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	<title>Karner (Ebern) - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-27T16:55:56Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Karner_(Ebern)&amp;diff=1554793&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Der X an alle Rahm: /* Literatur */</title>
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		<updated>2024-01-22T16:29:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der [[Gotik|spätgotische]] &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Karner&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Ossarium]]) steht neben der katholischen [[St. Laurentius (Ebern)|Stadtpfarrkirche St. Laurentius]] im Zentrum der Kleinstadt [[Ebern]] im [[Landkreis Haßberge]] ([[Unterfranken]]). Das historische Beinhaus des ehemaligen [[Friedhof]]s wurde nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] zur [[Kriegerdenkmal|Kriegergedächtnisstätte]] umgestaltet und dient teilweise auch als Ausstellungsraum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Ebern Beinhaus Aussen.jpg|mini|Ansicht von Norden]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ebern Erker.jpg|mini|hochkant|Der Altarerker der Ostseite]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ebern Relief.jpg|mini|Das &amp;#039;&amp;#039;Jüngste Gericht&amp;#039;&amp;#039; an der Nordseite]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ebern Karner 2.jpg|mini|Die Kriegergedächtnisstätte im ehemaligen Beinhaus]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ebern Karner 3.jpg|mini|Blick ins Gewölbe]]&lt;br /&gt;
Nach der Bauinschrift an der Nordwand des doppelstöckigen [[Sandstein]]quaderbaues wurde das Bauwerk 1464 begonnen: „Anno dni m ccc lxiiii iar ward der baw an gehaben zv pfingsten“. Aus dem Jahr 1469 ist die Stiftung einer [[Vikarie]] zum wohl bereits fertiggestellten Ossarium überliefert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Friedhofskapelle im Obergeschoss war den Heiligen [[Simon Petrus|Peter]] und [[Paulus von Tarsus|Paul]] (SS. Petri et Pauli in Ossorio) geweiht und diente wie zahlreiche ähnliche Anlagen der Aufnahme der Gebeine aus den aufgelassenen Gräbern des städtischen Gottesackers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Verlegung des Friedhofs nördlich vor die Stadt wurde der Karner 1803 profaniert. Seit 1804 diente das Obergeschoss als Schulraum. Das Erdgeschoss wurde als Holzlege verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Zweiten Weltkrieg gestaltete man die offene Halle des ehemaligen Beinhauses zur Kriegergedächtnisstätte um. Im Obergeschoss präsentiert die benachbarte [[Stadtbücherei]] mehrmals im Jahr kleine Ausstellungen. Gelegentlich wird der ehemalige Kapellenraum auch für Veranstaltungen genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Außenbau ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Karner bildet zusammen mit der benachbarten Pfarrkirche und dem [[Fachwerkhaus|Fachwerkbau]] des Pfarrhauses ein charakteristisches Ensemble westlich des Marktplatzes. Während der Außenbau der Kirche im 18. und 19. Jahrhundert durch die [[Barock]]isierung und anschließende [[Neugotik|Regotisierung]] der Fenster verändert wurde, blieb das ehemalige Beinhaus weitgehend in seiner originalen spätmittelalterlichen Erscheinung erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Außenbau ist verhältnismäßig reich gegliedert. Über einem gekehlten Sockel steigen die beiden Geschosse auf, die durch ein Wasserschlaggesims getrennt werden. Das Gesims wurde über die vorspringenden [[Strebepfeiler]] und den [[Erker]] weitergeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bauwerk wird von einem [[Walmdach]] aus dem 18. Jahrhundert abgeschlossen. Über dem westlichen Krüppelwalm sitzt ein zierliches Glockentürmchen mit offener Laterne und schiefergedeckter Kuppel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Erdgeschoss der [[Joch (Architektur)|zweijochigen]], unverputzten Rechteckanlage öffnet sich in zwei großen Rundbögen mit reich profilierten Gewänden nach Norden. Die [[Schmiedeeisen|schmiedeeisernen]] Gitter stammen aus der Zeit nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]]. An der Ostwand des Obergeschosses springt ein rechteckiger Altarerker aus. An der profilierten Abkragung des Erkers hält ein Engel das [[Wappen]] der Herren von [[Rotenhan (Adelsgeschlecht)|Rotenhan]]. Unter der Bedachung läuft ein [[Maßwerk]]fries aus Kreuzbögen mit Nasen und Lilienenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An den Gebäudekanten und in der Mitte springen Strebepfeiler mit Stirngiebeln und Pultdächern vor. [[Konsole (Bauwesen)|Konsolen]] und [[Baldachin]]e deuten auf einen