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	<title>Karyatide - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T00:20:45Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Karyatide&amp;diff=95662&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Tusculum: keine karyatiden, sondern telamone/atlanten</title>
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		<updated>2026-01-26T12:05:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;keine karyatiden, sondern telamone/atlanten&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Athen Erechtheion BW 2017-10-09 13-58-34.jpg|alternativtext=|mini|&amp;#039;&amp;#039;Korenhalle&amp;#039;&amp;#039; des [[Erechtheion]], [[Akropolis]] (5. Jh. v. Chr.)]]&lt;br /&gt;
Eine &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Karyatide&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{elS|καρυάτιδα}} „Frau aus [[Karyai (Lakonien)|Karyai]]“ in [[Lakonien]]) ist eine [[Skulptur]], die eine Frau darstellt. Sie wird in der [[Architektur]] anstelle einer [[Säule]] oder eines [[Pfeiler]]s bei [[Portal (Architektur)|Portalen]] und der [[Fassade]]ngliederung verwendet, hat daher auch eine tragende Funktion. Die Karyatiden tragen [[Bekrönung|Ziergiebel]], [[Architrav]]e, Dächer oder andere Dachelemente. Eine alternative Bezeichnung ist &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Kanephoroi|Kanephore]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (griechisch ‚Korbträgerin‘).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Karyatiden sind ein Sonderfall der [[Kore (Skulptur)|Koren]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
[[Vitruv]] bezog den Begriff „Karyatide“ auf die antike Stadt Karyai in [[Lakonien]] nahe bei [[Sparta]]. Deren Frauen seien versklavt worden und gezwungen worden, Lasten zu tragen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vitruv, &amp;#039;&amp;#039;De architectura&amp;#039;&amp;#039; 1, 1, 5. Hierzu [[Burkhardt Wesenberg]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Kopien der Erechtheionkoren und die Frauen von Karyai&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Jahrbuch des Deutschen Archäologischen Instituts]]&amp;#039;&amp;#039; Band 99, 1984, S. 172–185, hier S. 172.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Antikes Griechenland ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Orna149-Karyatiden-Atlanten.png|miniatur|links|Karyatiden und Atlanten in einem Handbuch der Ornamentik des 19. Jh.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Orna150-Karyatiden.png|miniatur|Karyatiden in einem Handbuch der Ornamentik des 19. Jh.]]&lt;br /&gt;
Die Gleichsetzung der [[Ionische Ordnung|ionischen]] Säule mit dem schlanken Wuchs einer Frau war im [[Antikes Griechenland|antiken Griechenland]] eine geläufige Vorstellung. [[Dorische Ordnung|Dorische]] Säulen wurden mit der kraftvollen Gestalt des Mannes identifiziert; solche männlichen Skulpturen werden als [[Atlant]]en oder [[Kouros|Kouroi]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Karyatide trägt im Unterschied zum Atlanten, der die Hände zur Unterstützung neben dem Kopf hochhält, die Last frei auf dem Kopf. Es gibt auch freistehende Plastiken als Koren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die klassische Form der Kore stellt ein bekleidetes Mädchen dar, das in der Regel mit geschlossenen Beinen (oder den linken Fuß ein wenig vorgesetzt) mit gerader Körperhaltung dasteht. Die Arme hängen oft seitlich an ihrem Körper herab oder ein Arm ist angewinkelt und trägt ein [[Weihgeschenk]]. In der Regel tragen sie einen [[Peplos]] oder einen [[Chiton]]. Dabei erinnern die vertikalen Falten des Gewandes über dem [[Standbein]] an die [[Kannelierung]] der Säulen. Häufig werden diese strengen Falten über ein leichtes Anwinkeln des [[Spielbein]]s aufgelockert. Diese Figuren waren in der Antike meist