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	<title>Kartause Hildesheim - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-10-06T20:13:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Linkfix&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{| cellpadding=&amp;quot;2&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;1&amp;quot; class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot; style=&amp;quot;float: right; width: 307px; margin-left: 1em;&amp;quot;&lt;br /&gt;
!  colspan=&amp;quot;3&amp;quot; | Hildesheim um 1750&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Die alte Kartause&amp;lt;br /&amp;gt;(1388–1632)&lt;br /&gt;
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|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kartause Hildesheim&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein ehemaliges [[Kloster]] der [[Kartäuser]] in [[Hildesheim]] im [[Bistum Hildesheim]] und befindet sich heute innerhalb des [[St. Bernward-Krankenhauses]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die [[Kartause]] „&amp;#039;&amp;#039;Domus Claustri Beatae Mariae&amp;#039;&amp;#039;“ wurde durch Bischof [[Gerhard von Berg|Gerhard]] (Bischof von 1365 bis 1398) gegründet, als Dank für den Sieg über Herzog [[Magnus I. (Braunschweig-Wolfenbüttel)|Magnus I. von Braunschweig-Wolfenbüttel]] in der [[Schlacht von Dinklar]]. Die Stiftungsurkunde wurde am 2. Mai 1388 ausgestellt. Die ersten Mönche kamen aus dem [[Kartäuserkloster Erfurt]].&amp;lt;ref name = &amp;quot;Lorenz&amp;quot;&amp;gt;Sönke Lorenz, Oliver Auge, Robert Zagolla: &amp;#039;&amp;#039;Bücher, Bibliotheken und Schriftkultur der Kartäuser - Festgabe zum 65. Geburtstag von Edward Potkowski&amp;#039;&amp;#039;, Franz Steiner Verlag, Stuttgart 2002, S.&amp;amp;nbsp;139.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Klosteranlage legte man zunächst außerhalb der Stadt Hildesheim an, vor dem „Dammtor“ (einem Tor der [[Dammstadt]]), im Westen der Stadt, auf Grund und Boden der [[Patrizier]]familie „von [[Rössing (Adelsgeschlecht)|Rössing]]“, wo zuvor die [[Bennoburg]] stand. Erst im Jahr 1448 konnte die Kartause volle Eigentümerin des bebauten Grundes werden.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Gerstenberg&amp;quot;&amp;gt;Edmund Koken, [[Hermann Adolf Lüntzel]]: &amp;#039;&amp;#039;Mittheilungen geschichtlichen und gemeinnützigen Inhalts - Zeitschrift für das Fürstenthum Hildesheim und die Stadt Goslar&amp;#039;&amp;#039;, Verlag Gerstenberg, Hildesheim 1832, S.&amp;amp;nbsp;263–267.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 20. Juni 1522 wurde die Kartause durch Einwohner der Stadt Hildesheim während der [[Hildesheimer Stiftsfehde|Stiftsfehde]] in Brand gesteckt. Im Jahr 1542 beschloss der Rat der Stadt, die [[Reformation]] in Hildesheim einzuführen und nach mehrmaliger Plünderung des Klosters in den Jahren 1542 und 1543 zogen sich die Mönche unter ihrem [[Prior]] [[Dietrich Loher]] (um 1495–1554) zunächst nach Köln zurück. Als Loher im Jahr 1543 Prior der [[Kartause Buxheim]] bei [[Memmingen]] wurde, folgten ihm einige Brüder auch nach [[Oberschwaben]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| cellpadding=&amp;quot;2&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;1&amp;quot; class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot; style=&amp;quot;float: right; width: 300px; margin-left: 1em;&amp;quot;&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
{{Lageplan&lt;br /&gt;
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}}&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Die alte Kartause (1388–1632) im Jahr 1586, unten rechts im Bild.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 30. Juli 1545 wurde das Kloster erneut geplündert. Den Klosterschatz und die Dokumente übernahm der Stadtrat. Teile der Gebäude nutzte man als Stadtbefestigung. Erst im Jahr 1613 konnten die Kartäuser das Kloster wieder besiedeln. Am 23. Juli 1626, während des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieges]], zerstörten dänische Truppen und Einwohner Hildesheims die Kartause. Die Gebäude wurden im Jahr 1632 vollständig abgerissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1650er Jahren wurde das Kloster unter Fürstbischof [[Maximilian Heinrich von Bayern|Maximilian Heinrich]] zum besseren Schutz in Gebäude innerhalb der Stadtmauern verlegt, zwischen [[Domhof (Hildesheim)|Domhof]] und Langelinienwall. Dort erfolgte an der heutigen &amp;#039;&amp;#039;Treibestraße&amp;#039;&amp;#039; (früher &amp;#039;&amp;#039;Neue Straße&amp;#039;&amp;#039;) 1659–1663 ein vollständiger Neubau des Klosters, beginnend mit den Gebäuden vorne an der Straße, so dass die Ordensleute am 14. Mai 1663 einziehen konnten. Die nachgotische Kirche wurde 1666 geweiht;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Die Kunstdenkmäler der Provinz Hannover, Bd. II.4 Stadt Hildesheim. Kirchliche Bauten&amp;#039;&amp;#039;. Bearbeitet von Adolf Zeller. Selbstverlag der Provinzialverwaltung, Theodor Schulzes Buchhandlung, Hannover 1911, S. 280–284, hier S. 281.&amp;lt;/ref&amp;gt; der Giebel trägt als Datierung die Jahreszahl &amp;#039;&amp;#039;„1664“&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1708 trat [[Bernhard Aly]], ein sogenannter „[[Beutetürken|Beutetürke]]“, in das Kloster ein. Aly, der bei seiner Taufe den Namen Weißenburg erhielt, nach dem deutschen Namen seiner Heimatstadt [[Belgrad]], war noch 1758 unter dem [[Ordensname]]n &amp;#039;&amp;#039;Pater Josephus&amp;#039;&amp;#039; in der Kartause nachweisbar.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Muhammad Salim Abdullah]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des Islams in Deutschland&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Styria, Graz-Wien-Köln 1981, S.&amp;amp;nbsp;19, ISBN 3-222-11352-1.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:2022, Kartäuserkirche Hildesheim.jpg|mini|Kartäuserkirche und Nordflügel (2022)]]&lt;br /&gt;
Im Jahr 1777 hob man das Kloster auf, nachdem der Hildesheimer Fürstbischof [[Friedrich Wilhelm von Westphalen]], im Einvernehmen mit Papst [[Pius VI.]] und Kaiser [[Joseph II. (HRR)|Joseph II.]], das Vermögen und die Liegenschaften der Kartause zur Verbesserung der Einkünfte des [[Priesterseminar Hildesheim|Priesterseminars]] bestimmt hatte.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Homza&amp;quot;&amp;gt;Martin Homza: &amp;#039;&amp;#039;Mitteleuropäische Kartausen in der Familie des Kartäuserordens&amp;#039;&amp;#039;, Verlag Institut für Anglistik und Amerikanistik der Universität Salzburg, Salzburg 2008, S.&amp;amp;nbsp;34.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Mönche verlegte man in auswärtige Kartausen. Der letzte Prior des Klosters, [[Carl Unkraut]] (1731–1823), ging in die [[Kartause Vogelsang]] bei [[Jülich]], wo er im Jahr 1796 Prior wurde und dort bis zur Auflösung 1802 blieb.&amp;lt;ref&amp;gt;Willi Baumann (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Der katholische Klerus im Oldenburger Land&amp;#039;&amp;#039;, Dialogverlag, Münster 2006, S.&amp;amp;nbsp;536–538.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen Teil der Klosterbibliothek erhielt die [[Dombibliothek Hildesheim|Dombibliothek]]. Die Gebäude wurden zunächst als Priesterseminar, später als [[Armenhaus]] genutzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;Cuno: &amp;#039;&amp;#039;Die Kloster-Anlagen des Mittelalters insbesondere zu Hildesheim&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Deutsche Bauzeitung]], Jg. 20, 1886, Nr. 20 vom 10. März 1886, S. 117–120, hier. S. 120.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 11. Juni 1852 gründete der Hildesheimer Bischof [[Eduard Jakob Wedekin]] im sogenannten „Karthaus“, dem Südflügel der [[Säkularisation|säkularisierten]] Kartause, das heute noch bestehende St. Bernward-Krankenhaus.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://www.hildesheimer-geschichte.de/die-kirche/kl%C3%B6ster/kart%C3%A4userkloster/ Das Kartäuserkloster]&amp;#039;&amp;#039;, auf hildesheimer-geschichte.de (abgerufen am 12. Juli 2022)&amp;lt;/ref&amp;gt; Innerhalb der Anstalt hielt man noch 1886 eine Kartäuser-Mönchswohnung &amp;#039;&amp;#039;„zur Erinnerung an die Bedeutung des Gebäudes völlig erhalten&amp;#039;&amp;#039;.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erhaltene Bauwerke ==&lt;br /&gt;
[[Datei:HildesheimKarthause.JPG|mini|hochkant|Barockportal der Kartause an der Treibestraße (2011)]]&lt;br /&gt;
