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	<title>Kastell Altrip - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kastell_Altrip&amp;diff=2573591&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hartmann Linge: /* 5. Jahrhundert */ wl</title>
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		<updated>2026-01-13T19:50:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;5. Jahrhundert: &lt;/span&gt; wl&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Limeskastell&lt;br /&gt;
|Name = Kastell Altrip&lt;br /&gt;
|Antiker Name = &amp;#039;&amp;#039;Alta Ripa&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|Limes = [[Donau-Iller-Rhein-Limes]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Germania I&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;(Strecke 1, Rheinlinie)&lt;br /&gt;
|Nummer der RLK =&lt;br /&gt;
|Strecke nach ORL =&lt;br /&gt;
|Belegung von bis = valentinianisch,&amp;lt;br /&amp;gt;spätes 4. bis 5.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert n.&amp;amp;nbsp;Chr.&lt;br /&gt;
|Kastelltyp = Kohortenkastell&lt;br /&gt;
|Truppenteil = * &amp;#039;&amp;#039;Milites Martenses&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;* &amp;#039;&amp;#039;[[Foederaten|Foederati]]&amp;#039;&amp;#039;?&lt;br /&gt;
|Abmessungen oder Fläche = 0,5&amp;amp;nbsp;ha&lt;br /&gt;
|Verwendetes Material = Steinbauweise&lt;br /&gt;
|Kurzbeschreibung = trapezförmige Anlage mit polygonalen Eck- und quadratischen Tortürmen,&amp;lt;br /&amp;gt;obertägig keine Reste sichtbar&lt;br /&gt;
|Heutiger Ortsname = [[Altrip]]&lt;br /&gt;
|Breitengrad = 49.433&lt;br /&gt;
|Längengrad = 8.502&lt;br /&gt;
|Region-ISO = DE-RP&lt;br /&gt;
|Höhe = 95&lt;br /&gt;
|Im Limesverlauf vorher liegendes Kastell = [[Kastell Rheingönheim]] &amp;lt;small&amp;gt;(nördlich)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Im Limesverlauf nachfolgendes Kastell = [[Kastell Speyer]] &amp;#039;&amp;#039;(Noviomagus/Nemetae)&amp;#039;&amp;#039; &amp;lt;small&amp;gt;(südlich)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Im Limesverlauf vorgelagertes Kastell =&lt;br /&gt;
|Im Limesverlauf rückwärtiges Kastell =&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Limes2.png|mini|Lage von &amp;#039;&amp;#039;Alta Ripa&amp;#039;&amp;#039; am obergermanisch-raetischen Limes]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Solidus de Valentinien MAN (obverse).jpg|mini|Solidus Valentinian I.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Altrip-Mannheim Rhein.jpg|miniatur|Der Rhein bei Altrip]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kastell altrip rekonstruktion.jpg|miniatur|Rekonstruktionsskizze des Kastells, Ansicht von Osten]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kastell Alta Ripa BP 1981.jpg|miniatur|Befundskizze des Kastells, Grabungsstand 1981]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Speyer-2009-historisches-museum-148.jpg|miniatur|hochkant|Weihealtar für Jupiter und Juno von 239 aus Altrip&amp;lt;ref&amp;gt;{{CIL|13|6129}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kastell Altrip&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[spätantike]]s [[Römisches Militärlager|Kastell]] des [[Donau-Iller-Rhein-Limes|Rheinlimes]] auf dem Gebiet der Gemeinde [[Altrip]], [[Rhein-Pfalz-Kreis]], in [[Rheinland-Pfalz]] ([[Deutschland]]). Das Lager war Teil des letzten massiven Verstärkungs- und Ausbauprogramms des Rheinlimes unter [[Valentinian I.]] und wurde in der zweiten Hälfte des 4.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts n.&amp;amp;nbsp;Chr. gegründet. &amp;#039;&amp;#039;Alta Ripa&amp;#039;&amp;#039; ist ein gutes Beispiel für die valentinianischen Befestigungsanlagen in der Spätphase des Rheinlimes. Es kontrollierte – gemeinsam mit zwei kleineren [[Burgus|Burgi]] – die Reichsgrenze am Zusammenfluss von [[Rhein]] und [[Neckar]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name ==&lt;br /&gt;
Die antike Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;alta ripa&amp;#039;&amp;#039; (= „hohes Ufer“), die wohl auf die Lage des Kastells auf einer Schwemmlandterrasse zurückzuführen ist, hat sich bis heute im Ortsnamen erhalten. In einer Lobrede (&amp;#039;&amp;#039;[[Panegyrikus]]&amp;#039;&amp;#039;), die [[Quintus Aurelius Symmachus]] um Neujahr 370 vor dem Kaiser gehalten hat, wird auch ein „…Ufer, dem seine Höhe den Namen gegeben hat…“ erwähnt.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;…ipsa ripa barbariae, cui altitudo nomen inposuit…&amp;#039;&amp;#039; [[Otto Seeck]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Q. Aurelii Symmachi quae supersunt.