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	<title>Kathmandutal - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kathmandutal&amp;diff=977919&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Till.niermann am 21. August 2024 um 15:59 Uhr</title>
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		<updated>2024-08-21T15:59:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Welterbe&lt;br /&gt;
|Name          = Tal von Kathmandu&lt;br /&gt;
|Bild          = [[Datei:Kathmandu valley scene Shivapuri Nagarjun.JPG|250px]]&lt;br /&gt;
|Beschriftung  = Kathmandutal vom Shivapuri Nagarjun-Nationalpark aus gesehen&lt;br /&gt;
|Staats-Gebiet = {{Nepal}} &lt;br /&gt;
|Typ           = Kultur&lt;br /&gt;
|Kriterien     = (iii) (iv) (vi)&lt;br /&gt;
|Fläche        = 167,37&lt;br /&gt;
|Puffer        = 70,29&lt;br /&gt;
|Referenz-Nr   = 121bis&lt;br /&gt;
|Link          = https://whc.unesco.org/en/list/121&lt;br /&gt;
|Region        = Asien und Pazifik&lt;br /&gt;
|Jahr          = 1979&lt;br /&gt;
|Sitzung       = &lt;br /&gt;
|Erweiterung   = 2006&lt;br /&gt;
|Gefährdung    = 2003–2007&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kathmandutal&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine Landschaft in [[Nepal]], in deren Zentrum die Hauptstadt [[Kathmandu]] liegt.&lt;br /&gt;
[[Datei:Kathmandu valley.jpg|mini|250px|Ein Blick ins ländliche Kathmandutal, 1992]]&lt;br /&gt;
Es hat eine Ausdehnung von ungefähr 35&amp;amp;nbsp;km in West-Ost-Richtung und 30&amp;amp;nbsp;km in Nord-Süd-Richtung und umfasst eine Fläche von ca. 950&amp;amp;nbsp;[[Quadratkilometer|km²]]. Eingebettet in das Mittelgebirge von Nepal ist es jedoch kein [[Tal]] im eigentlichen Sinn, sondern ein (ehemaliges See-) [[Becken (Geologie)|Becken]] mit einem relativ ausgedehnten und flachen, zwischen {{Höhe|1300}} und {{Höhe|1400}} über dem Meeresspiegel liegenden Boden, das von Bergen umgeben ist, deren Gipfel fast {{Höhe|3000}} erreichen. Kein größeres Gewässer fließt von außen in dieses Becken hinein; der [[Bagmati (Fluss)|Bagmati]] sammelt die Vielzahl von Bächen und kleinen Flüssen, die an den Talhängen entspringen, und entwässert das Gebiet nach Süden durch eine enge Schlucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klima ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klimatisch ist das Kathmandutal ausgesprochen begünstigt. Im Mittel liegen die Tageshöchsttemperaturen in Kathmandu im Juni bei 24&amp;amp;nbsp;°C, die mittleren Tiefsttemperaturen im Januar liegen bei 7&amp;amp;nbsp;°C. Die Temperatur fällt fast nie unter den Gefrierpunkt (erster Schnee seit 63 Jahren im Winter 2006), andererseits werden nur selten mehr als 30&amp;amp;nbsp;°C gemessen. Wegen des herrschenden [[Monsun|Sommermonsuns]] fallen die Niederschläge besonders im Zeitraum von Mitte Juni bis Ende September.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung / Siedlungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Nepaul valley map 1802.jpg|mini|links|Historische Karte des Kathmandutales aus dem Jahre 1802]]&lt;br /&gt;
Die Oberflächengestalt und das Klima ermöglichen eine intensive landwirtschaftliche Nutzung und auch die Höhenlage nahe der [[Malaria]]-Obergrenze begünstigte eine Besiedlung durch den Menschen, die seit mindestens 2000 Jahren nachgewiesen ist (siehe [[Swayambhunath]]). Das Kathmandutal ist seit jeher kulturelles und politisches Zentrum Nepals. Zeitweise war das Gebiet in drei Fürstentümer aufgeteilt, die Königspaläste von [[Kathmandu]], [[Lalitpur (Nepal)|Lalitpur]] und [[Bhaktapur]] sind beeindruckende Symbole der Macht und Zeugnisse der Kunstfertigkeit. Auch heute noch sind diese drei Städte die wichtigsten Siedlungen im Tal, wobei Kathmandu mit ca. 700.000 Einwohnern mit Abstand die größte Stadt darstellt. Es folgen, mit Kathmandu verschmolzen und nur durch den Bagmati getrennt, die Stadt Lalitpur (ehemals Patan) mit ca. 200.000 Einwohnern und wenige Kilometer östlich