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	<title>Kaserne - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kaserne&amp;diff=75871&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Herr Lehrer, ich weiß was!: Kleinkram</title>
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		<updated>2026-02-15T00:03:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Krahnenberg-Kaserne Andernach.JPG|mini|[[Krahnenberg-Kaserne]], die älteste Kaserne der Bundeswehr. Standort: [[Andernach]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Homburgerland-bundespolizei002.jpg|mini|Kaserne der [[Bundespolizei (Deutschland)|Bundespolizei]] an der [[Homburger Landstraße]] in Frankfurt-Preungesheim]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kaserne01.jpg|mini|Verlassene Kaserne in Ostdeutschland]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kaserne&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist grundsätzlich eine [[militär]]ische oder [[polizei]]liche [[Baugruppe (Städtebau)|Gebäudeanlage]], in der [[Soldat]]en oder [[Polizist]]en abrufbereit untergebracht &amp;#039;&amp;#039;(kaserniert)&amp;#039;&amp;#039; sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wort &amp;#039;&amp;#039;[[Mietskaserne]]&amp;#039;&amp;#039; wird [[Pejorativum|abwertend]] für einfache, uniforme Mehrfamilienhäuser mit vielen Mietparteien gebraucht. In der Zeit der [[Industrialisierung]] wurden Arbeiterkasernen geschaffen, u.&amp;amp;nbsp;a. zur Unterbringung von [[Saisonarbeit]]ern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Umgangssprachlich werden die Wörter &amp;#039;&amp;#039;Kaserne&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Garnison]]&amp;#039;&amp;#039; oft [[synonym]] verwendet. Mit &amp;#039;&amp;#039;Kaserne&amp;#039;&amp;#039; sind jedoch die Unterkünfte, mit &amp;#039;&amp;#039;Garnison&amp;#039;&amp;#039; der gesamte [[Standort (Bundeswehr)|Standort]] oder die Gesamtheit der stationierten Soldaten gemeint. So kann eine Garnison heute mehrere Kasernen umfassen, während bis ins 19. Jahrhundert viele Garnisonen über keine oder unzureichende Kasernen verfügten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=[[Johann Georg Krünitz]] |url=https://www.kruenitz1.uni-trier.de/cgi-bin/getKRArticles.tcl?tid=KS20264+opt=1-0+len=+nid=+plen=+prev=+apos=artbegin |titel=Servis= und Einquartierungswesen |werk=[[Oeconomische Encyclopädie]] |abruf=2023-01-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wort &amp;#039;&amp;#039;Kaserne&amp;#039;&amp;#039; wurde im 17.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert von gleichbedeutend {{frS|caserne}} übernommen. Dieses lässt sich [[etymologisch]] auf [[vulgärlatein]]isch &amp;#039;&amp;#039;{{lang|la|*quaderna}}&amp;#039;&amp;#039; („je vier, vier zusammen“) zurückführen, einer Ableitung von &amp;#039;&amp;#039;{{lang|la|quattuor}}&amp;#039;&amp;#039; („vier“). Korrekt wäre in [[Klassisches Latein|klassischem Latein]] &amp;#039;&amp;#039;{{lang|la|quaternae}}&amp;#039;&amp;#039; als [[Femininum|feminine]] Form des [[Pluraletantum]]s {{lang|la|&amp;#039;&amp;#039;quaterni&amp;#039;&amp;#039;}}. Das vulgärlateinische Wort wurde im [[Provenzalische Sprache|Altprovenzalischen]] zu &amp;#039;&amp;#039;{{lang|oc|cazerna}}&amp;#039;&amp;#039; mit der Bedeutung &amp;#039;&amp;#039;Gruppe von vier Personen&amp;#039;&amp;#039;. In [[mittelfranzösisch]]er Zeit wurde dieser Begriff als &amp;#039;&amp;#039;{{lang|fr|caserne}}&amp;#039;&amp;#039; entlehnt; damit wurden Aufenthaltsräume für Wachsoldaten in Festungen bezeichnet&amp;amp;nbsp;– ursprünglich war solch ein Raum wohl für vier Soldaten gedacht. Als unter [[Ludwig&amp;amp;nbsp;XIV.]] der Bau großer eigenständiger Soldatenunterkünfte begann, wurde der Begriff auf diese übertragen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{dwds.de |Stichwort=Kaserne |Abruf=2019-09-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vor allem [[Oberdeutsche Schreibsprache|oberdeutsche]] &amp;#039;&amp;#039;Kasarma&amp;#039;&amp;#039; wurde [[Volksetymologie|volksetymologisch]] vom [[Italienische Sprache|italienischen]] &amp;#039;&amp;#039;casa