<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Kaschel</id>
	<title>Kaschel - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Kaschel"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kaschel&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-11T10:20:15Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kaschel&amp;diff=1458525&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;DCB am 15. Juni 2025 um 13:27 Uhr</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kaschel&amp;diff=1458525&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-06-15T13:27:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis|Zum deutschen Fußballspieler siehe [[Manfred Kaschel]].}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Ortsteil               = Kaschel&lt;br /&gt;
| Alternativname         = {{lang|hsb|Košla}}&lt;br /&gt;
| Gemeindename           = Boxberg/O.L.&lt;br /&gt;
| Breitengrad            = 51/20/30/N&lt;br /&gt;
| Längengrad             = 14/34/30/E&lt;br /&gt;
| Bundesland             = Sachsen&lt;br /&gt;
| Höhe                   = 135&lt;br /&gt;
| Höhe-Bezug             = DE-NN&lt;br /&gt;
| Fläche                 = 6.152 &amp;lt;!-- Stand 1931 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Einwohner              = 108&lt;br /&gt;
| Einwohner-Stand-Datum  = 2020-11-30&lt;br /&gt;
| Einwohner-Quelle       = &amp;lt;ref&amp;gt;[https://boxberg-ol.de/de/boxberg-ortsteile/ortsteile/kaschel.html &amp;#039;&amp;#039;Ortsteile – Kaschel.&amp;#039;&amp;#039;] Gemeinde Boxberg/O.L., abgerufen am 27. März 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Eingemeindungsdatum    = 1938-04-01&lt;br /&gt;
| Eingemeindet-nach      = [[Klitten]]&lt;br /&gt;
| Postleitzahl1          = 02943&lt;br /&gt;
| Vorwahl1               = 035895&lt;br /&gt;
| Lagekarte              = &lt;br /&gt;
| Lagekarte-Beschreibung = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kaschel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, {{OrtsnSorb|hsb|Košla|Audio=Košla.ogg}}, ist ein Ortsteil der ostsächsischen Gemeinde [[Boxberg/O.L.]] Es zählt zum offiziellen [[Sorbisches Siedlungsgebiet|sorbischen Siedlungsgebiet]] in der [[Oberlausitz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Ortstafel Kaschel.jpg|mini|Ortstafel von Kaschel (2015)]]&lt;br /&gt;
In Form eines [[Zeilendorf]]es mit einem [[Rundweiler]]kern liegt Kaschel rund drei Kilometer südwestlich von [[Klitten]] an der [[Liste der Staatsstraßen in Sachsen bis zur S 199#S 121|Staatsstraße&amp;amp;nbsp;121]], die die [[Bundesstraße 156]] bei [[Lieske (Malschwitz)|Lieske]] mit der [[Bundesstraße 115]] bei [[Niesky]] verbindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Südlich von Kaschel erstreckt sich ein ausgedehntes Waldgebiet des [[Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft|Biosphärenreservats Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft]], das südwestlich von Kaschel durch Lieske, [[Neudorf/Spree]] und [[Halbendorf/Spree]], sowie durch [[Dauban]] und [[Förstgen (Mücka)|Förstgen]] im Südosten eingegrenzt wird. Nordöstlich von Kaschel liegen [[Jahmen]] und Klitten, südöstlich [[Zimpel (Boxberg)|Zimpel]] und [[Tauer (Boxberg)|Tauer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nördlich von Kaschel verläuft die [[Bahnstrecke Węgliniec–Falkenberg/Elster|Bahnstrecke Hoyerswerda–Horka]], deren Bahnhof Klitten auf Jahmener Flur liegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Wohnstallhaus (Umgebinde) Neudorfer Straße 410.jpg|mini|Umgebindehaus aus dem frühen 19. Jahrhundert in Kaschel]]&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;Koschele bie deme Cletin&amp;#039;&amp;#039; wird Kaschel 1419 in einem Protokoll des Görlitzer Rügegerichts erstmals urkundlich erwähnt. Spätestens seit 1555 ist Kaschel nach Klitten eingepfarrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf weltlicher Ebene ist Kaschel mit der Gutsherrschaft Jahmen sicherlich schon seit dem 16. Jahrhundert