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	<title>Kartellverbot - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T01:01:29Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kartellverbot&amp;diff=79746&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;RoBri: Änderungen von ~2026-18042-21 (Diskussion) auf die letzte Version von Wheeke zurückgesetzt</title>
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		<updated>2026-03-23T09:15:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderungen von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/~2026-18042-21&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/~2026-18042-21&quot;&gt;~2026-18042-21&lt;/a&gt; (&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer_Diskussion:~2026-18042-21&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer Diskussion:~2026-18042-21 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Diskussion&lt;/a&gt;) auf die letzte Version von &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Wheeke&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Wheeke (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Wheeke&lt;/a&gt; zurückgesetzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kartellverbot&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird im [[Kartellrecht]] das [[Verbot]] von [[Wettbewerbsbeschränkung|wettbewerbsbeschränkenden]] [[Preisabsprache|Absprachen]] oder [[Vereinbarung]]en zwischen [[Wettbewerb (Wirtschaft)|konkurrierenden]] [[Unternehmen]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Das Kartellverbot dient in einer [[Marktwirtschaft]] der Sicherstellung eines [[funktionsfähiger Wettbewerb|funktionsfähigen Wettbewerbs]] auf den [[Markt|Märkten]]. Dieser Wettbewerb würde durch Wettbewerbsbeschränkungen behindert. Deshalb werden Absprachen oder Vereinbarungen unter Konkurrenten dann als [[Unwirksamkeit|unwirksam]] erklärt, wenn diese eine Wettbewerbsbeschränkung beabsichtigen.&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann May (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der ökonomischen Bildung&amp;#039;&amp;#039;, 2012, S. 339 ({{Google Buch |BuchID=jVV10CSuxssC |Seite=339 |Hervorhebung=Kartellverbot}}).&amp;lt;/ref&amp;gt; Vom Kartellverbot gibt es nur wenige [[#Ausnahmen|Ausnahmen]], die sich auf bestimmte [[Wirtschaftszweig]]e beziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Einhaltung des Kartellverbots wachen in Deutschland das [[Bundeskartellamt]] bzw. die Landeskartellbehörden und auf Unionsebene die [[Europäische Kommission]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtsfragen ==&lt;br /&gt;
Das allgemeine Kartellverbot ergibt sich aus der [[Generalklausel]] des {{§|1|gwb|juris}} [[Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen|GWB]], wonach Vereinbarungen zwischen Unternehmen, Beschlüsse von Unternehmensvereinigungen und aufeinander abgestimmte Verhaltensweisen, die eine Verhinderung, Einschränkung oder Verfälschung des Wettbewerbs bezwecken oder bewirken, verboten sind. Diese abschließende Aufzählung erwähnt als [[Normadressat]]en Unternehmen und [[Unternehmensverbindung|Unternehmensvereinigungen]].&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst Joachim Mestmäcker, Heike Schweitzer: &amp;#039;&amp;#039;Europäisches Wettbewerbsrecht&amp;#039;&amp;#039;, 3. Auflage, 2014, § 9&amp;lt;/ref&amp;gt; Es handelt sich bei dieser Generalklausel um das Kartellverbot im engeren Sinne.