d’arma&amp;#039;&amp;#039; (Haus der Waffen, [[Zeughaus]]) hergeleitet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Meyers-1905 |Lemma=Kaserne |Band=10 |Seite=715 |zenoID=20006875521}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Österreich-Ungarn]] wurde früher für Kasernen und Militärunterkünfte die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Ubikation&amp;#039;&amp;#039; (von {{laS|ubi}} „wo, wohin“) gebraucht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.duden.de/rechtschreibung/Ubikation |titel=Ubikation |werk=[[Duden online]] |abruf=2019-09-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichtliche Entstehung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Koszary schronowe in Gdańsk.jpg|mini|Kasernenschutzräume auf dem [[Hagelsberg (Danzig)|Hagelsberg]] in [[Danzig]], Polen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Feste Heerlager mit Truppenunterkünften sind bereits seit der römischen Kaiserzeit bekannt (z.&amp;amp;nbsp;B. &amp;#039;&amp;#039;[[Castra praetoria]]&amp;#039;&amp;#039; wie [[Kastell Saalburg|Saalburg]] oder [[Vercovicium|Housesteads]]). Damals beinhalteten die Kasernen – neben [[Waffenkammer]]n, [[Latrine]]n und [[Badehaus|Badehäusern]] – noch alles, was die Mannschaften zum täglichen Leben benötigten. So gab es dort Bäcker, Schuhmacher und andere Handwerker. Näharbeiten etc. wurden wohl auch oft von den im [[Tross]] mitziehenden Frauen erledigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die einfachen Soldaten und [[Landsknecht]]e des Mittelalters schliefen je nach Wetter unter freiem Himmel oder im Schutz von Bäumen, Felsen, Scheunen oder Ställen; Offiziere nahmen Quartier bei den Bürgern der Städte oder bei [[Landadel|Landadligen]], die Heerführer hatten in der Regel Zelte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Neuzeit begann der Kasernenbau gegen Ende des 17.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts mit dem Aufkommen von [[Stehendes Heer|stehenden Heeren]] insbesondere in [[Königreich Frankreich (987–1792)|Frankreich]] unter [[Ludwig&amp;amp;nbsp;XIV.]] Der Festungsbaumeister [[Sébastien Le Prestre de Vauban|Vauban]] ließ etliche der von ihm entworfenen Festungsanlagen mit Kasernenbauten ausstatten. Die 1641 in [[Salzburg]] errichtete [[Alte Thürnitz]] gilt als die älteste Kaserne auf deutschem Boden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Deutschland ==&lt;br /&gt;
=== 18. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
1702 wurden in [[Memmingen]] die [[Rote Kaserne (Memmingen)|Rote]] und die [[Schwarze Kaserne]] der [[Bayerische Armee|kurbayerischen Armee]] als Teil der [[Memminger Befestigungsanlagen]] gebaut, die aber schon 1704 wieder geräumt wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Christoph Engelhard |Titel=Memmingen |Verlag=Sutton Verlag |Datum=2009 |ISBN=978-3-86680-476-0 |Seiten=20 |Online=https://books.google.at/books?id=DcIRkhS7slcC&amp;amp;pg=PA20 |Abruf=2023-01-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1705 wurde im [[Hofkriegsrat]] die &amp;#039;&amp;#039;anlegung benöttigter [[Redoute (Festung)|redouten]], und casernen&amp;#039;&amp;#039; der [[Kaiserliche Armee (HRR)|Kaiserlichen Armee]] zum Schutz vor Einfällen der [[Kuruzen]] vorgeschlagen, die ersten dauerhaften Kasernen im [[Heiliges Römisches Reich|Heiligen Römischen Reich]] wurden jedoch vermutlich nicht vor ca. 1720 gebaut. Zuvor, und häufig noch bis zur Heeresreform [[Maria Theresia]]s, wurden Soldaten, Offiziere und deren Familien in Friedenszeiten in [[Bürgerquartier]]en, in Kriegszeiten, besonders im Winter, wenn die Armee nicht im [[Feldlager|Feld lag]], in [[Einquartierung|Zwangsquartieren]] „unter Dach und Fach“ gebracht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Markus Fochler |url=https://blog.hgm.at/2017/10/13/unter-dach-und-fach/ |titel=Unter Dach und Fach. Die Einquartierung und Verpflegung des Militärs zu Beginn des 18. Jahrhunderts |werk=HGM Wissensblog |datum=2017-10-13 |sprache=de-DE |abruf=2023-01-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab dem 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert wurden in größerem Umfang Kasernen gebaut, die im damaligen Deutschland (besonders in [[Königreich Preußen|Preußen]]) jedoch zumeist nicht als Mannschaftsunterkünfte, sondern als Wohnhäuser für Soldaten und ihre Familien eingerichtet waren. Darin hatte jede Familie eine Stube und eine Kammer, in der der Soldat mit seiner Frau und Kindern sowie gelegentlich weitere junge Soldaten lebten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 19. