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	<title>Katechon - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Wikuli: /* Katechon in der „Konservativen Revolution“ im 20. Jh. */ form</title>
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		<updated>2026-04-22T20:51:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Katechon in der „Konservativen Revolution“ im 20. Jh.: &lt;/span&gt; form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Katechon&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{grcS|ὁ κατέχων, τὸ κατέχον|ho katéchōn, to katéchon}}) ist ein griechisches [[Partizip]] ([[Partizip Präsens Aktiv]]), das im 2.&amp;amp;nbsp;Brief des [[Paulus von Tarsus|Paulus]] an die Thessalonicher als „Aufhalter“ des [[Antichrist]] gedeutet werden muss (wörtlich „aufhaltend, hemmend“). Die Form kommt in {{B|2 Thess|2|6}} im Neutrum ({{lang|grc|κατέχον|katéchon}}, das Aufhaltende) und in {{BB|2 Thess|2|7}}&amp;amp;nbsp;– nun also personalisiert&amp;amp;nbsp;– im Maskulinum vor ({{lang|grc|κατέχων|katéchōn}}, der Aufhaltende).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der katholischen Theologie hat die Figur des Aufhalters keine zentrale Bedeutung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Klaus Mertes |url=https://www.herder.de/stz/hefte/archiv/150-2025/10-2025/die-aufhaltung-des-antichrist-irrlichternde-paulus-exegese-heute/ |titel=Die Aufhaltung des Antichrist. Irrlichternde Paulus-Exegese heute |sprache=de |abruf=2026-01-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Mythologie der fundamentalistischen [[Russisch-Orthodoxe Kirche|russischen Orthodoxie]]&amp;lt;ref&amp;gt;Regula Zwahlen: [https://www.karenina.de/leben/kirche/kirche-krieg-und-kgb/ Kirche, Krieg und KGB], Artikel vom 16. Mai 2022, veröffentlicht bei &amp;#039;&amp;#039;Karenina – Petersburger Dialog online&amp;#039;&amp;#039;, abgerufen am 1. Juni 2022; [https://www.karenina.de/leben/kirche/kirche-krieg-und-kgb/ Memento] des Originals am 19. Mai 2022 im Internet-Archiv abgelegt.&amp;lt;/ref&amp;gt; und in der [[Politische Philosophie|politischen Philosophie]] des [[Eurasismus]] spielt der Katechon hingegen durchaus noch eine wichtige Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Furore macht der Begriff seit einiger Zeit im Zuge der Erstarkung der neuen Rechten, soweit sie sich christlich-fundamentalisch zu rechtfertigen versuchen, insbesondere durch [[Alexander Geljewitsch Dugin|Alexander Dugin]] in Russland und [[Peter Thiel]] in den USA (s.&amp;amp;nbsp;u.).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Hannah Wendt |url=https://philosophie-indebate.de/herrschaft-in-permanenz-zur-katechontik-peter-thiels-und-carl-schmitts/ |titel=Herrschaft in Permanenz – Zur Katechontik Peter Thiels und Carl Schmitts |werk=Philosophie InDebate |datum=2025-07-02 |sprache=de |abruf=2026-01-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=deutschlandfunk.de |url=https://www.deutschlandfunk.de/die-peter-thiel-story-1-6-willkommen-im-thielverse-100.html |titel=Die Peter Thiel Story (1/6) - Willkommen im Thielverse |datum=2025-05-27 |sprache=de |abruf=2026-01-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Überblick ==&lt;br /&gt;
Hintergrund des Katechon ist die Lehre von Paulus an die Thessalonicher, dass „der Tag, an dem der Herr kommt“, also das [[Jüngstes Gericht|Jüngste Gericht]], nicht unmittelbar bevorstehe. Bevor die Apokalypse komme, müsse nämlich „der Feind Gottes“ auftreten, „der alles Böse in sich vereint“. Dies könne nicht geschehen, solange der „Feind Gottes“ aufgehalten wird. Zwar sei die „Macht der Auflehnung“ schon am Werke, erst müsse jedoch „der den Weg freigeben, der sie bisher noch zurückhält“. Der Feind Gottes könne jedoch erst hervortreten, „wenn die Zeit dafür reif“ sei. Wann dies der Fall ist, weiß der Christ nicht. Da der Aufhalter die Welt vor dem