitiv später lautlich zusammengefallen, zum Beispiel bei „schmelzen“ oder „verderben“, wo das ursprüngliche germanische /ë/ des Grundverbs und der Primärumlaut /e/ des Kausativs standardsprachlich beide zu /ɛ/ geworden sind. Wo heute gleichlautende Verben für beide Verwendungen existieren, unterscheiden sie sich jedoch oft immer noch in der Flexion (&amp;#039;&amp;#039;erschrecken&amp;#039;&amp;#039; [[Starkes Verb|stV.]] intrans.&amp;amp;nbsp;: &amp;#039;&amp;#039;erschrecken&amp;#039;&amp;#039; [[Germanisches schwaches Verb|swV.]] trans.) oder unterschieden sich darin noch in der älteren Sprache (&amp;#039;&amp;#039;schmolz&amp;#039;&amp;#039; intrans.&amp;amp;nbsp;: &amp;#039;&amp;#039;schmelzte&amp;#039;&amp;#039; trans. oder &amp;#039;&amp;#039;verdarb&amp;#039;&amp;#039; intrans.&amp;amp;nbsp;: &amp;#039;&amp;#039;verderbte&amp;#039;&amp;#039; trans.). Bei einigen Verben ist standardsprachlich (meist aber nicht mundartlich) zwar der Stammvokalismus später lautlich zusammengefallen, nicht aber der infolge Einwirkung des j-Infixes veränderte stammschließende Konsonant, beispielsweise bei „beißen“ vs. „beizen“ oder „leiden“ vs. „leiten“, wo das heutige /ae/ des Grundverbs auf mhd. /iː/, das heutige /ae/ des Kausativs aber auf mhd. /ei/ zurückgeht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In gewissen Fällen ist die Zweiheit Grundverb – Kausativ verloren gegangen, weil das Grundverb ausgestorben ist. So ist &amp;#039;&amp;#039;lehren&amp;#039;&amp;#039; zwar ein Kausativ (&amp;lt; germ. &amp;#039;&amp;#039;*laizijaną,&amp;#039;&amp;#039; so noch im Gotischen als &amp;#039;&amp;#039;laisjan&amp;#039;&amp;#039; bezeugt), aber das zugehörige Ausgangsverb ([[Präteritopräsens]]) &amp;#039;&amp;#039;*lais&amp;#039;&amp;#039; „ich weiß“ (gotisch &amp;#039;&amp;#039;lais&amp;#039;&amp;#039;) ist im Laufe der Sprachentwicklung untergegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der semantische Zusammenhang ist oft noch deutlich, man vergleiche etwa &amp;#039;&amp;#039;trinken&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;tränken,&amp;#039;&amp;#039; wo Letzteres immer noch die Bedeutung ‚trinken machen‘ hat. In anderen Fällen verdunkelte der semantische Zusammenhang im Laufe der Sprachgeschichte. So bedeuteten &amp;#039;&amp;#039;ätzen&amp;#039;&amp;#039; ursprünglich ‚essen machen‘, &amp;#039;&amp;#039;beizen&amp;#039;&amp;#039; (‚mit einem scharfen Mittel behandeln‘ bzw. ‚Falken- oder Hundejagd betreiben‘) ursprünglich ‚beißen machen‘ und &amp;#039;&amp;#039;nähren&amp;#039;&amp;#039; ursprünglich ‚genesen machen‘. Auch &amp;#039;&amp;#039;ergötzen&amp;#039;&amp;#039; (mit sekundärer [[Rundung]] von /e/ zu /ö/) ist ein Kausativ, doch hatte das Verb, das heute ‚sich erfreuen, amüsieren‘ bedeutet, ursprünglich die Bedeutung ‚Leid vergessen machen‘ und ist eine Ableitung von &amp;#039;&amp;#039;ergessen&amp;#039;&amp;#039; ‚vergessen‘. Umgekehrt bedeutete &amp;#039;&amp;#039;leiden&amp;#039;&amp;#039; ursprünglich ‚gehen‘, was in dessen Kausativ &amp;#039;&amp;#039;leiten,&amp;#039;&amp;#039; eigentlich ‚gehen machen‘, noch durchschimmert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo ein formales Kausativ nicht vorhanden ist, kann mit &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;kausativen Verben&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, also mit einem Hilfsverb wie &amp;#039;&amp;#039;machen, lassen, (zu etwas) bringen, zwingen, bewirken&amp;#039;&amp;#039; ein Kausativ konstruiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Denominale Ableitungen ===&lt;br /&gt;
Kausative können auch Ableitungen von einem [[Adjektiv]] sein. Auch hier liegt eine Wortbildung vor, die mittels eines j-Infixes vonstattengegangen ist, weshalb beim Verb [[Umlaut]]ung auftritt. Beispiele:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable sortable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Grundwort !! Kausativ&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|blau || bläuen (nur in der Bedeutung „blau färben“, nicht in der Bedeutung „schlagen“)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|braun || bräunen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|dürr&lt;br /&gt;
|dörren&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|falsch&lt;br /&gt;
|fälschen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|ganz&lt;br /&gt;
|(er)gänzen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|glatt&lt;br /&gt;
