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	<title>Karosta - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;M Huhn: Quellennachweis</title>
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		<updated>2025-12-18T13:15:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Quellennachweis&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Ort in Lettland&lt;br /&gt;
|Name DE    = &lt;br /&gt;
|Name LV    = Karosta&lt;br /&gt;
|Wappen     = &lt;br /&gt;
|lat_deg    = 56 | lat_min = 33 | lat_sec = 00&lt;br /&gt;
|lon_deg    = 21 | lon_min = 00 | lon_sec = 20&lt;br /&gt;
|Gebiet     = Kurland&lt;br /&gt;
|Landkreis  = Republik-Stadt Liepāja&lt;br /&gt;
|Fläche     = &lt;br /&gt;
|Einwohner  = 7500&lt;br /&gt;
|Stand      = 2009-07-01&lt;br /&gt;
|Höhe       = &lt;br /&gt;
|Stadtrecht = &lt;br /&gt;
|Website    = www.liepaja.lv&lt;br /&gt;
|Bild1      = Liepaja fortress (battery 1) (2).jpg&lt;br /&gt;
|Bildbeschreibung1 = ehemaliges Fort&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Karosta&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von [[Lettische Sprache|lettisch]] „kara osta“ für [[Marinestützpunkt|Kriegshafen]]) ist ein Stadtteil im Norden der [[Kurland|kurländischen]] Stadt [[Liepāja]] in [[Lettland]]. Er umfasst etwa ein Drittel der Stadtfläche und war Kriegshafen des [[Russisches Kaiserreich|Russischen Reiches]] sowie der [[Sowjetunion]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Karosta wurde auf Geheiß von [[Alexander III. (Russland)|Zar Alexander III]] als Stützpunkt der [[Baltische Flotte|Russischen Ostseeflotte]] angelegt. Für die Ortswahl ausschlaggebend war die Nähe zur [[Deutsches Kaiserreich|deutschen]] Grenze bei [[Nemirseta|Nimmersatt]] und die ganzjährige Eisfreiheit des Hafens. Die Arbeiten begannen 1890, die Grundsteinlegung erfolgte 1893.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mare 22&amp;quot;&amp;gt;Wiktor Wladimirowitsch Jerofejew: &amp;#039;&amp;#039;Karosta oder: Die Winde des Wechsels&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Mare&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 173, 12/2025, S. 22.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zar Alexander Sohn [[Nikolaus II. (Russland)|Nikolai II]] gab ihm nach dessen Tod 1894 den Namen „Hafen Alexanders des III.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts bildete Kara-Osta einen eigenen [[Russland|russischen]] [[Militär]]stadtteil. Eine eigene [[Post]], die größte [[orthodoxe Kirche]] in [[Lettland]], eigene Energieversorgung und eine umfassende [[Infrastruktur]] veranschaulichen die Sonderrolle Karostas. Beispielsweise kostete eine [[Postkarte]] von Kara-Osta nach Liepāja mit drei [[Kopeken]] ebenso viel wie nach [[Wladiwostok]] kurz vor der [[korea]]nischen [[Grenze]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende des Zarenreiches nutzten die Armee und die Marine der [[Geschichte Lettlands#Die Gründung der Republik Lettland 1918 und die Zwischenkriegszeit|Republik Lettland]] das nun „Karosta“ genannte Areal. Dort befanden sich das Kommando und der [[Stab (Militär)|Stab]] der Division „[[Kurland|Kurzeme]]“, zwei Infanterieregimenter und ein Artillerieregiment.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der [[Sowjetische Besetzung Lettlands 1940|ersten Besetzung Lettlands durch die Sowjetunion]] besetzten rund 4000 Soldaten der [[Rote Armee|Roten Armee]] und der sowjetischen Kriegsmarine Karosta.&amp;lt;ref&amp;gt;Andžils Remess, Juris Raķis: &amp;#039;&amp;#039;Noslēpumainā karosta&amp;#039;&amp;#039;. Latvijas Mediji, Riga 2019, S. 100–108.