Chaos errettet, ist er unmittelbar an die göttliche Ordnung geknüpft. Weil er aber gleichzeitig auch das Kommen Christi verzögert, bleibt er eine paradoxe Größe, die auch das Böse in sich einschließt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deutet man die Katechon-Vorstellung vor dem Hintergrund der Lehre vom Jüngsten Gericht, entsteht folgender Zusammenhang: Der Gläubige steht in der paradoxen Situation, dass er den „Feind Gottes“ bekämpfen muss, obwohl dessen vorläufiger Sieg und die anschließende ewige [[Exklusion|Verstoßung]] bereits feststehen (s. [[Apokalypse]]). Der Gläubige bekämpft also etwas, das er nicht aufhalten kann und das zudem Voraussetzung für die erstrebte Erlösung ist. Durch diesen paradoxen Kampf beweist der Gläubige aber, dass er zu den „guten Christen“ gehört, denen als Lohn Neuerschaffung der Welt und [[Ewiges Leben]] in Aussicht stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Aufhalter des Antichristen ist eine argumentative Figur, die eine Erklärung für den Umstand bieten soll, dass die mehrfach als unmittelbar bevorstehend angekündigte [[Parusie|zweite Ankunft des Messias]] ausblieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gestalt des &amp;#039;&amp;#039;Katechon&amp;#039;&amp;#039; wurde im [[Mittelalter]] popularisiert und später besonders von [[Carl Schmitt]] wieder bekannt gemacht (Metzger, Katechon, S. 23). Es ist aber keine Vorstellung, die in der katholischen Lehre eine wichtige Rolle spielt. Vielmehr wird in der exegetischen Fachliteratur festgestellt, „dass dieser Text im Laufe der Jahrhunderte eine Stätte der buntesten theologischen und phantastischen Wucherungen geworden ist.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichwohl betont etwa der Katholik [[Álvaro d’Ors]], dass der Christ wollen müsse, dass &amp;#039;&amp;#039;Sein&amp;#039;&amp;#039; Reich komme und daher gar nicht um Aufschub bitten dürfe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biblische Grundlage des Begriffes ==&lt;br /&gt;
In der [[Vulgata]] wird das Partizip in den oben genannten Bibelstellen in Nebensätze aufgelöst: „Et nunc quid detineat, scitis, ut reveletur in suo tempore. Nam mysterium iam operatur iniquitatis: tantum ut, qui tenet nunc, teneat, donec de medio fiat.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So lauten die Sätze auch in [[Martin Luther]]s Übersetzung: „Vnd was es noch auffhelt / wisset jr / das er offenbaret werde zu seiner zeit. Denn es reget sich schon bereit die bosheit heimlich / On das der es jtzt auff helt / mus hinweg gethan werden“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Frühchristentum ==&lt;br /&gt;
In der [[Politische Theologie|politischen Theologie]] des Frühchristentums wurde dieser Begriff auf das [[Römisches Reich|Römische Reich]] bezogen, welches den Antichristen aufhalte, so z.&amp;amp;nbsp;B. bei [[Tertullian]], (Liber de resurrectione carnis, 24, 18: „‚Tantum, qui nunc tenet, teneat, donec de medio fiat.‘ Quis nisi Romanus status, cuius abscessio in decem reges dispersa Antichristum superducet?“) im Danielkommentar des [[Hippolyt von Rom|Hippolyt]] (Comm. in Dan IV, 21, 3.) oder bei [[Lactantius]] (Div. Inst. VII, 25, 8.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mittelalter ==&lt;br /&gt;
Für das Mittelalter wurde die Interpretation des paulinischen Katechon als Aufhalter des Antichristen prägend durch den [[Buch Daniel|Danielkommentar]] des Kirchenvaters [[Hieronymus (Kirchenvater)|Hieronymus]], insbesondere nachdem er in die [[Glossa ordinaria (Bibel)|Glossa ordinaria]] aufgenommen worden war.&amp;lt;ref&amp;gt;Hieronymus: &amp;#039;&amp;#039;Ausgewählte Schriften&amp;#039;&amp;#039;, II. Band, München 1936, S. 209.