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Im 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert wurden Kasernen in größeren Anlagen errichtet, die ausschließlich zur Unterbringung der Soldaten dienten. Dabei wurden Versuche mit Gebäuden unterschiedlicher Größen gemacht, die von der [[Kompanie (Militär)|Kompanie]]- bis zur [[Bataillon]]sstärke reichten. Häufig war jeweils ein Stockwerk für eine Kompanie vorgesehen. In Schlafsälen für die Mannschaften war meist auch ein Unteroffizier ([[Korporal|Corporal]]) untergebracht; an den Treppenaufgängen befanden sich Zimmer für Unteroffiziere. So war auch die Überwachung der Mannschaften gewährleistet. Zur Zeit des [[Deutsches Kaiserreich|deutschen Kaiserreichs]] nach 1871 wurden viele Kasernenkomplexe neugebaut, so dass das [[Deutsches Heer (Deutsches Kaiserreich)|deutsche Heer]] Anfang des 20. Jahrhunderts bis auf wenige Ausnahmen nicht mehr in Behelfsquartieren untergebracht war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kasernen der Wehrmacht ===&lt;br /&gt;
Im 20. Jahrhundert wurde das Bild der Kasernen sehr stark geprägt durch die sogenannte &amp;#039;&amp;#039;[[Aufrüstung der Wehrmacht|Wiederaufrüstung]]&amp;#039;&amp;#039; in den ersten Jahren des [[NS-Staat]]s. Allein in den Jahren 1934 bis 1939/40 wurden über 500 Kasernen nur für das [[Heer (Wehrmacht)|Heer]] errichtet. Zahlreiche davon waren wegen der kurzen Bauzeitvorgabe sogenannte „100-Tage-Kasernen“. Hinzu kamen die Kasernen und Flugplätze (in der Regel „[[Militärflugplatz|Fliegerhorst]]“ genannt) für die neu aufgestellte [[Luftwaffe (Wehrmacht)|Luftwaffe]]; vor allem neuartige und meist großstädtische [[Flak-Kaserne]]n und [[Luftnachrichtentruppe|Luftnachrichten]]-Kasernen, mit einem erhöhten Raumbedarf wegen des im Vergleich zum Heer wesentlich höheren [[Motorisierung]]sgrades der Luftwaffe. Zusätzlich wurden erstmals viele Kasernen außerhalb größerer Städte gebaut (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Fliegerhorst Rothwesten]]). Außerdem entstanden SS-Kasernen (z.&amp;amp;nbsp;B. [[SS-Kaserne (Nürnberg)]]).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bauzeugen.de/Bilder/SS-Kaserne-10.jpg bauzeugen.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Die Sonderburg Kaserne (2014), Bild 002.JPG|mini|Die ehemals deutsche, heute dänische [[Sønderborg Kaserne]] von 1907 des Architekten [[Adalbert Kelm]], von dem auch die bekannte [[Marineschule Mürwik]] (Rotes Schloss) im benachbarten [[Flensburg]] stammt (Foto 2014)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ringsted Kaserne 01 (RaBoe).jpg|mini|[[Heer (Wehrmacht)|Heeres]]-Kaserne der deutschen [[Wehrmacht]] im dänischen [[Ringsted]] zur Zeit des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Heeres-Kasernen entstanden nach weitgehend einheitlichen Plänen, mit Vorläufern schon aus der Endphase des Kaiserreichs. Eine typische Heeres-Kaserne aus den 1930er Jahren für ein Bataillon oder eine Abteilung umfasste meist ein Stabsgebäude, drei Kompaniegebäude und ein oder zwei Wirtschaftsgebäude. In dem Stabsgebäude war fast immer die Wache mit untergebracht, wenn dieses Gebäude sich in unmittelbarer Nähe des Kasernentores befand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Kasernen, in denen ein Bataillon eines Infanterie-Regimentes und der Regimentsstab selbst stationiert waren, sind neben dem Gebäude des Regimentsstabes noch zwei weitere Mannschaftsgebäude errichtet worden. Diese beherbergten die 13. und 14. Kompanie, die dem Regiment direkt unterstellt waren. Eine typische Kaserne dieser Art war die Estorf-Kaserne in Hamburg-Jenfeld (später als Teil der [[Lettow-Vorbeck-Kaserne (Hamburg)|Lettow-Vorbeck-Kaserne]] umbenannt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gebäude der Heereskasernen waren meist dreigeschossig ausgeführt, d.