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	<title>Kastron - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T05:45:17Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>~2025-40021-81: link</title>
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		<updated>2025-12-12T09:00:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;link&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kastron&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{grcS|κάστρον|variant=mittel|la=castrum}}) ist ein griechisches [[Lehnwort]], das auf den lateinischen Begriff &amp;#039;&amp;#039;castrum&amp;#039;&amp;#039; zurückgeht. Der Begriff bezeichnet in [[Byzantinisches Reich|byzantinischer Zeit]] einen befestigten Ort und wurde insbesondere für [[Römisches Militärlager|Militärlager]], Burgen und Festungen benutzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solche Militarstandorte konnten sich im Laufe der Zeit nach Abzug des Militärs zu größeren Siedlungen und Städten entwickeln, die den ursprünglichen Garnisonsnamen behielten, beispielsweise im Fall von „[[Kastron Mefaa]]“. Teilweise wurden diese Orte auch neu befestigt oder übernahmen die älteren Festungsmauern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
In den Wirren nach dem [[Römisch-Persische Kriege|Perserkrieg]] des [[Herakleios]], der 628/629 n.&amp;amp;nbsp;Chr. ein Ende fand und die einst blühenden orientalischen Provinzen Ostroms (Byzanz) stark in Mitleidenschaft gezogen hatte, begann in den 30er Jahren des 7. Jahrhunderts die [[islamische Expansion]]. [[Syria]], [[Aegyptus]] und [[Africa]] gingen verloren, während sich die [[Landnahme der Slawen auf dem Balkan]] fortsetzte. Das [[Spätantike|spätrömische]] Reich ging infolge dieses Umwälzungsprozesses und der fortschreitenden [[Gräzisierung]] des Staates seit Herakleios endgültig zu Ende. Die Geschichte des mittelalterlichen Byzanz begann, womit auch das [[Ende der Antike]] im Osten gekommen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten der einst prosperierenden oströmischen Städte (wie [[Athen]], [[Pergamon]], [[Milet]], [[Sardes]]) wandelten sich in diesem Zusammenhang zu wesentlich verkleinerten Gemeinwesen um (wenn sie nicht, wie mehrere kleinere Städte, zugrunde gingen), die, auf einen kleinen Stadtkern reduziert, nur noch den Bruchteil der früheren Bevölkerungszahl aufwiesen und stark befestigt wurden. Neugründungen waren die Ausnahme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Golubac.JPG|mini|Wasserkastell [[Golubac]], Serbien, 12./13. Jh.]]&lt;br /&gt;
Solche Wehrfestungen, oft auf Anhöhen gelegen, wurden &amp;#039;&amp;#039;kastron&amp;#039;&amp;#039; (κάστρον) genannt, was die gräzisierte Form des lateinischen Begriffs &amp;#039;&amp;#039;castrum&amp;#039;&amp;#039; darstellt. Zunächst wurden damit (etwa ab dem 6. Jahrhundert) nur Festungen im Grenzraum bezeichnet. So ließ [[Justinian I.]] den [[Donaulimes]] wiederbefestigen und wandelte das Castrum [[Singidunum]] 535 zu einem wesentlich verkleinerten Kastron um. Im 7. Jahrhundert aber stand &amp;#039;&amp;#039;kastron&amp;#039;&amp;#039;, im Gegensatz zur &amp;#039;&amp;#039;[[polis]]&amp;#039;&amp;#039;, dem urbanen Lebenszentrum der antiken [[Mittelmeerraum|Mittelmeerwelt]], für eine Garnisons- und Festungsstadt. &amp;#039;&amp;#039;Kastra&amp;#039;&amp;#039; dienten als Militärstützpunkte und ermöglichen es den byzantinischen Truppen, den regelmäßigen Vorstößen der Araber (&amp;#039;&amp;#039;Razzien&amp;#039;&amp;#039;) wenigstens teilweise einen Riegel vorzuschieben. Diese Vorgehensweise war durchaus erfolgreich: Im Jahr 716 verteidigten etwa 800 Mann [[Amorion]] gegen eine zehnmal so große arabische Streitmacht.&amp;lt;ref&amp;gt;John Haldon: &amp;#039;&amp;#039;Warfare, State and Society in the Byzantine World.&amp;#039;&amp;#039; London 1999, S. 250.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In derartigen &amp;#039;&amp;#039;kastra&amp;#039;&amp;#039; lebte jedoch kaum noch Zivilbevölkerung, obwohl sie oft auch Bischofssitze waren; in Notzeiten dienten sie auch als Fluchtburgen für die umliegende Bevölkerung. Über die inneren Strukturen ist aber kaum etwas bekannt, eine städtische Selbstverwaltung, wie in den antiken griechischen und römischen Städten üblich, fand aber wahrscheinlich nicht statt. Stattdessen lag die Verwaltung hauptsächlich in der Hand des Garnisonskommandeurs, des &amp;#039;&amp;#039;Kastrophylax&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht sollten die Unterschiede, wenigstens zur [[spätantike]]n Stadt, auch nicht übertrieben werden, da ein derartiger Wandlungsprozess bereits im 5., spätestens aber im 6. Jahrhundert langsam einsetzte und sich auch das städtische Leben wandelte.