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	<title>Kastell Halheim - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;UNTERMVIERENBERGE-2: /* Literatur */ Verbesserung/en; Daten in Vorlage/n</title>
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		<updated>2026-04-28T17:40:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; Verbesserung/en; Daten in Vorlage/n&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Limeskastell&lt;br /&gt;
|Name = Kastell Halheim&lt;br /&gt;
|Antiker Name =&lt;br /&gt;
|Nummer der RLK = 67a&lt;br /&gt;
|Strecke nach ORL = Rätischer Limes,&amp;lt;br /&amp;gt;Strecke 12&lt;br /&gt;
|Belegung von bis = um 125/150&amp;amp;nbsp;n.&amp;amp;nbsp;Chr. bzw. 205&amp;amp;nbsp;n.&amp;amp;nbsp;Chr.&amp;lt;br /&amp;gt;bis maximal 260&amp;amp;nbsp;n.&amp;amp;nbsp;Chr.&lt;br /&gt;
|Kastelltyp = Numeruskastell&lt;br /&gt;
|Truppenteil =&lt;br /&gt;
|Abmessungen oder Fläche = 80&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;82,5&amp;amp;nbsp;m = 0,67&amp;amp;nbsp;ha&lt;br /&gt;
|Verwendetes Material = Stein&lt;br /&gt;
|Kurzbeschreibung = Schuttwall mit angepflanzter Buschhecke&lt;br /&gt;
|Heutiger Ortsname = [[Ellwangen (Jagst)|Ellwangen]], [[Pfahlheim]]/Halheim&lt;br /&gt;
|Breitengrad = 48/58/59.50/N&lt;br /&gt;
|Längengrad = 10/17/08.50/E&lt;br /&gt;
|Region-ISO = DE-BW&lt;br /&gt;
|Höhe = 528&lt;br /&gt;
|Nebenbox=--&lt;br /&gt;
|Im Limesverlauf vorher liegendes Kastell = Wp&amp;amp;nbsp;12/81: [[Limestor Dalkingen]] &amp;lt;small&amp;gt;(südwestlich)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Im Limesverlauf nachfolgendes Kastell = ORL 68 [[Kastell Ruffenhofen]] &amp;lt;small&amp;gt;(nordöstlich)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbildarchiv Erich Merkler - Pfahlheim - 1984 - N 1-96 T 1 Nr. 600.jpg|mini|Luftbild Pfahlheim, Halheim in der Bildmitte rechts, darüber das eingewachsene Geviert der Buschhecke, die das Kastell heute begrenzt]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Infotafel-kastell Halheim.jpg|mini|Infotafel am Kastell Halheim]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Halheim-miniaturkastell.jpg|mini|Kastell-Model]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kastell-halheim.jpg|mini|Luftbild des Kastells aus Richtung Südosten]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Zeichung-halheim1.jpg|mini|Umzeichung von Magnetometerbefunden nach Nachrichtenblatt der Deutschen Limeskommission 2025 Seite 19]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kastell Halheim&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Römisches Reich|römisches]] [[Römische Militärlager|Grenzkastell]] dicht am [[Obergermanisch-Raetischer Limes|Rätischen Limes]], der seit 2005 den Status eines [[UNESCO-Welterbe|UNESCO-Weltkulturerbes]] besitzt. Das frühere [[Numerus (Hilfstruppe)|Numeruskastell]] liegt heute bei [[Pfahlheim]]/Halheim, einem Stadtteil von [[Ellwangen (Jagst)|Ellwangen]] im [[Ostalbkreis]], [[Baden-Württemberg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Kastell Buch und Limestor.svg|miniatur|links|Das Kastell und der südwestliche Limesabschnitt bis Kastell Aalen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kastell Halheim.svg|miniatur|300px|Das Kastell und sein nächstes Umfeld; hauptsächlich nach den Befunden der RLK]]&lt;br /&gt;
