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	<title>Karol Libelt - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Karol_Libelt&amp;diff=1986790&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Auchwaswisser: Grammatik+Interpunktion</title>
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		<updated>2026-04-13T13:53:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Grammatik+Interpunktion&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Karol Libelt.PNG|miniatur|Karol Fryderyk Libelt]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Karol Fryderyk Libelt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{DeS}} &amp;#039;&amp;#039;Karl Friedrich Liebelt&amp;#039;&amp;#039;) (* [[8. April]] [[1807]] in [[Posen]]; † [[9. Juni]] [[1875]] in [[Brdów]]) war ein deutsch-polnischer Publizist, Wissenschaftler, Politiker und Revolutionär.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Frühe Jahre ==&lt;br /&gt;
Libelt studierte zwischen 1826 und 1830 [[Klassische Philologie]], [[Philosophie]], [[Mathematik]] und [[Naturwissenschaften]] in [[Berlin]]. Bereits in seiner Studienzeit engagierte er sich politisch im demokratischen Flügel der &amp;#039;&amp;#039;Polnischen Jugend&amp;#039;&amp;#039; in Berlin. Er war Mitbegründer der Gesellschaft der &amp;#039;&amp;#039;Polnischen Bibliothek&amp;#039;&amp;#039; in Berlin. Das Studium beendete er mit der [[Promotion (Doktor)|Promotion]] zum Dr. phil. In der Folgezeit unternahm er eine Forschungsreise nach [[Göttingen]], [[Heidelberg]], [[Brüssel]] und [[Paris]]. Er arbeitete daneben als Korrespondent für die &amp;#039;&amp;#039;Gazeta W. Ks. Poznańskiego&amp;#039;&amp;#039; aus Posen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1831 nahm er am polnischen [[Novemberaufstand]] teil. Er diente zunächst als Soldat bei der Artillerie und stieg zum Unteroffizier und schließlich zum Unterleutnant auf. Nach dem Ende des Aufstandes wurde er in [[Troppau]] interniert. Im Jahr 1832 wurde er zu neun Monaten [[Festungshaft]] wegen der Beteiligung am Aufstand verurteilt, die er in der [[Magdeburg]]er [[Festung Magdeburg|Festung]] verbüßte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Publizistisches und wissenschaftliches Wirken ==&lt;br /&gt;
Seit 1832 lebte Libelt als wissenschaftlicher und politischer Publizist in Posen. Im Jahr 1833 kam es zu einem Strafverfahren gegen ihn wegen politischer Vergehen. Er wurde in zweiter Instanz freigesprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach war er bis 1835 Pächter des Gutes Ulejno. Seit 1838 war er außerdem Mitarbeiter verschiedener Zeitschriften in [[Warschau]] und Posen. Im Jahr 1840 wurde er Redakteur der Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Tygodnik Literacki&amp;#039;&amp;#039; (Literarisches Wochenblatt) in Posen. Zwischen 1840 und 1841 leitete er ein privates Knabenpensionat in Posen. Danach war er bis 1844 Hilfslehrer am deutschen Gymnasium. In diesem Jahr veröffentlichte er ein Lehrbuch der Mathematik. Libelt hat 1844 den Begriff [[Intelligenzija]] erstmals im Sinne einer Gesamtheit aller Gebildeten gebraucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um das Jahr 1842 gründete er die Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Dziennik Domowy&amp;#039;&amp;#039; (Heimblatt), und seit 1843 war er Mitherausgeber und Redakteur der Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Rok&amp;#039;&amp;#039; (Das Jahr). Diese Zeitschrift war Zentrum der philosophischen polnischen Diskussion in den 1840er Jahren. Sein wissenschaftliches Hauptwerk war die &amp;#039;&amp;#039;Filozofia i krytika&amp;#039;&amp;#039;, erschienen in Posen in fünf Bänden zwischen 1845 und 1850. Daneben hielt er in den 1840er Jahren zahlreiche Vorträge in polnischer Sprache zur deutschen Literatur und Ästhetik in Posen. Eines seiner Ziele war es, eine national polnische Philosophie zu etablieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politisches Wirken im Vormärz ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Der+polen-prozess+in+berlin.jpeg|miniatur|Polenprozess von 1847]]&lt;br /&gt;
Libelt blieb weiterhin auch politisch aktiv. Zwischen 1839 und 1845 bestand das Libelt-Komitee zur Vorbereitung eines polnischen Aufstands. Libelt war 1841 Mitbegründer, Sekretär und ab 1844 Vizepräsident des Vereins für Unterrichtshilfe in Posen. In Posen gehörte er seit 1844 dem Stadtrat an. Im Jahr 1845 war er Mitbegründer des örtlichen Gewerbevereins. Im Jahr 1845 war er auch Mitglied des polnischen Zentral-Revolutionskomitees. Zu Beginn des Jahres 1846 nahm er am [[Krakauer Aufstand]] teil. Er war Mitglied der revolutionären polnischen Nationalregierung und Verfasser eines Krakauer Manifests.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1846 kam es in Preußen zu einem Strafverfahren gegen ihn wegen Hochverrats. Die Untersuchungshaft verbrachte er in Posen, [[Küstrin]] und zum Schluss in [[Zellengefängnis Lehrter Straße|Moabit]]. Er war einer der Hauptangeklagten im [[Polenprozess]] vor dem Berliner [[Kammergericht]]. Dieses verurteilte ihn zu 20 Jahren Festungshaft. Die folgenden Monate war er in Moabit inhaftiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Revolution von 1848/49 ==&lt;br /&gt;