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grund für die Popularisierung der o.a. Interpretation des Katechon in der nachpatristischen (s. [[Patristik]]), mittelalterlichen Publizistik ist die [[Translatio Imperii]], die Übertragung der [[Reichsidee]] vom untergegangenen römischen Reich auf seine karolingischen, ottonischen und staufischen Nachfolger. Ein wichtiger Vertreter der Katechondeutung aus der karolingischen Zeit ist [[Haymo von Halberstadt]], der in seinem einflussreichen Kommentar zum 2. Thessalonicherbrief feststellt, dass erst das Römerreich vernichtet werden muss, bevor der Antichrist kommt (‚ut discedent omnia regna a regno et imperio Romanorum‘: &amp;#039;&amp;#039;[[Patrologia Latina|Patrologiae Cursus Completus: Series Latina]]&amp;#039;&amp;#039;, ed. Migne, 117, 779 D).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war unter anderem Haymos Kommentar, der stark auf Abt [[Adso von Montier-en-Der|Adso]] wirkte und auf sein Werk &amp;#039;&amp;#039;De ortu et tempore Antichristi&amp;#039;&amp;#039;, das dieser 954 der fränkischen Königin Gerberga, einer Tochter [[Heinrich I. (Ostfrankenreich)|Heinrichs I.]], gewidmet hatte. Der Mediävist [[Alois Dempf]] nennt Adso „den eigentlichen Lehrer der Tradition über den Antichrist im Mittelalter“.&amp;lt;ref&amp;gt;Alois Dempf: &amp;#039;&amp;#039;Sacrum Imperium. Geschichts- und Staatsphilosophie des Mittelalters und der politischen Renaissance.&amp;#039;&amp;#039; München/Berlin 1929, S. 255.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Interpretation des Katechon als das den Antichristen aufhaltende Römische Reich wurde über die Antichristdichtung des Mittelalters in breite Volksschichten transportiert, z.&amp;amp;nbsp;B. über das Tegernseer Antichristspiel, den &amp;#039;&amp;#039;[[Ludus de Antichristo]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Katechon in der „Konservativen Revolution“ im 20. Jh. ==&lt;br /&gt;
Im Zuge der Renaissance des Reichsbegriffes in der Publizistik der protestantischen [[Konservative Revolution|Konservativen Revolution]] in den 1930er Jahren wird der Begriff des Katechon aufgegriffen, so etwa von [[Wilhelm Stapel]]: „Das Wesen ‚des Reiches‘ aber ist nichts anderes als eben die apokalyptische Verantwortlichkeit (2. Thess. 2,7). Jeder Staat hat den Zweck, für Ordnung und Frieden zu sorgen, ‚das Reich‘ aber hat diesen Zweck in besonderem Sinne“&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Stapel: &amp;#039;&amp;#039;Das Reich. Ein Schlußwort&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Deutsches Volkstum&amp;#039;&amp;#039; (DVt), Jg. 15 (1933), S. 181–188, Zitat S. 183.&amp;lt;/ref&amp;gt; oder auch bei [[Albrecht Erich Günther]].&amp;lt;ref&amp;gt;Albrecht Erich Günther: &amp;#039;&amp;#039;Der Ludus de Antichristo, ein christlicher Mythos vom Reich und dem deutschen Herrscheramte&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Der fahrende Gesell&amp;#039;&amp;#039;, 20. Jg. (1932), S. 67–75, hier S. 68.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen großen Stellenwert hat der Katechon in der Politischen Theologie [[Carl Schmitt]]s, der in seinem Buch &amp;#039;Nomos der Erde&amp;#039; die Frage stellt, ob „für einen ursprünglich christlichen Glauben ein anderes Geschichtsbild als das des Katechon überhaupt möglich ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;Carl Schmitt: &amp;#039;&amp;#039;Der Nomos der Erde&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 1988 (3. Auflage), S. 29.&amp;lt;/ref&amp;gt; In seinen posthum veröffentlichten Tagebüchern heißt es gar in dem Eintrag vom 19.&amp;amp;nbsp;Dezember 1947: „Ich glaube an den Katechon: er ist für mich die einzige Möglichkeit, als Christ Geschichte zu verstehen und sinnvoll zu finden.“ (Glossarium, S. 63) Und Schmitt fügte hinzu: „Man muß für jede Epoche der letzten 1948 Jahre den Katechon nennen können. Der Platz war niemals unbesetzt, sonst wären wir nicht mehr vorhanden.