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	<title>Karluken - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T18:45:33Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Karluken&amp;diff=38873&amp;oldid=prev</id>
		<title>46.91.23.175 am 24. März 2020 um 14:45 Uhr</title>
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		<updated>2020-03-24T14:45:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis|Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Karluk&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Qarluq&amp;#039;&amp;#039; ist mehrdeutig, weitere Bedeutungen sind unter [[Qarluq]] aufgelistet.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Karluken&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{otkS|Qarluq}}; [[Arabische Sprache|arabisch]]/{{faS|قارلوق&amp;amp;lrm;}}, {{boS|Gar-log}}) waren eine historische [[Stammesföderation]] [[Turkvölker|türkischer]] Steppennomaden im frühmittelalterlichen [[Mittelasien]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus den Reihen versklavter Karluken in Diensten der [[Samaniden]] gingen unter anderem die späteren [[Ghaznawiden]]-Herrscher von Chorasan und Nordindien hervor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bosworth&amp;quot;&amp;gt;C. E. Bosworth: &amp;#039;&amp;#039;Samanids&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[The Encyclopaedia of Islam. New Edition]]&amp;#039;&amp;#039;. Band 8, Brill, Leiden 1995, S. 1025–1031, hier S. 1026 ({{&amp;quot; |Text=One role which Ismā&amp;#039;īl inherited as ruler of Transoxania was the defence of its northern frontiers against pressure from the nomads of Inner Asia, and in 280/893 he led an expedition into the steppes against the Qarluq Turks, capturing Ṭalas and bringing back a great booty of slaves and beasts. |Sprache=en}})&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Um 600 lebten die Karluken nördlich des [[Balchaschsee]]s.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe [[:Datei:East-Hem 600ad.jpg|Karte Asiens um 600 auf Commons]], abgerufen am 1. Januar 2020&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie waren anfänglich von relativ untergeordneter Bedeutung. &amp;lt;!-- Ihre Führer trugen nie den Titel eines [[Khagan]]s oder [[Khan]]s Auskommentiert. Aussage widerspricht sich mit den unten aufgeführten Khagane. --&amp;gt; Selbst [[Mahmud al-Kāschgharī]] erwähnt die Karluken nicht in der Aufzählung der 20 türkischen Stämme in der Einleitung seines &amp;#039;&amp;#039;diwān lughāt at-turk&amp;#039;&amp;#039;. Nach [[Uiguren|uigurischen]] Quellen bildeten diese um 760 eine Stammesföderation aus drei [[Clan]]s. Das Werk &amp;#039;&amp;#039;[[Hudūd al-ʿĀlam]]&amp;#039;&amp;#039; erwähnt allerdings, dass die Karluken aus sieben Stämme beständen. Um 700 lebten die Karluken in der später so genannten [[Dsungarei]].&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe [[:Datei:East-Hem 700ad.jpg|Karte Asiens um 700 auf Commons]], abgerufen am 1. Januar 2020&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Verfall des [[Zweites Türk-Kaganat|Zweiten Türk-Kaganats]] und seiner Ablösung 745 durch das [[Uigurisches Kaganat|Uigurische Kaganat]] verlagerten die Karluken im 7. und 8. Jahrhundert ihre Wohnsitze schrittweise aus dem [[Changai-Gebirge]] und [[Altai]] an das Ostende des [[Balchaschsee]]s und weiter in das [[Siebenstromland]]. Ab 744 wird von einem „Reich der Karluken“ gesprochen,&amp;lt;ref&amp;gt;Linska, Handl, Rasuly-Paleczek, S. 61&amp;lt;/ref&amp;gt; das sich vor allem auf die reichen sogdischen Städte des Siebenstromlandes stützte. Da sich das Ötüken-Gebirge, ein heiliger Ort für die Türken, in ihrem Herrschaftsbereich befand, sahen sie sich als Nachfolger des vormaligen Reiches der Kök-Türken.&amp;lt;ref&amp;gt;Linska, Handl, Rasuly-Paleczek, S. 61&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwa 766 lösten die Karluken die damals vorherrschenden [[Türgesch]] als Oberschicht der [[Nomade]]n in [[Turkestan]] ab, besetzten die Städte [[Ak-Beschim|Suyāb]] (die ehemalige Hauptstadt der Türgiş) und [[Taras (Kasachstan)|Tarāz]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Michael Weiers]]: [http://www.zentralasienforschung.de/Qarluq.PDF &amp;#039;&amp;#039;Qarluq&amp;#039;&amp;#039;.] (PDF; 36&amp;amp;nbsp;kB). In: &amp;#039;&amp;#039;Abrisse zur Geschichte innerasiatischer Völker.&amp;#039;&amp;#039; 1998.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie gewannen auch Einfluss in [[Ferghana]]. Damit beherrschten die Karluken die Gebiete zwischen [[Altai]] und [[Syrdarja]], verdrängten auch die [[Oghusen]] weiter westwärts an den [[Aralsee]], standen aber weiterhin unter dem Druck und der Oberherrschaft der Uiguren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