Im Bereich von Halheim siedelten in vorrömischer Zeit [[Kelten]]. So sind auf der Flur „Berg“ [[latènezeit]]liche Siedlungsreste, zumeist Keramik, gefunden geworden.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Kurt Böhner]] u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Führer zu vor- und frühgeschichtlichen Denkmälern 22.&amp;#039;&amp;#039; von Zabern, Mainz 1982, S.&amp;amp;nbsp;47&amp;lt;/ref&amp;gt; Das 80&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;82,5&amp;amp;nbsp;Meter große Kastell wurde auf einer leichten Anhöhe südlich des Sonnenbaches in der heutigen landwirtschaftlich genutzten Flur „Buschelacker“ gegründet und befand sich nur 35&amp;amp;nbsp;Meter südöstlich der rätischen Mauer, die hier von Südwesten nach Nordosten die Gemarkungen durchquert. Einen Kilometer im Südwesten des Kastells liegt das Dorf Halheim.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Forschungsgeschichte ==&lt;br /&gt;
Wie der Flurname „Buschelacker“ („Buschel“ = süddeutsch für [[Burgstall]]) anzeigt, ging das Wissen um eine alte Befestigungsanlage nie ganz verloren. Seit dem Beginn des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts wurden Funde aus dem Kastellareal bekannt. 1819 beschrieben der Justizsekretär Maximilian Buzorini und der Gymnasialprofessor Johann Georg Freudenreich, zwei frühe Ellwanger Limesforscher,&amp;lt;ref&amp;gt;Kurt Böhner: &amp;#039;&amp;#039;Führer zu vor- und frühgeschichtlichen Denkmälern.&amp;#039;&amp;#039; Band 22, von Zabern, Mainz 1982, S.&amp;amp;nbsp;3.&amp;lt;/ref&amp;gt; das Areal. 1884 gruben zwei andere Heimatforscher, der Ellwanger Gymnasialprofessor Karl Kurtz (1817–1887) und der Oberamtspfleger Hugo Steinhardt an mehreren Stellen im Kastell- und Lagerdorfareal. 1891 war der bekannte Theologe, Naturwissenschaftler und Kartographiehistoriker [[Konrad Miller]] mit Kurtz im Gelände, um das Kastell zu vermessen und in die Flurkarte einzutragen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Miller1892_39&amp;quot;&amp;gt;Konrad Miller: &amp;#039;&amp;#039;Die römischen Kastelle in Württemberg.&amp;#039;&amp;#039; J. Weise, Stuttgart 1892, S.&amp;amp;nbsp;39.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1894 führte Major [[Heinrich Steimle]] im Auftrag der [[Reichs-Limeskommission]] (RLK) Grabungen durch, die sich hauptsächlich mit der Beobachtung zur Umwallung und Größe der Fortifikation beschäftigten. Damals wurde der bis ins erste Jahrzehnt des 21.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts gültige Kenntnisstand zu diesem Lager erreicht, denn seit Steimle haben dort keine Grabungen mehr stattgefunden. Im Oktober 2010 wurde in einer ersten Kampagne mit [[geophysik]]alischen Untersuchungen im Kastellbereich begonnen und im Februar 2011 durch den Geophysiker Harald von der Osten abgeschlossen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.archaeologie-online.de/magazin/nachrichten/fortsetzung-der-geophysikalischen-untersuchungen-im-roemerkastell-halheim-14633 |wayback=20170126113501 |text=&amp;#039;&amp;#039;Fortsetzung der geophysikalischen Untersuchungen im Römerkastell Halheim&amp;#039;&amp;#039; |archiv-bot=2019-04-22 12:15:47 InternetArchiveBot }}. www.archaeologie-online.de, 4. Februar 2011; abgerufen am 26. Januar 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den Besucher ist das von der intensiven landwirtschaftlichen Nutzung ausgenommene Lagerareal durch den umlaufenden Schuttwall seiner Mauern sowie einer mitlaufenden Buschhecke deutlich im Gelände sichtbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Baugeschichte ==&lt;br /&gt;