verbunden. Das Herrenhaus des Ritterguts in Kaschel wird um 1900 zu einem Schloss ausgebaut. In dieser Form besteht es bis zum Zweiten Weltkrieg, wird jedoch 1948 von deutschen Kommunisten aus ideologischen Gründen gesprengt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. April 1938 werden im [[Landkreis Rothenburg (Ob. Laus.)]] mehrere Gemeinden zusammengelegt, unter anderem [[Jahmen]], Kaschel und [[Klein-Oelsa]] mit Klitten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] werden die westlich der [[Lausitzer Neiße]] liegenden Teile Schlesiens an das Land Sachsen angeschlossen. Dadurch endet die 130-jährige sächsisch-preußische Grenzziehung westlich des Ortes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den Zusammenschluss der Gemeinden Boxberg/O.L. und Klitten wird Kaschel am 1. Februar 2009 ein Ortsteil Boxbergs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bevölkerungsentwicklung ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable float-right&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Jahr !! Einwohner&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1825&amp;lt;ref name=&amp;quot;HOV&amp;quot; /&amp;gt;||align=right| 184&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1863&amp;lt;ref name=&amp;quot;Heimatbuch NOL&amp;quot; /&amp;gt;||align=right| 214&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1871 ||align=right| 208&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1885 ||align=right| 192&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1905 ||align=right| 173&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1925 ||align=right| 188&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1999 ||align=right| 158&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2002 ||align=right| 141&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2008 ||align=right| 132&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1777 wirtschaften in Kaschel 11 [[Hufner|besessene Mann]], 3 [[Gärtner#Der Gärtner als Kleinbauer|Gärtner]] und 9 [[Häusler]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der ersten Bevölkerungserhebung, bei der nicht die steuerpflichtigen Wirtschaften gezählt werden, sondern jeder Einwohner als gleichwertig von Interesse ist, werden in Kaschel 184 Einwohner im Jahr 1825 gezählt. Mitte des 19. Jahrhunderts steigt die Einwohnerzahl auf über 200, fällt jedoch schon im letzten Viertel wieder unter diesen Wert, so dass 1925 gerade einmal vier Einwohner mehr als 100 Jahre zuvor in Kaschel leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Jahrtausendwende liegt die Einwohnerzahl bei 150 mit rückläufiger Tendenz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch im 19. Jahrhundert ist die Bevölkerung überwiegend sorbisch. Im Jahr 1863 sind laut amtlichen Zahlen 144 der 214 Einwohner Sorben,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Heimatbuch NOL&amp;quot; /&amp;gt; etwa 20 Jahre später ermittelt [[Arnošt Muka]] unter den 177 Einwohnern 171 Sorben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Muka&amp;quot; /&amp;gt; Dies entspricht einem 67-prozentigem sorbischen Bevölkerungsanteil im Jahr 1863 und einem 97-prozentigem Anteil im Jahr 1884. Der Sprachwechsel erfolgte überwiegend in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. So zählte [[Ernst Tschernik]] 1956 in der Gemeinde Klitten, zu der Kaschel mittlerweile gehörte, einen sorbischsprachigen Bevölkerungsanteil von nur noch 15,7 %.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Ludwig Elle]] |Titel=Sprachenpolitik in der Lausitz |Verlag=Domowina-Verlag |Ort=Bautzen |Jahr=1995 |Seiten=254}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ortsname ===&lt;br /&gt;