&amp;lt;ref&amp;gt;{{BT-Drs|15|3640}} vom 12. August 2004, &amp;#039;&amp;#039;Entwurf eines Siebten Gesetzes zur Änderung des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen&amp;#039;&amp;#039;, S. 23&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kartellverbot erfasst horizontale und vertikale Vereinbarungen. &amp;#039;&amp;#039;Horizontal&amp;#039;&amp;#039; betrifft Vereinbarungen zwischen Unternehmen auf der gleichen Ebene (etwa [[Preisabsprache]]n und [[horizontale Integration]]), &amp;#039;&amp;#039;vertikale&amp;#039;&amp;#039; Abreden gibt es zwischen unterschiedlichen [[Verarbeitungsstufe]]n oder [[Handelsstufe]]n. Das ist etwa der Fall, wenn ein [[Automobilhersteller]] ein Unternehmen auf der vorgelagerten Verarbeitungsstufe (etwa einen [[Zulieferer]]) oder der nachgelagerten Handelsstufe ([[Automobilhandel|Automobilhändler]]) aufkauft ([[vertikale Integration]]).&amp;lt;ref&amp;gt;Mathias Erlei, Matthias Göcke, [[Roland Menges]], [[Notburga Ott]], [[André Schmidt (Wirtschaftswissenschaftler)|André Schmidt]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kompendium der Wirtschaftstheorie und Wirtschaftspolitik III&amp;#039;&amp;#039;, 2019, S. 164 ({{Google Buch |BuchID=FQGQDwAAQBAJ |Seite=164 |Hervorhebung=Kartellverbot}}).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch das Generalklauselprinzip ist eine Unterscheidung zwischen einzelnen Kartellarten überflüssig. [[Normung|Normen-]], [[Typenkartell|Typen-]] oder [[Konditionenkartell]]e haben regelmäßig Auswirkungen, die über den lokalen und regionalen Bereich hinausgehen. Sie sind daher geeignet, den zwischenstaatlichen Handel zu beeinträchtigen. Aufgrund des erweiterten Vorrangs des [[Wettbewerbsrecht (Europäische Union)|europäischen Wettbewerbsrechts]] kann deutsches Recht insoweit nicht vom europäischen Recht abweichen.&amp;lt;ref&amp;gt;BT-Drs. 15/3640 vom 12. August 2004, &amp;#039;&amp;#039;Entwurf eines Siebten Gesetzes zur Änderung des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen&amp;#039;&amp;#039;, S. 26&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus diesen Gründen wurden auch die Regelungen über [[Spezialisierungskartell]]e, [[Strukturkrisenkartell]]e, [[Rationalisierungskartell]]e und [[Einkaufsgemeinschaft]]en aufgehoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Elektrizitätsversorgungsunternehmen|Elektrizitäts-]] und [[Gasversorgungsunternehmen]] dürfen eine [[marktbeherrschende Stellung]] gemäß {{§|29|gwb|juris}} GWB nicht missbrauchen und keine ungünstigeren [[Entgelt]]e oder [[Geschäftsbedingungen]] fordern als Unternehmen auf vergleichbaren Märkten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Marktgegenseite fällt nur dann in den Schutzbereich des Kartellverbots nach § 1 GWB, wenn sich die Absprache oder ein abgestimmtes Verhalten gezielt gegen bestimmte Abnehmer oder [[Lieferant]]en richtet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Rspr|BGHZ 86, 324}}, 330&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus der [[Marktstruktur]] und der Neigung der Anbieter zur Wettbewerbsbeschränkung ergeben sich erhebliche Nachteile für die [[Marktstellung]] des [[Verbraucher]]s.&amp;lt;ref&amp;gt;Günter Petermann: &amp;#039;&amp;#039;Marktstellung und Marktverhalten des Verbrauchers&amp;#039;&amp;#039;, 1963, S. 35 ({{Google Buch |BuchID=SHSoBgAAQBAJ |Seite=36 |Hervorhebung=Marktstellung}}).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirkungen des Verbots ==&lt;br /&gt;
Vereinbarungen und Beschlüsse, die gegen das Kartellverbot verstoßen, sind von Anfang an [[Unwirksamkeit|unwirksam]]. Sind auf der Grundlage einer Vereinbarung, die gegen das Kartellverbot verstößt, Leistungen ausgetauscht worden, so müssen sie unter Umständen nach [[Bereicherungsrecht]] rückabgewickelt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus kann das Bundeskartellamt den beteiligten Unternehmen aufgeben, das verbotene Verhalten einzustellen. Außerdem ist der Verstoß gegen das Kartellverbot [[Ordnungswidrigkeit|ordnungswidrig]] und kann mit Bußgeld bis zu 1.000.000 [[Euro]] ({{§|81c|gwb|juris}} GWB) bzw. bis zu 10 % des (Gesamt-)Unternehmensumsatzes geahndet werden (§ 81c Abs. 2 GWB). Daneben besteht die Möglichkeit, den durch den Verstoß erzielten Mehrerlös abzuschöpfen ({{§|34|gwb|juris}} GWB).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zivilrechtlich schließlich können Unterlassungs- und Schadensersatzansprüche insbesondere von Wettbewerbern in Betracht kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausnahmen ==&lt;br /&gt;