bemalt, wobei sich die Farbgebung nicht erhalten hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Karyatiden vom [[Erechtheion]] auf der [[Akropolis (Athen)|Akropolis von Athen]] gehören zum [[Reicher Stil|Reichen Stil]]. Diese wiederum waren ein Motiv nahezu in allen späteren Kunstepochen bis zum Ende des 19. Jahrhunderts. Diese Nachahmungen tragen oft das Kennzeichen des [[Manierismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres Beispiel zeigt das im Typus eines [[Antentempel]]s etwa 525 v. Chr. errichtete &amp;#039;&amp;#039;[[Schatzhaus der Siphnier]]&amp;#039;&amp;#039; in [[Delphi]], bei welchem zwei Koren in ionischer Tracht mit dünnem, feinem Chiton und schräg geschnittenem Mäntelchen als Karyatiden die Funktion von Säulen übernehmen und an der nach vorne offenen Gebäudefront den [[Architrav]] des Schatzhauses tragen. Eine Rekonstruktion des Gebäudes ist im [[Archäologisches Museum Delphi|Archäologischen Museum]] in Delphi zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Spätere Entwicklung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Wien-Josefsplatz 01.JPG|miniatur|Karyatiden am Portal des [[Palais Pallavicini]] in Wien (18. Jh.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Neue-galerie-karyatiden-kassel.jpg|miniatur|Karyatiden an der Neuen Galerie in Kassel. Man beachte, wie diese als Skulpturen vom restlichen Bauwerk abgesetzt sind]]&lt;br /&gt;
Karyatiden wurden in der europäischen Architektur im [[Barock]] und im [[Klassizismus]] wieder als Elemente der Gestaltung eingesetzt wie z.&amp;amp;nbsp;B. in [[Schloss Sanssouci]], aber auch später als Bestandteil [[Historismus|historistischer]] [[Architektur]] und Wohnungsgestaltung. &amp;lt;!-- siehe Foto, wird nachgereicht --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[kunsthandwerk]]lichen Bereich sind Karyatiden bei Sitzmöbeln (z.&amp;amp;nbsp;B. „[[Karyatidenhocker]]“ in der [[Afrikanische Kunst|afrikanischen Kunst]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bwoom-gallery.com/Chokwe%20Karyatidenhocker%20Stool%2032115%20Kongo.html |titel=Karyatidenhocker Karyatid Stool Chokwe Tschokwe Kongo Angola |abruf=2024-03-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;), bei Tischen, Leuchten oder [[Wandverkleidung]]en zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{RE|X,2|2247|2252|Karyatides|[[Ernst Robert Fiechter]]||[https://ia800306.us.archive.org/35/items/PWRE20/Pauly-Wissowa_X2_2247.png Digitalisat 1], [https://ia800306.us.archive.org/35/items/PWRE20/Pauly-Wissowa_X2_2251.png 2]}}&lt;br /&gt;
* Ursula Hatje (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Knaurs Stilkunde&amp;#039;&amp;#039;, Band I: &amp;#039;&amp;#039;Von der Antike bis zur Gotik.&amp;#039;&amp;#039; Droemersche Verlagsanstalt Th. Knaur Nachf., München/Zürich 1963, ISBN 3-426-03180-9, S.&amp;amp;nbsp;37&amp;amp;nbsp;ff.&lt;br /&gt;
* Andreas Scholl: &amp;#039;&amp;#039;Die Korenhalle des Erechtheion auf der Akropolis. Frauen für den Staat.&amp;#039;&amp;#039; Fischer Taschenbuch-Verlag, Frankfurt am Main 1998, ISBN 3-596-12640-1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Caryatids|Karyatiden|Sammlung von Bildern}}&lt;br /&gt;
* [https://viamus.uni-goettingen.de/fr/sammlung/ab_rundgang/q/04/09 Die &amp;#039;&amp;#039;Korenhalle&amp;#039;&amp;#039; des Erechtheion in Athen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Antiker Statuentyp]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Säule (Bauteil)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauteil aus Stein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fachbegriff]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architektur der Antike]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frauenskulptur|!]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Tusculum</name></author>
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