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	<title>Katastralgemeinde - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T05:23:57Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Katastralgemeinde&amp;diff=40048&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Serols: Änderungen von ~2026-23569-82 (Diskussion) rückgängig gemacht (HG) (3.4.13)</title>
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		<updated>2026-04-16T16:47:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderungen von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/~2026-23569-82&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/~2026-23569-82&quot;&gt;~2026-23569-82&lt;/a&gt; (&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer_Diskussion:~2026-23569-82&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer Diskussion:~2026-23569-82 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Diskussion&lt;/a&gt;) rückgängig gemacht (&lt;a href=&quot;/index.php/Wikipedia:Huggle&quot; title=&quot;Wikipedia:Huggle&quot;&gt;HG&lt;/a&gt;) (3.4.13)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Katastralgemeinde&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet den Geltungsbereich eines Grund[[kataster]]s ([[Grundbuch]]s). In dieser Bedeutung wird er sowohl in [[Österreich]] als auch teilweise noch in den Nachfolgestaaten der [[Habsburgermonarchie]] (z.&amp;amp;nbsp;B. in den Autonomen Provinzen [[Südtirol|Bozen – Südtirol]] und [[Trentino|Trient]]) verwendet. Es entspricht etwa der deutschen [[Gemarkung]], wobei in Deutschland historisch daneben auch der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Katastergemeinde&amp;#039;&amp;#039; verwendet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der Katastralgemeinde ==&lt;br /&gt;
Das Wort &amp;#039;&amp;#039;Katastralgemeinde&amp;#039;&amp;#039; leitet sich vom Begriff [[Kataster]] her, hier insbesondere aus der Zeit [[Franz II. (HRR)|Kaiser Franz&amp;amp;nbsp;I.]] zu Beginn des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts, als mit dem &amp;#039;&amp;#039;[[Franziszeischer Kataster|Franziszeischen Kataster]]&amp;#039;&amp;#039; eine erste konsistente Landes[[vermessung]] durchgeführt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Josefinische Steuergemeinden ===&lt;br /&gt;
In der Sache gehen Katastralgemeinden noch weiter zurück, auf [[Josef II. (HRR)|Josef&amp;amp;nbsp;II.]] Er plante eine &amp;#039;&amp;#039;[[Steuer]]- und [[Urbar (Verzeichnis)|Urbarial]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;regulierung&amp;#039;&amp;#039;, bei der Abgaben auf Basis einheitlich nach der Größe und der Ertragfähigkeit des gesamten bäuerlichen wie auch herrschaftlichen Grundbesitzes bemessen werden sollten. Joseph&amp;amp;nbsp;II. gab dazu eine neue Vermessung und Verzeichnung aller Gründe sowie die Bestimmung ihrer Erträge in Auftrag, die &amp;#039;&amp;#039;[[Josephinische Landesaufnahme]]&amp;#039;&amp;#039; (angeordnet am 13. Mai 1764).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man wollte kleine Verwaltungseinheiten schaffen, die alle Siedlungen, die gesamte Bevölkerung und die gesamte Landesfläche umfassten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Carinthia14&amp;quot;&amp;gt;Martin Wutte: &amp;#039;&amp;#039;Die Bildung der Gemeinden in Kärnten.&amp;#039;&amp;#039; in: &amp;#039;&amp;#039;Carinthia I. Mitteilungen des Geschichtsvereins für Kärnten.&amp;#039;&amp;#039; 113. Jahrgang (1923), S. 14.