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	<title>Kaufpreis - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T17:08:51Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kaufpreis&amp;diff=149763&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Priwo: +Wiktionary</title>
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		<updated>2025-03-26T19:39:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;+Wiktionary&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kaufpreis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist der [[Preis (Wirtschaft)|Preis]], der bei einem [[Kaufvertrag (Deutschland)|Kaufvertrag]] vom Käufer an den [[Verkäufer]] als [[Gegenleistung]] für den Kaufgegenstand in [[Geld]] zu entrichten ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Der Kaufpreis ist das in Geld entrichtete [[Entgelt]] für gekaufte [[Gut (Wirtschaftswissenschaft)|Güter]] oder [[Dienstleistung]]en. Der Kaufpreis beinhaltet stets die individuellen und [[Subjektivität|subjektiven]] Vorstellungen über einen [[Vermögensgegenstand]], während der [[Wert (Wirtschaft)|Wert]] als [[Intersubjektivität|intersubjektiv]] gilt und deshalb als objektivierter Preis anzusehen ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Philipp Senff, &amp;#039;&amp;#039;Compliance Management in China&amp;#039;&amp;#039;, 2015, S. 45&amp;lt;/ref&amp;gt; Zwischen dem (subjektiven Einflüssen unterliegenden) Preis und dem Wert sind Abweichungen möglich und üblich, denn „der Preis einer Sache muss ihrem Wert nicht entsprechen“.&amp;lt;ref&amp;gt;BGH, Urteil vom 25. Oktober 1967, Az.: VIII ZR 215/66&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Kaufpreis kann deshalb vom [[Marktpreis]], [[Marktwert]], [[Sachwert]] oder [[Substanzwert]] abweichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Seit Einführung des Geldes als Zahlungsmittel, verdrängte der [[Kaufvertrag]] tendenziell den [[Tauschvertrag]], so dass nicht mehr der subjektive [[Tauschwert]], sondern der objektivere Kaufpreis als Wertmaßstab für Güter und Dienstleistungen gilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem [[Klassik (Jurisprudenz)|Spätklassiker]] [[Ulpian]] ist bekannt, dass im [[römisches Recht|römischen Recht]] ein Kaufvertrag ohne Kaufpreis [[Unwirksamkeit|unwirksam]] war.&amp;lt;ref&amp;gt;Ulpian in &amp;#039;&amp;#039;[[Digesten]]&amp;#039;&amp;#039;, 18, 1, 36.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Preis besaß einen einheitlichen Namen ({{laS|&amp;#039;&amp;#039;pretium&amp;#039;&amp;#039;}}), seiner Wortbedeutung nach als „Sachwert“. Für die Klassiker stimmten Preis und Sachwert überein. Der Ausdruck „pretium“ bezeichnete das Entgelt, das man einer Sache gegenüberstellte. Das „pretium“ setzten die Beteiligten entweder beim Kauf oder bei der Sachwertschätzung fest.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Heinrich Honsell]], &amp;#039;&amp;#039;Quod interest im bonae-fidei-iudicium&amp;#039;&amp;#039;, 1969, S. 14&amp;lt;/ref&amp;gt; Für Ulpians Kollegen [[Gaius (Jurist)|Gaius]] musste der Kaufpreis „in klingendem Geld bestehen“,&amp;lt;ref&amp;gt;Gaius, &amp;#039;&amp;#039;[[Institutiones Gai|Institutionen]]&amp;#039;&amp;#039;, 3, 141&amp;lt;/ref&amp;gt; und zwar in einer bestimmten oder zumindest bestimmbaren Summe ({{laS|&amp;#039;&amp;#039;pretium certum&amp;#039;&amp;#039;}}). Das [[Bargeld]] ({{laS|&amp;#039;&amp;#039;numerata pecunia&amp;#039;&amp;#039;}}) war für die Erfüllung des Kaufvertrages essentiell. Damit galt auch der von [[Iulius Paulus]] aufgestellte Grundsatz „kein Kaufvertrag ohne Kaufpreis“ ({{laS|&amp;#039;&amp;#039;nulla emptio sine pretio&amp;#039;&amp;#039;}}).