&amp;#039;&amp;#039; Weidmann, Berlin 1883. Nachdr. &amp;#039;&amp;#039;[[Monumenta Germaniae Historica]],&amp;#039;&amp;#039; München 1984 (&amp;#039;&amp;#039;Monumenta Germaniae Historica, Scriptores,&amp;#039;&amp;#039; 6, 1, S.&amp;amp;nbsp;324, Zeile 19), ISBN 3-921575-19-2 ([http://daten.digitale-sammlungen.de/~db/bsb00000794/images/index.html?id=00000794&amp;amp;nativeno=324 online]).&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;Alta Ripa&amp;#039;&amp;#039; wird weiters in der &amp;#039;&amp;#039;[[Notitia dignitatum]]&amp;#039;&amp;#039; als Garnisonsstandort&amp;lt;ref&amp;gt;ND Occ: XLI, 5.&amp;lt;/ref&amp;gt; und noch einmal im 438 veröffentlichten [[Codex Theodosianus]] als Ort der Verkündung eines Gesetzes vom 19.&amp;amp;nbsp;Juni 369 genannt.&amp;lt;ref&amp;gt;CTh. 11.31.4 ([http://www.thelatinlibrary.com/theodosius/theod11.shtml online]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage und Topographie ==&lt;br /&gt;
Das Kastell gehörte zum Verwaltungsbereich der [[Römische Provinz|römischen Provinz]] &amp;#039;&amp;#039;[[Germania prima]]&amp;#039;&amp;#039; und wurde unmittelbar am linken Ufer des &amp;#039;&amp;#039;Rhenus&amp;#039;&amp;#039; (Rhein) auf einem Schwemmlandplateau errichtet. Der &amp;#039;&amp;#039;Nicer&amp;#039;&amp;#039; (Neckar) mündete zu jener Zeit in mehreren Armen in den Rhein. In römischer Zeit bildete der Rheinverlauf um Altrip eine nach Nordosten vorspringende Halbinsel mit einem Hochufer, die auf eine rechtsrheinische Geländeschwelle bei [[Rheinau (Mannheim)|Rheinau]] stieß. Diese Engstelle war eine leicht zu passierende Übergangsstelle an dem sonst stark [[mäander]]nden Rhein mit seinen dicht bewachsenen Inseln sowie großflächigen und sumpfigen Auwäldern an den Uferrändern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Funktion ==&lt;br /&gt;
Die Garnison des Kastells überwachte – zusammen mit den Besatzungen von zwei Burgi auf einer Flussinsel beziehungsweise am gegenüberliegenden Rheinufer – das Umland und die Mündung des Neckars in den Rhein. Die Grenzbefestigungen sicherten hier eine Schlüsselposition, da die damalige hydrographische Situation mit zahlreichen Nebenarmen der beiden Flüsse eine schwer zugängliche Fluss- und Sumpfauenlandschaft bedingte, die nur bei Altrip einen relativ leicht zu befestigten und kontrollierenden Übergang zuließ.&amp;lt;ref&amp;gt;Britta Rabold, 2005, S.&amp;amp;nbsp;195.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Forschungsgeschichte ==&lt;br /&gt;
In der zweiten Hälfte des 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts berichtet Pastor [[Georg Litzel]] in einem Brief von römischen Mauern im Rhein bei Altrip. Erste Untersuchungen auf dem Kastellgelände fanden im 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert, in den Jahren 1835, 1842/1843, 1884–1887 unter Rudolf Harster (Historischer Verein der Pfalz) statt. Harster gelangte zu keinen wesentlichen Erkenntnissen über Ausmaß und genauen Zweck der Befestigungsanlage, da die mangelnde Unterstützung der Grundstückseigentümer, die zum Teil die Erlaubnis zu Grabungen verweigerten oder nur oberflächliche Untersuchungen zuließen, dies unmöglich machten. Im 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert untersuchten ab 1910 [[Eduard Anthes]], 1926/1927 bzw. 1932 [[Gerhard Bersu]], [[Friedrich Sprater]], Robert und Ignaz Baumann, 1961 Günther Stein und 1981 [[Helmut Bernhard]] das Areal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Bauarbeiten kamen seit 1835 immer wieder römische Artefakte zum Vorschein, die entweder an Antikensammler weiterverkauft wurden oder – wie im Fall eines Weihesteins (Tonsandsteinplatte, 82&amp;amp;nbsp;cm hoch, 1,36 Meter breit und 27&amp;amp;nbsp;cm stark) der [[Nemeter]] – in den Besitz des [[Mannheimer Altertumsverein]]s gelangten. Bei Niedrigwasserstand des Rheins ragten auch die Reste der beiden &amp;#039;&amp;#039;Burgi&amp;#039;&amp;#039; aus dem Flussbett hervor, ein Ereignis, das oft zahlreiche Schaulustige anlockte. 1887 kam in einem Garten die antike Statue eines Jünglings zum Vorschein. Nach Analyse der Forschungsergebnisse von Rudolf Harster erkannte Eduard Anthes 1917 in den Überresten schließlich das spätrömische Kastell.&amp;lt;ref&amp;gt;Nemeterinschrift: „Dem Mars und der Nemetona haben die Silvinier Justus und Dubikatus in Erfüllung ihres Gelübdes das Denkmal gern und freudig errichtet.