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zunächst wurden im Zuge einer Häuserzählung die [[Numerierungsabschnitt]]e (Konskriptionsgemeinden) geschaffen, die im Wesentlichen den heutigen [[Ortschaft#Definition und Geschichte|Ortschaften]] entsprechen. Damit waren zwar die Häuser erfasst, aber noch nicht Grund und Boden. Für die Festsetzung der [[Grundsteuer]] wurde daher eine neue, räumlich begrenzte Gebietseinheit geschaffen, die Josefinische Steuergemeinde. Sie sollte sich an den Nummerierungsabschnitten bzw. Konskriptionsgemeinden, also den Ortschaften, orientieren. Wo Ortschaften zu klein waren, um die Aufgaben einer Steuergemeinde zu übernehmen, wurden mehrere Konskriptionsgemeinden zu einer Steuergemeinde zusammengefasst, so dass die allermeisten Steuergemeinden wenigstens 40 bis 50 Häuser umfassten; viele von ihnen waren deutlich größer. Sie wurden in ihren Grenzen vorrangig topographisch gezogen und in den Steuerkataster, das &amp;#039;&amp;#039;[[Josephinisches Lagebuch|Josephinische Lagebuch]]&amp;#039;&amp;#039;, eingetragen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Josef II&amp;quot;&amp;gt;[http://www.land-oberoesterreich.gv.at/24424.htm &amp;#039;&amp;#039;Joseph II.&amp;#039;&amp;#039;], Land Oberösterreich: &amp;#039;&amp;#039;land-oberoesterreich.gv.at – Unser Land – Landesgeschichte&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Gegensatz zur Bildung der Konskriptionsgemeinden nahm man jedoch beispielsweise in Kärnten bei der Ziehung der Grenzen der Steuergemeinden auch auf die Jurisdiktionsgrenzen Rücksicht. Dadurch wurden einige Orte, die bei der Bildung der Nummerierungsabschnitte noch als eine Ortschaft betrachtet worden waren, nun durch die Grenzen der Steuergemeinden zerschnitten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Carinthia18&amp;quot;&amp;gt;Martin Wutte: &amp;#039;&amp;#039;Die Bildung der Gemeinden in Kärnten.&amp;#039;&amp;#039; in: &amp;#039;&amp;#039;Carinthia I. Mitteilungen des Geschichtsvereins für Kärnten.&amp;#039;&amp;#039; 113. Jahrgang (1923), S. 18–21.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Josefinische Steuerreform wurde schon 1790 wieder aufgehoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im französisch verwalteten Oberkärnten wurde die Grundsteuer ab 1810 wieder nach dem Josefinischen Kataster bemessen; und als Grundlage der dortigen Verwaltungsreform 1811 verwendete man die Grenzen der Steuergemeinde: Man bildete Arrondissements, die mehrere Steuergemeinden umfassten. Diese Einrichtung blieb, unter geändertem Namen, auch eine Zeit lang nach Ende der französischen Herrschaft bestehen: &amp;#039;&amp;#039;Bezirke&amp;#039;&amp;#039; bestanden aus mehreren &amp;#039;&amp;#039;Hauptgemeinden&amp;#039;&amp;#039; (Arrondissements); diese wiederum waren jeweils aus mehreren &amp;#039;&amp;#039;Untergemeinden&amp;#039;&amp;#039; (die den Josephinischen Steuergemeinden entsprachen) gebildet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Carinthia22&amp;quot;&amp;gt;Martin Wutte: &amp;#039;&amp;#039;Die Bildung der Gemeinden in Kärnten.&amp;#039;&amp;#039; in: &amp;#039;&amp;#039;Carinthia I. Mitteilungen des Geschichtsvereins für Kärnten.&amp;#039;&amp;#039; 113. Jahrgang (1923), S. 22–23.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Steuergemeinden des stabilen Katasters (Katastralgemeinden) ===&lt;br /&gt;