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im weiteren Verlauf des Zweiten Weltkrieges eroberte die Wehrmacht am 28. Juni 1941 Karosta und hielt es bis zum Kriegsende besetzt. Mit dem Kriegsende folgte die [[Geschichte Lettlands#Die zweite Besetzung Lettlands durch die Sowjetunion 1944/1945|zweite Besetzung Lettlands durch die Sowjetunion]]. Die Rote Armee ließ massiv den Kriegshafen ausbauen, unter anderem als U-Boot-Basis der [[Sowjetische Marine|Sowjetischen Marine]]. Für die Familien des Soldaten und Matrosen wurden [[Plattenbau]]ten errichtet. Die Einwohnerzahl von Karosta stieg auf rund 25.000. Karosta wurde von Liepāja abgeschottet und erhielt ein separates  Elektrizitätswerk, eine separate Wasserversorgung, eigene Schulen usw. Die die Angehörigen der sowjetischen Streitkräfte wurden oftmals besser versorgt als die lettische Bevölkerung Liepājas. Aus Gründen der militärischen Sicherheit war Liepāja in sowjetischen Karten teilweise nicht verzeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Auflösung der Sowjetunion wurden Estland, Lettland und Litauen wieder unabhängig, die Sowjets mussten abziehen. Am 1. Juni 1994 verließen entsprechend dem russisch-lettischen Abkommen die letzten russischen Kriegsschiffe den Marinestützpunkt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mare 22&amp;quot; /&amp;gt; Nach Verlegung der etwa 20.000 bis 26.000 [[Rote Armee|sowjetischen Soldaten]] aus der ehemaligen Hauptbasis der [[Baltische Flotte|Russischen Ostseeflotte]] mit ihren etwa 30 [[Atom-U-Boot]]en und 140 [[Kriegsschiff]]e wurde Karosta ein verwahrloster und nur zu etwa einem Drittel bewohnter [[Stadtteil]] Liepājas. Chemische Kampfmittel und radioaktiver Abfall der Marinebasis sollen vor dem sowjetischen Abzug zwischen 1989 und 1992 noch in der Ostsee vor [[Gotland]] versenkt worden sein.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Frankfurter Rundschau&amp;#039;&amp;#039;, 5. Februar 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Versunkenes Fort am Strand von Karosta.jpg|mini|Versunkenes Fort am Strand von Karosta]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Forts, der Kara-Osta-Kanal und die „drehbare Eisenbrücke“ ==&lt;br /&gt;
Die von 1893 bis 1906 errichteten [[Fort]]s (im Norden) wurden 1914 aufgegeben und werden seitdem von den Wellen abgetragen. Diese Forts und der Kanal waren die ersten Bauten Karostas. Ähnliche Forts entstanden im gesamten [[Russisches Kaiserreich|Russischem Reich]], auch in [[Lüshunkou|Port Arthur]] (heute ein Ortsteil von [[Dalian]] und [[China]]s zweitgrößter [[Hafen]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Seitenarm des [[Kanal (Wasserbau)|Kanals]] ist für Schiffe und U-Boote vorgesehen. Daneben existieren Docks und Werften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Kalpaka tilts 1.JPG|mini|hochkant|Doppelte drehbare Eisenbrücke]]&lt;br /&gt;
Die Kalpaka-Brücke, benannt nach [[Oskars Kalpaks]], führt über den Kanal und verbindet Karosta mit Liepāja. Sie wurde ab 1903 erbaut, 1906 fertiggestellt und gilt als ein Beispiel der Ingenieurskunst des frühen 20. Jahrhunderts.&amp;lt;ref&amp;gt;Gunārs Silakaktiņš: &amp;#039;&amp;#039;Karosta&amp;#039;&amp;#039;. Liepājas TIC, Liepāja 2008, S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie ist die einzige [[Drehbrücke]] in Lettland und ist – mit kurzen Unterbrechungen – noch immer in Betrieb. Nach einer Schiffskollision Mitte 2006 war sie vorübergehend nicht nutzbar und wurde bis 2009 erneuert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nord-Pier ==&lt;br /&gt;