Ein bisher unbekannter, 100 bis 200 Mann starker Numerus oder eine andere, größere Einheit hat das Kastell vielleicht bereits um 125&amp;amp;nbsp;n.&amp;amp;nbsp;Chr. oder erst um 205&amp;amp;nbsp;n.&amp;amp;nbsp;Chr., im Zuge der Erbauung der rätischen Limesmauer, errichtet. Für diesen Steinausbau der Limesmauer liegen [[Dendrochronologie|dendrochronologische]] Daten aus dem [[Kastell Dambach]] vor. So wurde dort das Holz des Pfahlrosts, auf dem die Mauer gründete, in den Wintermonaten 206/207&amp;amp;nbsp;n.&amp;amp;nbsp;Chr. geschlagen. Es gibt jedoch auch einen Deutungsversuch, Halheim vor den Steinausbau der rätischen Mauer zu datieren, da der Limes um das Kastell einen Bogen macht.&amp;lt;ref&amp;gt;Walter E. Keller, Walter Grabert: &amp;#039;&amp;#039;Die Römer am Limes von der Ostalb bis zur Donau.&amp;#039;&amp;#039; Keller, Treuchtlingen 1998, ISBN 3-924828-49-0, S.&amp;amp;nbsp;25.&amp;lt;/ref&amp;gt; Unter Einbeziehung aller bisher gewonnenen dendrochronologischen Daten, müsste dieses Gründungsdatum dann in oder vor die Zeit um 160&amp;amp;nbsp;n.&amp;amp;nbsp;Chr. fallen. Damals setzte der Bau der hölzernen Limespalisade in Rätien offensichtlich ein.&amp;lt;ref&amp;gt;C. Sebastian Sommer: &amp;#039;&amp;#039;Zur Datierung des Raetischen Limes&amp;#039;&amp;#039;. In: Peter Henrich (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Der Limes vom Niederrhein bis an die Donau. 6. Kolloquium der Deutschen Limeskommission&amp;#039;&amp;#039;. Theiss, Stuttgart 2012, ISBN 978-3-8062-2466-5, (= Beiträge zum Welterbe Limes, 6), S.&amp;amp;nbsp;137–147; hier: S.&amp;amp;nbsp;138.&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus dem westlichen [[Schwabsberg]] stammendes Material der Palisade konnten zwei Dendrochronologen in elf Proben dem Jahr 165&amp;amp;nbsp;n.&amp;amp;nbsp;Chr. zuordnen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ernst Hollstein (Dendrochronologe)|Ernst Hollstein]]: &amp;#039;&amp;#039;Mitteleuropäische Eichenchronologie.&amp;#039;&amp;#039; von Zabern, Mainz 1980. ISBN 3-8053-0096-4. S.&amp;amp;nbsp;115; Philipp Filtzinger (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Römer in Baden-Württemberg&amp;#039;&amp;#039;. 3. Auflage. Theiss, Stuttgart 1986, ISBN 3-8062-0287-7, S.&amp;amp;nbsp;488.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die aus dem östlichen [[Mönchsroth]] stammte Beprobung wurde dem Jahr 160&amp;amp;nbsp;n.&amp;amp;nbsp;Chr. zugeschrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Czysz, Frank Herzig: &amp;#039;&amp;#039;Neue Dendrodaten von der Limespalisade in Raetien&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Andreas Thiel (Archäologe)|Andreas Thiel]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Neue Forschungen am Limes&amp;#039;&amp;#039;, Band 3. Theiss, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8062-2251-7, S.&amp;amp;nbsp;183–194.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 1,2&amp;amp;nbsp;Meter breite Wehrmauer des fast quadratischen, 80&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;82,5&amp;amp;nbsp;Meter großen Kastells besitzt vier abgerundete Ecken (Spielkartenform) in denen je ein Wachturm stand. Die Anlage besaß zwei einspurige Tore, die von je zwei Tortürmen flankiert waren. Ein Zugang, die &amp;#039;&amp;#039;Porta praetoria&amp;#039;&amp;#039;, erhob sich nördlich in der Mitte der [[Prätorialfront]], der dem Feind zugewandte Seite der Befestigung. Ein zweiter Durchlass, die &amp;#039;&amp;#039;Porta decumana&amp;#039;&amp;#039;, lag dem Nordtor genau gegenüber an der rückseitigen, südlichen Wehrmauer. An den beiden Flanken des Kastells war mittig je ein Zwischenturm installiert. Hinter der Wehrmauer, im Inneren des Lagers, war eine Erdrampe aufgeschüttet worden, auf der die Soldaten patrouillieren konnten. Als Annäherungshindernis befand sich vor der Garnison ein 6,5&amp;amp;nbsp;Meter breiter [[Römischer Spitzgraben|Spitzgraben]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Bericht von Buzorini und Freudenreich aus dem Jahr 1819 war der Platz, an dem sich noch augenscheinlich römische Trümmer fanden, eine