&amp;lt;ref&amp;gt;Iulius Paulus, &amp;#039;&amp;#039;Digesten&amp;#039;&amp;#039;, 18, 1, 2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In nachklassischer Zeit trat der Gedanke in den Vordergrund, dass jede Ware ihren „[[gerechter Preis|rechten Preis]]“ ({{laS|&amp;#039;&amp;#039;iustum pretium&amp;#039;&amp;#039;}}) habe und dass eine Abweichung von diesem Preis missbilligt werden müsse. Aus dieser Vorstellungswelt erwuchs eine Neuerung, die [[Justinian I.]] mittels entsprechender [[Interpolation (Literatur)|Abänderung]] zweier [[Edikt|Reskripte]] seiner Vorgänger [[Diokletian]] und [[Maximian]] auf den Weg brachte:&amp;lt;ref&amp;gt;[[Paul Jörs]]: &amp;#039;&amp;#039;Römisches Recht: Römisches Privatrecht - Abriss des Römischen Zivilprozessrechts&amp;#039;&amp;#039;, 1949, S. 229.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Verkäufer erhielt nunmehr ein Recht, Kaufverträge aufzulösen und die Kaufsache zurückzufordern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Mittelalter]] kam der Begriff Kaufpreis offensichtlich 1556 nach Deutschland aus dem holländischen [[Leiden (Stadt)|Leiden]] ({{nlS|&amp;#039;&amp;#039;koopprijs&amp;#039;&amp;#039;}}), wo das Wissensbuch der Stadt davon sprach, dass der Marktpreis wohl niedriger als der Kaufpreis lag.&amp;lt;ref&amp;gt;Kenningboek der stad Leiden, 1553/1570, S. 50&amp;lt;/ref&amp;gt; Erst im Jahre 1774 ging er endgültig als „pactirter [vertraglich geregelter, d. Verf.] Kaufpreiß“ in die deutsche Kaufmannssprache über.&amp;lt;ref&amp;gt;Franz Blasius Martin Wagner, &amp;#039;&amp;#039;Der Civil- und Cameralbeamte&amp;#039;&amp;#039;, 1774, S. 190&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Juni 1794 bestimmte das [[Allgemeines Preußisches Landrecht|Allgemeine Preußische Landrecht]] (APL), dass der Kaufpreis „in einer bestimmten Summe Geldes bestehen“ muss (I 11, § 46 APL). Auch in [[Österreich]] muss der Kaufpreis seit Januar 1811 „in barem Gelde bestehen“ (§ 1054 [[ABGB]]). Im [[Handelsrecht (Deutschland)|deutschen Handelsrecht]] galt 1829 als erste [[Pflicht (Recht)|Pflicht]] eines jeden Käufers stets die Bezahlung des Kaufpreises.&amp;lt;ref&amp;gt;Meno Pöhls, &amp;#039;&amp;#039;Darstellung des gemeinen deutschen und des Hamburgischen Handelsrechts für Juristen und Kaufleute&amp;#039;&amp;#039;, Band II, 1829, S. 165&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Deutschland ==&lt;br /&gt;
Der Kaufpreis ist ein [[Rechtsbegriff]], der als kaufvertragstypische [[Hauptleistungspflicht]] in {{§|433|bgb|juris}} Abs. 2 [[Bürgerliches Gesetzbuch|BGB]] vorgesehen ist. Während in anderen Staaten das [[Kaufvertragsrecht]] eindeutig vorschreibt, dass der Kaufpreis in Geld zu bestehen hat, ist dies im BGB nicht vorgesehen. Dazu entschied das [[Reichsgericht]] (RG) im Juli 1916, dass der Kaufpreis in Geld zu entrichten ist.&amp;lt;ref&amp;gt;RG, Urteil vom 1. Juli 1916, Az.: Rep. V. 140/16 = RGZ 88, 361, 364&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Kaufpreis muss in Geld oder [[Fremdwährung]] bezahlt werden, weil ansonsten [[Tausch]] vorliegt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Otto Palandt]]/Walter Weidenkaff, &amp;#039;&amp;#039;[[Grüneberg (Gesetzeskommentar)|BGB-Kommentar]]&amp;#039;&amp;#039;, 73. Auflage, 2014, $ 433, Rn. 35&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei einem [[Mangel (Recht)|Mangel]] darf der Käufer gemäß {{§|437|bgb|juris}} Nr. 2 BGB den Kaufpreis [[Minderung|mindern]]. Hierbei ist gemäß {{§|441|bgb|juris}} Abs. 3 BGB der Kaufpreis in dem Verhältnis herabzusetzen, in welchem zur Zeit des Vertragsschlusses der Wert der Sache in