&amp;amp;nbsp;h. mit einem hochgelegenen Erdgeschoss und zwei Stockwerken darüber. Die Fassaden jedoch wurden unterschiedlich gestaltet wie z.&amp;amp;nbsp;B. durch Verputzen oder durch Ziegelverblendung. Hierbei nahmen die örtlichen Gegebenheiten Einfluss. Die Wirtschaftsgebäude jedoch wurden zweigeschossig ausgeführt, allerdings waren die Geschosshöhen größer, da in den Wirtschaftsgebäuden die Küchen und Speisesäle waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinzu kam abgesetzt von den zuvor beschriebenen Gebäuden der Technische Bereich oder Funktionsbereich. In diesem Bereich wurden die Gebäude errichtet, die von den untergebrachten Einheiten benötigt wurden, beispielsweise Hallen für motorisierte Fahrzeuge, Geschütze, Werkstätten, Stallungen usw. Oft wurde auch ein Schießstand innerhalb der Kasernenanlage errichtet. Waren Stäbe, z.&amp;amp;nbsp;B. ein Regimentsstab, zusätzlich in einer Kasernenanlage untergebracht, wurde hierfür ein eigenes Stabsgebäude errichtet. Durch die hohe Anzahl von Offizieren, die in so einer Kaserne stationiert waren, wurde meist noch ein Gebäude in ähnlichem Baustil für das [[Offizierskasino|Offizierheim/-kasino]] errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Typische Kasernen aus jener Zeit sind:&lt;br /&gt;
* [[Douaumont-Kaserne]] in Hamburg:&amp;lt;br /&amp;gt; Errichtet für ein Artillerie-[[Regiment]] für zwei dort stationierte Abteilungen: pro Abteilung: drei Mannschaftsgebäude, ein Stabs- und ein Wirtschaftsgebäude. Dazu kamen ein Stabsgebäude für den Regimentsstab und ein Offizierskasino. In der Süd-West-Ecke befand sich bis zum Umbau der Kaserne zur [[Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg]] ein kleiner Schießstand.&lt;br /&gt;
* [[Hanseaten-Kaserne (Hamburg-Horn)|Hanseaten-Kaserne]] (ehemals Litzmann-Kaserne) in Hamburg:&amp;lt;br /&amp;gt; Errichtet für eine Nachrichtenabteilung: drei Mannschaftsgebäude, ein Stabs- und ein Wirtschaftsgebäude. Hinzu kamen umfangreiche Bauten für den Funktions- und Technischen Bereich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kasernen der Bundeswehr und der NVA ===&lt;br /&gt;
[[Datei:2012-05-28 Fotoflug Cuxhaven Wilhelmshaven DSCF9446.jpg|mini|[[Marinestützpunkt Heppenser Groden]] in [[Wilhelmshaven]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Wiederbewaffnung]] Westdeutschlands im [[Kalter Krieg|Kalten Krieg]] brachte in den 1950er und 1960er Jahren ein neues und umfangreiches Kasernenbauprogramm mit sich, auch deshalb, weil viele vor allem großstädtische Militärunterkünfte nach 1945 bereits von Truppen der [[Deutschland 1945 bis 1949|westlichen Besatzungsmächte]] bzw. [[NATO|Alliierten]] belegt waren bzw. nicht mehr weitergenutzt wurden. Ähnlich wie bei der Luftwaffe in den 1930er Jahren entstanden viele neu gestaltete Kasernen (Regelfall: [[Bataillon]]skaserne, im Gegensatz zur früheren [[Regiment]]skaserne) in Regionen, in denen zuvor niemals Garnisonen bestanden hatten, oft im oder in der Nähe des [[Zonenrandgebiet]]s, besonders in der [[Amerikanische Besatzungszone|US-Besatzungszone]] mit ihrer geringeren Bevölkerungsdichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ähnlich war die Entwicklung auf der anderen Seite des [[Eiserner Vorhang|Eisernen Vorhangs]]. Die meisten bestehenden Kasernenanlagen in der [[Sowjetische Besatzungszone|sowjetischen Besatzungszone]] wurden von den [[Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland|sowjetischen Besatzungstruppen]] weitergenutzt. Als Besonderheit wurden in der [[DDR]] für die [[Grenztruppen der DDR|Grenztruppen]] stark verstreut Kleingarnisonen bis hinunter zur Kompanieebene entlang der [[Innerdeutsche Grenze|innerdeutschen Grenze]] disloziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende des [[Kalter Krieg|Kalten Krieges]] und der [[Deutsche Wiedervereinigung|Wiedervereinigung]] wurden zahlreiche Kasernenbauten in Ost- und Westdeutschland nicht mehr benötigt. Durch den Abzug der Besatzungstruppen, die Eingliederung der [[NVA]] in die Bundeswehr