“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders die beiden Grabungskampagnen unter Gerhard Bersu, von 1926/1927 und 1932, erbrachten durch Setzung von 98 Grabungsschnitten bedeutende Fortschritte in der Erforschung des Altriper Kastells. Da die Anlage unter dem östlichen Rand des dicht verbauten Ortszentrum lag, konnten die Stichgrabungen aber nur in einigen Höfen und Hausgärten durchgeführt werden. Sowohl der Umfang der Anlage als auch ihr ungewöhnlicher Grundriss erregten in der Fachwelt bald großes Aufsehen. An der dem Rheinufer zugewandten Kastellseite konnte auch ein Werkplatz der römischen Steinmetze entdeckt werden, die hier [[Spolie]]n, wie zum Beispiel das obere Mittelstück einer geschuppten, 2,20&amp;amp;nbsp;Meter langen [[Jupitergigantensäule|Jupiter-Gigantensäule]], Altäre, Quadersteine von Vorgängerbauten etc., für ihre Weiterverwendung grob zurichteten. Eine damals im Kastell aufgefundene Bronzelampe in Gestalt einer Taube wird als frühchristliches Fundstück betrachtet. Im Laufe seines Bestehens wurde das Lager vermutlich auch immer wieder von Hochwasserereignissen heimgesucht. Bersu musste schließlich aufgrund seiner jüdischen Abstammung die Arbeiten vor Ort einstellen und sich für die Dauer des Krieges nach England in Sicherheit bringen. Die Befunde der Ausgrabungen dieser Jahre wurden nach Berlin gebracht, gingen aber später durch die alliierten Bombardierungen der Stadt zwischen 1939 und 1945 wieder verloren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang der 1960er Jahre boten Kanalschachtarbeiten die Chance für neue Untersuchungen im Kastellareal. Vom 16.&amp;amp;nbsp;Oktober bis zum 8.&amp;amp;nbsp;Dezember 1961 konnte Günter Stein auf 78&amp;amp;nbsp;Meter Länge – von der Reginostraße bis zum Kriegerdenkmal – einzelne Sondierungsgrabungen vornehmen. Diese vom Staatlichen Amt für Vor- und Frühgeschichte der Pfalz initiierten Grabungen wurden auch von Mitarbeitern der [[Römisch-Germanische Kommission|Römisch-Germanischen Kommission]] des [[Deutsches Archäologisches Institut|Deutschen Archäologischen Instituts]] und der [[Deutsche Forschungsgemeinschaft|Deutschen Forschungsgemeinschaft]] unterstützt. Ziel war, die Ergebnisse, die seit 1884 gewonnen worden waren, zu überprüfen und gegebenenfalls zu ergänzen. Hierbei konnten vor allem Mauerreste der Innenbebauung, die Pfahlgründungen des Fundamentes und antike Gebrauchskeramik entdeckt werden. Es gelang auch der Nachweis, dass hier schon vor dem spätantiken Kastell eine römische Siedlung (&amp;#039;&amp;#039;[[vicus]]&amp;#039;&amp;#039;) existierte. Reste eines mit Ziegelplatten ausgelegten Bodens, der Fund von &amp;#039;&amp;#039;tubuli&amp;#039;&amp;#039; (Hohlziegeln), Ziegelpfeilern bzw. Ziegelplatten und von bemaltem Wandputz wiesen auf eine &amp;#039;&amp;#039;[[villa rustica]]&amp;#039;&amp;#039; (römischer Gutshof) oder ein Gebäude eines &amp;#039;&amp;#039;vicus&amp;#039;&amp;#039; hin. In Höhe der Pfarrkirche wurde in der Straßenmitte der über vier Meter tiefe Kastellbrunnen entdeckt. Aus diesem wurden 1700&amp;amp;nbsp;Jahre alte Holzfragmente geborgen und konserviert. Zudem konnten auch Gebäudereste und ein Gräberfeld aus der [[Merowinger]]zeit freigelegt werden. Anlässlich der Grabung von 1981 lokalisierte Helmut Bernhard auch das Osttor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entwicklung ==&lt;br /&gt;
=== 4. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Zur Zeit der Usurpation des [[Magnentius]] kam es zwischen den Jahren 352 und 353 zu verheerenden Einfällen der benachbarten [[Germanen]]stämme. Die [[Alamannen]] eroberten dabei das Gebiet zwischen [[Hochrhein]] und &amp;#039;&amp;#039;Nava&amp;#039;&amp;#039; ([[Nahe (Rhein)|Nahe]]). Weiter im Norden drangen die [[Franken (Volk)|Franken]] vor, die gesamte Niederrheinprovinz &amp;#039;&amp;#039;[[Germania secunda]]&amp;#039;&amp;#039; mit ihrer Hauptstadt &amp;#039;&amp;#039;[[Colonia Claudia Ara Agrippinensium]]&amp;#039;&amp;#039; ([[Köln]]) wurde überrannt, selbst die Kaiserresidenz &amp;#039;&amp;#039;[[Augusta Treverorum]]&amp;#039;&amp;#039; ([[Trier]]) war von den Angriffen betroffen. Auch alle Orte in der Rheinebene und die Höhensiedlungen des Pfälzer Waldes wurden weitgehend zerstört und ausgeplündert. Erst um 357 gelang es dem Caesaren (Unterkaiser) des Westreichs, dem späteren Kaiser [[Julian (Kaiser)|Julian]], die Germanen wieder aus dem Reichsgebiet hinauszudrängen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die stetigen Übergriffe zwangen die Römer zum Aufbau einer tiefer gestaffelten Grenzverteidigung. Um 369 wurde der Mittelteil der Rheingrenze mit zusätzlichen Wachtürmen und Festungen, darunter auch &amp;#039;&amp;#039;Alta Ripa&amp;#039;&amp;#039;, noch einmal verstärkt. Diese Befestigungen konnten noch für 40&amp;amp;nbsp;Jahre für eine relative Stabilität an der Rheinfront sorgen. Im Jahr 368 führte [[Valentinian I.]] von hier aus zwei Feldzüge in das Neckargebiet.