von Kathmandu die Stadt Bhaktapur mit gut 80.000 Einwohnern. Einige kleinere Orte, wie [[Kirtipur]] oder [[Madhyapur Thimi]] haben sich zwischenzeitlich zu Städten mit jeweils über 60.000 bis 80.000 Einwohnern entwickelt. Die Wachstumsraten der Städte im Kathmandutal sind exorbitant und liegen teilweise über 7 % pro Jahr. Der Großraum Kathmandu verzeichnet mittlerweile ca. 1,5 Millionen Einwohner. Es gibt Ansätze, die unplanmäßige Entwicklung durch geplante Stadterweiterungen in den Griff zu bekommen. Dennoch ist das Wachstum ungebremst. Kathmandu und Lalitpur nehmen bereits einen größeren Teil der Talfläche ein; die Siedlungsfläche ist mittlerweile deutlich größer als die verbleibende landwirtschaftliche Fläche und die völlige Besiedlung des Kathmandutales in wenigen Jahren ist abzusehen. Ländliche Siedlungen, bäuerliche Einzelgehöfte, [[Streusiedlung]]en oder Dörfer sind nur noch am äußeren Rand des Tales vorzufinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ethnien, Religion ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kathmandutal ist ein ethnischer und kultureller Schmelztiegel; Menschen unterschiedlichster Herkunft sind hier vertreten; die vorwiegend städtisch lebenden [[Newar]] stellen jedoch die Mehrheit. Weiterhin wohnen viele Angehörige der [[Tamang]] im Gebiet des Tales, vor allem an dessen Rand. Die meisten Menschen sind [[Hinduismus|Hindus]], aber auch der [[Buddhismus]] hat viele Anhänger. Beide Religionen sind mit den frühesten archäologischen Funden im Tal nachweisbar.&amp;lt;ref name=&amp;quot;donner&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur| Autor=Wolf Donner| Titel=Nepal| Reihe=Beck’sche Reihe/Aktuelle Länderkunden| Verlag=C. H. Beck| Jahr=1990| ISBN=3-406-33179-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerungsentwicklung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Einwohnerzahlen des Kathmandutals.&amp;lt;ref&amp;gt;Pravakar Pradhan und Ranjith Perera (2005): &amp;#039;&amp;#039;Urban Growth and Its Impact on the Livelihoods of Kathmandu Valley, Nepal&amp;#039;&amp;#039;. (UMP-Asia Occasional Paper No. 63) {{Webarchiv | url=http://www.serd.ait.ac.th/ump/OP63_UMP.pdf | wayback=20050429194622 | text=pdf}}, S. 14&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot; |&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Jahr&lt;br /&gt;
! 1971&lt;br /&gt;
! 1981&lt;br /&gt;
! 1991&lt;br /&gt;
! 2001&lt;br /&gt;
! 2011&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Einwohner || 249.563 || 363.507 || 661.836 || 1.046.185 || 1.442.762&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Architektur, Baudenkmäler ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Allgegenwart der Religion in Staat und Gesellschaft und die lange Zeit des kulturellen Wettbewerbs zwischen den Herrschern der drei Königsstädte führten zu einer beeindruckenden Fülle sakraler und profaner Bauten im Kathmandutal, von nur quadratmetergroßen Tempelchen an Hausecken oder in Wandnischen über stattliche [[Pagode]]n und [[Stupa]]s bis hin zu ausgedehnten Palast- und Klosteranlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur selten sind die Baudenkmäler älter als ein paar hundert Jahre. Die Gründe dafür liegen in der traditionellen Bauweise, die sich der lokal verfügbaren Baustoffe Lehmziegel und Holz bedient und nie darauf abzielte, Bauwerke für die Ewigkeit zu schaffen. Auch gab es im Laufe der Geschichte verheerende [[Erdbeben]] und Brände, und schließlich wurden Bauten, die nicht mehr genutzt wurden (beispielsweise aufgrund von Verschiebungen der religiösen Bedeutung), auch nicht als erhaltenswert erachtet. Erst seit Einsetzen des [[Tourismus]] werden nach und nach westlich geprägte Vorstellungen von [[Denkmalschutz]] übernommen, und es gab und gibt eine Vielzahl von Projekten, die, vom Ausland finanziert, sich mit der Sanierung und Restaurierung von historisch wichtigen Einzelgebäuden und Gebäudeensembles befassen. Seit 1979 sind einzelne Denkmäler des Tals von der UNESCO als [[Weltkulturerbe]] eingestuft.