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	<title>Karrenstrafe - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Karrenstrafe&amp;diff=1058719&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;R2Dine: link</title>
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		<updated>2025-02-02T16:38:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;link&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Karrenstrafe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war eine Arbeitsstrafe im 17. Jahrhundert. Sie ist nicht mit der [[Kettenstrafe]] zu verwechseln. Von einigen Autoren wird sie als Vorform der [[Freiheitsstrafe]] angesehen, von anderen als Art der [[Körperstrafe|Leibesstrafen]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;WS&amp;quot;&amp;gt; [[Wolfgang Schild (Rechtshistoriker)|Wolfgang Schild]], &amp;#039;&amp;#039;Handwörterbuch zur deutschen Rechtsgeschichte&amp;#039;&amp;#039;, 2. überarbeitete und erweiterte Auflage, Band II, Spalten 1654–1656 &amp;lt;/ref&amp;gt; Zu dieser Strafe wurden zu Beginn vor allem männliche junge, arbeitsfähige Bettler, später Diebe, Ehebrecher und Körperverletzer verurteilt. Frauen wurde selten zur Karrenstrafe verurteilt, dann in der Regel wegen kleinerer Diebstähle und Sittlichkeitsvergehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WS&amp;quot;/&amp;gt; Die zur Karrenstrafe führenden Delikte wurden mit der Zeit ausgeweitet, wie auch die zu verrichtenden Arbeiten ausgeweitet wurden. Zu Beginn waren es Reinigung der Gassen und Ausbesserung der Stadtgräben, später kamen Arbeiten für den [[Festungshaft|Festungs-]], Werft- und Hafenbau hinzu.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WS&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
Die Strafe wurde allmählich von der [[Arbeitshaus]]- und [[Zuchthaus]]strafe abgelöst. In Hamburg schon 1629, in Hannover hingegen erst 1840.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WS&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
Anfang des 18. Jahrhunderts wurde sie in Württemberg abgeschafft und 1740 zwar wieder eingeführt, konnte sich aber nicht mehr durchsetzen.&amp;lt;ref&amp;gt; [[Friedrich Merzbacher]], &amp;#039;&amp;#039;Handwörterbuch zur deutschen Rechtsgeschichte&amp;#039;&amp;#039;, 1. Auflage, hrsg. von Adalbert Erler, Band 2, Spalte 659, Berlin 1978 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das geflügelte Wort: „in der Karre gehen“, leitet sich hiervon ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Karrenstrafe war eine Arbeits-, [[Freiheitsstrafe|Freiheits-]] und [[Ehrenstrafe]]. So bemerkte schon [[Immanuel Kant|Kant]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|… ein jeder solle die Freiheit der Wahl zwischen dem Tode und der Karrenstrafe haben so sage ich, der ehrliche Mann wählt den Tod, der [[Schelm#Ursprüngliche Bedeutung|Schelm]] aber die Karre; so bringt es die Natur des menschlichen Gemüts mit sich. Denn der erstere kennt etwas, was er noch höher schätzt, als selbst das Leben: nämlich die [[Ehre]]; der andere hält ein mit [[Schande]] bedecktes Leben doch immer noch für besser, als gar nicht zu sein (animam praeferre pudori.&amp;lt;ref&amp;gt;das Leben der Ehre vorziehen.&amp;lt;/ref&amp;gt; Juven.)&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Kant, Immanuel (Sammlung)&amp;#039;&amp;#039;. Werkausgabe. Band 8: &amp;#039;&amp;#039;Die Metaphysik der Sitten&amp;#039;&amp;#039;. Herausgegeben von Wilhelm Weischedel, Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main. 5.&amp;amp;nbsp;Auflage 1982.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch im modernen deutschen [[Jugendstrafrecht (Deutschland)|Jugendstrafrecht]] kann das Gericht gemeinnützige Arbeit als Auflage ({{§|15|jgg|juris}} JGG) oder Weisung ({{§|10|jgg|juris}} JGG) anordnen. Im deutschen Strafrecht, das für Erwachsene gilt, gibt es keine Verurteilung zum Arbeiten, in den Strafvollzugsanstalten gilt aber eine generelle Pflicht der Häftlinge im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu arbeiten ({{§|41|StVollzG|juris}} StVollzG).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wolfgang Schild, &amp;#039;&amp;#039;Handwörterbuch zur deutschen Rechtsgeschichte&amp;#039;&amp;#039;, 2. überarbeitete und erweiterte Auflage, Band II, Spalten 1654–1656, ISBN 978-3-503-16699-2 &lt;br /&gt;
* John Howard, &amp;#039;&amp;#039;State of the Prisons in England and Wales&amp;#039;&amp;#039;, 1777&lt;br /&gt;
* [[Robert von Hippel]], &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Geschichte der Freiheitsstrafe&amp;#039;&amp;#039; in [[Zeitschrift für die gesamte Strafrechtswissenschaft]] 18, 1898&lt;br /&gt;
* Gustav Jacoby, &amp;#039;&amp;#039;Ueber die Strafe „Bremerholm“ und die Karrenarbeit in Schleswig-Holstein bei Strandvergehen&amp;#039;&amp;#039; in [[Zeitschrift der Gesellschaft für Schleswig-Holsteinische Geschichte]], [https://digitalisate.sub.uni-hamburg.de/recherche/detail?tx_dlf%5Bid%5D=29816&amp;amp;tx_dlf%5Bpage%5D=1&amp;amp;tx_dlf_tableofcontents%5Baction%5D=main&amp;amp;tx_dlf_tableofcontents%5Bcontroller%5D=TableOfContents&amp;amp;cHash=44d8b6fe5f61128c2ff1b89b6392d8e1 59. Band 1930], S. 461&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Strafrechtsgeschichte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;R2Dine</name></author>
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