&amp;lt;ref&amp;gt;Günther Haselier: 1969, S.&amp;amp;nbsp;33&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Kaiser hielt sich vermutlich auch 369 für kurze Zeit im Gebiet von Altrip auf, um den Fortschritt der – sich hier besonders schwierig gestaltenden – Baumaßnahmen zu überwachen. Die Bauarbeiten am Ländeburgi (siehe unten) – so die zeitgenössischen Chronisten [[Ammianus Marcellinus]] und [[Quintus Aurelius Symmachus]] – dürften durch den Kaiser sogar persönlich beaufsichtigt worden sein. Über die Bauarbeiten im Raum Altrip und [[Neckarau]] berichtet Ammianus folgendes:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Als er dann bedachte, dass das hohe und sichere Bollwerk – zu dem er selbst vom Entwurf an den Grund gelegt hatte – allmählich durch den mächtigen Andrang der Wellen unterwühlt werden könne – denn der Neckar fließt daran vorbei – beschloss er, die Hauptströmung abzuleiten. Er ließ erfahrene Wasserbaumeister kommen sowie eine gut ausgerüstete Abteilung seiner Truppen und ging an das schwierige Werk. Viele Tage lang wurden nämlich Einbauten, die man aus Eichenholz zusammengefügt und in den Fluss gelassen hatte und neben denen gewaltige Pfähle in den Grund gerammt waren – was oft wiederholt werden musste – durch das aufgestaute Wasser durcheinander geworfen und gingen, von der Gewalt der Strömung fortgerissen, verloren. Trotzdem siegte der erhöhte Eifer des Kaisers und die Mühe seiner disziplinierten Soldaten, die während der Arbeit oft bis zum Kinn im Wasser standen. Endlich wurde, nicht ohne Lebensgefahr einzelner Leute, die Grenzfeste der Unruhe des drängenden Stromes entzogen und steht nun stark und sicher da.|ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Ammianus, &amp;#039;&amp;#039;Res gestae&amp;#039;&amp;#039; 28, 2, 1–4: &amp;#039;&amp;#039;et quaesitis artificibus peritis aquariae rei copiosaque militis manu arduum est opus agressus.&amp;#039;&amp;#039; Übersetzung nach: Theodor Maurer, Dieter Kirsch (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Altrip – Porträt eines Dorfes. Festschrift aus Anlaß seines 1600jährigen Bestehens.&amp;#039;&amp;#039; Altrip 1970.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 5. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
401 drangen die [[Westgoten]] unter [[Alarich I.|Alarich]] in Italien ein. Daraufhin war der römische Heermeister (&amp;#039;&amp;#039;magister utriusque militiae&amp;#039;&amp;#039;) [[Stilicho]] gezwungen, die meisten Grenztruppenverbände im Norden zum Schutz des weströmischen Kernlandes abziehen. Der Limes der Rheingrenze hatte sich nach diesem enormen Aderlass praktisch aufgelöst. Am [[Rheinübergang von 406|Jahreswechsel 406/407]] konnten deswegen die [[Alanen]] zusammen mit [[Sueben]] und [[Vandalen]] ungehindert den Strom bei &amp;#039;&amp;#039;[[Mogontiacum]]&amp;#039;&amp;#039; ([[Mainz]]) überschreiten, es zerstören und alle Kastelle zwischen [[Bingen am Rhein|Bingen]] und [[Seltz]] niederbrennen; die Zivilstädte – wie &amp;#039;&amp;#039;[[Borbetomagus]] Vangiones&amp;#039;&amp;#039; ([[Worms]]) und &amp;#039;&amp;#039;[[Noviomagus (Speyer)|Noviomagus]]&amp;#039;&amp;#039; ([[Speyer]]) – wurden geplündert. Ob auch das Kastell durch seine Besatzung selbst oder im Zuge der oben beschriebenen Ereignisse zerstört wurde, lässt sich heute nicht mehr mit letzter Gewissheit sagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Römer waren nun nicht mehr in der Lage, die eingedrungenen Germanen wieder über den Rhein zurückzuwerfen. Die Stämme, die nicht weiter nach Gallien gezogen waren, setzten sich am westlichen Flussufer fest. Die Regierung in [[Ravenna]] machte aus der Not eine Tugend, verpflichtete die meisten von ihnen vertraglich als &amp;#039;&amp;#039;[[Foederaten|foederati]]&amp;#039;&amp;#039; und überließ den neuen Verbündeten die Verteidigung der Rheingrenze.&amp;lt;ref&amp;gt;Dietwulf Baatz: 1982, S.&amp;amp;nbsp;223.&amp;lt;/ref&amp;gt; Den [[Burgunden]] wurde um 413 der Abschnitt bei &amp;#039;&amp;#039;Borbetomagus&amp;#039;&amp;#039; zugewiesen, die Vertragsbedingungen beinhalteten neben der Bemannung der Grenzfestungen auch die Wiederherstellung der Wachtürme/&amp;#039;&amp;#039;Burgi&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Helmut Bernhard: 1990, S.&amp;amp;nbsp;159.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das sich bald herausbildende, mehr und mehr nach Unabhängigkeit strebende Burgunderreich unter König [[Gundahar]] hatte aber nur kurzen Bestand. 