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	<title>Kastell Lorch - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kastell_Lorch&amp;diff=1645172&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Roland1950: HC: Entferne Kategorie:Kulturdenkmal im Ostalbkreis; Ergänze Kategorie:Kulturdenkmal in Lorch (Württemberg)</title>
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		<updated>2026-01-02T12:07:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:HC&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:HC (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;HC&lt;/a&gt;: Entferne &lt;a href=&quot;/index.php/Kategorie:Kulturdenkmal_im_Ostalbkreis&quot; title=&quot;Kategorie:Kulturdenkmal im Ostalbkreis&quot;&gt;Kategorie:Kulturdenkmal im Ostalbkreis&lt;/a&gt;; Ergänze &lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Kulturdenkmal_in_Lorch_(W%C3%BCrttemberg)&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Kulturdenkmal in Lorch (Württemberg) (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Kulturdenkmal in Lorch (Württemberg)&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Limeskastell&lt;br /&gt;
|Name = Kastell Lorch&lt;br /&gt;
|Antiker Name = &lt;br /&gt;
|Nummer der RLK = 63&lt;br /&gt;
|Strecke nach ORL = Strecke 12&lt;br /&gt;
|Belegung von bis = um 150/160&amp;amp;nbsp;n.&amp;amp;nbsp;Chr.&amp;lt;br /&amp;gt;bis um 260&amp;amp;nbsp;n.&amp;amp;nbsp;Chr.&lt;br /&gt;
|Kastelltyp = Kohortenkastell&lt;br /&gt;
|Truppenteil = Cohors equitata&lt;br /&gt;
|Abmessungen oder Fläche = 153,5&amp;amp;nbsp;(154)&amp;amp;nbsp;m&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;158,4&amp;amp;nbsp;(162,8)&amp;amp;nbsp;m = 2,47&amp;amp;nbsp;ha&lt;br /&gt;
|Verwendetes Material = Stein&lt;br /&gt;
|Kurzbeschreibung = Fundament des nördlichen Torturms des Westtores sichtbar&lt;br /&gt;
|Heutiger Ortsname = [[Lorch (Württemberg)|Lorch]]&lt;br /&gt;
|Breitengrad = 48/47/53.85/N&lt;br /&gt;
|Längengrad = 9/41/15.10/E&lt;br /&gt;
|Region-ISO = DE-BW&lt;br /&gt;
|Höhe = 285&lt;br /&gt;
|Nebenbox=--&lt;br /&gt;
|Im Limesverlauf vorher liegendes Kastell = [[Kastelle von Welzheim]] &amp;lt;small&amp;gt;(nördlich)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Im Limesverlauf nachfolgendes Kastell = [[Kleinkastell Kleindeinbach]] &amp;lt;small&amp;gt;(östlich)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kastell Lorch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war ein [[Römisches Reich|römisches]] [[Römische Militärlager|Grenzkastell]] nahe am [[Obergermanisch-Raetischer Limes|Rätischen Limes]], der seit 2005 den Status eines [[UNESCO-Welterbe|UNESCO-Weltkulturerbes]] besitzt. Die vermutlich um 150/160&amp;amp;nbsp;n.&amp;amp;nbsp;Chr.&amp;lt;ref&amp;gt;Bernhard Albert Greiner: &amp;#039;&amp;#039;Der Beitrag der Dendrodaten von Rainau-Buch zur Limesdatierung.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Limes XX. Estudios sobre la fontera Romana.&amp;#039;&amp;#039; Ediciones Polifemo, Madrid 2009, ISBN 978-84-96813-25-0, S.&amp;amp;nbsp;1289.&amp;lt;/ref&amp;gt; errichtete Garnison liegt heute mitten in [[Lorch (Württemberg)|Lorch]], einer Stadt im [[Ostalbkreis]], [[Baden-Württemberg]], und ist fast vollständig überbaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage ==&lt;br /&gt;
[[Datei:ORL 63 tab 01 pic 01 Lage.jpg|mini|links|Lage des Kastells zur Zeit der Reichs-Limeskommission]]&lt;br /&gt;
