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	<title>Kassarezess - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Josef J. Jarosch am 26. März 2023 um 19:02 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt; &lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kassarezess&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet eine [[Verfassungsreform]] der [[Reichsfreiheit|reichsfreien]] [[Hansestadt]] [[Lübeck]] im Jahr [[1665]].&lt;br /&gt;
Es war deren einzige Verfassungsreform in der Zeit von der Gründung im [[Mittelalter]] bis zu den Verfassungsreformen der Jahre 1848–1853.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorgeschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Lübeck besaß seit der Stadtrechtsverleihung im [[12. Jahrhundert]] ihr eigenes [[Stadtrecht]]. Dieses sogenannte [[Lübisches Recht|Lübsche Recht]] wurde an andere Städte unmittelbar und mittelbar weitergegeben. Zwar wurde es sicherlich in Einzelbereichen fortentwickelt, der für die Stadt selbst maßgebliche verfassungsrechtliche Gehalt des Stadtrechts blieb jedoch unangetastet. Über die Jahrhunderte hinweg kam es immer wieder zu Aufständen, in denen die Bürger, vor allem die von jeder Mitbestimmung ausgeschlossenen Handwerker, mehr Rechte zu erkämpfen versuchten; doch alle – sei es der Knochenhaueraufstand unter [[Hinrik Paternostermaker]] 1384, die Unruhen 1408–1415 oder die Ratsumbildung der Reformationszeit unter [[Jürgen Wullenwever]] – wurden letztlich unter Rückkehr zum vorherigen Zustand von den konservativen Kräften des [[Patrizier|Patriziats]] überwunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt war im Jahr 1661 kapitaldienstunfähig geworden und der Rat wollte zur Behebung dieses Mangels die Einnahmeseite der Kasse zu Lasten der Bürger verbessern, die nach der Lübecker Verfassung keinerlei Mitsprache an den Ratsentscheidungen hatten. Dies führte zu der Forderung, die Bürger durch [[Abgeordneter|Deputierte]] an den Ratsentscheidungen über Angelegenheiten der Kasse, also des Lübecker Staatshaushaltes, zu beteiligen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Reform==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Infolge der ablehnenden Haltung des Rates kam es zu mehrjährigen Unruhen in der Stadt, die durch den Kassarezess vom 26. Juli 1665 beigelegt wurden. Es kam zu einer Beteiligung der Bürger, wobei der [[Lübecker Rat 1665|Lübecker Rat]] allerdings getreu dem Lübecker Verfassungsprinzip für die Verwaltung der Kasse zwar Bürger vorgeschlagen bekam, die Mitglieder aus der Vorschlagsliste aber selbst auswählen konnte. Damit hatten die Bürger der Stadt sich gegenüber dem Patriziat im Rat die ersten Mitspracherechte in den finanziellen Angelegenheiten der Stadt erkämpft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Folgen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge wurde dieses &amp;#039;&amp;#039;Verfassungsreförmchen&amp;#039;&amp;#039; noch durch einen weiteren [[Rezess]], den [[Bürgerrezess]] von 1669, abgerundet. Bei diesem ging es um die Zusammensetzung des Rates, wobei das Selbstergänzungsprinzip unangetastet blieb. Danach bestand der [[Lübecker Rat 1669|Rat]] fortan aus vier Bürgermeistern und 16 Ratsherrn, die quotal aus bestimmten Gruppenvorschlägen zu wählen waren. Die einflussreiche [[Zirkelgesellschaft]] hatte so unter den 16 Ratsherren noch Anspruch auf drei Sitze. Diese Entwicklung stieß bei den konservativen aristokratischen Kreisen auf unverhohlene Ablehnung, so beim Bürgermeister [[Gotthard von Höveln]], der daraufhin aus dem Rat austrat und sein Landgut und sich selbst der [[Dänemark|dänischen]] Krone unterstellte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Antjekathrin Graßmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Lübeckische Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; 2. überarbeitete Auflage. Schmidt-Römhild, Lübeck 1989, ISBN 3-7950-3203-2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lübecker Rechtsgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsgeschichte der Frühen Neuzeit (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtrecht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lübeck im 17. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:1665]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Josef J. Jarosch</name></author>
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