436 setzte [[Flavius Aëtius|Aetius]] seine hunnischen Hilfstruppen in Marsch, die die burgundische Eigenständigkeit blutig beendeten. Diese Strafexpedition sollte später einen Teil des historischen Hintergrundes für das althochdeutsche [[Epos]] des [[Nibelungenlied]]es beitragen. Diejenigen, die dem Massaker entgangen waren, wurden um 443 zwangsweise an den [[Genfersee]] oder ins Tal der [[Rhone]] umgesiedelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In vielen Orten und Siedlungen lassen sich für die erste Hälfte des 5.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts noch Spuren einer Weiterverwendung der Kastelle durch die romanische Restbevölkerung und germanische Neusiedler nachweisen. Möglicherweise gab es vereinzelt auch noch eine (zumindest auf lokaler Ebene) funktionierende Verwaltung, aber die römische Herrschaft hatte sich zu dieser Zeit wohl schon größtenteils aufgelöst. Um das Jahr 455 verlieren sich auch die letzten Spuren römischen Lebens in der Vorderpfalz. Die Kastellruine wurde schließlich durch Steinraub zerstört. Selbst Teile der Fundamente wurden bis in eine Tiefe von vier Metern ausgerissen. Spätestens im 14.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert dürfte das Kastell vollkommen verschwunden gewesen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kastell ==&lt;br /&gt;
Gerhard Bersu bemerkte zu den baulichen Eigenheiten des Kastells folgendes:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das Ganze gibt ein Bild jenes, auf raffinierteste Weise ausgedachten, unter orientalischen Einflüssen stehenden spätrömischen Befestigungsbaues, dem gegenüber die römischen Kastelle der Limeszeit, wie etwa die Saalburg, schwächliche Beuten sind.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tatsächlich hatte das Altriper Lager mit seinen mittelkaiserzeitlichen Vorgängern nur mehr sehr wenig gemein. Die Anlage hatte die Form eines leicht verschobenen Trapezes mit vier polygonalen Ecktürmen sowie je zwei sich fast genau gegenüberliegenden, quadratischen und eintorigen Tortürmen an der West- und Ostseite und bedeckte eine Fläche von rund 5000&amp;amp;nbsp;Quadratmeter. Die Ringmauer war 3,2&amp;amp;nbsp;Meter breit, vermutlich bis zu acht Meter hoch und wohl mit einem durch [[Zinne]]n geschützten Wehrgang versehen. In ihr sind – wie in dieser Zeitperiode oft üblich – auch zweitverwendete Steinblöcke, sogenannte [[Spolie]]n, Grabsteine oder Weihealtäre mit Inschriften und bildlichen Darstellungen, verbaut worden. Die zum Rhein ausgerichtete Ostseite der Befestigung wies eine Länge von 141&amp;amp;nbsp;Meter auf. Das ganze Lager war zusätzlich an drei Seiten von einem neun bis zehn Meter breiten Wassergraben umgeben, dessen Wände durch [[Faschine]]n abgesichert waren. In die 16&amp;amp;nbsp;Meter breite [[Berme]] war zusätzlich ein kleiner [[Entwässerung|Drainagegraben]] eingetieft worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vermutlich mehrstöckigen Mannschaftsbaracken sowie Kommando- und Speichergebäude waren an der Rückseite direkt an die Umfassungsmauer angebaut worden. Dies sparte Platz und schützte die Bauten bei Belagerungen etwas besser vor [[Brandmunition|Brandgeschossen]]. Bei den Ausgrabungen waren anhand ihrer Fundamente bis zu 40 Räume in vier Größenordnungen nachweisbar. Sie waren recht komfortabel ausgestattet, ihre Fußböden zum Teil sogar mit Ziegelplatten belegt. Auch Reste von Fußbodenheizungen und Wandmalereien waren noch erhalten. Neben den Mannschaftsunterkünften konnten unter anderem Verwaltungs-, Vorrats- und Speicherräume sowie Stallungen ihrer Funktion zugewiesen werden. Zwei größere Räume im Nord- und Südflügel dürften für die Verwaltung und als Quartier des Lagerkommandanten reserviert gewesen sein. Der – vermutlich gepflasterte – Innenhof war von Bebauung freigehalten worden, die regelmäßige Versorgung der Besatzung mit Trinkwasser war durch einen Brunnen in der Südwestecke sichergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Befestigung gehörte auch eine Schiffsanlegestelle am Rheinufer, deren Stützpfosten gefunden werden konnten. Möglicherweise wurde der halbrunde Mittelteil der Uferböschung als Anleger künstlich aufgeschüttet.&amp;lt;ref&amp;gt;Britta Rapold: 2005, S.&amp;amp;nbsp;194–195.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Garnison ==&lt;br /&gt;
Folgende Besatzungseinheiten sind für &amp;#039;&amp;#039;Alta Ripa&amp;#039;&amp;#039; bekannt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;background-color:#fff5d1;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;font-size:larger; text-align:center;&amp;quot;&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color:#c70631; color:#ffffff;&amp;quot; | Zeitstellung&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color:#c70631; color:#ffffff;&amp;quot; | Truppenname&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color:#c70631; color:#ffffff;&amp;quot; | Bemerkung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 4.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert n.&amp;amp;nbsp;Chr.&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;Milites Martensium&amp;#039;&amp;#039; („Die Soldaten des Mars“)&lt;br /&gt;