|glätten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|gram&lt;br /&gt;
|(ver)grämen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|grob&lt;br /&gt;
|(ver)gröbern&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|groß&lt;br /&gt;
|(ver)größern&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|ahd. haft (vgl. nhd. {{nowrap|-haft}}) || heften&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|hart&lt;br /&gt;
|härten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|hoch || (er)höhen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|hohl&lt;br /&gt;
|(aus)höhlen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|jung&lt;br /&gt;
|(ver)jüngen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|kalt || (er)kälten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|klar&lt;br /&gt;
|klären&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|krank || kränken&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|kraus&lt;br /&gt;
|kräuseln&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|krumm&lt;br /&gt;
|krümmen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|kühl&lt;br /&gt;
|kühlen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|kurz&lt;br /&gt;
|kürzen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|lahm&lt;br /&gt;
|lähmen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|lang&lt;br /&gt;
|(ver)längern&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|laut || läuten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|lauter&lt;br /&gt;
|läutern&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|nahe&lt;br /&gt;
|nähern&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|nass&lt;br /&gt;
|(ein-/ver)nässen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|offen&lt;br /&gt;
|öffnen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|platt&lt;br /&gt;
|plätten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|rot || röten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|sanft&lt;br /&gt;
|(be)sänftigen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|satt&lt;br /&gt;
|sättigen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|sauber&lt;br /&gt;
|säubern&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|sauer&lt;br /&gt;
|säuern&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|scharf&lt;br /&gt;
|schärfen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|schmal&lt;br /&gt;
|schmälern&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|schmuck&lt;br /&gt;
|schmücken&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|schwach&lt;br /&gt;
|schwächen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|schwanger&lt;br /&gt;
|schwängern&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|schwarz || schwärzen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|stark&lt;br /&gt;
|stärken&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|süß&lt;br /&gt;
|süßen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|taub&lt;br /&gt;
|(be)täuben&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|tot || töten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|trüb ||trüben&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|voll&lt;br /&gt;
|füllen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|warm || wärmen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|zahm&lt;br /&gt;
|zähmen&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch hier sind die Zusammenhänge nicht mehr immer durchsichtig. So steht &amp;#039;&amp;#039;gerben&amp;#039;&amp;#039; in einem kausativen Verhältnis zu &amp;#039;&amp;#039;gar,&amp;#039;&amp;#039; denn germanisch &amp;#039;&amp;#039;*garwa-&amp;#039;&amp;#039; bedeutete ‚fertig, bereit‘ und das kausative &amp;#039;&amp;#039;*garwjan-&amp;#039;&amp;#039; ‚bereiten, zurüsten‘; die bedeutungsmäßige Einschränkung auf ‚Leder zubereiten‘, wie wir sie im neuhochdeutschen &amp;#039;&amp;#039;gerben&amp;#039;&amp;#039; antreffen, ist eine sekundäre Entwicklung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kausativ im Englischen ==&lt;br /&gt;