Franz&amp;amp;nbsp;I. ordnete im Jahr 1806 an, ein {{&amp;quot;|allgemeines, gleichförmiges und stabiles Grundsteuerkatastersystem}} für die gesamte Monarchie auszuarbeiten. Dabei sollte insbesondere die Steuerbemessung von der Fläche abhängen und konstant („stabil“) bleiben, um Fleiß nicht zu bestrafen. Mit dem kaiserlichen &amp;#039;&amp;#039;Grundsteuerpatent&amp;#039;&amp;#039; vom 23.&amp;amp;nbsp;Dezember 1817 wurde die neuerliche Vermessung angeordnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fuhrmann/BEV&amp;quot;&amp;gt;Susanne Fuhrmann, Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen: &amp;#039;&amp;#039;Der Franziszeische Kataster. Digitale Historische Geobasisdaten im Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen (BEV). Die Urmappe des Franziszeischen Kataster&amp;#039;&amp;#039;, Wien o.&amp;amp;nbsp;D., S. 7 ({{Webarchiv |url=http://www.vorarlberg.at/pdf/bev-info_der_franziszeisc.pdf |text=PDF |wayback=20131215101942 |archiv-bot=}}, abgerufen am 9. Dezember 2013) – mit einer ausführlichen Beschreibung der Vorgehensweise.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nur langsam setzte sich die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Katastralgemeinde&amp;#039;&amp;#039; gegenüber den zunächst synonym verwendeten Begriffen &amp;#039;&amp;#039;Gemeinde&amp;#039;&amp;#039; (bis zur Gemeindereform Mitte des 19. Jahrhunderts in Gebrauch) und &amp;#039;&amp;#039;Steuergemeinde&amp;#039;&amp;#039; (bis ins 20. Jahrhundert hinein in Gebrauch) durch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit ist das System der Katastralgemeinden – im Raum der Habsburgermonarchie – mehrere Jahrzehnte älter als das der [[Ortsgemeinde (Österreich)|Ortsgemeinden]] (politischen Gemeinden), die erst nach der [[Revolution von 1848/49 im Kaisertum Österreich|Revolution 1848/49]] geschaffen wurden, als mit Aufhebung der Grundherrschaften und dem Ende der ständischen Verfassung auch eine Neugestaltung der politischen Verwaltung und der Gerichte vorgenommen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geltungsbereich ==&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Katastralgemeinde&amp;#039;&amp;#039; oder die entsprechende Bezeichnung in der jeweiligen Landessprache wird auch heute in den Nachfolgestaaten größtenteils für solche Einheiten aus dem [[Grenzkataster]] verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In folgenden Ländern wird die Bezeichnung auch heute verwendet:&lt;br /&gt;
* in [[Österreich]]: &amp;#039;&amp;#039;Katastralgemeinde&amp;#039;&amp;#039; (KG)&lt;br /&gt;
* in Teilen [[Italien]]s: &amp;#039;&amp;#039;comune censuario&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;comune catastale&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* in [[Slowenien]]: &amp;#039;&amp;#039;katastrska občina&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* in [[Kroatien]]: &amp;#039;&amp;#039;katastarska općina&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* in der [[Verwaltungsgliederung der Slowakei|Slowakei]]: &amp;#039;&amp;#039;katastrálne územie&amp;#039;&amp;#039; (wörtlich Katastralgebiet)&lt;br /&gt;
* in [[Verwaltungsgliederung Tschechiens|Tschechien]]: &amp;#039;&amp;#039;katastrální území&amp;#039;&amp;#039; (wörtlich Katastralgebiet)&lt;br /&gt;