| [[Datei:Zieglestempel Legio I Martia CH.png|mini|hochkant=1.1|Ziegelstempel der &amp;#039;&amp;#039;Legio I Martia&amp;#039;&amp;#039; aus Kaiseraugst/Liebrüti]]&lt;br /&gt;
Die Martenser dürften unmittelbar nach Fertigstellung des Lagers hier ihr Quartier bezogen haben. Laut Truppenliste der &amp;#039;&amp;#039;Notitia dignitatum&amp;#039;&amp;#039; stellte diese Einheit, die von einem Präfekten kommandiert wurde und unter dem Oberbefehl des &amp;#039;&amp;#039;[[Dux Mogontiacensis]]&amp;#039;&amp;#039; stand, die Besatzungstruppe des Kastells.&amp;lt;ref&amp;gt;Notitia dignitatum Occ.: XLI, 5, &amp;#039;&amp;#039;Praefectus militum Martensium, Alta Ripa&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt; Vermutlich handelte sich dabei um eine &amp;#039;&amp;#039;[[Vexillation]]&amp;#039;&amp;#039; einer gleichnamigen &amp;#039;&amp;#039;legio palatina&amp;#039;&amp;#039; (Gardelegion), die &amp;#039;&amp;#039;[[Legio I Martia]]&amp;#039;&amp;#039;. Sie wurde unter [[Diokletian]] aufgestellt, ihr Name leitet sich vom Kriegsgott [[Mars (Mythologie)|Mars]] ab, der auch der Schutzgott des Tetrarchen der westlichen Reichshälfte, [[Maximian]], war. In den 350er Jahren wurden die Martenses im Zuge der Reichsteilung zwischen den Kaisern [[Valentinian I.]] und [[Valens]] in &amp;#039;&amp;#039;Iuniores&amp;#039;&amp;#039;- und &amp;#039;&amp;#039;Seniores&amp;#039;&amp;#039;-Einheiten aufgespalten. Die &amp;#039;&amp;#039;Milites Martenses&amp;#039;&amp;#039; könnten daher auch von den pseudocomitatensischen &amp;#039;&amp;#039;Martenses seniores/iuniores&amp;#039;&amp;#039;, die unter dem Befehl des &amp;#039;&amp;#039;magister equitum Galliarum&amp;#039;&amp;#039; standen, oder auch aus der [[Legio I Flavia Martis]] hervorgegangen sein. Die &amp;#039;&amp;#039;Martenses seniores&amp;#039;&amp;#039; finden sich in der Truppenliste des &amp;#039;&amp;#039;Magister militum per Orientem&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;ND or.: VII, 5, 40.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Ralf Scharf: 2005, S.&amp;amp;nbsp;251–252.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 5.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert n.&amp;amp;nbsp;Chr.&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;[[Foederaten|foederati]]&amp;#039;&amp;#039; (Söldner)&lt;br /&gt;
| Nach Auflösung des römischen Grenzschutzes am Oberrhein im frühen 5.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert wurde das Kastell vermutlich von burgundischen Wehrbauern übernommen.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Brückenköpfe ==&lt;br /&gt;
Das Kastell war Teil eines Befestigungssystems, zu dem auch ein rechtsrheinischer Ländeburgus und ein etwas kleinerer &amp;#039;&amp;#039;Burgus&amp;#039;&amp;#039; auf einer Rheininsel zählten. Eine feste Brückenverbindung zwischen den einzelnen Befestigungen hat wohl zu keiner Zeit bestanden, allenfalls war der Flussübergang nur auf einer provisorischen Schiffsbrücke möglich. Ihre letzten Überreste wurden zwischen 1866 und 1891 als Schifffahrtshindernis bzw. im Zuge der Rheinregulierung gesprengt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verlauf des Donau-Iller-Rhein-Limes von Kastell Altrip bis zum Legionslager Straßburg („Argentoratum“) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt; Aufzählung erfolgt von Nord nach Süd&amp;lt;ref&amp;gt;Claudia Theune, 2004, S. 419.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Befestigungssystem Altrip.jpg|mini|Der Rheinübergang bei Altrip im 4. Jahrhundert n.&amp;amp;nbsp;Chr. nach Wieczorek (1995).&amp;lt;br /&amp;gt;1. Straße nach Mainz-Speyer,&amp;lt;br /&amp;gt;2. Kastell Alta Ripa,&amp;lt;br /&amp;gt;3. Inselburgus,&amp;lt;br /&amp;gt;4. Ländeburgus Mannheim-Neckarau,&amp;lt;br /&amp;gt;5. Straße nach Ladenburg,&amp;lt;br /&amp;gt;6. Straße zur Römersiedlung Mannheim-Neckarau-Niderfeld]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable toptextcells zebra&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! width=&amp;quot;200px&amp;quot;  | Name&lt;br /&gt;