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://whc.unesco.org/en/list/121|titel=Kathmandu Valley|autor=UNESCO World Heritage Centre|sprache=en|zugriff=2017-08-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieser Schutzstatus war jedoch akut gefährdet, da die damit verbundenen Auflagen wegen des starken Bevölkerungsdruckes, der enormen Umweltprobleme und des Geldmangels des Staates kaum noch eingehalten werden konnten. Zwischen 2003 und 2007 war das Kathmandutal daher auf der [[Rote Liste des gefährdeten Welterbes|Roten Liste des gefährdeten Welterbes]] eingetragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sakralbauten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Atbhaktapur.jpg|mini|Die [[Nyatapola-Tempel|Nyatapola-Pagode]] in Bhaktapur]]&lt;br /&gt;
Seit Jahrhunderten leben im Kathmandutal [[Hinduismus|Hindus]] und [[Buddhismus|Buddhisten]] auf relativ eng begrenztem Raum zusammen. Ihre religiösen Bauwerke sind denn auch im ganzen Tal zu finden, und es hat sich jeweils ein typisch nepalischer Baustil herausgebildet. Von außen lässt sich nicht immer erkennen, ob ein Tempel buddhistisch oder hinduistisch ist, in Einzelfällen gibt es sogar eine Mischnutzung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den ältesten Kultbauten gehört der ursprünglich aus [[Indien]] stammende (buddhistische) [[Stupa]]. Die bekanntesten und größten Stupas des Kathmandutals stehen in [[Bodnath]] (nördlich des Flughafens) und [[Swayambhunath]] (westlich der Altstadt [[Kathmandu]]s). In der Nachbarschaft wurden oft weitere Bauten, wie Klöster und Pilgerunterkünfte, errichtet. Oft kann man auch Gruppen kleinerer Stupas mit 2–3&amp;amp;nbsp;m Höhe sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenfalls aus Indien stammt die Bauform des [[Shikhara]]-Tempelturms, die man heute noch in den Palastbezirken &amp;#039;&amp;#039;(Durbar Squares)&amp;#039;&amp;#039; der drei Königsstädte sehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Typisch für das Kathmandutal ist die nepalische [[Pagode]], die es in allen Größen und Ausführungen gibt. Sie besteht aus einem aus [[Backstein|Ziegelsteinen]] errichteten Turm mit meistens quadratischem Grundriss, in dem sich zu ebener Erde das Kultbild befindet. Die bis zu fünf Etagen der Pagode sind aus Holz gefertigt und haben Dächer, die nach oben jeweils kleiner werden und mit [[Dachziegel|Tonziegeln]] oder vergoldetem Kupferblech gedeckt sind. Alle Holzteile sind reich mit Schnitzereien verziert und häufig auch farbig bemalt. Ältestes Beispiel für eine solche Pagode ist der Hindutempel von [[Changu Narayan]], auf einem Höhenzug nördlich von Bhaktapur gelegen. Von Touristen gerne fotografiert wird die höchste Pagode des Kathmandutals, der fünfstöckige [[Nyatapola-Tempel]] in Bhaktapur, wenn sie auch heute kaum noch religiöse Bedeutung hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl weiterer Gebäude, die religiös genutzt werden und in der hierarchisch geordneten Kastengesellschaft der Newar einen festen Platz haben, beispielsweise Wohnhäuser für Priester &amp;#039;&amp;#039;(Math)&amp;#039;&amp;#039;, Häuser, die für religiöse Feste genutzt werden oder zur Aufbewahrung von nur an bestimmten Tagen im Jahr verwendeten Kultbildern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Profanbauten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Building a house nearby the street between Kathmandu and-Nagarkot.jpg|mini|Moderner Hausbau]]&lt;br /&gt;