* in den [[Niederlande]]n: &amp;#039;&amp;#039;kadastrale gemeente&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* in [[Polen]]: &amp;#039;&amp;#039;obręb ewidencyjny&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* in [[Deutschland]] entspricht im [[grundbuch]]rechtlichen Sinne die [[Gemarkung]] der Katastralgemeinde, historisch findet sich dort aber auch der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Katastergemeinde&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Zum Beispiel H. A. Mascher: &amp;#039;&amp;#039;Die Grundsteuer-Regelung in Preußen auf Grund der Gesetze vom 21. Mai 1861.&amp;#039;&amp;#039; Potsdam 1861, S. 64 (Digitalisat bei [[Google Books]]).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Österreich ==&lt;br /&gt;
=== Katastralgemeinde und Grundbuch ===&lt;br /&gt;
In Österreich wird die Katastralgemeinde heute im [[Vermessungsgesetz]] (VermG) geregelt. Dort wird sie folgendermaßen definiert:&lt;br /&gt;
{{Gesetzestext|Katastralgemeinden sind diejenigen Teile der Erdoberfläche, die im Grenzkataster oder im Grundsteuerkataster als solche namentlich bezeichnet sind.|{{§|7|VermG|RIS-B|DokNr=NOR40100054}} Abs.&amp;amp;nbsp;1 VermG}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Katastralgemeinden entsprechen dem Geltungsbereich des jeweiligen örtlichen [[Grundbuch]]s, für jede Katastralgemeinde wird ein Hauptbuch angelegt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;aeiou&amp;quot;&amp;gt;{{Austriaforum|AEIOU/Katastralgemeinde}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Damit ist die Katastralgemeinde die kleinste [[Bundesebene (Österreich)|bundesrechtliche]] Gliederungseinheit (abgesehen von [[Wahlsprengel]]n). Das räumliche Gebiet (die Bestandteile an Grund und Boden) der Katastralgemeinden sind nur mehr eine [[Eigentum]]sgliederung: [[Grundbuchskörper]] mit [[Grundstück]]en,&amp;lt;ref&amp;gt;{{&amp;quot;|Ein Grundstück ist jener Teil einer Katastralgemeinde, der im Grenzkataster oder im Grundsteuerkataster als solcher mit einer eigenen Nummer bezeichnet ist||§ 7a. (1) VermG}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Benutzungsart und Benutzungsabschnitten ([[Parzelle]]n).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Benennung und die Schreibweise wird im § 7 geregelt und obliegt dem [[Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen]] &amp;#039;&amp;#039;nach Anhörung der Gemeinde im Einvernehmen mit dem Präsidenten des zuständigen Oberlandesgerichtes&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{§|7|VermG|RIS-B|DokNr=NOR40100054}} VermG&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zusammenhang mit den politischen Gemeinden ===&lt;br /&gt;
Bei Einführung der Katastralgemeinden wurde für jede damalige &amp;#039;&amp;#039;Steuergemeinde&amp;#039;&amp;#039; ein Grundbuch (Hauptbuch) angelegt, wobei teilweise auch Grenzbereinigungen und Gebietszusammenlegungen stattfanden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Abart, Ernst, Twaroch |Titel=Der Grenzkataster |Verlag=Neuer Wissenschaftlicher Verlag |Ort=Wien |Datum=2011 |ISBN=978-3-7083-0770-1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Gutsbezirk|Gutsgebiete]] waren häufig als eigene Katastralgemeinden zusammengefasst. Eine (politische) Gemeinde kann aus mehreren Katastralgemeinden bestehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grenzen der Katastralgemeinden und heutigen politischen Gemeinden dürfen sich per Gesetz nicht überschneiden, sodass weder ein Grundstück mit einer Grundstücksnummer noch eine Katastralgemeinde in die Verwaltungshoheit zweier Gemeinden fallen kann.