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders während des [[Deutsch-Sowjetischer Krieg|deutschen Krieges gegen die Sowjetunion]] im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wurde die mittelalterliche Vorstellung vom &amp;#039;&amp;#039;Reich&amp;#039;&amp;#039;, das als Katechon fungiert, um das Wirken des Antichristen (der für manche Zeitgenossen im Sowjetkommunismus bzw. der Person [[Josef Stalin]]s personifiziert war) aufzuhalten, nicht nur von Carl Schmitt, sondern auch von katholischen Bischöfen und Historikern wieder aufgegriffen, um den „Kampf gegen den [[Jüdischer Bolschewismus|jüdischen Bolschewismus]]“ zu legitimieren.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich August Winkler: &amp;#039;&amp;#039;Der lange Weg nach Westen&amp;#039;&amp;#039;, München 2000, Band 2, Seite 83–84.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Katechon bei Dietrich Bonhoeffer ==&lt;br /&gt;
Ungefähr zur selben Zeit wie Schmitt hat auch der evangelische Theologe [[Dietrich Bonhoeffer]] in seiner „Ethik“ auf den Katechon hingewiesen, wobei er aber im Unterschied zu dem deutschen Staatsrechtsgelehrten betont, dass diese Figur trotz ihrer politischen und ethischen Bedeutung nicht frei von Schuld sei. Weiter hat er auch das komplexe Verhältnis von Kirche und katechontischer politischer Ordnung in einer Weise beschrieben, die jeden überheblichen Moralismus auf Seiten der Kirche abzuwehren versuchte. Für Bonhoeffer steht der Katechon nicht allein dem möglichen Untergang entgegen, denn noch vor den katechontischen Ordnungsmächten nennt er die Kirche, die durch das „Wunder einer neuen Glaubenserweckung“ vor dem Abgrund retten könne. Diese Unterscheidung zielt aber nicht auf deren radikale Trennung, sondern auf eine neue Form des Zusammenwirkens – „in wohl gewahrter Unterscheidung und doch in aufrichtiger Bundesgenossenschaft“. Die Kirche stößt nach Bonhoeffer die ihre Nähe suchenden Ordnungsmächte nicht von sich, sondern ruft sie „zum Hören, zur Umkehr“ auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Katechon in der „Konservativen Revolution“ im 21. Jh. ==&lt;br /&gt;
In neuerer Zeit hat der Philosoph [[Alexander Dugin]] die Figur des Katechons in seine Philosophie integriert und im Jahr 2014 zusammen mit [[Konstantin Malofejew]] die [[Katehon|Organisation »Katehon«]] in Moskau gegründet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20220511130846/https://katehon.com/sites/default/files/1447672903_katehon_web.pdf Katehon Magazine], Moskau, 2015, PDF-Datei (2,21 MB), abgerufen am 14. Mai 2022. Dugin schreibt im &amp;#039;&amp;#039;Editorial&amp;#039;&amp;#039; über die Mission des Katechons: »Katehon (Katekhon) is a term from the Gospel found in the second chapter of the Apostle Paul’s Second Epistle to the Thessalonians, verses 6-7. Paul tells the Christians in Thessalonica that the mission of a godly force he calls Katekhon consists of preventing the rise of the Antichrist and the final victory of evil in history.«&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Seiten 141–142 in: Anton Shekhovtsov: &amp;#039;&amp;#039;Russia and the European Far Right&amp;#039;&amp;#039;, Dissertation, School of Slavonic and East European Studies, University College London, 2018 ([https://web.archive.org/web/20211204022147/https://discovery.ucl.ac.uk/id/eprint/10047343/1/Shekhovtsov_ID_thesis.pdf PDF-Datei, 1,22 MB]), abgerufen am 11. Mai 2022.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dugin instrumentalisiert die Figur des Katechons für die Produktion von propagandistischen Mythen zur Rechtfertigung des russischen Angriffes auf die Ukraine.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20220421064756/https://katehon.com/en/article/apocalyptic-realism Apocalyptic Realism], Artikel von Alexander Dugin, veröffentlicht am 20. April 2022 auf katehon.com, abgerufen am 24. Mai 2022.