Die in den 1970er-Jahren wiederhergestellte Kirche des 17. Jahrhunderts sowie mehrere Wirtschaftsgebäude und das barocke Torhaus des Kartäuserklosters an der &amp;#039;&amp;#039;Treibestraße&amp;#039;&amp;#039; sind bauliche Zeugnisse der Hildesheimer Kartause. Über dem Portal des Torhauses befinden sich Skulpturen einer [[Marienbildnis|Strahlenmadonna]], [[Johannes der Täufer|Johannes des Täufers]] und des Heilige [[Bruno von Köln]], Gründer des Ordens der Kartäuser. Die Gebäude werden heute vom benachbarten St.&amp;amp;nbsp;Bernward Krankenhaus genutzt; die alte Klosterkirche wurde zur Krankenhauskirche und ist dem Patrozinium „Maria Heil der Kranken“ geweiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
(chronologisch)&lt;br /&gt;
* Cuno: &amp;#039;&amp;#039;Die Kloster-Anlagen des Mittelalters insbesondere zu Hildesheim&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Deutsche Bauzeitung]], Jg. 20, 1886, Nr. 20 vom 10. März 1886 ([https://opus4.kobv.de/opus4-btu/frontdoor/deliver/index/docId/1615/file/db1886_H._18_26.pdf Digitalisat auf opus4.kobv.de], abgerufen am 14. Juli 2022), S. 117–120.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Kunstdenkmäler der Provinz Hannover, Bd. II.4 Stadt Hildesheim. Kirchliche Bauten&amp;#039;&amp;#039;. Bearbeitet von [[Adolf Zeller]]. Selbstverlag der Provinzialverwaltung, Theodor Schulzes Buchhandlung, Hannover 1911, S. 280–284. ([[iarchive:p4diekunstdenkml02hann/page/280/mode/2up|Digitalisat auf archive.org]], abgerufen am 28. Juni 2022.)&lt;br /&gt;
* Friedrich Eymelt: &amp;#039;&amp;#039;Zur Geschichte der Hildesheimer Kartause&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Die Diözese Hildesheim in Vergangenheit und Gegenwart – Jahrbuch des Vereins für Heimatkunde im Bistum Hildesheim&amp;#039;&amp;#039;, Band&amp;amp;nbsp;55 (1987), S.&amp;amp;nbsp;79–88.&lt;br /&gt;
* [[Gerhard Schlegel (Historiker)|Gerhard Schlegel]]: &amp;#039;&amp;#039;Anmerkungen zur Geschichte der Kartause Hildesheim&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Die Diözese Hildesheim in Vergangenheit und Gegenwart – Jahrbuch des Vereins für Heimatkunde im Bistum Hildesheim&amp;#039;&amp;#039;, Band&amp;amp;nbsp;56 (1988), S.&amp;amp;nbsp;7–17.&lt;br /&gt;
* Harald Goder: &amp;#039;&amp;#039;Die Aufhebung der Kartause Hildesheim im Jahre 1777&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Die Kartäuser im 17. und 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert – Akten des VIII. Internationalen Kongresses für Kartäuserforschung&amp;#039;&amp;#039;, Ittingen 1988, S.&amp;amp;nbsp;185–211.&lt;br /&gt;
* [[Sönke Lorenz]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Bücher, Bibliotheken und Schriftkultur der Kartäuser – Festgabe zum 65. Geburtstag von Edward Potkowski&amp;#039;&amp;#039;, Franz Steiner Verlag, Stuttgart 2002, ISBN 3-515-08093-7.&lt;br /&gt;
* Harald Goder: &amp;#039;&amp;#039;Hildesheim&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Monasticon Cartusiense.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. Gerhard Schlegel, [[James Lester Hogg|James Hogg]], Band&amp;amp;nbsp;2, Salzburg 2004, 740–747.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Kartause Hildesheim}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.landesgeschichte.uni-goettingen.de/kloester/website/artikel.php?id=380 Aaron Schwarz: &amp;#039;&amp;#039;Hildesheim - Kartäuser&amp;#039;&amp;#039;], auf landesgeschichte.uni-goettingen.de (abgerufen am 12. Juli 2022)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[https://www.hildesheimer-geschichte.de/die-kirche/kl%C3%B6ster/kart%C3%A4userkloster/ Das Kartäuserkloster]&amp;#039;&amp;#039;, auf hildesheimer-geschichte.de (abgerufen am 12. Juli 2022)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[http://inschriften.germania-sacra.de/kloester/kartause-hildesheim/ Kartause Hildesheim]&amp;#039;&amp;#039;, auf inschriften.germania-sacra.de (abgerufen am 12. Juli 2022)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hinweis Seiten-Koordinaten|linked=1}}&lt;br /&gt;
{{Coordinate|article=/|NS=52.147079|EW=9.948313|type=landmark|region=DE-NI}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Hildesheim Kartause}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Kartäuserkloster in Deutschland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Kloster in Niedersachsen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchengebäude in Hildesheim|Kartause]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klostergründung 1388|Hildesheim]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aufgelöst 1777]]&lt;/div&gt;</summary>
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