mangelfreiem Zustand zu dem wirklichen Wert gestanden hätte. Geht der Verkäufer, der [[Hersteller]] oder ein sonstiger Dritter in einer [[Erklärung]] oder [[Werbung]], die vor oder bei Abschluss des Kaufvertrags verfügbar war, zusätzlich zu der gesetzlichen [[Mängelhaftung]] insbesondere die Verpflichtung ein, den Kaufpreis zu erstatten, die Sache [[Umtausch|auszutauschen]], [[Nachbesserung|nachzubessern]] oder in ihrem Zusammenhang [[Dienstleistung]]en zu erbringen, falls die Sache nicht diejenige Beschaffenheit aufweist oder andere als die Mängelfreiheit betreffende Anforderungen nicht erfüllt, die in der Erklärung oder einschlägigen Werbung beschrieben sind, stehen dem Käufer im Garantiefall unbeschadet der gesetzlichen Ansprüche die Rechte aus der Garantie gegenüber demjenigen zu, der die Garantie gegeben hat ({{§|443|bgb|juris}} Abs. 1 BGB).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kaufpreis spielt in mehreren weiteren Gesetzen eine Rolle. Ist im [[Handelsrecht (Deutschland)|Handelsrecht]] der Kaufpreis nach dem [[Wägewert|Gewicht]] der Ware zu berechnen, so kommt das Gewicht der [[Verpackung]] ([[Tara (Gewicht)|Taragewicht]]) in Abzug, wenn nicht aus dem Vertrag oder dem [[Handelsbrauch]] des Ortes, an welchem der Verkäufer zu erfüllen hat, sich ein anderes ergibt ({{§|380|hgb|juris}} Abs. 1 [[Handelsgesetzbuch|HGB]]). Aufgrund der in {{§|195|bbaug|juris}} [[Baugesetzbuch|BauGB]] vorgesehenen Kaufpreissammlung sind im [[Baurecht (Deutschland)|Baurecht]] gemäß {{§|196|bbaug|juris}} BauGB flächendeckend durchschnittliche [[Lage (Immobilie)|Lagewerte]] für den [[Baugrund|Boden]] unter Berücksichtigung des unterschiedlichen Entwicklungszustands zu ermitteln ([[Bodenrichtwert]]e).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstige europäische Länder ==&lt;br /&gt;
In [[Österreich]] muss der Kaufpreis in „barem Gelde bestehen“ und darf gemäß § 1054 ABGB weder [[Zivilrechtlicher Bestimmtheitsgrundsatz (Österreich)|unbestimmt]] noch gesetzwidrig sein. Dabei ist gemäß § 934 ABGB zu beachten, dass der Marktpreis des Kaufgegenstandes weder unter der Hälfte des Kaufpreises liegen darf noch der Kaufpreis den Marktpreis um die Hälfte übersteigen darf, weil ansonsten eine Vertragsaufhebung wegen „Verkürzung über die Hälfte“ möglich ist. Auch in der [[Schweiz]] gehört der Kaufpreis gemäß Art. 184 [[Obligationenrecht (Schweiz)|OR]] zu den Hauptleistungspflichten eines Kaufvertrags. Danach ist der Kaufpreis genügend bestimmt, wenn er nach den Umständen bestimmbar ist. In den [[Niederlande]]n besteht ein Kaufvertrag nicht, solange der Kaufpreis nicht festgelegt ist (Art. 1494 [[Burgerlijk Wetboek (Niederlande)|NBW]]). In [[Frankreich]] ist das [[Eigentum]] am Kaufgegenstand erworben, wenn sich die Parteien über die Kaufsache und den Preis ({{frS|&amp;#039;&amp;#039;prix&amp;#039;&amp;#039;}}) geeinigt haben (Art. 1583 [[Code civil]]). Dabei muss der Verkaufspreis ({{frS|&amp;#039;&amp;#039;prix de la vente&amp;#039;&amp;#039;}}) von den Parteien festgelegt und bestimmt werden (Art. 1591 CC). Das römische Recht findet sich auch wieder in [[Spanien]] (Art. 1445 [[Código Civil (Spanien)|Código Civil]]) oder [[Portugal]] (Art. 1544 [[Código Civil (Portugal)|Código Civil]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Kaufpreisaufteilung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4219607-3}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4219607-3|LCCN=sh85106622|NDL=00564705}}   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vertragsrecht]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Priwo</name></author>
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