[[Datei:ORL 63 tab 02 pic 01 Grundriss.jpg|mini|300px|Grundriss des Kastells nach den Befunden der RLK]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kastell wurde auf der Nordseite des in diesem Bereich von Westen nach Osten ausgerichteten [[Remstal]]es am Ausgang einer kleineren, aber tiefen, von Norden nach Süden laufenden Senke errichtet. Der [[Rems]] entlang zog sich in der Antike die Trasse einer wichtigen, von [[Cannstatt]] kommenden Fernverbindung hin. Auf den nördlichen Geländeabschnitten hoch über dem Remstal verlief die römische [[Palisade|Grenzpalisade]], die aus nördlicher Richtung kommend nahe bei Lorch einen starken Knick nach Osten machte. Neben der Limessicherung war Lorch in diesem Abschnitt auch der letzte größere militärische Standort der [[Römische Provinz|römischen Provinz]] &amp;#039;&amp;#039;[[Germania superior]]&amp;#039;&amp;#039;. Nur wenige Kilometer östlich begann bereits die Provinz &amp;#039;&amp;#039;[[Raetia]]&amp;#039;&amp;#039;. Dort lag auf dem südlichen Talhang [[Kastell Schirenhof|am Schirenhof]] das nächste Kohortenkastell.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Forschungsgeschichte ==&lt;br /&gt;
Erste Vermutungen für einen römischen Lagerplatz wurden an dieser Stelle in der Mitte des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts laut. Durch die [[Reichs-Limeskommission]] (RLK) unter Major [[Heinrich Steimle]], einem Streckenkommissar, erfolgten 1893 erste [[Prospektion (Archäologie)|Sondierungen]]. Weitere Möglichkeiten boten sich aufgrund der schwierigen örtlichen Situation erst 1895/96, als im Kastellbereich eine Kanalisation erbaut wurde. Insgesamt erfasste die RLK hauptsächlich Abschnitte der Umfassungsmauer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Bauarbeiten stieß man in der Vergangenheit westlich und östlich des Militärplatzes immer wieder auf Überreste des antiken Lagerdorfes. 1954 wurde das Brandgräberfeld angeschnitten. Eine erste [[Ausgrabung|Flächengrabung]] im Kastell selber führte das [[Landesdenkmalamt Baden-Württemberg]] aber erst 1986/87 im Zuge eines Tiefgaragenbaues zwischen Kirchstraße und Rathaus durch. Der angeschnittene Lagerteil gehörte zum südöstlichen Viertel der Anlage. Trotz teilweiser Störung der römischen Baureste durch mittelalterliche und neuzeitliche Eingriffe konnte diese Grabung erste wichtige Ergebnisse zur Struktur der Garnison liefern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kastell Lorch gilt heute als archäologisches Denkmal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Baugeschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Kastell Lorch Turmfundament.jpeg|mini|Konserviertes Fundament des Nordturms am Westtor]]&lt;br /&gt;
Die Forschung geht davon aus, dass das 2,47&amp;amp;nbsp;Hektar große Kastell nach seiner Erbauung von einer namentlich bisher unbekannten teilberittenen Einheit belegt wurde, die zuvor im [[Kastell Köngen]] am [[Neckar]] stationiert gewesen war. Die Ost- und Westseite der Anlage war 153,5 und 154&amp;amp;nbsp;Meter lang. Die Nordseite maß 158,4&amp;amp;nbsp;Meter, die Südseite 162,8&amp;amp;nbsp;Meter. Die Wehrmauer waren an den vier Ecken abgerundet (Spielkartenform).