! Beschreibung/Zustand&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ländeburgus Mannheim-Neckarau&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Seine Reste waren seit 1357 in der örtlichen Bevölkerung als die „Klostermauern“ bekannt. Die Befestigung bestand aus einem 21,5&amp;amp;nbsp;× 17&amp;amp;nbsp;Meter messenden, mehrstöckigen und quadratischen Kernwerk mit bis zu drei Meter dicken Mauern, das an beiden Seiten mit nach Südwesten abgewinkelten Flügelmauern bewehrt war, die bis in das Rheinbett reichten. Die Fundamente saßen auf einen Holzrahmen aus Kanthölzern und einer Schicht Flussgeröll auf. Die zusätzlich mit vier kleinen Ecktürmen verstärkten Flügelmauern riegelten zwischen Burgus und Fluss ein 170&amp;amp;nbsp;Quadratmeter großes Hafenbecken ab, in dem die Schiffe der &amp;#039;&amp;#039;[[Classis Germanica]]&amp;#039;&amp;#039; (Rheinflotte), vor Überfällen und der Strömung gut geschützt, anlegen konnten.&amp;lt;ref&amp;gt;Britta Rabold, 2005, S.&amp;amp;nbsp;196.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Burgus Altrip&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Der &amp;#039;&amp;#039;Burgus&amp;#039;&amp;#039; lag ursprünglich auf halber Strecke zwischen Altrip und Neckarau auf einer Flussinsel und bestand aus einem rechteckigen Kernwerk, das vermutlich noch zusätzlich von einer Mauer umgeben war. Von ihm sind heute keine Spuren mehr vorhanden, da er seit der Änderung des Flusslaufes im Jahre 1609 vom Rhein komplett überspült ist. Die Überreste wurden im 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert vermessen und dann im Zuge der Rheinregulierung gesprengt.&amp;lt;ref&amp;gt;Britta Rabold, 2005, S.&amp;amp;nbsp;197.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kastell Speyer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|Die flächenmäßig sehr ausgedehnte Befestigungsanlage ist nur in Ansätzen erforscht. Vermutlich wurde sie im frühen 5. Jahrhundert n.&amp;amp;nbsp;Chr. (406–407) aufgegeben.&amp;lt;ref&amp;gt;H. Cüppers (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Römer in Rheinland-Pfalz.&amp;#039;&amp;#039; Stuttgart 1990, S. 565 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kastell Germersheim&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Vico Iulio&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
|Vermutlich Standort eines spätantiken Kastells, das bis ins 4. Jahrhundert n.&amp;amp;nbsp;Chr. bestanden haben könnte.&amp;lt;ref&amp;gt;H. Cüppers (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Römer in Rheinland-Pfalz.&amp;#039;&amp;#039; Stuttgart 1990, S. 372 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kastell Rheinzabern&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|Vermutlich Standort eines spätantiken Kastells.&amp;lt;ref&amp;gt;H. Cüppers (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Römer in Rheinland-Pfalz.&amp;#039;&amp;#039; Stuttgart 1990, S. 533 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Legionslager Argentoratum &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|{{Hauptartikel|Argentoratum}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Denkmalschutz ==&lt;br /&gt;
Seit 1959 ist dieses [[Bodendenkmal]] als eingetragenes [[Kulturdenkmal]] im Sinne des [[Denkmalschutzgesetz (Rheinland-Pfalz)|Denkmalschutzgesetz des Landes Rheinland-Pfalz]] geschützt. Nachforschungen und gezieltes Sammeln von Funden sind genehmigungspflichtig, Zufallsfunde an die Denkmalbehörden zu melden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hinweis ==&lt;br /&gt;
Seit Mai 2014 sind am früheren Standort des Kastells in einer kleinen Informationsstätte zwei Portikusspolien, ein Pilaster und das Fragment einer geschuppten [[Jupitergigantensäule]] aus dem Kastell aufgestellt und durch Tafeln erläutert.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.hgv-altrip.de/index.php/heimat-und-geschichte/alle-beitraege/524-einweihung-und-eroeffnung-der-informationsstaette-kastell-alta-ripa.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Kastelle des Donau-Iller-Rhein-Limes]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Georg Litzel: &amp;#039;&amp;#039;Historische Nachricht von einem römischen Castell, welches bey Altrip mitten im Rhein im Jahr Christi 1750 gesehen worden.&amp;#039;&amp;#039; Speyer 1756 ([http://www.mdz-nbn-resolving.de/urn/resolver.pl?urn=urn:nbn:de:bvb:12-bsb10257098-4 Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* Ralf Scharf: &amp;#039;&amp;#039;Der Dux Mogontiacensis und die Notitia Dignitatum. Eine Studie zur spätantiken Grenzverteidigung&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Reallexikon der Germanischen Altertumskunde]].&amp;#039;&amp;#039; Ergänzungsband 48). Walter de Gruyter, Berlin u. a. 2005, ISBN 3-11-018835-X ({{Google Buch|BuchID=KokF6qwMCDgC}}).&lt;br /&gt;
