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	<title>Katrin Reemtsma - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T07:52:36Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Gmünder: HC: Entferne Kategorie:Reemtsma (Familie); Ergänze Kategorie:Mitglied der Familie Reemtsma</title>
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		<updated>2023-12-13T05:10:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:HC&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:HC (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;HC&lt;/a&gt;: Entferne &lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Reemtsma_(Familie)&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Reemtsma (Familie) (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Reemtsma (Familie)&lt;/a&gt;; Ergänze &lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Mitglied_der_Familie_Reemtsma&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Mitglied der Familie Reemtsma (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Mitglied der Familie Reemtsma&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Katrin Reemtsma&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[30. August]] [[1958]] in [[Lüneburg]]; † [[9. Juni]] [[1997]] in [[Berlin]]) war eine deutsche [[Ethnologe|Ethnologin]] und Menschenrechtsaktivistin, die sich vor allem für [[Roma (Volk)|Roma]] engagierte. Sie wurde von ihrem Lebensgefährten getötet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Katrin Reemtsma stammte aus der [[Reemtsma (Familie)|Industriellen-Familie Reemtsma]] und war die Großcousine des Literaturwissenschaftlers und Mäzens [[Jan Philipp Reemtsma]].  Katrin Reemtsma studierte in [[Universität Hamburg|Hamburg]], [[Georg-August-Universität Göttingen|Göttingen]] und [[University of California, Berkeley|Berkeley]] [[Ethnologie]] und [[Volkskunde]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon mit 18 Jahren engagierte sie sich in der [[Gesellschaft für bedrohte Völker]] (GfbV) für ethnische [[Minderheit]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang der 1980er Jahre arbeitete sie in der Organisation des 3. Welt-Roma-Kongresses mit, der in Göttingen stattfand. Anschließend war sie von 1981 bis 1987 in Göttingen für die GfbV als Referentin für [[Sinti]] und Roma tätig. Seit 1987 war sie ehrenamtliche Koordinatorin der GfbV für Sinti und Roma in Berlin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn der 1990er Jahre lebte sie mit Asmet S., einem serbischen Rom, zusammen. Asmet S. kam in dieser Zeit als Flüchtling aus dem damaligen [[Jugoslawien]] nach [[Berlin]]. Reemtsma und Asmet S. hatten zwei gemeinsame Kinder, eine Tochter und einen Sohn, die 1997 fünf und drei Jahre alt waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Berlin war Reemtsma als freiberufliche Ethnologin tätig und verfasste Gutachten für Gerichte und das Europäische Parlament. Sie verfasste im Lauf der Jahre zahlreiche Artikel für die Zeitschrift der Gesellschaft für bedrohte Völker, &amp;#039;&amp;#039;[[Pogrom (Zeitschrift)|Pogrom]]&amp;#039;&amp;#039;, und betreute mehrere Sonderausgaben dieser Zeitschrift, unter anderem über [[Afghanistan]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Tod von Reemtsma und der Prozess ==&lt;br /&gt;
Am 9. Juni 1997 wurde Reemtsma von ihrem Lebensgefährten in ihrer gemeinsamen Wohnung in Berlin-Friedenau erstochen. Die Gründe dafür blieben auch im Prozess, der im Oktober 1997 am [[Landgericht Berlin|Berliner Landgericht]] stattfand, letztlich unklar. Asmet S. wurde wegen [[Totschlag (Deutschland)|Totschlags]] zu 12 Jahren Haft verurteilt. Möglicherweise hatte er die angekündigte Trennung nicht akzeptieren wollen. Reemtsma hatte ihrem Lebensgefährten nach Angaben des Gerichts zwischen Mai 1996 und Februar 1997 nahezu 200.000 D-Mark überwiesen. Fragen nach dem Verbleib des Geldes wurden von Asmet S. vor Gericht nicht beantwortet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bollwahn&amp;quot;&amp;gt;Barbara Bollwahn: &amp;#039;&amp;#039;Der tragische Tod von Katrin Reemtsma vor Gericht. Der Lebensgefährte widerspricht sich. Er tischt dem Gericht verworrene Geschichten auf.