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	<title>Karlshospital - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T20:57:01Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Karlshospital&amp;diff=495673&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Rudolf.l.s: /* Zuchthaus */ +sic</title>
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		<updated>2024-01-29T22:11:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Zuchthaus: &lt;/span&gt; +sic&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:KarlshopitalFinkenherd2010.JPG|miniatur|Das Karlshospital vom Finkenherd gesehen]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Karlshospital&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (ehemals Zuchthaus am Zuchtberg) wurde 1720 bis 1721 in [[Kassel]] als Erziehungs- und Besserungsanstalt errichtet. Nachdem das Gebäude im Zweiten Weltkrieg ausbrannte, bestand das historische Gebäude Jahrzehnte lediglich als Ruine am Ufer der [[Fulda (Fluss)|Fulda]] an der Weserstraße in der Kasseler Innenstadt. In den Jahren 2008 und 2009 wurde das Bauwerk erheblich umgebaut und beherbergt heute ein Restaurant und Büroflächen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Karslhospitalkassel2005.jpg|miniatur|Das Karlshospital vor Beginn der Bauarbeiten 2005 von der Fulda aus gesehen]]&lt;br /&gt;
=== Zuchthaus ===&lt;br /&gt;
Ein [[Zuchthaus]] wurde ursprünglich nicht als Strafanstalt, sondern als Erziehungs- und Besserungsanstalt gesehen. Bereits im 17. Jahrhundert bestand in Kassel ein Zuchthaus in der Schäfergasse. Diese Anstalt wurde 1674 abgerissen und fand erst im Karlshospital einen Nachfolger.&lt;br /&gt;
[[Karl (Hessen-Kassel)|Landgraf Karl]] bestimmte die Anstalt für:&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;ungerathene Kinder, Verschwender und Müßiggänger biß&amp;lt;!--sic--&amp;gt; zu Ihrer besserung, auch sonstige Malificanten, Falsary undt Landstreicher zur straffe zur Arbeit angehalten und verpflegt werden.&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039; (zitiert n. [[#Literatur|Lit.]]: Hessische Landesordnung, 1720)&lt;br /&gt;
Im [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieg]] wurde das Gebäude von der französischen Armee zwischenzeitlich als Lazarett genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gefängnis ===&lt;br /&gt;
Im Laufe der Zeit änderte sich der Charakter des Karlshospitals. Spätestens zum Ende des 18. Jahrhunderts entwickelt es sich zu einem [[Gefängnis]] im klassischen Sinn. 1808 löste [[Jérôme Bonaparte|König Jérôme]] das städtische [[Spinnhaus]] auf und auch weibliche Gefangene wurden in das Zuchthaus überbracht. Die Strafanstalt beherbergte bis zu 100 Gefangene im 19. Jahrhundert. In der [[Weimarer Republik]] wurde es zu einem Fürsorgeheim mit einer [[Suppenküche]] und kleinen Sozialwohnungen umgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nationalsozialismus ===&lt;br /&gt;
Die [[Zeit des Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] richteten im Karlshospital eine [[Schutzhaft (Nationalsozialismus)|Schutzhaftstelle]] ein. Hier wurden Regimegegner und andere verfolgte Personen willkürlich interniert und später teilweise in Konzentrationslager verschleppt. Im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] brannte das Gebäude aus und wurde seither nicht genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ruine und Umbau ===&lt;br /&gt;
Nachdem die Ruine jahrzehntelang leer stand, bemühte sich die Stadt Kassel ab Ende 2005 verstärkt, einen Käufer für das Gebäude zu finden. Für die symbolische Summe von 1 Euro stand das Karlshospital zum Verkauf mit der Auflage, es [[Denkmalschutz|denkmalgerecht]] zu sanieren. Im Juli 2006 hat ein Investor den Zuschlag bekommen. Er erhielt vom Land Hessen einen Zuschuss von 3 Mio. Euro. Beim Umbau wurde das Gebäude um zwei Vollgeschosse mit Flachdach aufgestockt. Seit Oktober 2009 wird das Gebäude unter anderem als Restaurant genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Heute ===&lt;br /&gt;
Heute sind im Karlshospital mehrere Unternehmen, wie beispielsweise Impuls Soziales Management, der MT Melsungen oder omnica ansässig. Außerdem befindet sich im Erdgeschoss ein Restaurant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Baugestalt ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Karlshospital Kassel 2005 innen.jpg|miniatur|hochkant|Innenansicht der Ruine im Sommer 2005]]&lt;br /&gt;