* Britta Rappold: &amp;#039;&amp;#039;Spätrömische Befestigungen im Neckarmündungsgebiet.&amp;#039;&amp;#039; In: Badisches Landesmuseum Karlsruhe (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Imperium Romanum, Römer, Christen, Alamannen – Die Spätantike am Oberrhein.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Theiss, Stuttgart 2005, S.&amp;amp;nbsp;194–197.&lt;br /&gt;
* Günter Stein: &amp;#039;&amp;#039;Ergebnisse der letzten Grabung im spätrömischen Kastell Altrip.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Bericht der Koldewey-Gesellschaft.&amp;#039;&amp;#039; 1967.&lt;br /&gt;
* Günter Stein, [[Wilhelm Schleiermacher]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Untersuchungen im spätrömischen Kastell Altrip Kr. Ludwigshafen, im Jahre 1961.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Bericht der Römisch-Germanischen Kommission]].&amp;#039;&amp;#039; Band 49, 1968 (1970), S.&amp;amp;nbsp;85–110.&lt;br /&gt;
* Günter Stein: &amp;#039;&amp;#039;Das spätrömische Kastell Altrip: neue Grabungsergebnisse.&amp;#039;&amp;#039; Vortragsprotokoll. Karlsruhe 1970.&lt;br /&gt;
* Gerhard Bersu: &amp;#039;&amp;#039;Das spätrömische Kastell Altrip.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Pfälzisches Museum.&amp;#039;&amp;#039; Band 45, Heft 1/2, 1928, S. 3–7.&lt;br /&gt;
* Gerhard Bersu: &amp;#039;&amp;#039;Das römische Kastell Altrip bei Ludwigshafen am Rhein.&amp;#039;&amp;#039; In: Gerhart Rodenwaldt (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Neue deutsche Ausgrabungen&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Deutschtum und Ausland. Studien zum Auslanddeutschtum und zur Auslandkultur.&amp;#039;&amp;#039; Heft 23/24).  Aschendorff, Münster 1930, S. 170–176.&lt;br /&gt;
* Sigmar von Schnurbein, Heinz-Jürgen Köhler: &amp;#039;&amp;#039;Der neue Plan des valentinianischen Kastells Alta Ripa.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Bericht der Römisch-Germanischen Kommission.&amp;#039;&amp;#039; Band 70, 1989, S.&amp;amp;nbsp;507–526.&lt;br /&gt;
* Jörg Fesser: &amp;#039;&amp;#039;Namenskontinuität und Siedlungskontinuität am Beispiel „Altrip“.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Namenforschung.&amp;#039;&amp;#039; Band 47, Heft 1, 2012, S.&amp;amp;nbsp;81–89.&lt;br /&gt;
* Theodor Maurer, Dieter Kirsch: &amp;#039;&amp;#039;Altrip, Porträt eines Dorfes, Festschrift aus Anlaß seines 1600jährigen Bestehens.&amp;#039;&amp;#039; Gemeindeverwaltung Altrip, Altrip 1970.&lt;br /&gt;
* [[Heinz Cüppers]], Helmut Bernhard (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Römer in Rheinland-Pfalz.&amp;#039;&amp;#039; Theiss, Stuttgart 1990, ISBN 3-8062-0308-3.&lt;br /&gt;
* [[Dietwulf Baatz]], [[Fritz-Rudolf Herrmann]], Bernhard Beckmann (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Römer in Hessen.&amp;#039;&amp;#039; Theiss, Stuttgart 1982, ISBN 3-8062-0267-2.&lt;br /&gt;
* Günther Haselier: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Stadt Breisach. Von den Anfängen bis zum Jahr 1700.&amp;#039;&amp;#039; 1. Halbband. Selbstverlag der Stadt Breisach am Rhein, 1969.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://www.hgv-altrip.de/index.php/service/downloadbereich/category/3-das-heimatblatt-fuer-altrip.html?download=55:heimatblatt-fuer-altrip-ausgabe-51 Heimatblatt für Altrip: Beschreibung der Kastellgrabungen] (PDF; 1,4&amp;amp;nbsp;MB)&lt;br /&gt;
* [http://www.zum.de/Faecher/G/BW/Landeskunde/rhein/kultur/museen/speyer/roemer/altrip.htm Rekonstruktionsmodell des Kastells]&lt;br /&gt;
* [http://www.hgv-altrip.de/index.php/geschichten-von-a-z/35-k/165-kastell-id-castellum-alta-ripa-das-kastell-altrip.html?limitstart=0 Webpräsenz des Heimat- und Geschichtsvereins Altrip]&lt;br /&gt;
* [https://vici.org/vici/9835/ Lage des Kastells auf Vici.org]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Kastelle des Donau-Iller-Rhein-Limes (Rückwärtige Linie)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Altrip Kastell}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römische Befestigungsanlage (Germania I)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz im Rhein-Pfalz-Kreis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Forschungsprojekt des Deutschen Archäologischen Instituts]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altrip]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultur (Pfalz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk im Rhein-Pfalz-Kreis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Befestigungsanlage in Rheinland-Pfalz]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hartmann Linge</name></author>
	</entry>
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