&amp;lt;ref name=&amp;quot;help.gv&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.help.gv.at/Content.Node/99/Seite.990080.html |titel=Katastralgemeinden |werk=[[HELP.gv.at]] |hrsg=Bundeskanzleramt |datum=2010-04-02 |abruf=2010-08-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Katastralgemeinden können bei Gebietsänderungen zeitweise auch in verschiedenen Gemeinden liegen, da die Gliederung der Katastralgemeinden durch das [[Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen]] (BEV) erfolgt, die von Gemeinden jedoch durch die jeweilige [[Landesregierung (Österreich)|Landesregierung]] den jeweiligen [[Landtag (Österreich)|Landtag]], und die erforderlichen Verwaltungsverfahren unabhängig voneinander erfolgen. Das &amp;#039;&amp;#039;Nachziehen&amp;#039;&amp;#039; der Grenzen oder eines Namens der Katastralgemeinde ist im §&amp;amp;nbsp;7 des Vermessungsgesetzes vorgesehen. Demnach kann das BEV nach Anhörung der Gemeinde im Einvernehmen mit dem Präsidenten des [[Gerichtsorganisation in Österreich#Oberlandesgerichte|Oberlandesgerichts]] diese Änderungen durchführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Katastralgemeinde, Ortschaft und Ort ===&lt;br /&gt;
Nicht zu verwechseln mit den Katastralgemeinden sind die [[Ortschaft#Österreich|Ortschaften]] und die Orte. Ortschaften waren ursprünglich eine Ansammlung von Häusern, die durch eine gemeinsame [[Konskriptionsnummer]]ierung zusammengefasst wurden (also Adressbereiche, auch &amp;#039;&amp;#039;Konskriptionsgemeinden&amp;#039;&amp;#039;; siehe [[Numerierungsabschnitt]]). Die Begründung einer Ortschaft – immer als [[Siedlung]]sraum – kann Grundlage einer Katastralgemeinde sein, ist es aber nicht zwingend: In einer Katastralgemeinde können auch mehrere Ortschaften liegen, oder umgekehrt, oder die beiden Systeme keinen Zusammenhang haben. In manchen Bundesländern sind in weiten Bereichen Katastralgemeindegliederung und Ortschaftsgliederung bis heute übereinstimmend, in Niederösterreich etwa werden für die allgemeine Ortsgliederung vornehmlich die Katastralgemeinden angegeben, in anderen Bundesländern die Ortschaften. In Tirol und Vorarlberg bezeichnet man übereinstimmende Katastralgemeinden und Ortschaften meist als &amp;#039;&amp;#039;Fraktion&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;!--, vereinzelt auch &amp;#039;&amp;#039;Parzelle&amp;#039;&amp;#039; (was nicht die Grundstücke meint)--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Selbst wenn es in einer Katastralgemeinde nur eine Ortschaft gibt und beider Namen denselben Ursprung haben, können die Namen unterschiedlich geschrieben werden. Während die ursprüngliche, in den Grundbüchern definierte Schreibweise der Katastralgemeinde meist erhalten blieb, wurden die Ortsnamen oft an neue Rechtschreibregeln angepasst, beispielsweise in Ortsnamen mit dem Wort &amp;#039;&amp;#039;Weiß&amp;#039;&amp;#039; wie &amp;#039;&amp;#039;Weissenbach&amp;#039;&amp;#039; (Katastralgemeinde) und &amp;#039;&amp;#039;Weißenbach&amp;#039;&amp;#039; (Ortschaft). Auch bei [[Gebmanns]] in der Katastralgemeinde &amp;#039;&amp;#039;Göbmanns&amp;#039;&amp;#039; im [[Bezirk Korneuburg]] oder bei [[Schwaighof (Friedberg)|Schwaighof]] in der Katastralgemeinde &amp;#039;&amp;#039;Schweighof&amp;#039;&amp;#039; im [[Bezirk Hartberg-Fürstenfeld]] liegt diese Anpassung vor. Umgekehrt heißt etwa die KG der Gemeinde &amp;#039;&amp;#039;[[Oetz]]&amp;#039;&amp;#039; aber &amp;#039;&amp;#039;Ötz&amp;#039;&amp;#039;. Auch Namenserweiterungen der Gemeinde oder des Ortes, insbesondere Zusätze zur Unterscheidung gegenüber gleichnamigen Orten und Gemeinden, haben die Katastralgemeindebezeichnungen oft nicht mitgemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1.&amp;amp;nbsp;Jänner 2003 gab es in Österreich 7853 Katastralgemeinden, am 1.&amp;amp;nbsp;Jänner 2004 noch 7846 – mit dem 1.&amp;amp;nbsp;Jänner 2008 gab es aber 17.368 Ortschaften, mit 1. Jänner 2024 noch 17.011 Ortschaften.{{EWR|AT Ortschaft|Quelle}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vermessungsbezirke ===&lt;br /&gt;