Beim traditionellen Wohnhaus der [[Newar]] wird, wie bei den Tempeln, im Außenbereich ein [[Fachwerk]] aus gebrannten [[Backstein|Ziegeln]] und Holz verwendet; im Innenbereich sind Wände aus luftgetrockneten [[Lehmziegel]]n zu finden. In der Regel ist es dreistöckig: im Erdgeschoss befindet sich ein Ladengeschäft, eine Werkstatt oder ein Lagerraum, das erste und zweite Obergeschoss enthalten Wohnräume mit erkerartig vorgebauten, großen geschnitzten Fenstern. Die Küche und der Speiseraum sind im Dachgeschoss zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den letzten Jahrzehnten ist dieses traditionelle Wohnhaus immer mehr aus den Städten des Kathmandutals verschwunden, um durch gesichtslose, moderne Bauten aus [[Beton]] oder Hohlziegeln ersetzt zu werden, was aus bauhistorisch-kultureller Sicht außerordentlich bedauerlich ist. Für die Menschen jedoch, die diese Häuser bewohnen, sind die Vorteile offensichtlich: Die modernen Baustoffe sind preisgünstiger als die inzwischen zur Mangelware gewordenen Ziegel und das noch wertvollere Holz, und die Gebäude sind dauerhafter als die Backsteinbauten, die oft schon nach wenigen Jahren erste Verfallserscheinungen zeigten, bedingt durch das Klima und die schwankende Qualität der in Handarbeit hergestellten Ziegel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Zeit der Rana-Herrschaft, Ende des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts, wurden von den Wohlhabenden Residenzen in Gestalt französischer Paläste errichtet, die von weitläufigen Gartenanlagen umgeben waren. Viele dieser sog. Ranapaläste verfielen dann im Laufe des 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts, einige jedoch sind noch erhalten und werden heute von Regierungsstellen oder Banken genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lage des Kathmandutales im Bergland sorgte dafür, dass es bis in die 1950er Jahre nur zu Fuß erreichbar und auf diese Weise lange Zeit dem Einfluss der bereits motorisierten Moderne entzogen war. Die im Tal lebenden Menschen waren allerdings nie isoliert; die sich im Talbecken kreuzenden überregionalen Handelswege, beispielsweise von [[Indien]] nach [[Tibet]], waren, ebenso wie die Pilgerwege, ein wichtiger Grund für den relativen Wohlstand der Bevölkerung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine erste schwierige und windungsreiche Straße durch den [[Mahabharat]] nach Kathmandu, die über mehrere Pässe führte, wurde erst in den 1950er Jahren gebaut. Bis in die 1970er Jahre war dies die einzige Straßenverbindung mit dem übrigen Land und Indien. Der Hauptverkehr läuft nun über die gut ausgebaute Straße, die ab Naubise dem Trisulital bis Bharatpur folgt. Trotz des Umweges ist diese Strecke deutlich schneller als die kürzere, windungsreiche alte Gebirgsstrecke. Ein einziger Erdrutsch zwischen Naubise und Kathmandu konnte aber bis vor kurzem die Stadt von der Außenwelt abschneiden. Da es sich bei diesem Straßenabschnitt um den schwierigen Aufstieg zum Kathmandutal handelt, kam das in fast jeder [[Monsun]]saison vor. Seit 1996 ist mit japanischer [[Entwicklungshilfe]] eine neue Straße östlich von Kathmandu von [[Dhulikhel]] nach Kamalamai (Sindhulimadi) in Bau und weitgehend, aber noch nicht durchgehend, fertiggestellt. Dadurch wird das Kathmandutal eine zweite Anbindung an das [[Terai]] und nach Indien erhalten. Die auch in den 1960er Jahren mit chinesischer Hilfe gebaute Straße von Kathmandu nach Tibet ist dagegen von vergleichsweise geringer Bedeutung, zumal sie im Grenzbereich sehr häufig durch Erdrutsche unterbrochen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenfalls in den 1970er Jahren wurde um Kathmandu und Lalitpur herum eine breite Ringstraße gebaut, die eine wichtige Entlastung für den Innenstadtverkehr der beiden Städte darstellt. Ihre Funktion ist heute allerdings beeinträchtigt, da sich die Städte mittlerweile weit über die Ringstraße hinaus entwickelt haben und die Straße somit immer mehr Erschließungsfunktionen übernimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Luftverkehr bietet der Flughafen in Kathmandu die einzigen internationalen Flugverbindungen des Landes. Der nahe Kranz von hohen Bergen macht das Anfliegen des Flughafens relativ schwierig. Die Landung ist nur direkt aus Richtung Süden entlang des Bagmatitales möglich. Beim Abflug müssen Flugzeuge zuerst eine enge Schleife im Talkessel fliegen, ehe sie diesen verlassen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Eisenbahnstrecke gibt es im Kathmandutal nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Umweltprobleme ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:World Wind Kathmanudtal trueCol.jpg|mini|Satellitenbild des Kathmandutals]]&lt;br /&gt;