791/792 galten die Karluken als Verbündete der [[Tibeter]] und versuchten mit ihnen gemeinsam die Herrschaft über Ostturkestan zu erlangen, wurden jedoch von den Uiguren besiegt. Aber auch gegen die Araber in Mittelasien gab es verschiedene Bündnisse und Kämpfe, z.&amp;amp;nbsp;B. unterstützten sie um 776 den [[al-Muqannaʿ|Mukanna]]-Aufstand. Um 800 siedelten die Karluk im [[Siebenstromland]].&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe [[:Datei:East-Hem 800ad.jpg|Karte Asiens um 800 auf Commons]], abgerufen am 1. Januar 2020&amp;lt;/ref&amp;gt; Schließlich wurden die Gebiete der Karluk nach einer massiven Kampagne des Uiguren-Khaqans [[Qut Bulmish]] (reg. 808–821, er kam bis an den Syrdarja und kämpfte dort gegen die Araber) 820/821 dem Uiguren-Reich eingegliedert. Doch bereits 840 wurden sie wieder selbständig und konnten sich einige Gebiete Ostturkestans aneignen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach späteren Quellen ([[Al-Marwazi]]) vereinigten sich unter ihrer Führung neun Stammesgruppen: drei Gruppen der [[Tschigil]], drei Gruppen der B.gh.sk.l, dazu die [[Bulaq]], [[Kökerkin]] und [[Tukhsi]]. Diese Zusammensetzung war aber nicht stabil und unterlag im Laufe der Zeit wahrscheinlich einer Anzahl von Veränderungen, wofür auch das Vorhandensein einiger weiterer Stammesnamen spricht. Vielleicht &amp;lt;!-- laut Pritsak //--&amp;gt; zählten auch die [[Yaghma]] dazu, die im 10. Jahrhundert analog zu den Karluken über verschiedene Gebiete Turkestans verstreut waren.&amp;lt;ref&amp;gt;Sinor: &amp;#039;&amp;#039;The Cambridge History of Early Inner Asia.&amp;#039;&amp;#039; S. 354–357.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Karluken hatten, wie bei [[Nomaden]] damals üblich, zwei gemeinsam regierende Fürsten über sich: den „[[Arslan Qara Khaqan]]“ im Osten und den „[[Bugra Qara Qagan]]“ im Westen. Der westliche Teilherrscher [[Oghulchak Kadir Khan]] führte beispielsweise Krieg gegen die [[Samaniden]] (893, 903–904). 893 wurde er von Ismail I. (reg. 892–907) geschlagen, der bis an den [[Talas (Fluss)|Talas]] vordrang und viele Gefangene machte. Dabei wurden viele Karluken versklavt, zum [[Islam]] bekehrt und standen in der Folge als Militär- und Hofsklaven (&amp;#039;&amp;#039;[[Mamluken|ghulām]]&amp;#039;&amp;#039;) in den Diensten der Samaniden. Aus den Reihen dieser Militärsklaven gingen unter anderem die späteren [[Ghaznawiden]]-Herrscher von Chorasan und Nordindien hervor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bosworth&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Turkvölker|türkische]] Herrscherdynastie der [[Karachaniden]], die im 11. und 12. Jahrhundert [[Mittelasien]] beherrschte, wird häufig auf einen Zweig der Karluken zurückgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Wassili Wladimirowitsch Bartold|V. V. Barthold]]: &amp;#039;&amp;#039;History of the Semirechyé.&amp;#039;&amp;#039; In: Ders.: &amp;#039;&amp;#039;Four Studies on the History of Central Asia. Volume I.&amp;#039;&amp;#039; E. J. Brill, Leiden 1956, Abschnitt &amp;#039;&amp;#039;The Qarluq:&amp;#039;&amp;#039; S. 86–92 (russische Erstveröffentlichung: Almaty 1893)&lt;br /&gt;
* Helmut Hoffmann: &amp;#039;&amp;#039;Die Qarluq in der tibetischen Literatur.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Oriens&amp;#039;&amp;#039;, Vol. 3, No. 2, Oktober 1950, S. 190–208&lt;br /&gt;
* [[Denis Sinor]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;The Cambridge History of Early Inner Asia.&amp;#039;&amp;#039; Cambridge University Press, Cambridge 1990&lt;br /&gt;
* Marion Linska, Andrea Handl, Gabriele Rasuly-Paleczek: [https://www.researchgate.net/publication/242753381_Einfuhrung_in_die_Ethnologie_Zentralasiens &amp;#039;&amp;#039;Einführung in die Ethnologie Zentralasiens&amp;#039;&amp;#039;.] Skriptum. Wien 2003; abgerufen am 13. Dezember 2019.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethnie in Asien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Turksprachige Ethnie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>46.91.23.175</name></author>
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