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass die damaligen Geometer den Grundriss etwas verschoben festlegten, führen Fachleute auf eventuelle damalige Gerätefehler zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Anne Johnson (Archäologin)|Anne Johnson]] (dt. Bearbeitung von [[Dietwulf Baatz]]): &amp;#039;&amp;#039;Römische Kastelle.&amp;#039;&amp;#039; von Zabern, Mainz 1987, ISBN 3-8053-0868-X, S.&amp;amp;nbsp;54.&amp;lt;/ref&amp;gt; Insgesamt folgte der Steinausbau aber, wie Forschungen nahelegen, einem festgelegten Normplan.&amp;lt;ref&amp;gt;Anne Johnson (dt. Bearbeitung von Dietwulf Baatz): &amp;#039;&amp;#039;Römische Kastelle.&amp;#039;&amp;#039; von Zabern, Mainz 1987, ISBN 3-8053-0868-X, S.&amp;amp;nbsp;58.&amp;lt;/ref&amp;gt; Von einem älteren Holzkastell ist nichts bekannt, auch wenn es schon früh Münzfunde gegeben hat, die teils weit vor die Erbauungszeit von Kastell Lorch reichen. Dies ist jedoch nichts Ungewöhnliches. So wurden beispielsweise im Bad des Kastells Schirenhof&amp;lt;ref&amp;gt;Kastellbad Schirenhof bei {{Coordinate |text=DMS |NS= 48/47/8.79|EW= 9/46/31.15 |type=building |dim=20 |region=DE-BW |name=Kastellbad Schirenhof}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; verlorengegangene Münzen aus voraugusteischer Zeit aufgefunden.&amp;lt;ref&amp;gt;Dieter Planck: &amp;#039;&amp;#039;Neue Ausgrabungen am Limes.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Kleine Schriften zur Kenntnis der römischen Besetzungsgeschichte Südwestdeutschlands&amp;#039;&amp;#039; [= &amp;#039;&amp;#039;Schriften des Limesmuseums Aalen&amp;#039;&amp;#039;]. 12). Gentner, Stuttgart 1975, S.&amp;amp;nbsp;23.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Dendrochronologie|Dendrochronologische Untersuchungen]] an der Holzpalisade des nahegelegenen obergermanisch-rätischen Grenzzaunes beim [[Kleinkastell Kleindeinbach]]&amp;lt;ref&amp;gt;Kleinkastell Kleindeinbach bei {{Coordinate |text=DMS |NS= 48/47/51.11 |EW= 9/45/15.53 |type=building |dim=20 |region=DE-BW |name=Kleinkastell Kleindeinbach}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; haben ergeben, dass diese höchstwahrscheinlich noch im Jahr 164&amp;amp;nbsp;n.&amp;amp;nbsp;Chr. erbaut worden ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Bernd Becker: &amp;#039;&amp;#039;Fällungsdaten römischer Bauhölzer anhand einer 2350jährigen süddeutschen Eichen-Jahrringchronologie.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Fundberichte aus Baden-Württemberg.&amp;#039;&amp;#039; Band 6, 1981, ISBN 3-8062-1252-X, S.&amp;amp;nbsp;369–386. {{ISSN|0071-9897}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ähnliche Befunde wurden an der Palisade aus [[Schwabsberg]] gemacht.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wolfgang Czysz]], Lothar Bakker: &amp;#039;&amp;#039;Die Römer in Bayern.&amp;#039;&amp;#039; Theiss, Stuttgart 1995, ISBN 3-8062-1058-6, S.&amp;amp;nbsp;123.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein am [[Limestor Dalkingen]] aufgedeckter einfacher Zaun, der laut dem dortigen Ausgräber [[Dieter Planck]] noch vor der Palisade um 130/135&amp;amp;nbsp;n.&amp;amp;nbsp;Chr. errichtet wurde, bestätigt die Angaben aus Lorch, die dieses Kastell nach Räumung von Köngen um 159&amp;amp;nbsp;n.&amp;amp;nbsp;Chr. in die Zeit „um 150“ betten. Wirklich eindeutige Angaben könnte unter anderem nur ein Holzbefund aus dem Kastell selber machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Kastell Lorch Mannschaftsbaracken 1987.png|mini|Die Grabungsfläche mit den Grundrissen der 1986 bis 1987 aufgedeckten Mannschaftsbaracken.]]&lt;br /&gt;