Vom Kartellverbot ausgenommen sind als &amp;#039;&amp;#039;Legalausnahme&amp;#039;&amp;#039; die so genannten „freigestellten Vereinbarungen“ ({{§|2|gwb|juris}} GWB), [[Mittelstandskartell]]e ({{§|3|gwb|juris}} GWB), [[Landwirtschaft]] ({{§|28|gwb|juris}} GWB), die vertikale [[Preisbindung]] von [[Zeitung]]en und [[Zeitschrift]]en ({{§|30|gwb|juris}} GWB) und die [[Wasserversorgungsunternehmen]] ({{§|31|gwb|juris}} GWB).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Europäische Kartellverbote ==&lt;br /&gt;
Deutsche und europäische Kartellverbote können wie folgt gegenübergestellt werden:&amp;lt;ref&amp;gt;Mathias Erlei, Matthias Göcke, Roland Menges, Notburga Ott, André Schmidt (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kompendium der Wirtschaftstheorie und Wirtschaftspolitik III&amp;#039;&amp;#039;, 2019, S. 143&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Regelungsart !! Deutschland (GWB) !! EU-Wettbewerbsrecht (AEUV)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Kartellverbot mit Ausnahmen || {{§|1|gwb|juris}} GWB (horizontale und vertikale Vereinbarungen)&amp;lt;br /&amp;gt; Ausnahmen: {{§|2|gwb|juris}} GWB und {{§|3|gwb|juris}} GWB || {{Art.|101|AEUV|dejure}} AEUV (horizontale und vertikale Vereinbarungen)&amp;lt;br /&amp;gt; mit Ausnahmen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Fusionskontrolle]] || §{{§|35|gwb|juris}} ff. GWB || {{EU-Verordnung|2004|139|titel=vom 20. Januar 2004 über die Kontrolle von Unternehmenszusammenschlüssen}} (Fusionskontrollverordnung)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Missbrauchsverbot für [[marktbeherrschende Stellung]] || {{§|19|gwb|juris}} ff. GWB  || {{Art.|102|AEUV|dejure}} AEUV &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Bekämpfung [[Wettbewerbsbeschränkung#Arten|staatlicher Wettbewerbsbeschränkungen]] || - || {{Art.|106|AEUV|dejure}} AEUV,  {{Art.|107|AEUV|dejure}} AEUV&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Wettbewerbsrecht (Europäische Union)|Wettbewerbsrecht der EU]] wird für die [[EU-Mitgliedstaaten]] mit dem Kartellverbot des {{Art.|101|AEUV|dejure}} Abs. 1 [[AEUV]] dominiert, das mit dem [[Binnenmarkt]] als unvereinbar und verboten ansieht alle Vereinbarungen zwischen Unternehmen, Beschlüsse von Unternehmensvereinigungen und aufeinander abgestimmte [[Marktverhalten|Verhaltensweisen]], welche den Handel zwischen den Mitgliedstaaten zu beeinträchtigen geeignet sind und eine Verhinderung, Einschränkung und Verfälschung des Wettbewerbs bezwecken oder bewirken. Nach der Rechtsprechung des [[EuGH]] erfordert die volle Wirksamkeit des europäischen Kartellverbots, dass grundsätzlich „jedermann“ [[Schadensersatz]] verlangen kann, der ihm durch einen Vertrag, der den Wettbewerb beschränken oder verfälschen kann, oder durch ein entsprechendes Verhalten entstanden ist.&amp;lt;ref&amp;gt;EuGH, Urteil vom 20. September 2001, Az.: C-453/99, Rn. 26 - „Courage Ltd.“ = {{Rspr|GRUR 2002, 367}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|Kartellverbot|TYP=Literatur über}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4140590-0}}&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kartellrecht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Volkswirtschaftslehre]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;RoBri</name></author>
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