Im [[Englische Sprache|Englischen]] gibt es auf die gleiche Weise wie im Deutschen entstandene Wortpaare, beispielsweise &amp;#039;&amp;#039;drink&amp;amp;nbsp;:&amp;amp;nbsp;drench&amp;#039;&amp;#039; (deutsch: „trinken&amp;amp;nbsp;:&amp;amp;nbsp;durchnässen“; Letzteres etymologisch identisch mit deutsch „tränken“), &amp;#039;&amp;#039;fall&amp;amp;nbsp;:&amp;amp;nbsp;fell&amp;#039;&amp;#039; (deutsch: „fallen&amp;amp;nbsp;:&amp;amp;nbsp;fällen“), &amp;#039;&amp;#039;lie&amp;amp;nbsp;:&amp;amp;nbsp;lay&amp;#039;&amp;#039; (deutsch: „liegen&amp;amp;nbsp;:&amp;amp;nbsp;legen“), &amp;#039;&amp;#039;rise&amp;amp;nbsp;:&amp;amp;nbsp;raise&amp;#039;&amp;#039; (deutsch: „aufstehen&amp;amp;nbsp;:&amp;amp;nbsp;hochheben“) oder &amp;#039;&amp;#039;sit&amp;amp;nbsp;:&amp;amp;nbsp;set&amp;#039;&amp;#039; (deutsch: „sitzen&amp;amp;nbsp;:&amp;amp;nbsp;setzen“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese aus dem Altenglischen ererbten Kausative stehen im Neuenglischen jedoch einer großen Zahl von Kausativen gegenüber, die sich phonologisch und morphologisch nicht mehr von einem Grundverb unterscheiden. Der Unterschied besteht damit einzig in der [[Valenz (Linguistik)|Valenz]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;alternation. In einigen Fällen geht dies darauf zurück, dass das Grundverb das ursprüngliche Kausativ später verdrängt hat, so etwa bei &amp;#039;&amp;#039;sink,&amp;#039;&amp;#039; das heute als starkes Verb sowohl „sinken“ wie auch „versenken“ bedeutet, wogegen das alte Kausativ &amp;#039;&amp;#039;sench&amp;#039;&amp;#039; ausgestorben ist. Viel häufiger sind hingegen diejenigen Fälle, wo ursprünglich nur intransitive (starke) Verben in späterer Zeit kausative Bedeutungen entwickelt haben. Ein Beispiel hierfür ist &amp;#039;&amp;#039;grow,&amp;#039;&amp;#039; vgl. &amp;#039;&amp;#039;The corn grows&amp;#039;&amp;#039; (deutsch: „Der Mais wächst“) im Gegensatz zu &amp;#039;&amp;#039;The man grows corn&amp;#039;&amp;#039; (deutsch: „Der Mann baut Mais an“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kausativ in nicht-indogermanischen Sprachen ==&lt;br /&gt;
Sprachen wie das [[Estnische Sprache|Estnische]], [[Japanische Sprache|Japanische]] und [[Koreanische Sprache|Koreanische]] besitzen eigene Endungen, um den Kausativ eines Verbs zu bilden. Im Japanischen wird dazu die [[Japanische Grammatik#Mizenkei|Mizenkei-Form]] des Verbstamms verwendet sowie die Endung &amp;#039;&amp;#039;-seru&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;-saseru.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Japanisch ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Kausativ im Japanischen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Verbklasse !!colspan=&amp;quot;2&amp;quot;| Verb || Kausativ ||colspan=&amp;quot;2&amp;quot;| Beispielsatz&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Japanische Grammatik#Fünfstufige Verben|fünfstufiges Verb]] || tragen || {{lang|ja-Jpan|持つ}}&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;motsu&amp;#039;&amp;#039; || {{lang|ja-Jpan|持たせる}}&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;motaseru&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| {{lang|ja-Jpan|花子は健児に鞄を持たせた.}}&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Hanako wa Kenji ni kaban o motaseta.&amp;#039;&amp;#039; || Hanako ließ Kenji die Tasche tragen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Japanische Grammatik#Einstufige Verben|einstufiges Verb]] || essen || {{lang|ja-Jpan|食べる}}&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;taberu&amp;#039;&amp;#039; || {{lang|ja-Jpan|食べさせる}}&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;tabesaseru&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| {{lang|ja-Jpan|息子に味噌汁を食べさせた.}}&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;musuko ni misoshiru o tabesaseta.&amp;#039;&amp;#039; || (Ich) zwang meinen Sohn, die [[Misosuppe]] zu essen.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Türkisch ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsätzlich kann jedes Verb in den Kausativ überführt werden, indem das Suffix „-dir“ bzw. nach stimmlosem Konsonanten „-tir“ an den Stamm angefügt wird, wobei der Vokal der [[Türkische_Sprache#Große_Vokalharmonie|großen Vokalharmonie]] unterliegt, im Beispiel unten daher zum „ü“ wird. Um hier den doppelten Kausativ zu erzeugen, wird lediglich noch das Suffix „-t“ angefügt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Kausativbeispiel im Türkischen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! einfaches Verb || einfacher Kausativ || doppelter Kausativ &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| sterben || töten || (einen Mörder) dingen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| ölmek || öldürmek || öldürtmek&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Koreanisch ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Kausativ im Koreanischen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Verbklasse !!colspan=&amp;quot;2&amp;quot;| Verb || Kausativ ||colspan=&amp;quot;2&amp;quot;| Beispielsatz&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Intransitives Verb || sich ausruhen|| 쉬다&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;swida&amp;#039;&amp;#039; || 쉬게 하다&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;swige hada&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| {{lang|ko|어머니가 아이를 쉬게 했어요.