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;TAZ&amp;#039;&amp;#039;, 28. Oktober 1997, S. 6.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch der psychische Zustand des Lebensgefährten blieb unklar: Nach Medienberichten erzählte er dem Gericht „wirre Geschichten [...] von Telepathie, von Elektrizität und daß Katrin Reemtsma ‚noch lebt‘“.&amp;lt;ref&amp;gt;„Asmet S., ein großer schlanker Mann mit buschigem Schnauzbart, tischte wirre Geschichten auf: Er erzählte von Telepathie, von Elektrizität und dass Katrin Reemtsma ‚noch lebt‘.“ In: Bollwahn: &amp;#039;&amp;#039;Der tragische Tod.&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;TAZ&amp;#039;&amp;#039;, 28. Oktober 1997.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Gutachter des Gerichts bescheinigte Asmet S. jedoch weder einen wahnhaften Zustand noch eine akute psychische Störung.&amp;lt;ref&amp;gt;Jens Rübsam: &amp;#039;&amp;#039;Ein Urteil, viele Fragezeichen: Berliner Landgericht verurteilt Lebensgefährten von Katrin Reemtsma wegen Totschlags zu 12 Jahren Haft. Tatmotiv bleibt unklar.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;TAZ&amp;#039;&amp;#039;, 1. November 1997, S. 6.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verarbeitung im Roman und Film ==&lt;br /&gt;
Schon der serbische Schriftsteller und Roma-Funktionär [[Rajko Đurić]], der damals Vorsitzender der [[International Roma Union|Internationalen Roma Union]] war, äußerte 1997 in einem persönlichen Nachruf, der in der &amp;#039;&amp;#039;[[die tageszeitung|TAZ]]&amp;#039;&amp;#039; erschien, dass der Tod von Reemtsma und die „persönlichen, familiären, psychosozialen, historischen und politischen Wege und Momente“, die sich im Todesdrama um Katrin Reemtsma kreuzten, „Motiv für einen politisch-soziologischen Roman sein“ könnten.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Zum Tod von Katrin Reemtsma: Die Tragödie: Ein persönlicher Nachruf von Rajko Djuric.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;TAZ&amp;#039;&amp;#039;, 16. Juni 1997, S. 5.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1999 drehte die Regisseurin [[Ulrike Rode]] einen Film &amp;#039;&amp;#039;Wer war Katrin Reemtsma?&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.imdb.com/title/tt0286819/ Seite der IMDB über den Film von Ulrike Rode]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2007 erschien der Roman &amp;#039;&amp;#039;Das reiche Mädchen&amp;#039;&amp;#039; des rumäniendeutschen Schriftstellers [[Richard Wagner (Schriftsteller)|Richard Wagner]], in dem er den Tod Reemtsmas verarbeitet hat. Volker Müller, der Rezensent der &amp;#039;&amp;#039;Berliner Zeitung&amp;#039;&amp;#039;, schreibt über den Roman: „Ihr Schicksal steht dafür, dass das Aufeinandertreffen traditionaler und moderner Kulturen dissonanter verläuft als wohl gemeinte Multikulti-Harmonien es vorspielten. (…) Der grausige Tod der Berliner Roma-Expertin ist für Wagner ein Fallbeispiel dafür, wohin jene kulturelle Toleranz führt, die mit der Hegemonie des aufgeklärt Europäischen Grundsätze von Demokratie und individueller Freiheit preisgibt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Volker Müller: {{Webarchiv|url=http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/spezial/kritiken/buecher/91435/index.php |wayback=20080927051626 |text=: &amp;#039;&amp;#039;Tödlicher Multikultitraum: Richard Wagners politisch-soziologisches Romanpamphlet gegen das Gutmenschentum.&amp;#039;&amp;#039;  }} &amp;#039;&amp;#039;Berliner Zeitung&amp;#039;&amp;#039;, 27. Dezember 2007&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Roma in Jugoslawien, Minderheiten-Report&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;ZDWF-Schriftenreihe&amp;#039;&amp;#039;, Band 37). [[Gesellschaft für bedrohte Völker]], Zentrale Dokumentationsstelle der Freien Wohlfahrtspflege für Flüchtlinge (ZDWF), Bonn 1990, {{DNB|900879173}}.