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit [[Peter Thiel]] teilt er den Versuch, mit Hilfe der Bibel Zeitgeschichte zu erklären und machen zu wollen. Der umstrittene Tech-Unternehmer und Trump-Unterstützer verbreitet seine Thesen allerdings nicht in Veröffentlichungen, sondern in Einzelgesprächen&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Schiffer |url=https://www.br.de/nachrichten/netzwelt/peter-thiels-apokalyptischer-plan-fuer-amerika,UoYDolu |titel=Peter Thiels apokalyptischer Plan für Amerika |datum=2025-06-19 |sprache=de |abruf=2026-01-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und Interviews oder in Vorträgen vor ausgesuchtem Publikum,&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Nicolas Killian |Titel=Peter Thiel: Warum die Welt bald untergeht |Sammelwerk=Die Zeit |Ort=Hamburg |Datum=2025-11-13 |ISSN=0044-2070 |Online=https://www.zeit.de/2025/48/peter-thiel-antichrist-donald-trump-j-d-vance-usa?state=80nRFkVuLcArlwRZ&amp;amp;session_state=95d0512c-81ec-4a0f-a8cf-539e9edd9216&amp;amp;iss=https://login.zeit.de/realms/zeit-online-public&amp;amp;code=5de7f086-c62e-4478-89d0-3227e4da5730.95d0512c-81ec-4a0f-a8cf-539e9edd9216.0b7ad105-8f18-4ecf-9e7d-0c0615835a2a |Abruf=2026-01-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.domradio.de/artikel/theologe-fordert-auseinandersetzung-mit-tech-milliardaer-peter-thiel |titel=Theologe fordert Auseinandersetzung mit Tech-Milliardär Peter Thiel |datum=2025-12-11 |sprache=de |abruf=2026-01-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt; das er zur Verschwiegenheit verpflichtet. Nach Thiel sei das Katechon das, was Gesellschaften wehrhaft mache und Innovationen vorantreibe. Er stehe für den Prozess des technischen Fortschritts. Die Tech-Nerds betrachtet Thiel als Aufhalter (= Katechon) der drohenden Apokalypse und des Antichristen; politisch seien das derzeit die USA.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Florian Baab |url=https://www.feinschwarz.net/thiel-und-die-apokalypse/ |titel=Peter Thiel und die Apokalypse. Oder: Ideologiekritik als Aufgabe der Theologie |werk=feinschwarz.net |datum=2026-01-01 |sprache=de |abruf=2026-01-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier liege, so Florian Baab, eine Schnittmenge dieser „reaktionären Silicon-Valley-Ideologie“ zur Bewegung des Trumpismus, aber auch eine Überschneidung zu der ultranationalistischen Philosophie des russischen Rechten Alexander Dugin. Für beide seien der Antichrist länderübergreifende Allianzen wie die Europäische Union, die UNO und die NATO, die letztlich eine bürokratisch überlastete, innovationsfeindliche und überwachende Weltregierung herbeiführen würden, die die Welt in den Untergang trieben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Bernard Mallmann |url=https://www.herder.de/communio/gesellschaft/eine-kleine-erzaehlung-von-peter-thiel-wir-sollten-uns-mehr-um-den-antichrist-sorgen-/ |titel=Wir sollten uns mehr um den Antichrist sorgen …: Eine kleine Erzählung von Peter Thiel |werk=Communio |hrsg=Herder-Verlag |sprache=de |abruf=2026-01-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Angesichts des Umstandes, dass Thiels Reichtum gerade auf dem erfolgreichen Geschäft mit Überwachungssoftware seiner Firma [[Palantir Technologies|Palantir]] beruht, führt seine Befürchtung eines weltweiten Überwachungsstaates aber auch zwangsläufig zu der Frage, ob Thiel nicht selbst das ist, was er anderen vorwirft zu sein, nämlich der Antichrist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{YouTube |id=hWKcJVO1pqA |titel=Ist US-Tech-Milliardär Peter Thiel der Antichrist? {{!}} Possoch klärt |abruf=2026-01-05 |upload= | uploader=BR24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Gerade in Krisenzeiten greifen Menschen auf die Figur des Antichristen zurück“, sagt Wilhelm Guggenberger, der Dekan der katholisch-theologischen Fakultät der Universität Innsbruck, den Peter Thiel 2025 für 2 Tage zu einer privaten Tagung an der Fakultät aufsuchte. „Das hat im Christentum durchaus Tradition, obwohl der Antichrist in der Bibel ein absolutes Randthema ist.