Das Gebäude hat einen rechteckigen Grundriss von 48 × 15,6 Metern und war ursprünglich von einem [[Mansarddach]] gekrönt. Die Raumaufteilung der einzelnen Geschosse war bis zu dem aktuellen Umbau noch zu erkennen: je eine große Halle an der Vorderseite (Westseite), im Erdgeschoss ehemals durch eine [[Arkadenreihe]] unterteilt, und Zellen an der Fuldaseite (Ostseite); das ursprüngliche Treppenhaus befand sich auf der südlichen Schmalseite. Das unter dem gesamten Gebäude verlaufende überwölbte Sockelgeschoss ist zur Flussseite zur vollen Geschosshöhe entwickelt. Die Form und die Anordnung einiger Fenster weichen nach den verschiedenen Umbauten vom Konzept von 1720 ab. Wie bei allen Gebäuden des [[Kasseler Barock]]s, war die streng symmetrisch gegliederte Fassade vollständig Verputzt und farbig gefasst. Das ursprüngliche Dach fiel 1889 einem Brand zum Opfer und wurde durch ein schlichtes [[Satteldach]] ersetzt, von dem noch ein Giebel erhalten ist. In den 1980er Jahren wurden umfangreiche Sicherungsarbeiten an der Ruine durchgeführt und das Gebäude durch eine Stahlkonstruktion provisorisch eingedeckt. Ein weiterer Verfall konnte so langfristig verhindert werden. An der Nordfront waren noch die schmiedeeisernen Vergitterungen der Zellenfenster aus der Erbauungszeit [[in situ]] erhalten, ebenso waren im Erdgeschoss die Werksteine der Sandsteinsäulen und [[Bogen (Architektur)#Korbbogen|Korbbögen]] der aufwendigen Arkadenreihe eingelagert, die heute verschwunden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Umbau und Denkmalschutz ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Karlshopital0310.JPG|miniatur|links|Die heutige Ansicht des Karlshospitals]]&lt;br /&gt;
Ob die Bauausführung den Interessen des Denkmalschutzes gerecht wird, ist in Kassel umstritten. Kritisiert wird, dass die Aufstockung des Gebäudes und einzelne Fassadenaufbrüche zu stark in die historische Bausubstanz und die Proportionen des Gebäudes eingegriffen hätten. Gerade in einer Stadt, in der über 80 % der historischen Bausubstanz dem Bombenkrieg zum Opfer gefallen sei, müsse auf die vorhandene Bausubstanz besonders Rücksicht genommen werden. Auf der anderen Seite wird anerkannt, dass das Gebäude jetzt erstmals nach über sechzig Jahren wieder einer Nutzung zugeführt werden konnte.&lt;br /&gt;
Im Inneren müssen die großen Hallen der Westseite als verloren gelten, die architekturhistorisch als Besonderheit zu werten waren. Lediglich im Bereich, der momentan als Restaurant genutzt wird, sind die Hallen noch zu erkennen, allerdings ist die obere als Galerie mit der unteren Halle nun räumlich verbunden. Durch seine farbliche Akzentuierung und die raumgreifende Oberflächenausformung erzeugt der neue Baukörper einen starken Kontrast zum historischen Kern des Gebäudes, allerdings wird die Höhe des ursprünglichen Mansarddachs nicht erreicht. Durch die seit dem 19. Jahrhundert durchgeführten Veränderungen der Fassadengestaltung und das Fehlen des historischen Verputzes ist die ursprüngliche architektonische Gliederung nicht mehr erkennbar. Ferner ist die Sicht auf das Gebäude von der Straßenseite durch verschiedene Pavillons, die die Haustechnik verbergen sollen, nur eingeschränkt möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://www.presche-chr.de/christian/Karlshospital.htm Geschichte des Karlshospitals, Innenaufnahmen der Ruine, Umbauplanungen]&lt;br /&gt;
* [http://www.fotogemeinschaft.de/v/fotografen/Klaus-Baum/dirk-kapusta-karlshospital/ Fotoreihe der Umbaumaßnahmen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Alois Holtmeyer: &amp;#039;&amp;#039;Die Bau- und Kunstdenkmäler im Regierungsbezirk Kassel, Bd. VI&amp;#039;&amp;#039;, Marburg, 1923&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Hessische Landesordnung III&amp;#039;&amp;#039;, 1. September 1720, Kassel&lt;br /&gt;
* Christian Presche: &amp;#039;&amp;#039;Das Karlshospital in Kassel&amp;#039;&amp;#039;, Kassel, 3. verbesserte Fassung 2011 [http://www.presche-chr.de/christian/Karlshospital_Geschichte_II.pdf PDF 7,0 MB]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=51/19/1/N |EW=9/30/28/E |type=landmark |region=DE-HE}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gefängnis (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Barockbauwerk in Kassel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kasseler Altstadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Denkmalgeschütztes Bauwerk in Kassel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut im 18. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Karl (Hessen-Kassel)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Umgenutztes Bauwerk in Kassel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Rudolf.l.s</name></author>
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