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Sinti und Roma. Kultur, Geschichte, Gegenwart&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Beck’sche Reihe&amp;#039;&amp;#039;, Band 1155). Beck, München 1996, ISBN 3-406-39255-5.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zigeuner in der ethnographischen Literatur. Die „Zigeuner“ der Ethnographen&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Materialien des Fritz-Bauer-Instituts, Studien- und Dokumentationszentrum zur Geschichte und Wirkung des Holocaust&amp;#039;&amp;#039;, Band 16). Fritz-Bauer-Institut, Frankfurt am Main 1996.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Exotismus und Homogenisierung – Verdinglichung und Ausbeutung. Aspekte ethnologischer Betrachtungen der „Zigeuner“ in Deutschland nach 1945.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;„Zwischen Romantisierung und Rassismus“. Sinti und Roma. 600 Jahre in Deutschland.&amp;#039;&amp;#039; [[Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg]], Stuttgart 1998 [https://www.lpb-bw.de/publikationen/sinti/sinti12.htm (online)].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen / Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Barbara Bollwahn]]: &amp;#039;&amp;#039;Ein Leben für die Entrechteten.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[die tageszeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, 25. Oktober 1997, S. 7.&lt;br /&gt;
* Barbara Bollwahn: &amp;#039;&amp;#039;Ein Tod ohne Erklärung&amp;#039;&amp;#039;, in: TAZ 25. Oktober 1997, S. 6–7.&lt;br /&gt;
* Jens Rübsam: &amp;#039;&amp;#039;Ein Urteil, viele Fragezeichen: Berliner Landgericht verurteilt Lebensgefährten von Katrin Reemtsma wegen Totschlags zu 12 Jahren Haft. Tatmotiv bleibt unklar.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;TAZ&amp;#039;&amp;#039;, 1. November 1997, S. 6.&lt;br /&gt;
* Barbara Bollwahn: &amp;#039;&amp;#039;Der tragische Tod von Katrin Reemtsma vor Gericht. Der Lebensgefährte widerspricht sich. Er tischt dem Gericht verworrene Geschichten auf.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;TAZ&amp;#039;&amp;#039;, 28. Oktober 1997. S. 6.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zum Tod von Katrin Reemtsma: Die Tragödie: Ein persönlicher Nachruf von Rajko Djuric.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;TAZ,&amp;#039;&amp;#039; 16. Juni 1997, S. 5.&lt;br /&gt;
* Tilman Zülch, Yvonne Bangert: &amp;#039;&amp;#039;Abschied von Katrin Reemtsma.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Pogrom&amp;#039;&amp;#039;, 251, 6/2008 (&amp;#039;&amp;#039;40 Jahre [[Gesellschaft für bedrohte Völker]]&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Belletristische Darstellung&lt;br /&gt;
* [[Richard Wagner (Schriftsteller)|Richard Wagner]]: &amp;#039;&amp;#039;Das reiche Mädchen.&amp;#039;&amp;#039; [[Aufbau Verlag|Aufbau]], Berlin 2007, ISBN  978-3-351-03226-5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|113744919}}&lt;br /&gt;
* {{Perlentaucher|28192|b|Das reiche Mädchen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=113744919|LCCN=n/97/64897|VIAF=62235325}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Reemtsma, Katrin}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethnologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Menschenrechtsaktivist (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kriminalfall 1997]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Lüneburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1958]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1997]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Familie Reemtsma]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Reemtsma, Katrin&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutsche Ethnologin und Menschenrechtsaktivistin&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=30. August 1958&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Lüneburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=9. Juni 1997&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Gmünder</name></author>
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