Die bis zu 1,3 Meter breiten Wehrmauern, die mit sorgfältig bearbeiteten, bis zu 0,3 Meter breiten Mauerschalen aus dem örtlich anstehenden Stubensandstein verblendet wurden, umfassen einen fast quadratischen Garnisonsort. Dieser Standort war mit seiner Länge und Breite fast genau in west-östliche bzw. nord-südliche Richtung ausgerichtet. Die Lage der [[Prätorialfront]] (Vorderfront) ist bisher jedoch unbekannt. Die [[Principia (Stabsgebäude)|&amp;#039;&amp;#039;Principia&amp;#039;&amp;#039;]], das Stabsgebäude, konnten nur in geringen Resten aufgedeckt werden. Über ihnen liegt heute ein Friedhof. Es wurde jedoch angenommen, dass die &amp;#039;&amp;#039;Porta praetoria&amp;#039;&amp;#039;, das Hauptausfalltor, in Richtung Westen nach Bad Cannstatt zeigte. Zugleich ist dieses westliche Tor mit seiner von zwei Türmen flankierten Doppeldurchfahrt auch der bisher einzig bekannte Einlass ins Lagerinnere. Während der Grabung 1986/87 wurden im südöstlichen Kastellviertel mindestens zwei hölzerne Mannschaftsbaracken &amp;#039;&amp;#039;(centuriae)&amp;#039;&amp;#039; aufgedeckt, die mit ihrer Längsseite fast genau in Nord-Süd-Richtung wiesen. Der Kopfbau dieser Baracken, in dem einst der &amp;#039;&amp;#039;Centurio&amp;#039;&amp;#039; und eventuell noch weitere Offiziere, Unteroffiziere sowie Personal gelebt haben,&amp;lt;ref&amp;gt;Anne Johnson (dt. Bearbeitung von [[Dietwulf Baatz]]): &amp;#039;&amp;#039;Römische Kastelle.&amp;#039;&amp;#039; von Zabern, Mainz 1987, ISBN 3-8053-0868-X, S.&amp;amp;nbsp;188&amp;amp;nbsp;ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; lag nördlich. An ihn schloss sich eine der Hauptlagerstraßen an. In die dazugehörige Grabungszeichnung trug man für diese Straße den Namen &amp;#039;&amp;#039;Via Praetoria&amp;#039;&amp;#039; ein, da man in einer zweiten Theorie zur Ausrichtung des Kastells auch an dessen Ostseite, Richtung Rätien, dachte. Die in den Baracken freigelegten, aus Ziegelplatten errichteten Herdstellen der einzelnen Contubernien waren teilweise gut erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vicus, Kastellbad und Brandgräberfeld ==&lt;br /&gt;
Das Kastelldorf, der &amp;#039;&amp;#039;[[Vicus]]&amp;#039;&amp;#039;, wurde bisher nur in vereinzelten Spuren östlich und westlich der Fortifikation bekannt. Seine vollständigen Ausmaße sind daher nicht zu fassen. Die auf schmalen Parzellen errichteten Bauten der Vicusbewohner waren giebelständig zu den Ausfallstraßen hin errichtet worden. Die trotz der eingeschränkten Befundlage zahlreich geborgene Keramik aus dem Wohngebiet entstand im 2.&amp;amp;nbsp;und 3.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert. Bekannt wurde die Abbildung der ursprünglich keltischen Göttin [[Epona (Mythologie)|Epona]], die Beschützerin der Pferde und des heimischen Herdes, auf einem kleinen Sandsteinrelief. Außerdem ist aus dem Lorcher &amp;#039;&amp;#039;vicus&amp;#039;&amp;#039; die Inschrift eines Tonwarenhändlers&amp;lt;ref&amp;gt;{{CIL|13|06524}}&amp;lt;/ref&amp;gt; überliefert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kastellbad lag vermutlich vor der &amp;#039;&amp;#039;Porta decumana&amp;#039;&amp;#039;, dem östlichen Hintertor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rund 500 Meter südwestlich der Garnison sind die Reste eines der beiden Gräberfelder ermittelt worden. Dabei stießen die Archäologen unter anderem auf Urnen und Beigabengefäße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Truppe ==&lt;br /&gt;