}}&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Ŏmŏni-ga ai-rŭl swige haessŏyo.&amp;#039;&amp;#039; || Die Mutter ließ das Kind sich ausruhen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Transitives Verb || schreiben || 쓰다&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;ssŭda&amp;#039;&amp;#039; || 쓰게 하다&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;ssŭge hada&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| {{lang|ko|아버지가 아이에게 편지를 쓰게 했어요.}}&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Abŏji-ga ai-ege p&amp;#039;yŏnji-rŭl ssŭge haessoyo.&amp;#039;&amp;#039; || Der Vater zwang das Kind, einen Brief zu schreiben.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Semitische Sprachen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Semitische Sprachen]] haben normalerweise einen oder sogar mehrere Kausativ[[Semitische Sprachen#Abgeleitete Stämme|stämme]]. Im [[Hebräische Sprache|Hebräischen]] sind dies &amp;#039;&amp;#039;Hiphil,&amp;#039;&amp;#039; hebr. {{lang|he|הִפְעִיל}} [{{IPA|hif&amp;#039;ʕil}}] und &amp;#039;&amp;#039;Hophal,&amp;#039;&amp;#039; hebr. {{lang|he|הׇפְעַל}} [{{IPA|hɔf&amp;#039;ʕal}}], wobei das &amp;#039;&amp;#039;Hiphil&amp;#039;&amp;#039; aktiv ist, das heißt, es hat die Bedeutung „jemanden oder etwas zu einem Tun veranlassen“ und das &amp;#039;&amp;#039;Hophal&amp;#039;&amp;#039; passiv, mit der Bedeutung „von jemanden oder etwas zu einem Tun veranlasst zu werden“. Beispiele: &amp;#039;&amp;#039;le&amp;#039;echol&amp;#039;&amp;#039; „essen“, &amp;#039;&amp;#039;le&amp;#039;ha&amp;#039;achil&amp;#039;&amp;#039; „zu essen geben“, d.&amp;amp;nbsp;h. füttern; &amp;#039;&amp;#039;lir&amp;#039;ot&amp;#039;&amp;#039; „sehen“, &amp;#039;&amp;#039;lehar&amp;#039;ot&amp;#039;&amp;#039; „zeigen“. Siehe hierzu auch [[Althebräische Grammatik#Konjugationsstämme|Konjugationsstämme im Hebräischen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Arabische Sprache|Arabischen]] ist der 4. Verbstamm, bei dem der erste [[Radikal (semitische Sprachen)|Stammkonsonant]] vokallos ist, ein Kausativ-Stamm. Aus dem Verb mit der Bedeutung „machen, tun“ mit den Formen &amp;#039;&amp;#039;fa&amp;#039;ala&amp;#039;&amp;#039; in der Vergangenheit und &amp;#039;&amp;#039;yaf&amp;#039;alu&amp;#039;&amp;#039; in der Gegenwart im 1. oder Grund-Stamm, werden im 4. Stamm die Formen &amp;#039;&amp;#039;af&amp;#039;ala&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;yuf&amp;#039;ilu&amp;#039;&amp;#039;. Die entsprechenden Formen des Verbs „schreiben“ sind &amp;#039;&amp;#039;kataba&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;yaktubu&amp;#039;&amp;#039;, die zu &amp;#039;&amp;#039;aktaba&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;yuktibu&amp;#039;&amp;#039; werden. Die angegebenen Formen beziehen sich jeweils auf die dritte Person singular, masculinum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Walter Henzen]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Wortbildung.&amp;#039;&amp;#039; 3., durchgesehene und ergänzte Auflage. Niemeyer, Tübingen 1965, S.&amp;amp;nbsp;212–214.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [http://www.hispanoteca.eu/Linguistik/k/KAUSATIVE%20VERBEN%20Verbos%20causativos.htm &amp;#039;&amp;#039;Kausative Verben&amp;#039;&amp;#039;.] Lexikon der Linguistik, Hispanoteca&lt;br /&gt;
* [http://hhr-m.userweb.mwn.de/de-causative/ Informationen über deutsche kausative Verben mit weiteren Beispielen] (englisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aktionsart]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historische Linguistik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Germanische Sprachwissenschaft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Cyberspace Odyssey</name></author>
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