geplanten oder verlorenen [[Skulptur]]enschmuck hin. Die Konsolen zeigen eine männliche Büste mit Spruchband, ein verwittertes Wappenschild und eine Büste mit dem Rotenhanwappen. Der mittlere Pfeiler im Norden trägt die Inschrift „drost got al glavbig sel“. Daneben ist ein Sandsteinrelief (ca. 1,50&amp;amp;nbsp;m × 1,10&amp;amp;nbsp;m) des Jüngsten Gerichts eingelassen. [[Christus]] thront als Weltenrichter über den erwachenden Toten. Der Erlöser wird von Maria und Johannes dem Täufer flankiert. Links unten kniet eine weibliche Figur, die durch ein bürgerliches Wappen als Stifterin ausgewiesen ist. Die [[Historiker]]in Isolde Maierhöfer identifizierte das Wappen 1980 als das der Familie Frankenhausen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Spruchband über dem Weltenrichter erkennt man die Reste einer aufgemalten Inschrift: „VENITE BENEDICTI PATRIS MEI – ITE A ME MALEDICTI IN IGNEM AETERNVM“ (Matthäus 25,34: Kommet zu mir, ihr Gesegneten meines Vaters – Geht weg von mir, ihr Verdammten, in das ewige Feuer). Die Tafel wirkt für die Bauzeit stilistisch etwas veraltet und erinnert an ähnliche Tafeln in [[Ochsenfurt]] ([[Michaelskapelle (Ochsenfurt)|Michaelskapelle]]) und [[Würzburg]] (Marienkapelle).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Inneres ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ehemalige Beinhaus im Erdgeschoss wird von einem [[Gewölbe|Netzrippengewölbe]] mit acht [[Schlussstein]]en überspannt. Die Schlusssteine tragen die Wappen, [[Hausmarke]]n oder [[Zunft]]zeichen der bürgerlichen Stifter, die den Bau zusammen mit der Adelsfamilie Rotenhan finanzierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1958 wurde die Gewölbehalle zur Gedächtnisstätte für die Gefallenen der beiden Weltkriege umgestaltet und durch Eisentore abgeschlossen.&lt;br /&gt;
Insgesamt sind 169 Namen gefallener oder vermisster Eberner Bürger in die Wände eingemeißelt. Das moderne [[Relief]] der [[Kreuzabnahme]] an der Ostwand schuf der Bildhauer Helmut Weber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Zugang zum ehemaligen Kapellenraum im Obergeschoss ermöglicht eine [[Freitreppe]] an der Westseite. Der schlichte Saal wird von einer Flachdecke abgeschlossen und öffnet sich in einem Rundbogen zum Altarerker im Osten. Diesen ehemaligen Altarraum ziert ein kleines Netzgewölbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In die Ostwand des Kapellenraumes ist ein rundes [[Treppenturm|Treppentürmchen]] eingefügt, dessen [[Wendeltreppe]] auf den Dachboden führt. Außen ruht die Vorkragung des Treppenturmes auf der Figur eines nackten, kauernden Mannes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|3422030514|Seiten=}} &amp;lt;!--Breuer--&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Heribert Keh: &amp;#039;&amp;#039;Die Kirchen von Ebern/Ufr&amp;#039;&amp;#039;. (Schnell, Kunstführer 1131). München 1978&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Kunstdenkmäler des Königreichs Bayern&amp;#039;&amp;#039;, III, 15 – &amp;#039;&amp;#039;Bezirksamt Ebern&amp;#039;&amp;#039;. München 1916. (Nachdruck München 1983. – ISBN 3-486-50469-X)&lt;br /&gt;
* Isolde Maierhöfer: &amp;#039;&amp;#039;Ebern – Bild einer fränkischen Kleinstadt&amp;#039;&amp;#039;. Weißenhorn 1980&lt;br /&gt;
* Isolde Maierhöfer: &amp;#039;&amp;#039;Ebern&amp;#039;&amp;#039; (Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken, Heft 15). München, Kommission für bayerische Landesgeschichte, 1964&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|article=/|NS=50.094699|EW=10.794382|type=landmark|region=DE-BY}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Ebern, Karner}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchengebäude im Landkreis Haßberge]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in Ebern|Karner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baudenkmal in Ebern|Karner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Karner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Peter-und-Paul-Kirche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Profaniertes Kirchengebäude in Bayern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Veranstaltungsstätte in Bayern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kriegergedächtniskirche|Ebern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchengebäude in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Beinhaus in Deutschland|Ebern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grabbau in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grabbau in Bayern]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Der X an alle Rahm</name></author>
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