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. dazu Haldon, &amp;#039;&amp;#039;Byzantium&amp;#039;&amp;#039;, S. 459ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Allerdings ist es unbestreitbar, dass es zu einer Reduzierung der bebauten Flächen kam und nur relativ wenige Städte, wie [[Konstantinopel]], [[Thessaloniki]] oder [[Nikaia (Bithynien)|Nikaia]], mehr von ihrer alten städtischen Substanz behielten. Auch einige größere Städte wurden bisweilen als &amp;#039;&amp;#039;kastron&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet, nie aber die Großstadt Konstantinopel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche &amp;#039;&amp;#039;kastra&amp;#039;&amp;#039;, wie beispielsweise [[Ankara|Ankyra]] oder Amorion (das im 9. Jahrhundert einen Durchmesser von nur wenigen hundert Metern hatte), spielten eine zentrale Rolle im byzantinischen Verwaltungssystem. Sie wurden auch zu Keimzellen des neuen urbanen Lebens, als im 10. Jahrhundert eine neue Bauphase begann, die über die alten Befestigungsanlagen hinwegging (wie etwa die archäologischen Untersuchungen in Pergamon zeigen).&amp;lt;ref&amp;gt;Brandes, Art. &amp;#039;&amp;#039;Kastron&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Ende des 11. Jahrhunderts der Druck durch die [[Türken]] in Kleinasien zunahm, wurden wieder erneut &amp;#039;&amp;#039;kastra&amp;#039;&amp;#039; errichtet, wozu sogar eine Sondersteuer erhoben wurde. Auch auf der Balkanhalbinsel kam es noch im 12. Jahrhundert zu letzten Gründungen von &amp;#039;&amp;#039;kastra&amp;#039;&amp;#039;. Kaiser [[Manuel I. (Byzanz)|Manuel I.]] nutzte für die Befestigung von [[Griechisch Weißenburg]] (Belgrad) an der Donaugrenze Baumaterial aus dem von den Byzantinern geschleiften ungarischen [[Zemun|Semlin]]. Noch im 13. Jahrhundert wurde diese Bautätigkeit fortgesetzt, bis die byzantinischen Kaiser die Grenzverteidigung in Kleinasien nicht mehr in der Form fortsetzen konnten. Bis zur Mitte des 14. Jahrhunderts wurden die dortigen byzantinischen Festungen von den Türken erobert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Singidunum ostaci1.jpg|mini|Nordostseite der Oberstadt der Festung von Belgrad, 1403–1427: römische und byzantinische Mauern in den unteren Bauabschnitten]]&lt;br /&gt;
Der Typ des Kastrons wurde von den slawischen Herrschern auf der Balkanhalbinsel weithin genutzt. Hier bildete der Typ des Kastrons noch bis ins 15. Jahrhundert den primären Stadt- und Befestigungstyp. Selbst in der spätmittelalterlichen serbischen Anlage der weitläufigen Burg von [[Smederevo]] (erste Hälfte des 15. Jahrhunderts) wurden byzantinische Verteidigungsanlagen kopiert. Auch Wehrklöster wie [[Kloster Manasija|Manasija]] entsprechen diesem Typus. Der Ausbau Belgrads unter [[Stefan Lazarević]] nutzte den Vorgängerbau und erweiterte die Befestigung. Innerhalb der [[Festung von Belgrad]] entspricht aber insbesondere die Oberstadt weitgehend byzantinischen Konstruktionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Wolfram Brandes]]: &amp;#039;&amp;#039;Kastron.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Lexikon des Mittelalters]].&amp;#039;&amp;#039; Band 5, Sp. 1051f.&lt;br /&gt;
* Archie Dunn: &amp;#039;&amp;#039;The transition from polis to kastron in the Balkans (III–VII cc.): general and regional perspectives.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Byzantine and Modern Greek Studies.&amp;#039;&amp;#039; Band 17, 1994, S. 60–80.&lt;br /&gt;
* John Haldon: &amp;#039;&amp;#039;Byzantium in the Seventh Century. The Transformation of a Culture.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Cambridge 1997.&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Müller-Wiener]]: &amp;#039;&amp;#039;Von der Polis zum Kastron. Wandlungen der Stadt im ägäischen Raum von der Antike zum Mittelalter&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Gymnasium (Zeitschrift)|Gymnasium]]&amp;#039;&amp;#039; Band 93, 1986, S. 435–475.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.dainst.org/index_7259_de.html |wayback=20100626000708 |text=Bericht}} über die Forschungsarbeiten zur byzantinischen Siedlungsgeschichte von Milet durch das [[Deutsches Archäologisches Institut|DAI]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtform]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Byzantinische Architektur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärgeschichte (Spätantike)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burg in Griechenland|!]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2025-40021-81</name></author>
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