Vermessungsbezirke&amp;lt;ref name=&amp;quot;gis2.stmk&amp;quot;&amp;gt;Vergl. {{Internetquelle |url=http://gis2.stmk.gv.at/gis2.stmk.gv.at/gis/geodk/asp/detail.asp?ID=920&amp;amp;CallerURL=%2Fgis2.stmk.gv.at%2Fgis%2Fgeodk%2Fasp%2Fuebersicht.asp%3FKeyword%3Du%26SearchType%3DKeyword&amp;amp;CallerTitle=Suchergebnis |titel=Grenzen der Vermessungsbezirke Österreichs |werk=[[GIS-Steiermark]]: Datenkatalog  / Suchergebnis  / Details: Metadatensatz – Details |hrsg=Land Steiermark |archiv-url=https://web.archive.org/web/20110820202505/http://gis2.stmk.gv.at/gis2.stmk.gv.at/gis/geodk/asp/detail.asp?ID=920&amp;amp;CallerURL=%2Fgis2.stmk.gv.at%2Fgis%2Fgeodk%2Fasp%2Fuebersicht.asp%3FKeyword%3Du%26SearchType%3DKeyword&amp;amp;CallerTitle=Suchergebnis |archiv-datum=2011-08-20 |abruf=2010-08-18 |offline=1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; sind die Sprengel der Vermessungsämter. Obwohl die Untergliederung des Vermessungswesens eng mit der territorialen Gliederung der Gerichtswesens zusammenhängt, deckten sich früher die Vermessungsbezirke häufig mit dem Umfang der [[Politischer Bezirk|politischen Bezirke]]. So waren im Jahr 1989 43 der damaligen 68 Vermessungsbezirke deckungsgleich mit den jeweiligen politischen Bezirken.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wilhelm Rausch (Historiker)|Wilhelm Rausch]]: &amp;#039;&amp;#039;Gebiets- und Namensänderungen der Stadtgemeinden Österreichs&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Forschungen zur Geschichte der Städte und Märkte Österreichs.&amp;#039;&amp;#039; Band 2). Linz 1989, S. 49f.&amp;lt;/ref&amp;gt; In den letzten Jahrzehnten wurde die Zahl der [[Vermessungsamt|Vermessungsämter]] jedoch sukzessive auf 41 reduziert.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[http://www.bev.gv.at/portal/page?_pageid=713,1606562&amp;amp;_dad=portal&amp;amp;_schema=PORTAL Vermessungsämter].&amp;#039;&amp;#039; Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Katastralgemeindenummer ===&lt;br /&gt;
Die 5-stellige Katastralgemeindenummer (KGNR) identifiziert eindeutig eine Katastralgemeinde. Sie wird vom [[Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen]] (BEV) vergeben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;VermG&amp;quot;&amp;gt;{{§|2a|VermG|RIS-B|DokNr=10011400}}&amp;amp;nbsp;(2)&amp;amp;nbsp;Z&amp;amp;nbsp;5 VermG; {{§|1|AdrRegV|RIS-B|DokNr=20004195}}&amp;amp;nbsp;AdrRegV&amp;amp;nbsp;(1) zu&amp;amp;nbsp;Z&amp;amp;nbsp;5; vergl. {{Literatur |Hrsg=Statistik Austria |Titel=Handbuch Adress-GWR-online |Band=Teil&amp;amp;nbsp;C Anhang&amp;amp;nbsp;2 &amp;#039;&amp;#039;Merkmalskatalog&amp;#039;&amp;#039; Version 1 |Datum=2004-09-01 |Kapitel=&amp;#039;&amp;#039;Adresse von Grundstücken&amp;#039;&amp;#039;, 8 &amp;#039;&amp;#039;Katastralgemeindenummer&amp;#039;&amp;#039; KgNr KATGEMNR |Seiten=2 |Spalten=Beschreibung}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie untergliedert sich in:&lt;br /&gt;
:1.–2.&amp;amp;nbsp;Stelle:{{FN|∗}} Vermessungsbezirk&lt;br /&gt;