Varianten des deutschen Ortsnamens sind &amp;#039;&amp;#039;Koschele&amp;#039;&amp;#039; (1419), &amp;#039;&amp;#039;Kascher&amp;#039;&amp;#039; (1621), &amp;#039;&amp;#039;Caschel&amp;#039;&amp;#039; (1719) und &amp;#039;&amp;#039;Kaschel&amp;#039;&amp;#039; (1791). Der obersorbische Ortsname &amp;#039;&amp;#039;{{lang|hsb|Košla}}&amp;#039;&amp;#039; ist mit dem sorbischen Gattungsnamen &amp;#039;&amp;#039;košla, košula&amp;#039;&amp;#039; „Hemd“ identisch, der im Tschechischen als &amp;#039;&amp;#039;košile&amp;#039;&amp;#039;, älter auch &amp;#039;&amp;#039;košule&amp;#039;&amp;#039;, angegeben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist unklar, ob es sich beim Namen um einen Spottnamen bezüglich der Armut der Bewohner handelt, oder ob eine Umdeutung vorliegt. [[Ernst Eichler (Linguist)|Ernst Eichler]] weist hierbei auf die tschechischen Wörter &amp;#039;&amp;#039;{{lang|cs|košař}}&amp;#039;&amp;#039; „Korbmacher“ und &amp;#039;&amp;#039;{{lang|cs|košar}}&amp;#039;&amp;#039; „Pferch, Hürde“ hin.&amp;lt;ref name=&amp;quot;EichlerWalther&amp;quot; /&amp;gt; Pohl ist 1924 der Meinung, dass sich der Name von &amp;#039;&amp;#039;{{lang|wen|kosa}}&amp;#039;&amp;#039; „schiefe Lage“ ableitet, &amp;#039;&amp;#039;„da sich das Gelände nach Osten senkt.“&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pohl&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen und weiterführende Literatur ==&lt;br /&gt;
=== Literatur ===&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Titel=Von der Muskauer Heide zum Rotstein. Heimatbuch des Niederschlesischen Oberlausitzkreises |Verlag=[[Lusatia Verlag]] |Ort=Bautzen |Jahr=2006 |ISBN=978-3-929091-96-0 |Seiten=276}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fußnoten ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;lt;ref name=&amp;quot;HOV&amp;quot;&amp;gt;{{HOV}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;lt;ref name=&amp;quot;Heimatbuch NOL&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Von der Muskauer Heide zum Rotstein&amp;#039;&amp;#039;, S. 276.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;lt;ref name=&amp;quot;Muka&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ernst Tschernik |Titel=Die Entwicklung der sorbischen Landbevölkerung |Reihe=Deutsche Akademie der Wissenschaften zu Berlin – Veröffentlichungen des Instituts für Slawistik |BandReihe=4 |Verlag=Akademie-Verlag |Ort=Berlin |Jahr=1954 |Seiten=117}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;lt;ref name=&amp;quot;EichlerWalther&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Ernst Eichler (Linguist)|Ernst Eichler]], [[Hans Walther (Onomastiker)|Hans Walther]] |Titel=Ortsnamenbuch der Oberlausitz – Studien zur Toponymie der Kreise Bautzen, Bischofswerda, Görlitz, Hoyerswerda, Kamenz, Löbau, Niesky, Senftenberg, Weißwasser und Zittau. I Namenbuch |Reihe=Deutsch-slawische Forschungen zur Namenkunde und Siedlungsgeschichte |BandReihe=28 |Verlag=Akademie-Verlag |Ort=Berlin |Jahr=1975 |Seiten=121}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;lt;ref name=&amp;quot;Pohl&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Robert Pohl (Heimatforscher)|Robert Pohl]] |Titel=Heimatbuch des Kreises Rothenburg O.-L. für Schule und Haus |Verlag=Buchdruckerei Emil Hampel |Ort=Weißwasser O.-L. |Jahr=1924 |Seiten=238}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weblinks ===&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Kaschel/Košla|3=S}}&lt;br /&gt;
* [https://boxberg-ol.de/index.php?menuid=46 Gemeinde Boxberg/O.L. – Ortsteil Kaschel]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Ortschaften in der Gemeinde Boxberg/O.L.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=1068238119|VIAF=314891823}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort in der Oberlausitz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Landkreis Görlitz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Görlitz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Boxberg/O.L.)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1419]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 1938]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;DCB</name></author>
	</entry>
</feed>