halbe Stunde breit und ebenso lang. Die beiden gaben die Höhe der erhaltenen Kastellmauer mit durchschnittlich vier Schuh an. An der Ostseite stießen sie auf Bruchstücke von Säulen. Das Areal im Inneren der Garnison barg nach ihrer Feststellung viele Mauerreste. Zudem würden die Leute hier stetig Münzen finden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Miller1892_39&amp;quot; /&amp;gt; Durch die den historischen Boden mit den damaligen Mitteln [[Sondage|sondierende]] [[Grabung]] von 1894 wurden keine Vorstellungen zum Kastellinneren gewonnen. Da die Forschung aber anhand von Untersuchungen davon ausgeht, dass der römische Kastellausbau einem allgemeingültigen Norm-Plan folgte, der den örtlichen Gegebenheiten sowie der vorgesehenen Mannschaftsstärke angepasst wurde,&amp;lt;ref&amp;gt;[[Anne Johnson (Archäologin)|Anne Johnson]]: &amp;#039;&amp;#039;Römische Kastelle.&amp;#039;&amp;#039; von Zabern, Mainz 1987, ISBN 3-8053-0868-X, S.&amp;amp;nbsp;58.&amp;lt;/ref&amp;gt; wird die Bebauung diesem Plan gefolgt sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der im Kastell stationierte Numerus hatte einen Limesabschnitt zu bewachen. Mit dem [[Limesfall]] bis 260&amp;amp;nbsp;n.&amp;amp;nbsp;Chr. endete die Geschichte des Platzes. Die Umstände dazu sind jedoch in Halheim unbekannt. Das Lager unterstand dem Befehlshaber der &amp;#039;&amp;#039;Ala II Flavia milliaria p.f.&amp;#039;&amp;#039; im [[Kastell Aalen]].&amp;lt;ref&amp;gt;Marcus Junkelmann: &amp;#039;&amp;#039;Die Reiter Roms.&amp;#039;&amp;#039; Teil II, von Zabern, Mainz 1991, ISBN 3-8053-1139-7, S.&amp;amp;nbsp;84&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ein Zweites Kastell ==&lt;br /&gt;
Im Zuge des Projektes zur Nacherfassung des Limes und der Überprüfung der Wachtturmstandorte rückte der Limesknick im Jahr 2024 erneut in den Fokus. Um Palisadengraben und Raetische Mauer im Messbild zu erfassen, wurde die Gesellschaft für Geophysikalische Untersuchungen (GGU) damit beauftragt, eine knapp 3 ha große Fläche zu messen. Nur 15 m östlich des bereits bekannten Kleinkastells zeigt sich eine weitere Anlage mit einem Umfassungsgraben. Von der Umwehrung zeichnen sich deutlich die Tortürme der beiden Tore im Norden und Süden ab sowie der südöstliche Eckturm. An der Ostseite ist das Bild etwas undeutlich, aber auch hier könnte sich – analog zum Steinkastell – ein Turm befunden haben. Zwei mit 3 m Abstand zueinander parallel zu dem Umfassungsgraben verlaufende lineare Anomalien lösen sich an der Ostseite in Reihen einzelner Pfostengruben auf. Diese stammen von der Umwehrung einer Holz-Erde-Mauer. Verschiedene Anomalien deuten auf eine Innenbebauung hin, lassen sich gegenwärtig aber noch nicht zu sinnvollen Gebäudegrundrissen ergänzen. An der Außenmauer gemessen ergibt sich ein Kastell von ungefähr 90 m auf 85 m Seitenlänge, mithin einer Fläche von 0,76 ha. Das Kastell ist also etwas größer als das Steinkastell, das eine Seitenlänge von 82 m besitzt und somit 0,67 ha groß ist. Aller Wahrscheinlichkeit nach handelt es sich bei dem neu entdeckten Kastell um den Vorgängerbau. Die Lage direkt hinter dem Limesknick scheint von besonderem Interesse gewesen zu sein, weswegen zunächst das Holz-Erde-Kastell und später das Steinkastell im direkten Umfeld errichtet wurden. Es besteht natürlich auch die Möglichkeit, dass ein größerer zeitlicher Abstand zwischen beiden bestand und dass die Holz-Erde-Anlage bei Errichtung des Steinkastells gar nicht mehr gestanden hat. Das neu entdeckte Kastell wirft alte Fragen zur Chronologie der Kleinkastelle am Obergermanisch-Raetischen Limes wieder auf und belebt die Diskussion neu.&amp;lt;ref&amp;gt;Der Limes, Nachrichtenblatt der Deutschen Limeskommission, 19. Jahrgang 2025, Seite 18–20&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Truppe ==&lt;br /&gt;