:3.&amp;amp;nbsp;Stelle: [[Gerichtsbezirk]] (Laufnummer für das Bezirksgericht, das als Katastergericht in einem Teil der Vermessungsbezirks zuständig ist)&lt;br /&gt;
:4.–5.&amp;amp;nbsp;Stelle: Katastralgemeinde (Laufnummer nach Vermessungsbezirk)&lt;br /&gt;
::{{FNZ|∗|In Angaben entfällt manchmal die führende «0»}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zugang ===&lt;br /&gt;
Die [[Liste der Katastralgemeinden in Österreich|Übersicht über die Katastralgemeinden]] kann jederzeit auf jedem Gemeindeamt durch Einsicht in das Grundbuch gewonnen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wurde in den letzten Jahren die &amp;#039;&amp;#039;[[Digitale Katastralmappe]]&amp;#039;&amp;#039; (DKM) und die &amp;#039;&amp;#039;[[Grundstücksdatenbank]]&amp;#039;&amp;#039; (GDB) erstellt, die gegen Gebühr jedermann zugänglich sind. Außerdem bieten inzwischen einige der Länder-GIS (kostenfrei zugänglich über das Portal [[geoland.at]]) sowohl die Ansicht wie die Suchabfrage nach Aspekten des Katastern an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tschechien und Slowakei ==&lt;br /&gt;
Die beiden Länder kennen die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Katastralgemeinde&amp;#039;&amp;#039; aus Zeiten der Monarchie ebenfalls noch. Sie heißen {{csS|Katastrální území}} bzw. {{skS|Katastrálne územie}} und haben exakt dieselbe Funktion wie in Österreich, also eine grundbücherliche Verwaltungsgliederung. Da beide slawische Bezeichnungen von dem Grundwort &amp;#039;&amp;#039;země&amp;#039;&amp;#039; („Land“) ausgehen, verdeutlichen sie besser als die deutschsprachige, dass es sich nicht um Formen der Selbstorganisation handelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Italien ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Liste der Katastralgemeinden in Italien}}&lt;br /&gt;
In Teilen Italiens ([[Südtirol]], [[Trentino]], ehemalige Provinzen [[Provinz Triest|Triest]], [[Provinz Gorizia|Görz]] und 15 Gemeinden der [[Provinz Udine]], die bis 1923 unter Görzer Verwaltung waren) gibt es Katastralgemeinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Wiener Katastralgemeinden]], ein Überblick&lt;br /&gt;
* [[Liste der Katastralgemeinden in Österreich]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
Österreich:&lt;br /&gt;
* Katastralgemeindenverzeichnis [https://www.bev.gv.at/Services/Downloads/Produktbezogene-Downloads/Unentgeltliche-Produkte/Kataster-Verzeichnisse/Katastralgemeindenverzeichnis.html BEV→Services→Downloads→Produktbezogene Downloads→Unentgeltliche Produkte→Kataster und Verzeichnisse→Katastralgemeindenverzeichnis]&lt;br /&gt;
* Suchformular für Katastral- und politische Gemeinden Österreichs von [http://www.grundbuchauszug.co.at/katastralgemeindenummern/# grundbuchauszug.co.at]&lt;br /&gt;
* Peter Stix: [http://members.aon.at/peterstix/kataster.htm Grundstücksgrenzen und Kataster]&lt;br /&gt;
: Datenquellen:&lt;br /&gt;
* Statistik Austria: &amp;#039;&amp;#039;[[Ortsverzeichnis (Österreich)|Ortsverzeichnis]]&amp;#039;&amp;#039; ([http://www.statistik.at/web_de/services/publikationen/751/index.html Statistik Austria → Publikationen &amp;amp; Services → Regionale Gliederungen], Ortsverzeichnisse der Bundesländer)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Verwaltungsgliederung Österreichs}}&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeinderecht (Österreich)]]&lt;br /&gt;
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		<author><name>imported&gt;Serols</name></author>
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