und deren Verkleinerung sowie den Umbau von der [[Wehrpflicht]]- zur [[Berufsarmee]] kam es zur Schließung vieler Standorte. Die als [[Konversion (Stadtplanung)|Konversion]] bezeichnete Umwandlung militärischer Liegenschaften für zivile Zwecke führte zum Umbau oder Abbruch zahlreicher Kasernenbauten. Der Erhalt historischer Kasernengebäude ist ein Anliegen der [[Denkmalpflege]], oft aber aufgrund der Struktur der Gebäude und ihrer als nicht sehr attraktiv empfundenen Architektur problematisch. Auch die noch als solche genutzten Kasernen müssen oft durch Sanierung und Umbau an heutige Ansprüche angepasst werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei heutigen Bundeswehrkasernen befinden sich die Unterkunftsräume meist in Einzelblöcken von einer oder zwei Kompaniestärken. Die Unterbringung der Soldaten erfolgt getrennt nach [[Dienstgradgruppe]]n, Verwendung und Geschlecht. So müssen sich Rekruten in der [[Allgemeine Grundausbildung|Grundausbildung]] oder auf anderen kurzen Lehrgängen meist zu viert, zu sechst oder sogar zu acht eine Stube teilen, während es in den Stammeinheiten bei Vier- bis Sechs-Mann-Stuben bleibt. Je höher man im [[Dienstgrad]] steigt, desto eher hat man Anspruch auf Zuteilung einer Einzelstube, wenn die baulichen und personellen Gegebenheiten dies zulassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem Stichwort &amp;#039;&amp;#039;Kaserne 2000&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;Stube 2000&amp;#039;&amp;#039; versteht man den schrittweisen Umbau der bisher üblichen Stuben zur Steigerung der Wohnqualität. Dies beinhaltet unter anderem neues Mobiliar (Betten, Tische, Stühle, Spinde), die Reduzierung der Bettenanzahl pro Stube und möglichst die Auflösung der bisherigen Sammelsanitärräume. Je nach örtlichen Gegebenheiten und Umfang der Umbauarbeiten wird dies in unterschiedlichem Maße umgesetzt. Während teilweise nur das Mobiliar ausgetauscht wird, erhalten andere Stuben einzelne Waschbecken und geteilte Sammelwaschräume mit einzelnen Duschkabinen, oder es werden zwei Stuben mit Dusche/WC zur gemeinsamen Nutzung ausgestattet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Je nach Art der Kaserne gibt es reine Unterkunftsgebäude oder solche, in denen sich meist im Erdgeschoss die Dienstzimmer der Kompanie befinden. Die Verwaltungs- und Wirtschaftsräume befinden sich in anderen Gebäuden. Auf dem Kasernengelände können sich auch Sportanlagen, [[Standortübungsplatz|Exerzierplätze]], Sanitätseinrichtungen und Betreuungseinrichtungen ([[Offizierheimgesellschaft|OHG]], UHG, [[Mannschaftsheim]], Freizeitbüros) befinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kasernen sind in der Regel [[Militärischer Sicherheitsbereich|militärische Sicherheitsbereiche]], sind mit Zäunen gesichert und werden unter Androhung von [[Schusswaffengebrauch]] gegen unbefugtes Betreten bewacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Häfen der Marine sind im Prinzip auch Kasernen, werden aber allgemein als &amp;#039;&amp;#039;Stützpunkt&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. Bei der Luftwaffe sind die Unterkunftsbereiche der Soldaten aus Sicherheitsgründen in der Regel von den [[Flugplatz|Flugplätzen]] räumlich getrennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angegliedert ist bei einigen Kasernen ein [[Standortübungsplatz|(Standort-)Übungsplatz]], auf dem die Rekruten die Gefechtsausbildung im freien Gelände erhalten und vertiefen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Berwick Barracks (6952122663).jpg|mini|Eingang der Berwick-upon-Tweed Barracks]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kasernen tragen häufig Namen von Personen oder mit geografischem Bezug. Unbekannte Kasernen werden auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Truppenunterkunft&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vereinigtes Königreich ==&lt;br /&gt;