Durch den in Lorch getätigten Fund eines Bronzeanhängers mit eingepunzter Inschrift, der die Form eines römischen Votivblechs hatte, wurden die Vermutungen deutlich erhärtet, dass eine &amp;#039;&amp;#039;Cohors equitata&amp;#039;&amp;#039;, eine teilberittene Einheit, dort stationiert war. Leider geht aus der Inschrift nicht hervor, um welche Kohorte es sich im Speziellen gehandelt hat. Die teilberittenen Einheiten, die zu den regulären Hilfstruppen ([[Auxiliartruppen|Auxilia]]) zählten, besaßen eine faktische Gesamtstärke von rund 480 Mann, zu der ein Drittel Kavallerie zählte.&amp;lt;ref&amp;gt;Anne Johnson (dt. Bearbeitung von [[Dietwulf Baatz]]): &amp;#039;&amp;#039;Römische Kastelle.&amp;#039;&amp;#039; von Zabern, Mainz 1987, ISBN 3-8053-0868-X, S.&amp;amp;nbsp;36.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da mit der Vorverlegung des Limes eine Vielzahl von Kastellen sehr abgelegen und militärisch nutzlos geworden waren, wurden sie aufgelassen und die Besatzungen nach vorne an die neue Grenze verlegt. Wohl im Jahre 159&amp;amp;nbsp;n.&amp;amp;nbsp;Chr. ist das ebenfalls von einer bisher unbekannten &amp;#039;&amp;#039;Cohors equitata&amp;#039;&amp;#039; besetzte Kastell Köngen geräumt worden. Im Zuge der Erforschung einzelner Einheiten des römischen Militärs haben sich die Vermutungen dahin verdichtet, dass ein Wechsel der teilberittenen Köngener Einheit über die verbindende Römerstraße nach Lorch als sehr wahrscheinlich betrachtet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Militaria ==&lt;br /&gt;
In Lorch wurde Militaria hoher Qualität geborgen. Dazu zählt ein nahe dem Kastell entdecktes, 16,5&amp;amp;nbsp;Zentimeter hohes Bronzemodell eines Siegeszeichens &amp;#039;&amp;#039;(Tropaeum)&amp;#039;&amp;#039; aus dem 2.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert, das sich heute im [[Limesmuseum Aalen]] befindet. Ursprünglich setzte man die übermannsgroßen &amp;#039;&amp;#039;Tropaea&amp;#039;&amp;#039; als Siegesdenkmäler an jene Stelle, an der ein Feind besiegt worden war und schmückte es mit Waffen und militärischen Ausrüstungsgegenständen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Philipp Filtzinger]]: &amp;#039;&amp;#039;Limesmuseum Aalen.&amp;#039;&amp;#039; 2.&amp;amp;nbsp;Auflage, Gentner, Stuttgart 1975, S.&amp;amp;nbsp;46.&amp;lt;/ref&amp;gt; Während der Grabung 1986 wurde ein Bronzebeschlag mit [[Gorgonen]]haupt gefunden. Außerdem kamen damals eine Vielzahl von Kleinfunden wie Schwertriemenhalter aus Eisen und Bronze ans Licht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachrömische Entwicklung ==&lt;br /&gt;
Die archäologisch im 9./10. Jahrhundert erstmals zu fassende Hl. Kreuzkirche wurde erstmals 1140 erwähnt. Sie wurde innerhalb der Kastellmauern, ungefähr mittig vor dem Nordtor errichtet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Eismann_238&amp;quot;&amp;gt;Stefan Eismann: &amp;#039;&amp;#039;Frühe Kirchen über römischen Grundmauern. Untersuchungen zu ihren Erscheinungsformen in Südwestdeutschland, Südbayern und der Schweiz.&amp;#039;&amp;#039; Leidorf, Rahden 2004, ISBN 3-89646-768-9, S.&amp;amp;nbsp;238.