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	<title>Karpen - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T14:15:18Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Karpen&amp;diff=903964&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Drekamu: HC: Ergänze Kategorie:Daker</title>
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		<updated>2025-06-16T23:31:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:HC&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:HC (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;HC&lt;/a&gt;: Ergänze &lt;a href=&quot;/index.php/Kategorie:Daker&quot; title=&quot;Kategorie:Daker&quot;&gt;Kategorie:Daker&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Roman Empire 125 de.svg|mini|hochkant=2|Römisches Reich und benachbarte Stämme um 125 n.&amp;amp;nbsp;Chr.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Karpen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{laS|Carpi}} oder &amp;#039;&amp;#039;{{lang|la|Carpiani}}&amp;#039;&amp;#039;) waren ein antikes Volk in Südosteuropa. Als Erster erwähnte sie [[Claudius Ptolemaeus]] in seiner zwischen 130 und 148 geschriebenen &amp;#039;&amp;#039;[[Geographia]]&amp;#039;&amp;#039; als {{lang|grc|Καρπιάνοι}} &amp;#039;&amp;#039;({{lang|grc-Latn|Karpiánoi}})&amp;#039;&amp;#039; und zugleich auch das Gebirge der [[Karpaten]] als {{lang|grc|Καρπάτης ὄρος}} &amp;#039;&amp;#039;({{lang|grc-Latn|Karpátēs oros}})&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Charakterisierung ==&lt;br /&gt;
Ihre Zuordnung ist strittig. Sie können einen [[Daker|dakischen]], einen [[Germanen|germanischen]] oder einen [[Sarmaten|sarmatischen]] und damit [[Iranische Sprachen|iranischen]] Dialekt gesprochen haben. In Quellen aus der römischen Kaiserzeit ist zu lesen, dass außerhalb des römisch beherrschten Teils von [[Dakien]] Daci, Costoboci und Carpi lebten. Trotz dieser Gegenüberstellung fassen manche neueren Historiker diese Stämme als &amp;#039;&amp;#039;freie Daker&amp;#039;&amp;#039; zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In römischen Kriegsberichten vor 240 wurden die Carpi nicht hervorgehoben. Ab Mitte des 3.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts, als die inzwischen aus dem Weichselraum in den Westen der heutigen Ukraine gezogenen [[Goten]] anfingen, Raubzüge auf [[Römisches Reich|römisches Gebiet]] zu vollführen, wurden auch die Carpi in Quellen erwähnt und zusammen mit anderen Invasoren als &amp;#039;&amp;#039;Skythai&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet ([[Skythen]]), was vor allem dem klassizistischen Ansatz römischer Autoren wie [[Publius Herennius Dexippus]] geschuldet war (siehe auch [[Reichskrise des 3. Jahrhunderts]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem [[spätantike]]n Geschichtsschreiber [[Jordanes]] zufolge waren sie „ein kriegerisches Geschlecht, den Römern oft feindlich gesinnt“. Ihre Überfälle führten sie im Bunde mit germanischen oder auch sarmatischen Völkern durch, so den [[Roxolani]], [[Bastarnae]] und Goten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allianz des Gotenkönigs Kniva ==&lt;br /&gt;
[[Datei:GothicInvasions250-251-en.svg|miniatur|hochkant=1.3|Züge der „skythischen“ Allianz der Goten 250–251]]&lt;br /&gt;
[[Philippus Arabs]] erzwang auf einem Feldzug an die Donaugrenze 247 mit den Karpen in Dakien einen Friedensschluss und nahm daraufhin als erster römischer Kaiser den Triumphalbeinamen &amp;#039;&amp;#039;Carpicus&amp;#039;&amp;#039; an. Sein Feldherr und kaiserlicher Nachfolger [[Decius (Kaiser)|Decius]] konnte 248 ihren Überfall auf die [[römische Provinz]] &amp;#039;&amp;#039;[[Moesia inferior]]&amp;#039;&amp;#039; (Niedermösien) beenden. Aber 250/251 plünderte eine Allianz „skythischer Stämme“ (also Goten und andere Gruppen) unter dem Gotenkönig [[Kniva]] zunächst [[Cluj-Napoca|Napoca]], belagerten dann [[Nikopol (Bulgarien)|Nikopolis]], von wo ein römisches Heer unter Decius sie vertrieb und bereiteten schließlich in der [[Schlacht von Abrittus]] diesem Heer eine vernichtende Niederlage, bei der Decius und sein Sohn den Tod fanden. Trotz einzelner römischer Siege erstarkte die Allianz unter Kniva immer mehr und unternahm Kriegs- und Beutezüge durch [[Illyrien]], nach Athen, das sie in ihre Gewalt brachten, sowie bis nach Italien, wo der Senat Notmaßnahmen zur Sicherung der Stadt Rom ergreifen musste. Verstärkt durch [[Bastarnen]] und [[Heruler]] bauten die verbündeten Stämme sogar an der Mündung des Tyras ([[Dnjestr]]) eine Schwarzmeerflotte, mit der sie – vergeblich – &amp;#039;&amp;#039;[[Moesia]]&amp;#039;&amp;#039; (Mösien) angriffen und 269 durch den [[Bosporus]] fuhren, um [[Thessaloniki]] zu belagern. Erst danach gelang es römischen Truppen, die Invasoren nach Dakien zurückzudrängen, und nach zwei aufeinander folgenden Siegen des Kaisers [[Claudius Gothicus]] zerfiel die Allianz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Römische Föderaten ==&lt;br /&gt;