Nach der Befreiung im Zuge der [[Märzrevolution]] von 1848 nahm er am [[Großpolnischer Aufstand (1848)|polnischen Aufstand]] in der Provinz Posen teil. Zwischen März und April des Jahres gehörte Libelt dem polnischen Nationalkomitee und dem Komitee zur Reorganisation der Provinz Posen an. Er gehörte zu einer Abordnung, die im März 1848 in Berlin über die nationale Reorganisation der Provinz Posen verhandelte. Seit April 1848 war er Mitglied der geheimen polnischen Nationalregierung. Er war einer der Mitunterzeichner der Konvention von Jaroslawiec zwischen dem Regorganisationskomitee und [[Karl Wilhelm von Willisen|General von Willisen]]. Im Mai 1848 nahm er am Polenkongress in [[Breslau]] und im Juni am [[Slawenkongress]] in [[Prag]] teil. Er war dort Vorsitzender der polnisch-russischen Sektion. Er war Mitverfasser des &amp;#039;&amp;#039;Manifests der slawischen evangelischen Kirche an die Völker Europas&amp;#039;&amp;#039;. In Berlin gehörte er ab Oktober 1848 dem Redaktionsausschuss der Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Die Reform&amp;#039;&amp;#039; an. Zwischen Oktober 1848 und Januar 1849 gehörte er der [[Frankfurter Nationalversammlung]] an. Er war Mitglied der Fraktion [[Donnersberg (Fraktion)|Donnersberg]]. Nachrücker im Parlament war [[Johann Krzyzanowsky]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Spätere Jahre ==&lt;br /&gt;
Von Juni 1848 bis 1850 war er Mitglied in der Interimsdirektion der [[Liga Polska (1848)|Polnischen Liga]]. Dabei amtierte er als Direktor und Leiter der Abteilung Publikation und Bildung. Im Dezember 1848 gehörte er dem Polnischen Wahlausschuss für die Wahlen zum [[Preußischer Landtag|Preußischen Landtag]] an. Im Jahr 1849 war er Mitglied der zweiten Kammer des preußischen Landtages und gehörte der [[Polnische Fraktion|polnischen Fraktion]] an. Daneben war er bis zum Verbot durch die Behörden 1850 Redakteur der Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Dziennik Polski&amp;#039;&amp;#039; (Polnisches Tageblatt). Seine &amp;#039;&amp;#039;Kleineren Schriften&amp;#039;&amp;#039; erschienen in Posen zwischen 1849 und 1851 in einer Sammlung von sechs Bänden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1850 war er Besitzer des Rittergutes Czeszewo. Er war Gründer und Mitglied des örtlichen Bauernvereins. Er gehörte nach 1860 der Gesellschaft der Freunde der Wissenschaft in Posen an. Zwischen 1868 und 1875 war er deren Vorsitzender. Libelt war Mitgründer der Kommission für Orthographie und der Abteilung für Wirtschaftswissenschaften und Statistik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 1859 und 1870 war er Mitglied des [[Preußisches Abgeordnetenhaus|preußischen Abgeordnetenhauses]] und war von 1863 bis 1866 Vorsitzender der polnischen Fraktion. Eine Gesamtausgabe seiner Werke &amp;#039;&amp;#039;Dzieła&amp;#039;&amp;#039; erschien in seinem Todesjahr 1875 in sechs Bänden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Meyers Großes Konversations-Lexikon,&amp;#039;&amp;#039; Band 12. Leipzig 1908, S. 505 ([http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Libelt?hl=libelt Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Pierer’s Universal-Lexikon,&amp;#039;&amp;#039; Band 10. Altenburg 1860, S. 337 ([http://www.zeno.org/Pierer-1857/A/Libelt?hl=libelt Digitalisat]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{fnv|Dr. phil. Carol Fryderyk Libelt|22397}}&lt;br /&gt;
* [https://hds.hebis.de/herder/Search/Results?lookfor=Karol+Libelt&amp;amp;trackSearchEvent=Einfache+Suche&amp;amp;type=allfields Publikationen von und über Karol Libelt] im Bibliotheks- und Bibliographieportal / [[Herder-Institut (Marburg)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=120684470|LCCN=n/85/283660|VIAF=77152718}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Libelt, Karol}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Novemberaufstand (Polen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Großpolnischen Aufstand 1848 (Polen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Frankfurter Nationalversammlung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Preußischen Zweiten Kammer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der polnischen Fraktion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Philosoph (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Revolutionär 1848/49]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärperson (Polen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Ordens Virtuti Militari]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Preuße]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pole]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1807]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1875]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Libelt, Karol&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Libelt, Karol Fryderyk (vollständiger Name); Liebelt, Karl Friedrich&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=polnischer Philosoph, Publizist, Revolutionär und Politiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=8. April 1807&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Poznań]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=9. Juni 1875&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Brdów]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Auchwaswisser</name></author>
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