<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Kauderwelsch</id>
	<title>Kauderwelsch - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Kauderwelsch"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kauderwelsch&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-11T05:47:24Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kauderwelsch&amp;diff=116786&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Phzh: Form, typo</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kauderwelsch&amp;diff=116786&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-02-03T10:24:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Form, typo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kauderwelsch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine Bezeichnung für eine verworrene Sprechweise, ein unverständliches Gemisch aus mehreren [[Sprache]]n oder eine unverständliche fremde Sprache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Die [[Etymologie]] des vor dem 16. Jahrhundert entstandenen Wortes ist nicht eindeutig. Der zweite Wortbestandteil &amp;#039;&amp;#039;[[Welsche|welsch]]&amp;#039;&amp;#039; ist eine alte Bezeichnung für [[Romanische Sprache|romanische Sprachen]] (auch [[Keltische Sprachen|keltische]]) und ihre Sprecher; sie findet sich in geographischen Bezeichnungen wie [[Welschschweiz]], [[Welschtirol]], [[Wallonien]] und [[Walachei (Region)|Walachei]], aber auch in [[Echte Walnuss|Walnuss]]. Im Englischen steht &amp;#039;&amp;#039;[[Walisische Sprache|welsh]]&amp;#039;&amp;#039; für die Sprache in [[Wales]].&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Pfeifer et al.: &amp;#039;&amp;#039;Etymologisches Wörterbuch des Deutschen&amp;#039;&amp;#039; (1993), digitalisierte und von Wolfgang Pfeifer überarbeitete Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache ([https://www.dwds.de/wb/etymwb/welsch online] auf dwds.de). Abgerufen am 14. August 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt; Für den ersten Wortteil werden unterschiedliche Herleitungen genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Nach den Wörterbüchern von [[Karl Weigand]] und der [[Brüder Grimm]] geht das Vorderglied der Zusammensetzung auf &amp;#039;&amp;#039;kaudern&amp;#039;&amp;#039; „Zwischenhandel treiben, makeln“ zurück, so dass mit &amp;#039;&amp;#039;Welsch&amp;#039;&amp;#039; ursprünglich die (Misch-)Sprache italienischer Händler und [[Geldwechsler]] (vgl. [[Johann Fischart|Fischart]]: „die welschen hausierer, kauderwelschen Lamparter“, also [[Lombardei|Lombarden]]) gemeint wäre.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Deutsches Wörterbuch]] von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm,&amp;#039;&amp;#039; Band XI, Spalte 308 ([https://woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&amp;amp;lemid=K02663 online]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Martin Luther|Luther]] bezog das Wort auf die [[Rätoromanische Sprachen|Rätoromanen]] &amp;#039;&amp;#039;(der Chauderwelschen oder Churwallen kahle Glossen),&amp;#039;&amp;#039; so dass es ursprünglich die „welsche Sprache der Einwohner von [[Chur]] in [[Graubünden]], Churwelsch, Churer-Welsch“ bedeutet und dann die allgemeine Bedeutung „unverständliche Sprache“ angenommen hätte (vgl. auch spanisch &amp;#039;&amp;#039;Chau Chau&amp;#039;&amp;#039; für Kauderwelsch als Bezeichnung ausländischer Sprachen). Bürger wie Hermannus Kudirwale (Köln, 1247) und Berchtold Khawderwalch (Rain am Lech, 1379) waren laut [[Friedrich Kluge]] und Alfred Götze Rätoromanen aus dem Rheintal von Chur, dessen Name im benachbarten Tirol seit etwa 1050 „Kauer“ lautet. Über „Kaurerwelsch“ sei dann „Kauderwelsch“ entstanden. Um 1450 schrieb der Schwabe Hermann von Sachsenheim „Churwalchen ist ein pöse Sprach, besonders in dem Engendin“.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Friedrich Kluge]], [[Alfred Götze (Philologe)|Alfred Götze]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache]].&amp;#039;&amp;#039; 20. Auflage. Hrsg. von [[Walther Mitzka]]. De Gruyter, Berlin / New York 1967; Neudruck (21., unveränderte Auflage) ebenda 1975, ISBN 3-11-005709-3, S. 359.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch gemäß dem neueren &amp;#039;&amp;#039;Duden Herkunftswörterbuch&amp;#039;&amp;#039; besteht der Zusammenhang zu Chur darin, dass der Ortsname im Tirolerischen &amp;#039;&amp;#039;Kauer&amp;#039;&amp;#039; heißt und demzufolge das Wort eigentlich &amp;#039;&amp;#039;Churromanisch&amp;#039;&amp;#039; bedeuten würde.&lt;br /&gt;
* Nach Karl Trübner geht der erste Teil des Wortes auf [[frühneuhochdeutsch]] &amp;#039;&amp;#039;kūder&amp;#039;&amp;#039; ‚[[Werg]]‘ zurück. Zunächst soll &amp;#039;&amp;#039;der Kauderwelsch&amp;#039;&amp;#039; die abwertende Bezeichnung für den italienischen Flachs- und Werghändler gewesen sein.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl I. Trübner: &amp;#039;&amp;#039;Trübners Deutsches Wörterbuch.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Walter Heuer (Sprachpfleger)|Walter Heuer]]: &amp;#039;&amp;#039;Darf man so sagen? Kritisch-vergnügliche Glossen zu unserer Gegenwartssprache&amp;#039;&amp;#039; (Deutsch unter der Lupe, Band 2). Buchverlag der [[Neue Zürcher Zeitung|NZZ]], Zürich 1976, S. 24.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Pfeifer (Etymologe)|Wolfgang Pfeifer]] ergänzte die obengenannten Herleitungsversuche, die er kurz bespricht, um «einen Zusammenhang mit oder Beeinflussung durch» oberdeutsch &amp;#039;&amp;#039;kudern, kaudern&amp;#039;&amp;#039; „undeutlich sprechen“, ein zunächst wohl lautmalerisch das Kollern des Truthahns bezeichnendes Verb.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Etymologisches Wörterbuch des Deutschen.&amp;#039;&amp;#039; Erarbeitet im Zentralinstitut für Sprachwissenschaft, Berlin, unter der Leitung von Wolfgang Pfeifer. Akademie, Berlin 1989 und zahlreiche Neuauflagen ([https://www.dwds.de/wb/kauderwelsch online] auf dwds.de).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Gibberisch]]&lt;br /&gt;
* [[Grammelot]]&lt;br /&gt;
* [[Makkaronische Dichtung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Kluge]] (Begr.), Elmar Seebold (Bearb.): &amp;#039;&amp;#039;[[Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache]].&amp;#039;&amp;#039; 23., erweiterte Auflage. De Gruyter, Berlin 1995, ISBN 3-11-012922-1, S. 434.&lt;br /&gt;
* [[Salcia Landmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Jiddisch. Abenteuer einer Sprache.&amp;#039;&amp;#039; Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1964, S. 80.&lt;br /&gt;
* [[Siegmund A. Wolf]]: &amp;#039;&amp;#039;Wörterbuch des Rotwelschen&amp;#039;&amp;#039;. Bibliographisches Institut, Mannheim 1956, S. 9.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Duden Das Herkunftswörterbuch (Etymologie der deutschen Sprache).&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2001, S. 398.&lt;br /&gt;
* {{Deutsches Wörterbuch |Lemma=Kauderwelsch |Band=5 |Sp=308–310 |lemid=K02663}}&lt;br /&gt;
* {{Deutsches Wörterbuch |Lemma=kaudern |Band=5 |Sp=307 |lemid=K02660}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Kauderwelsch}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sprachtyp]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Phzh</name></author>
	</entry>
</feed>