Die nach Halheim abkommandierte, namentlich unbekannte Abteilung, war ein &amp;#039;&amp;#039;Numerus&amp;#039;&amp;#039; (dt. „Einheit“). Diese Einheiten gehörten zu den römischen Hilfstruppen, waren aber nicht so standardisiert, wie die &amp;#039;&amp;#039;Auxilia&amp;#039;&amp;#039;, welche in den Gründungstagen der &amp;#039;&amp;#039;Numeri&amp;#039;&amp;#039; bereits fester Bestandteil des römischen Heeres waren. Die &amp;#039;&amp;#039;Numeri&amp;#039;&amp;#039; entstanden, als die ersten Limesstrecken eingerichtet wurden. Der Bedarf an kleineren Einheiten zur Grenzüberwachung wuchs enorm, was auch finanzielle Folgen für das Reich hatte. So wurden junge Einheimische regional ausgehoben und mit geringerem Sold und weniger striktem Standard in neuerrichtete Standorte abkommandiert. Die &amp;#039;&amp;#039;Numeri&amp;#039;&amp;#039; wurden wie die &amp;#039;&amp;#039;Auxilia&amp;#039;&amp;#039; nach ihrer ursprünglichen völkischen Herkunft benannt und haben anscheinend bei der Entlassung nicht das römische Bürgerrecht erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;Anne Johnson (dt. Bearbeitung von [[Dietwulf Baatz]]): &amp;#039;&amp;#039;Römische Kastelle&amp;#039;&amp;#039;. von Zabern, Mainz 1987, ISBN 3-8053-0868-X, S.&amp;amp;nbsp;36–37&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Soldaten in Halheim waren möglicherweise zumindest zeitweilig mit Bögen bewaffnet, wie ein 1884 entdeckter Waffenhort aus dem Kastellareal nahelegt (siehe auch unter „Funde“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vicus und Kastellbad ==&lt;br /&gt;
Südlich der Verschanzung wurden in der Flur „Hornfeld“ Mauerzüge entdeckt, die mit dem [[Vicus|Kastellvicus]] in Bezug gebracht werden. Außerdem traf man dort auf Lesefunde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bad des Kastells könnte sich westlich des Numeruskastells befunden haben, da es in diesem Bereich eine Steinkonzentration gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Funde ==&lt;br /&gt;
Aus dem Bereich des &amp;#039;&amp;#039;Vicus&amp;#039;&amp;#039; stammt eine hohlgegossene römische Bronzehand, die von unbefugten Sondengehern aus dem Boden gezogen wurde. Das rund 15,5&amp;amp;nbsp;Zentimeter hohe und 8,5&amp;amp;nbsp;Zentimeter breite Bruchstück hält ein röhrenförmiges Behältnis zwischen Zeigefinger und Daumen. Zum Einschmelzen vorgesehen, wurde es in Mittelhandhöhe abgetrennt und dabei aufgebogen. Auch der Ringfinger und der kleine Finger sind entfernt worden. Eine Sägespur am erhaltenen Daumen weist auf die Willkürlichkeit der Beschädigung hin. Typologie und Gestaltung könnten auf einen Kerzenhalter in Handform hinweisen.&amp;lt;ref&amp;gt;Unbetitelter Bericht von Jutta Ronke, Claudia Pankau. In: &amp;#039;&amp;#039;Fundberichte aus Baden-Württemberg 28&amp;#039;&amp;#039;, Teilband 2. Landesdenkmalamt Baden-Württemberg, Theiss, Stuttgart 2005, ISBN 978-3-8062-2008-7, S.&amp;amp;nbsp;204–205.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Bronzehand befindet sich nun im [[Archäologisches Landesmuseum Baden-Württemberg|Archäologischen Landesmuseum]] (ALM) in [[Rastatt]].&amp;lt;ref&amp;gt;Unbetitelter Bericht von Jutta Ronke, Claudia Pankau. In: &amp;#039;&amp;#039;Fundberichte aus Baden-Württemberg 28&amp;#039;&amp;#039;, Teilband 2. Landesdenkmalamt Baden-Württemberg. Theiss, Stuttgart 2005, ISBN 978-3-8062-2008-7, S.&amp;amp;nbsp;205.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Denkmalschutz ==&lt;br /&gt;