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Entstehung christlicher Stätten über römischen Kastellen, speziell im Umfeld der einstigen Stabsgebäude ist nicht so ungewöhnlich. So konnte eine ähnliche Konstellation unter anderem auch an den rätischen Limeskastellen [[Kastell Gunzenhausen|Gunzenhausen]], [[Kastell Böhming|Böhming]] und [[Kastell Kösching|Kösching]] beobachtet werden. Im Inneren der Lorcher Kirche wurde eine römische Mauer erfasst, deren aufgehendes Mauerwerk noch in Teilen erhalten war. Es wurde vermutet, dass dieser Baurest zu den einstigen &amp;#039;&amp;#039;Principia&amp;#039;&amp;#039; gehört haben könnte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Eismann_238&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Denkmalschutz ==&lt;br /&gt;
Das Kastell Lorch und die erwähnten [[Bodendenkmal]]e sind als Abschnitt des Obergermanisch-Rätischen Limes seit 2005 Teil des [[UNESCO-Welterbe]]s. Außerdem sind die Anlagen [[Kulturdenkmal]]e nach dem [[Denkmalschutzgesetz (Baden-Württemberg)|Denkmalschutzgesetz des Landes Baden-Württemberg (DSchG)]]. Nachforschungen und gezieltes Sammeln von Funden sind genehmigungspflichtig, Zufallsfunde an die Denkmalbehörden zu melden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Kastelle am Obergermanisch-Raetischen Limes]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Dietwulf Baatz]]: &amp;#039;&amp;#039;Der römische Limes. Archäologische Ausflüge zwischen Rhein und Donau.&amp;#039;&amp;#039; Mann, Berlin 1993, ISBN 3-7861-1701-2, S.&amp;amp;nbsp;250.&lt;br /&gt;
* [[Dieter Planck]], Willi Beck: &amp;#039;&amp;#039;Der Limes in Südwestdeutschland.&amp;#039;&amp;#039; 2.&amp;amp;nbsp;Auflage, Theiss, Stuttgart 1987, ISBN 3-8062-0496-9, S.&amp;amp;nbsp;101.&lt;br /&gt;
* Stefan Pfahl: &amp;#039;&amp;#039;Das römische Bronzetropaeum von Lorch und verwandte Stücke.&amp;#039;&amp;#039; In &amp;#039;&amp;#039;Fundberichte aus Baden-Württemberg&amp;#039;&amp;#039; Band 18, Theiss, Stuttgart 1993, S.&amp;amp;nbsp;117–135. {{ISSN|0071-9897}}&lt;br /&gt;
* Britta Rabold, [[Egon Schallmayer]], [[Andreas Thiel (Archäologe)|Andreas Thiel]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Limes. Die Deutsche Limes-Straße vom Rhein bis zur Donau.&amp;#039;&amp;#039; Theiss, Stuttgart 2000, ISBN 3-8062-1461-1, S.&amp;amp;nbsp;98.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://www.deutsche-limeskommission.de/index.php?id=82 Kastell Lorch] auf der Seite der Deutschen Limeskommission; abgerufen am 28.&amp;amp;nbsp;Oktober 2022.&lt;br /&gt;
* [https://vici.org/vici/4424/ https://vici.org/vici/4424/]  Link auf eine Karte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hinweis Seiten-Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Kastelle des Obergermanisch-Rätischen Limes, ORL-Strecke 12}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Lorch, Kastell}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römische Befestigungsanlage (Germania superior)|Lorch, Kastell]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisches Bauwerk im Ostalbkreis|Lorch, Kastell]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kulturdenkmal in Lorch (Württemberg)|Lorch, Kastell]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in Lorch (Württemberg)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Roland1950</name></author>
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