Der Nachfolger des Claudius, [[Aurelian]], bekam die Carpi mit einem Sieg im Jahre 272 in den Griff und erhielt dafür vom Senat den Ehrennamen &amp;#039;&amp;#039;Carpicus&amp;#039;&amp;#039;. Er siedelte gefangene Carpi bei Sopiana (neuzeitlich ungarisch: [[Pécs]] und deutsch Fünfkirchen) in [[Pannonien]] an, entschied sich aber wenig später, die Provinz Dakien aufzugeben, woraufhin sich ein großer Teil der Carpi dort niederließ. [[Diokletian]], der 284–305 regierte, disziplinierte die Carpi erneut  mit Umsiedlungen und erhielt dafür 299 den Beinamen &amp;#039;&amp;#039;Carpicus Maximus&amp;#039;&amp;#039;. Später wurden sie wieder unruhig. [[Konstantin der Große|Kaiser Konstantin]] ließ in seiner Regierungszeit große Erdwälle anlegen, um unkontrollierte Stämme in den Bergen von den in der pannonischen Ebene angesiedelten Föderaten fernzuhalten. Nach seinem Tode brachten die gotischen [[Terwingen]] die [[Walachei (Region)|walachische]] Ebene unter ihre Kontrolle. Ob sie auch Herrschaft über die Carpi gewannen oder diese unabhängig wurden, ist unbekannt. Der Geschichtsschreiber [[Zosimos]] schrieb um 500 n. Chr., dass [[Theodosius I.]], Kaiser von 379 bis 395, die [[Hunnen]], [[Skiren]] und &amp;#039;&amp;#039;Karpodaker&amp;#039;&amp;#039; zurückschlug. Dem etwa 340–390 lebenden [[Chronist]]en [[Eutropius (Historiker)|Eutropius]] zufolge wurde eine große Zahl als [[foederati]] in den Grenzgebieten angesiedelt. Zosimos’ Erwähnung der Carpodaci für das späte 4. Jahrhundert ist ihre letzte literarische Spur. Es ist möglich, dass der Name der [[Karpaten]] von ihnen abgeleitet ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* [[Ammianus Marcellinus]] &amp;#039;&amp;#039;Res Gestae&amp;#039;&amp;#039; (zirka 395 AD)&lt;br /&gt;
* [[Eutropius (Historiker)]] &amp;#039;&amp;#039;[[Breviarium ab urbe condita]]&amp;#039;&amp;#039; (zirka 369)&lt;br /&gt;
* Anonymus: &amp;#039;&amp;#039;[[Historia Augusta]]&amp;#039;&amp;#039; (zirka 400)&lt;br /&gt;
* [[Jordanes]] &amp;#039;&amp;#039;[[Getica]]&amp;#039;&amp;#039; (6. Jahrhundert)&lt;br /&gt;
* [[Claudius Ptolemaeus]] &amp;#039;&amp;#039;[[Geographia]]&amp;#039;&amp;#039; (zirka 140)&lt;br /&gt;
* [[Sextus Aurelius Victor]] &amp;#039;&amp;#039;De Caesaribus&amp;#039;&amp;#039; (zirka 380)&lt;br /&gt;
* [[Tacitus]] &amp;#039;&amp;#039;[[Germania (Tacitus)|Germania]]&amp;#039;&amp;#039; (zirka 100)&lt;br /&gt;
* [[Zosimos]] &amp;#039;&amp;#039;Historia Nova&amp;#039;&amp;#039; (zirka 500)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Klaus-Peter Johne]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Zeit der Soldatenkaiser.&amp;#039;&amp;#039; 2 Bände. Akademie Verlag, Berlin 2008.&lt;br /&gt;
* {{RE|III,2|1608|1610|Carpi 1|[[Carl Patsch]]|RE:Carpi 1}}&lt;br /&gt;
* [[Herwig Wolfram]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Goten.&amp;#039;&amp;#039; 4. Auflage. Beck, München 2001.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Gheorghe-Alexandru Niculescu |url=http://www.caorc.org/programs/mellonpubs/Nichulescu.pdf |titel=Nationalism and the Representation of Society in Romanian Archaeology |hrsg=Council of American Overseas Research Centers |datum=2005-02-17 |sprache=en |format=pdf, 176&amp;amp;nbsp;kB |archiv-url=https://web.archive.org/web/20110716103029/https://www.caorc.org/programs/mellonpubs/Nichulescu.pdf |archiv-datum=2011-07-16 |abruf=2019-10-02 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Gerhard Köbler |url=http://www.koeblergerhard.de/germanistischewoerterbuecher/indogermanischeswoerterbuch/idgG.pdf |titel=Indogermanisches Wörterbuch |hrsg=3. Auflage |datum=2003 |format=pdf, 450&amp;amp;nbsp;kB |archiv-url=https://web.archive.org/web/20050530112156/http://www.koeblergerhard.de/germanistischewoerterbuecher/indogermanischeswoerterbuch/idgG.pdf |archiv-datum=2005-05-30 |abruf=2019-10-02 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Gudmund Schütte |url=http://www.archive.org/stream/ptolemysmapsofno00schrich/ptolemysmapsofno00schrich_djvu.txt |titel=Ptolemy’s maps of northern Europe, a reconstruction of the prototypes |hrsg=Kgl. Dänische Geografische Gesellschaft |datum=1917 |sprache=en |kommentar=Text, Layout leider verstümmelt |archiv-url= |archiv-datum= |abruf=2019-10-02 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Völkerwanderung (Südosteuropa)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historische europäische Ethnie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Antike Ethnie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Daker]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Drekamu</name></author>
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