Das Kastell Halheim und die erwähnten [[Bodendenkmal]]e sind als Abschnitt des Obergermanisch-Rätischen Limes seit 2005 Teil des [[UNESCO-Welterbe]]s. Außerdem sind die Anlagen [[Kulturdenkmal]]e nach dem [[Denkmalschutzgesetz (Baden-Württemberg)|Denkmalschutzgesetz des Landes Baden-Württemberg (DSchG)]]. Nachforschungen und gezieltes Sammeln von Funden sind genehmigungspflichtig, Zufallsfunde an die Denkmalbehörden zu melden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Kastelle am Obergermanisch-Raetischen Limes]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Dietwulf Baatz]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Der Römische Limes. Archäologische Ausflüge zwischen Rhein und Donau&lt;br /&gt;
   |Auflage=4&lt;br /&gt;
   |Verlag=Mann&lt;br /&gt;
   |Ort=Berlin&lt;br /&gt;
   |Datum=2000&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-7861-2347-0&lt;br /&gt;
   |Seiten=266f&lt;br /&gt;
  }}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Dieter Planck]], Willi Beck&lt;br /&gt;
   |Titel=Der Limes in Südwestdeutschland&lt;br /&gt;
   |Auflage=2&lt;br /&gt;
   |Verlag=Theiss&lt;br /&gt;
   |Ort=Stuttgart&lt;br /&gt;
   |Datum=1987&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-8062-0496-9&lt;br /&gt;
   |Seiten=148–149&lt;br /&gt;
  }}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Britta Rabold, [[Egon Schallmayer]], [[Andreas Thiel (Archäologe)|Andreas Thiel]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Der Limes&lt;br /&gt;
   |Verlag=Theiss&lt;br /&gt;
   |Ort=Stuttgart&lt;br /&gt;
   |Datum=2000&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-8062-1461-1&lt;br /&gt;
   |Seiten=110&lt;br /&gt;
  }}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Andreas Schaflitzl, Patrick Mertl&lt;br /&gt;
   |Titel=Halheim überrascht mit neuem Kleinkastell und Viereckschanze&lt;br /&gt;
   |Reihe=Der Limes&amp;amp;nbsp;– Nachrichtenblatt der deutschen Limeskommission&lt;br /&gt;
   |BandReihe=19&lt;br /&gt;
   |Datum=2025&lt;br /&gt;
   |Seiten=18-21&lt;br /&gt;
   |Online=[https://www.deutsche-limeskommission.de/fileadmin/user_upload/Nachrichtenblatt_der_DLK/Der_Limes_2025.pdf online]&lt;br /&gt;
   |Format=PDF&lt;br /&gt;
  }}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Heinrich Steimle]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Das Kastell Halheim&lt;br /&gt;
   |Hrsg=[[Ernst Fabricius]], [[Felix Hettner]], [[Oscar von Sarwey]]&lt;br /&gt;
   |Reihe=[[Der obergermanisch-raetische Limes des Roemerreiches]]&lt;br /&gt;
   |BandReihe=B&amp;amp;nbsp;VI&lt;br /&gt;
   |NummerReihe=Nr.&amp;amp;nbsp;67a&lt;br /&gt;
   |Datum=1901&lt;br /&gt;
  }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://www.deutsche-limeskommission.de/orl/raetischer-limes-baden-wuerttemberg/44-halheim/ Kastell Halheim] auf der Seite der Deutschen Limeskommission&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hinweis Seiten-Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Kastelle des Obergermanisch-Rätischen Limes, ORL-Strecke 12}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=1173295941|VIAF=}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Halheim, Kastell}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römische Befestigungsanlage (Raetia)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisches Bauwerk im Ostalbkreis|Halheim]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kulturdenkmal in Ellwangen (Jagst)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in Ellwangen (Jagst)|Kastell Halheim]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römermuseum]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;UNTERMVIERENBERGE-2</name></author>
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