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt; Dass Menschen ihre Gegner als Antichrist verunglimpfen, ist so alt wie der christliche Glaube, so der Zeitjournalist Nicolas Killian, der eine vertrauliche Vortragsreihe Thiels 2025 in San Francisco besuchte. „Vieles in Thiels Welt klingt widersprüchlich. Aus diesem Potpourri an Quellen formuliert der Milliardär seine Theorien, auf der Jagd nach den ‚Agenten des Antichrist‘, die dessen Aufstieg beschleunigen könnten. Als hochverdächtig gilt ihm die 22-jährige Klimaaktivistin Greta Thunberg, die laut Thiel eine Art Ökodiktatur errichten will.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Jesuit [[Klaus Mertes]] wirft Thiel und Dugin vor, „die Geschichten der Bibel zu missbrauchen“; aus Mangel an theologischer Bildung seien insbesondere kirchenferne Menschen anfällig für solche Art von Fundamentalismus. Bei Thiel stehe dahinter die Angst, mit seinem riesigen Vermögen von internationalen Regelwerken gebändigt und beherrscht zu werden; als Oligarch fühle er sich als Opfer dieser Regeln. Daher lade er seinen Kampf apokalyptisch auf.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Gespräch mit Klaus Mertes |Titel=„Ich misstraue Menschen, die im Namen Gottes auftreten“ |Sammelwerk=Die Zeit |Nummer=1 - 2026 |Datum=2025-12-30 |Seiten=14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{EncBibleReception|15|80|83|Katechon|[[Paul Metzger (Theologe)|Paul Metzger]], [[Markus Mühling]]}}&lt;br /&gt;
* Josef Adamek: &amp;#039;&amp;#039;Vom römischen Endreich der mittelalterlichen Bibelerklärer.&amp;#039;&amp;#039; Diss., München 1938.&lt;br /&gt;
* [[Giorgio Agamben]]: &amp;#039;&amp;#039;Herrschaft und Herrlichkeit. Zur theologischen Genealogie von Ökonomie und Regierung.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 2010.&lt;br /&gt;
* [[Wilhelm Bousset]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Antichrist in der Überlieferung des Judentums, des neuen Testaments und der alten Kirche. Ein Beitrag zur Auslegung der Apocalypse.&amp;#039;&amp;#039; Göttingen 1895&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Drechsler (Politikwissenschaftler)|Wolfgang Drechsler]] und Vasilis Kostakis: &amp;quot;Should Law Keep Pace with Technology? Law as Katechon.&amp;quot; In: &amp;#039;&amp;#039;Bulletin of Science, Technology &amp;amp; Society&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 34(5-6), 2014, 128-132.&lt;br /&gt;
* Felix Grossheutschi: &amp;#039;&amp;#039;Carl Schmitt und die Lehre vom Katechon.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1996.&lt;br /&gt;
* [[Michael Hagemeister]]: &amp;#039;&amp;#039;Der „Nördliche Katechon“ – „Neobyzantismus“ und „politischer Hesychasmus“ im postsowjetischen Russland&amp;#039;&amp;#039;, Erfurt 2016.&amp;lt;ref&amp;gt;Erschienen in der Reihe &amp;#039;&amp;#039;Erfurter Vorträge zur Kulturgeschichte des Orthodoxen Christentums&amp;#039;&amp;#039;, Ausgabe 15/2016; ein Memento des Originals wurde am 8. März 2022 als [https://web.archive.org/web/20220308103206/https://www.uni-erfurt.de/fileadmin/fakultaet/philosophische/Seminar_Religionswissenschaft/Orthodoxes_Christentum/Publikationen/Erfurter_Vortraege/Erfurter_Vortraege_15_Hagemeister.pdf PDF-Datei] (537 KB) im Internet-Archiv abgelegt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Robert Konrad: &amp;#039;&amp;#039;De ortu et tempore Antichristi. Antichristvorstellung und Geschichtsbild des Abtes Adso von Montier-en-Der.&amp;#039;&amp;#039; Kallmünz 1964.&lt;br /&gt;
* Günter Meuter: &amp;#039;&amp;#039;Der Katechon: Zu Carl Schmitts fundamentalischer Kritik der Zeit.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1994.&lt;br /&gt;