Frühe Kasernen waren mehrstöckige Blöcke, die oft in einem Viereck um einen Hof oder Paradeplatz gruppiert waren. Ein gutes Beispiel dafür sind die [[Berwick Barracks]], eine der ersten Kasernen in England, die speziell für diesen Zweck gebaut und 1717 nach dem Entwurf des berühmten Architekten [[Nicholas Hawksmoor]] begonnen wurden. Im Laufe des 18. Jahrhunderts führte die zunehmende Spezialisierung des militärischen Lebens zu getrennten Unterkünften für die verschiedenen Dienstgrade.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Douet1997&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=James Douet |Titel=British Barracks, 1660–1914 |Verlag=English Heritage |Datum=1997 |Sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 20. Jahrhundert reichten die Aktivitäten von der Notwendigkeit einer raschen Expansion während des Ersten Weltkriegs (als große Lager wie bei [[Catterick]] errichtet wurden) bis zur Schließung vieler Kasernen in der Zwischenkriegszeit. Viele der verbliebenen Kasernen wurden in den 1960er Jahren umgebaut, entweder in erheblichem Umfang (wie in [[Woolwich]]) oder vollständig (wie bei den Hyde Park Barracks und Chelsea Barracks – erbaut 1863, abgerissen und wieder aufgebaut 1963, geschlossen 2008). Seit den 1970er Jahren wurden mehrere ehemalige [[Royal Air Force|RAF-Stützpunkte]] in Kasernen umgewandelt, um anstelle einiger beengterer städtischer Standorte als Armeeunterkünfte zu dienen. Heute leben in den Kasernen in der Regel nur alleinstehende und unverheiratete Soldaten oder solche, deren Familien nicht mit umgezogen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vereinigte Staaten ==&lt;br /&gt;
Während des Zweiten Weltkriegs bestanden viele US-Kasernen aus preiswerten, robusten und leicht zu montierenden [[Quonsetbaracke]]n, die den Langhäusern der Indianer ähnelten (mit einem runden Dach, aber aus Metall).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Brian Wallin |url=http://varnumcontinentals.org/2016/04/the-quonset-hut-a-rhode-island-original/ |titel=The Quonset Hut: A Rhode Island Original That Went to War – Worldwide – Varnum Continentals |werk=varnumcontinentals.org |hrsg= |datum=2016-04-10 |sprache=en |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20210511104404/http://varnumcontinentals.org/2016/04/the-quonset-hut-a-rhode-island-original/ |archiv-datum=2021-05-11 |abruf=2019-11-18 |abruf-verborgen=1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Design wurde in den Vereinigten Staaten nach dem Vorbild der britischen [[Nissenhütte]]n aus dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] entwickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 21. Jahrhundert sind unverheiratete [[Mannschaftsdienstgrad]]e in der Regel in Kasernen in Einzelzimmern untergebracht, die meist dem „1+1-Standard“ des [[Department of Defence|DoD]] entsprechen; es gibt jedoch auch Ausnahmen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.dvidshub.net/news/530690/perry-approves-new-standard-single-soldier-housing |titel=Perry Approves New Standard for Single Soldier Housing |werk=Divids |abruf=2025-11-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei entsprechenden Erfordernissen werden auch Unteroffiziere und Offiziere in Kasernen untergebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Quonset.jpg|mini|Quonsetbaracken vor dem Laguna Peak, Point Mugu, Kalifornien, 1946.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Kasernenordnung]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Bundeswehrstandorte in Deutschland]]&lt;br /&gt;
* [[Liste ehemaliger Bundeswehr-Liegenschaften]]&lt;br /&gt;
* [[Ausländische Militärbasen in Deutschland]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der geschlossenen ausländischen Militärbasen in Deutschland]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Kasernen des österreichischen Bundesheeres]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Military facilities|Kasernen}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Kaserne}}&lt;br /&gt;
* {{HLS|24642|Kasernen|Autor=[[Hervé de Weck]]|Datum=2016-11-25}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4550688-7}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kaserne| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Herr Lehrer, ich weiß was!</name></author>
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