Das Nord-Pier entstand mit dem Kanal und ist etwa zwei Kilometer lang. Etwa zwei Jahre wurde daran gebaut. Von dort hat man einen guten Ausblick auf den Hafen. Der Ort ist bei den Einwohnern und Gästen Liepājas beliebt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dom St. Nikolaus ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Karosta church.JPG|mini|links|hochkant|Dom St. Nikolaus]]&lt;br /&gt;
Der orthodoxe [[Kathedrale zu Karosta|Dom St. Nikolaus]] ist eines der Wahrzeichen von Karosta. Architekten waren Sergei Gelensowski und [[Wassili Antonowitsch Kossjakow|Wassili Kossjakow]] aus Petersburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kathedrale ist die größte orthodoxe Kirche in [[Lettland]] und der höchste Kuppelbau im [[Baltikum]].&amp;lt;ref&amp;gt;Jochen Könnecke, Vladislav Rubzov: &amp;#039;&amp;#039;Lettland. Mit Stadtführer Riga&amp;#039;&amp;#039;. DuMont-Reiseverlag, Ostfildern 2005, ISBN 3-7701-6386-9, S. 143.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Einweihung erfolgte 1903 in Anwesenheit von Zar [[Nikolaus II. (Russland)]].&amp;lt;ref&amp;gt;Wiktor Wladimirowitsch Jerofejew: &amp;#039;&amp;#039;Karosta oder: Die Winde des Wechsels&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Mare&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 173, 12/2025, S. 24.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gefängnis ==&lt;br /&gt;
Das [[Gefängnis]] von Karosta in der Invalīdu Straße 4 wurde Anfang des 20. Jahrhunderts errichtet. Anfangs war es als [[Lazarett|Kriegsspital]] geplant, wurde jedoch nie derart verwendet. Schon 1905 saßen im Gefängnis die Seeleute der [[Garnison]], die an den revolutionären Ereignissen teilgenommen hatten. Später diente der Bau als Gefängnis der Hauptwache sowohl für die [[Rote Armee|Sowjetarmee]] als auch für Marinetruppen der [[Lettische Nationale Streitkräfte|lettischen Armee]]. Die von Sträflingen hinterlassenen letzten Spuren an den Zellenwänden stammen noch von 1997. Heute lässt sich gegen eine geringe Gebühr die Hauptwache besichtigen und es werden Aufführungen „Hinter Gittern“ angeboten. Für Besucher besteht die Möglichkeit, in einer Zelle zu übernachten und in einer Kantine sowjetischer Art zu speisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Gunārs Silakaktiņš: &amp;#039;&amp;#039;Karosta&amp;#039;&amp;#039;. Liepājas TIC, Liepāja 2008 (lettisch).&lt;br /&gt;
* Andžils Remess, Juris Raķis: &amp;#039;&amp;#039;Noslēpumainā karosta&amp;#039;&amp;#039;. Latvijas Mediji, Riga 2019, ISBN 978-9934-15-691-5 (lettisch).&lt;br /&gt;
* [[Wiktor Wladimirowitsch Jerofejew]]: &amp;#039;&amp;#039;Karosta oder: Die Winde des Wechsels&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Mare (Zeitschrift)|Mare]], Nr. 173, 12/2025, S. 12–25.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://www.deutschlandfunk.de/der-knast-liepaja-karosta-ein-lost-place-in-lettland-dlf-826b0016-100.html &amp;#039;&amp;#039;Der Knast Liepaja Karosta – Ein „Lost Place“ in Lettland&amp;#039;&amp;#039;]. Reportage von Michael Magercord. Deutschlandfunk, gesendet am 1. Dezember 2024, abgerufen am 5. Dezember 2024.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort in Lettland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Liepāja]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;M Huhn</name></author>
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