* Paul Metzger: &amp;#039;&amp;#039;Katechon. II Thess 2,1–12 im Horizont apokalyptischen Denkens&amp;#039;&amp;#039; (= Beihefte zur [[Zeitschrift für die Neutestamentliche Wissenschaft|Zeitschrift für die neutestamentliche Wissenschaft und die Kunde der älteren Kirche]] (BZNW), Band 135). de Gruyter, Berlin 2005, ISBN 3-11-018460-5.&lt;br /&gt;
* [[Hannes Möhring]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Weltkaiser der Endzeit&amp;#039;&amp;#039;. Thorbecke, Stuttgart 2000, ISBN 3-7995-4254-X.&lt;br /&gt;
* Alfons Motschenbacher: &amp;#039;&amp;#039;Katechon oder Großinquisitor – Eine Studie zu Inhalt und Struktur der Politischen Theologie Carl Schmitts.&amp;#039;&amp;#039; Marburg 2000.&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Palaver]]: &amp;#039;&amp;#039;Hobbes and the Katéchon: The Secularization of Sacrificial Christianity.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Contagion: Journal of Violence, Mimesis, and Culture&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 22 (1995), S. 37–54.[https://www.uibk.ac.at/theol/cover/contagion/contagion2/contagion02_palaver.pdf]&lt;br /&gt;
* Wolfgang Palaver: &amp;#039;&amp;#039;Carl Schmitt&amp;#039;s &amp;#039;Apocalyptic&amp;#039; Resistance against Global Civil War.&amp;#039;&amp;#039; In: Hamerton-Kelly, Robert (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Politics &amp;amp; Apocalypse&amp;#039;&amp;#039;. East Lansing, Mich.: Michigan State University Press, 2007, 69-94.&lt;br /&gt;
* Meinhard Rauchensteiner und [[Walter Seitter]] (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Katechonten. Den Untergang aufhalten.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 2001 = [[Tumult (Schriftenreihe)]] Band 25.&lt;br /&gt;
* Fritz W. Röcker: &amp;#039;&amp;#039;Belial und Katechon. Eine Untersuchung zu 2 Thess 2,1-12 und 1 Thess 4,13-5,11&amp;#039;&amp;#039;. Mohr Siebeck, Tübingen 2009, ISBN 978-3-16-149923-4.&lt;br /&gt;
* [[Josef Schmid (Theologe)|Josef Schmid]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Antichrist und die hemmende Macht.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Theologische Quartalsschrift&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 129 (1949), S. 323–343.&lt;br /&gt;
* [[August Strobel]]: &amp;#039;&amp;#039;Untersuchungen zum eschatologischen Verzögerungsproblem auf Grund der spätjüdisch-urchristlichen Geschichte von Habakuk 2,2 ff.&amp;#039;&amp;#039;, Leiden/Köln 1961.&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Trilling]]: &amp;#039;&amp;#039;Der zweite Brief an die Thessalonicher.&amp;#039;&amp;#039; Benziger, Zürich / Neukirchener Verlag, Neukirchen-Vluyn 1980.&lt;br /&gt;
* Ernst Wadstein: &amp;#039;&amp;#039;Die eschatologische Ideengruppe: Antichrist – Weltsabbat – Weltende und Weltgericht, in den Hauptmomenten ihrer christlich-mittelalterlichen Gesamtentwicklung.&amp;#039;&amp;#039; Leipzig 1896.&lt;br /&gt;
* Regula Zwahlen: &amp;#039;&amp;#039;Krieg, Frieden und die Russische Kirche&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Religion und Gesellschaft in Ost und West&amp;#039;&amp;#039; (RGOW), Jg. 50 (2022), Heft 4–5, S. 5–8. ([https://rgow.eu/zeitschrift/2022/4-5/krieg-frieden-und-die-russische-kirche online])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Fidei defensor]]&lt;br /&gt;
* [[Katehon]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* W. Palaver: [https://www.uibk.ac.at/theol/cover/contagion/contagion2/contagion02_palaver.pdf Hobbes and the Katéchon]. In: Contagion 2 (1995) 57-74.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Eschatologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Orthodoxie in Russland]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wikuli</name></author>
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