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	<title>Kastle-Meyer-Test - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-21T22:04:20Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kastle-Meyer-Test&amp;diff=588461&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Zyirkon: Überarbeitung wegen Verstoß gegen Wikipedia:WWNI</title>
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		<updated>2025-11-08T22:29:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Überarbeitung wegen Verstoß gegen &lt;a href=&quot;/index.php/Wikipedia:WWNI&quot; class=&quot;mw-redirect&quot; title=&quot;Wikipedia:WWNI&quot;&gt;Wikipedia:WWNI&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Phenolphthaleinreagenz auf Blut.jpg|mini|Positiver Kastle-Meyer-Test]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kastle-Meyer-Test&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (kurz: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;KM-Test&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) ist ein [[Forensik|forensischer]] Vortest zur Indikation von mutmaßlichen [[Blutspur]]en. Das Nachweisreagenz ist [[Phenolphthalin]], wobei es sich um [[Reduktion (Chemie)|reduziertes]] [[Phenolphthalein]] handelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Kastle-Meyer-Reagenz ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zusammensetzung ===&lt;br /&gt;
Die Stammlösung&amp;lt;ref name=&amp;quot;Webb&amp;quot; /&amp;gt; besteht aus [[Kaliumhydroxid]], [[Phenolphthalein]] und [[Zink]]-Pulver, die in Wasser suspendiert werden und unter Rückfluss gekocht (oder stehen gelassen) werden, bis die Lösung farblos ist. Sie wird üblicherweise in einer braunen Flasche mit Zink-Pulver aufbewahrt. Die Arbeitslösung zur Durchführung des Tests besteht aus dieser Stammlösung in [[Ethanol]].&lt;br /&gt;
===Vorgehensweise ===&lt;br /&gt;
Zum Nachweis wird die Spur (&amp;quot;Probe&amp;quot;) mit Kastle-Meyer-Reagenz und anschließend einer 3 %igen Wasserstoffperoxidlösung versetzt. Eine Rotfärbung binnen Sekunden zeigt eine positive Reaktion an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichtliches ==&lt;br /&gt;
Der Grundstein für den Kastle-Meyer Test wurde durch [[Louis Jacques Thénard]] und [[Christian Friedrich Schönbein]] gelegt. Thenard entdeckte [[1818]], dass [[Wasserstoffperoxid]] (H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;) durch [[Blut]] zersetzt wird. Schönbein entwickelte aus dieser Entdeckung [[1863]] den ersten Test auf Blut. Dabei wird die Zersetzung von Wasserstoffperoxid durch das im Blut (in den [[Erythrozyten]]) enthaltene [[Häme (Stoffgruppe)|Häm]]-haltige [[Protein]] [[Hämoglobin]] beobachtet. Das Ergebnis dieser Reaktion ist ein Aufschäumen, wobei [[Sauerstoff]]-Blasen aufsteigen. Schönbein folgerte daraus, dass ein unbekannter Fleck, der durch H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; aufgeschäumt wird, wahrscheinlich Hämoglobin enthält und somit Blut ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang [[1900]] ([[1901]]) entwickelte der Chemiker [[Joseph Hoeing Kastle]] (1864–1916) einen Vortest für Hämoglobin, der Phenolphthalein als [[Indikator (Chemie)|Farb-Indikator]] enthielt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Joseph Hoeing Kastle, Oliver March Shedd |Titel=Phenolphthalin as a Reagent for the Oxidizing Ferments |Sammelwerk=[[Journal of the American Chemical Society|American Chemical Journal]] |Band=26 |Nummer=6 |Datum=1901 |Seiten=526–539 |Online={{archive.org |americanchemical261901balt |Blatt=526}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Einige Jahre später ([[1903]]) verfeinerte und verbesserte der Internist und Chemiker [[Erich Meyer (Mediziner)|Erich Meyer]] (1874–1927) das Reagenz, weshalb es auch als Kastle-Meyer Test bezeichnet wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Erich Meyer |Titel=Beiträge zur Leukocytenfrage |TitelErg=Fermente der Leukocyten |Sammelwerk=[[Münchner Medizinische Wochenschrift]] |Band=50 |Nummer=35 |Datum=1903 |Seiten=1489–1493}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stärken und Nachweisgrenzen ==&lt;br /&gt;
Wenn man über Vortest-Reagenzien spricht, sollte man sich mit zwei Begriffen vertraut machen: der &amp;#039;&amp;#039;[[Sensitivität (Test)|Sensitivität]]&amp;#039;&amp;#039; und der &amp;#039;&amp;#039;[[Spezifität]].&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sensitivität ===&lt;br /&gt;
Die Sensitivität bezieht sich auf den Verdünnungsfaktor einer Substanz, die der Test noch nachweisen kann. Die Sensitivität des KM-Tests liegt bei ungefähr 1:10.000: Ein Tropfen Blut kann also nach Verdünnung mit 10.000 Tropfen Wasser noch nachgewiesen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spezifität ===&lt;br /&gt;
Die Spezifität bezieht sich auf die Reaktionsfähigkeit des Tests auf Substanzen, die vom Blut verschieden sind. Bisher konnte man soweit eine wahr-positive Reaktion nur in Anwesenheit von Hämoglobin nachweisen. [[Falsch-positiv]]e Reaktionen können in Präsenz von chemischen Oxidantien entstehen, auch Gemüse-Peroxidasen können mit dem Test reagieren. Aber diese Reaktionen könnten nur dann auftreten, nachdem Phenolphthalein aufgetragen wurde, noch vor Zugabe von Wasserstoffperoxid. Eine wahr-positive Aussage kann nur entstehen, nachdem Wasserstoffperoxid dazugegeben wird. Der KM-Test reagiert also spezifisch auf Blut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Alternativen ===&lt;br /&gt;
Zuverlässiger&amp;lt;ref name=&amp;quot;Webb&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Joanne L. Webb, Jonathan I. Creamer, Terence I. Quickenden |Titel=A comparison of the presumptive luminol test for blood with four non-chemiluminescent forensic techniques |Sammelwerk=Luminescence |Band=21 |Nummer=4 |Datum=2006 |Seiten=214–220 |DOI=10.1002/bio.908 |PMID=16645959}}&amp;lt;/ref&amp;gt; ist ein neueres Verfahren, bei dem [[Luminol]] auf eine Verdachtsfläche gesprüht wird: Wenn die Spur [[Chemolumineszenz|zu leuchten beginnt]], bestätigt sich der Blutverdacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Biochemische Nachweisreaktion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsmedizin]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Zyirkon</name></author>
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