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	<title>Karlspfund - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T19:54:49Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;GünniX: WPCleaner v2.05 - Wikipedia:WPSK (Anzahl schließender eckiger Klammern nicht korrekt)</title>
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		<updated>2025-11-08T05:43:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;http://192.168.1.62:8083/index.php/WP:CLEANER&quot; class=&quot;extiw&quot; title=&quot;en:WP:CLEANER&quot;&gt;WPCleaner&lt;/a&gt; v2.05 - &lt;a href=&quot;/index.php/Wikipedia:WPSK&quot; class=&quot;mw-redirect&quot; title=&quot;Wikipedia:WPSK&quot;&gt;Wikipedia:WPSK&lt;/a&gt; (Anzahl schließender eckiger Klammern nicht korrekt)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Karlspfund&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (lat. &amp;#039;&amp;#039;pondus Caroli&amp;#039;&amp;#039;) ist ein frühmittelalterliches [[Münzgrundgewicht]], das diejenige Menge [[Silber]] angibt, aus der nach der [[Karolingische Münzordnung|Karolingischen Münzordnung]] 240 [[Pfennig#Mittelalter|Pfennige]] zu prägen waren. Das genaue Gewicht des Karlspfundes kann nur indirekt ermittelt werden; es lag bei etwa 408 g. Das Karlspfund war keine allgemeine [[Gewichtseinheit]] und wurde auch nicht als Münze ausgeprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Karlspfund als Münzgrundgewicht ==&lt;br /&gt;
Im Rahmen der neuen Münzordnung setzte [[Karl der Große]] um 793/794 wahrscheinlich das Gewicht des Pfundes neu fest. Das Karlspfund, das als Grundgewicht aller Münzprägungen im Karolinger-Reich dienen sollte, war mit etwa 408 g deutlich schwerer als die antike &amp;#039;&amp;#039;[[Alte Maße und Gewichte (römische Antike)#Gewichte|libra]]&amp;#039;&amp;#039;, aber etwas leichter als das karolingische Pfund, das in anderen Kontexten als Münzprägungen als Gewichtseinheit diente (etwa 425,5 g).&amp;lt;ref&amp;gt;Harald Witthöft: &amp;#039;&amp;#039;Pfund §2: Das Pfund als Gewichtseinheit&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Reallexikon der Germanischen Altertumskunde&amp;#039;&amp;#039;, Band 23, 2003, S. 124–131, hier S. 128.&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus einem Karlspfund sollten 240 &amp;#039;&amp;#039;denarii&amp;#039;&amp;#039; (Pfennige) geprägt werden, was etwa 1,7 g Silber pro Pfennig entspricht; hingegen waren das Pfund selbst und ursprünglich auch der [[Schilling]] reine [[Rechnungsmünze]]n, die nicht ausgeprägt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vermittlung des Wissens, welches Gewicht das Karlspfund hatte (z.&amp;amp;nbsp;B. an die einzelnen Münzstätten) fand wohl durch Verweise auf Bruchteile und Vielfache anderer Gewichte statt, nicht durch [[Eichung|geeichte]] Stücke vergleichbar dem [[Kilogramm#Urkilogramm|Pariser Urkilogramm]].&amp;lt;ref&amp;gt;Harald Witthöft: &amp;#039;&amp;#039;Pfund §2: Das Pfund als Gewichtseinheit&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Reallexikon der Germanischen Altertumskunde&amp;#039;&amp;#039;, Band 23, 2003, S. 124–131, hier S. 124.&amp;lt;/ref&amp;gt; Theoretisch galt das von Karl dem Großen festgesetzte Gewicht auf Dauer und im gesamten Herrschaftsgebiet der Karolinger, in der Praxis war seine Wirkung begrenzt; seit dem Hochmittelalter herrschten Pfennigprägungen mit von Ort zu Ort unterschiedlichem [[Münzfuß]] vor ([[Regionaler Pfennig]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Umrechnung in metrische Einheiten ==&lt;br /&gt;
Die genaue Ermittlung des Gewicht des Karlspfundes war in der [[Numismatik|numismatischen]] [[Metrologie]] seit ihren Anfängen im 17. Jahrhundert ein intensiv und kontrovers behandeltes Thema; [[Elisabeth Nau (Numismatikerin)|Elisabeth Nau]] sprach davon, dass die Forschung das Gewicht „wie den [[Heiliger Gral|heiligen Gral]]“ gesucht habe.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;Elisabeth Nau: &amp;#039;&amp;#039;[Rezension zu Witthöft, Münzfuß, Kleingewichte, Pondus caroli]&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Vierteljahrschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte&amp;#039;&amp;#039;, Band 73, 1986, S. 412.&amp;lt;/ref&amp;gt; Überwiegend ist die Forschung dabei bis heute auf die erhaltenen ausgeprägten Pfennige angewiesen. Deren Gewicht schwankte allerdings schon produktionsbedingt ([[Hammerprägung]]), und durch [[Abrieb]] und [[Korrosion]] haben sich Gewicht und chemische Zusammensetzung der erhaltenen Exemplare ebenfalls verändert. Aufgrund des [[Greshamsches Gesetz|Greshamschen Gesetzes]] haben schwerere Exemplare eine schlechtere Überlieferungs-Chance, was die Auswertung von Fundmünzen ebenfalls verzerren kann. Dazu kommt, dass im Laufe des Mittelalters [[Fein- und Raugewicht]] der Pfennige schwankten; langfristig nahm das Münzgewicht und vor allem die Menge des enthaltenen Silbers deutlich ab, so dass die Fundmünzen aus jüngerer Zeit nur bedingt zur Ermittlung des ursprünglichen Gewichts des Karlspfundes herangezogen werden können. Nur sehr wenige größere Schatzfunde karolingischer Münzen sind aber vor 814 verborgen worden.