Das Kathmandutal ist heute ein Gebiet mit enormen Umweltproblemen. Wie alle Metropolen in [[Entwicklungsland|Entwicklungsländern]] übt auch die [[Agglomeration]] Kathmandu/Patan/Bhaktapur eine starke Anziehungskraft auf die Bevölkerung des ganzen Landes aus. Der resultierende Zuzug führt zu einem Ausufern und Zusammenwachsen der Städte, landwirtschaftliche Nutzfläche geht verloren, und die starke Zunahme des motorisierten Verkehrs bei gleichzeitiger Abwesenheit von modernen Technologien wie schadstoffarmen Kraftstoffen, Partikelfiltern oder Katalysatoren hat eine hohe Belastung der Luft zur Folge. Die Beckenlage des Kathmandutals erschwert einen Luftaustausch, weswegen Kathmandu als eine der am stärksten [[smog]]belasteten Städte der Welt gilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Wasserversorgung kann mit der Bevölkerungsentwicklung kaum Schritt halten, vor allem die Abwasserentsorgung ist problematisch, da es an [[Kläranlage]]n fehlt und der Fluss [[Bagmati (Fluss)|Bagmati]] der einzige [[Vorfluter]] für die ganze Region ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die starke Zuwanderung von Menschen in das Kathmandutal hinein hat auch außerhalb des Tales negative Auswirkungen auf die Umwelt: Der hohe Bedarf an Brennstoffen (zum Heizen und Kochen) führt zu weiterer [[Entwaldung|Abholzung]] im Umland und im Gefolge zu erhöhter [[Erosion (Geologie)|Erosion]], dem größten Umweltproblem Nepals. Wo Menschen aus den ländlichen Gebieten Nepals fortziehen, verwahrlosen die Felder, was bei dem vorherrschenden [[Terrassenfeldbau]] innerhalb weniger Jahre den unwiederbringlichen Verlust der landwirtschaftlichen Nutzfläche durch Erosion zur Folge hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{Literatur| Autor=[[Niels Gutschow]]| Titel=Stadtraum und Ritual der newarischen Städte im Kathmandu-Tal. Eine architekturanthropologische Untersuchung| Umfang=205| Verlag=Verlag W. Kohlhammer| Ort=Stuttgart| Jahr=1982| ISBN=3-17-007736-8}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kathmandu Valley. The Preservation of Physical Environment and Cultural Heritage. A Protective Inventory.&amp;#039;&amp;#039; Anton Schroll &amp;amp; Co., Wien 1975, 2 Bände, ISBN 3-7031-0402-3. Umfangreiche Bestandsaufnahme der Kulturdenkmäler im Kathmandutal im Auftrag der Regierung Nepals und in Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen und UNESCO. Mit Foto und Lageskizze zu jedem Eintrag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Kathmandu Valley}}&lt;br /&gt;
{{Wikivoyage|Kathmandutal}}&lt;br /&gt;
* Herbert W. Jardner, Ritualschreine im Kathmandutal [https://galerie82nepal.wordpress.com/]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=27/42/14/N|EW=85/18/31/E|type=landmark|region=NP|dim=3000}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NaviBlock&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Welterbe Kathmandutal&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Welterbe Nepal}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Provinz Bagmati)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Welterbestätte in Asien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Welterbestätte in Nepal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Weltkulturerbestätte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Weltkulturerbe Kathmandutal| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemals gefährdete Welterbestätte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Till.niermann</name></author>
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