&amp;lt;ref&amp;gt;Bernd Kluge: &amp;#039;&amp;#039;Am Beginn des Mittelalters. Die Münzen des karolingischen Frankenreiches 751-814&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Das Kabinett&amp;#039;&amp;#039; Band 15). Berlin 2014, ISBN 978-3-88609-753-1, hier S. 49–51.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch andere historische Gewichtseinheiten, die letztlich auf das Karlspfund zurückgehen (z.&amp;amp;nbsp;B. das [[Pfund|Troy-Pfund]]) bieten keinen direkten Aufschluss für das Gewicht des Karlspfundes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ermittlung der Silbermenge, aus der laut Karolingischer Münzordnung 240 Pfennige hätten geschlagen werden sollen, ist daher ausgesprochen schwierig. In der älteren Literatur finden sich für das Gewicht des Karlspfundes Angaben zwischen 367 und 491 g, oft auf spekulativer Grundlage;&amp;lt;ref&amp;gt;Harald Witthöft: &amp;#039;&amp;#039;Münzfuß, Kleingewichte, Pondus caroli und die Grundlegung des nordeuropäischen Maß- und Gewichtswesens in fränkischer Zeit.&amp;#039;&amp;#039; Scripta-Mercaturae-Verlag, Ostfildern 1984.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich von Schrötter (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Wörterbuch der Münzkunde&amp;#039;&amp;#039;. de Gruyter, Berlin u. a. 1930, S. 297–298.&amp;lt;/ref&amp;gt; die Forschung seit den 1980er Jahren geht von etwa 408 g aus.&amp;lt;ref&amp;gt;Harald Witthöft: &amp;#039;&amp;#039;Maße und Gewichte&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Reallexikon der Germanischen Altertumskunde&amp;#039;&amp;#039;, Band 19, 2001, S. 398–421, hier S. 408.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;Bernd Kluge: &amp;#039;&amp;#039;Numismatik des Mittelalters.&amp;#039;&amp;#039; Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch und Thesaurus Nummorum Medii Aevi.&amp;#039;&amp;#039; Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Berlin/Wien 2007, S. 36–37.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Sebastian Steinbach]]: &amp;#039;&amp;#039;Numismatik. Eine Einführung in Theorie und Praxis&amp;#039;&amp;#039;. Kohlhammer, Stuttgart 2022, S. 101.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;[[Tyll Kroha]]: &amp;#039;&amp;#039;Großes Lexikon der Numismatik.&amp;#039;&amp;#039; Bertelsmann Lexikon Verlag, Gütersloh 1977, 2. Auflage 1997, ISBN 3-577-10554-2, hier S. 322.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zugleich betonen neuere Darstellungen auch, dass eine exakte Bestimmung schwierig bis unmöglich sei und dass zeitlich und räumlich unterschiedliche Werte als Karlspfund gegolten haben dürften.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Karlspfund als Zählpfund ==&lt;br /&gt;
Je größer die Gewichtsdifferenz zwischen 240 ausgeprägten Pfennigen und dem Karlspfund wurden, desto mehr wurde das Pfund eine Zähleinheit für 240 Kleinmünzen („Zählpfund“).&amp;lt;ref&amp;gt;{{LexMA|6|2051|2051|Pfund|[[Peter Berghaus]]|}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;[[Niklot Klüßendorf]]: &amp;#039;&amp;#039;Numismatik und Geldgeschichte. Basiswissen für Mittelalter und Neuzeit.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Hahnsche Buchhandlung, Peine 2015, ISBN 978-3-7752-5968-2, hier S. 80. [https://archiv.ub.uni-marburg.de/es/2019/0004/pdf/nkng.pdf Digitalisat].&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein „Pfund Heller“ waren zum Beispiel 240 [[Heller (Münze)|Heller]], unabhängig von deren Gewicht und davon, in welcher Münze dieses „Pfund“ bezahlt wurde. Auch das „[[Pfund Sterling#Entstehung der Währung|Pfund Sterling]]“ war ursprünglich eine solche Zähleinheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Bernd Kluge]]: &amp;#039;&amp;#039;Numismatik des Mittelalters.&amp;#039;&amp;#039; Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch und Thesaurus Nummorum Medii Aevi.&amp;#039;&amp;#039; Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Berlin/Wien 2007, S. 36–43, 58–68 und 86–88.&lt;br /&gt;
* [[Friedrich von Schrötter (Numismatiker)|Friedrich von Schrötter]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Wörterbuch der Münzkunde.&amp;#039;&amp;#039; de Gruyter, Berlin u. a. 1930, S. 296–297 (&amp;#039;&amp;#039;Karolingische Münzordnung&amp;#039;&amp;#039;), 297–298 (&amp;#039;&amp;#039;Karlspfund&amp;#039;&amp;#039;) und 507–508 (&amp;#039;&amp;#039;Pfund&amp;#039;&amp;#039;). {{doi|10.1515/9783112340646}}.&lt;br /&gt;
* [[Harald Witthöft]]: &amp;#039;&amp;#039;Münzfuß, Kleingewichte, Pondus caroli und die Grundlegung des nordeuropäischen Maß- und Gewichtswesens in fränkischer Zeit.&amp;#039;&amp;#039; Scripta-Mercaturae-Verlag, Ostfildern 1984.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altes Maß oder Gewicht (Europa)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historische Währungseinheit (Europa)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Masseneinheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Karl der Große als Namensgeber]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;GünniX</name></author>
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